Lasagne Rezept mit Zucker und Jagdwurst: Unkonventionell, herzhaft und überraschend einfach
Wäre diese Lasagne ein Mensch, wären wir mit Sicherheit beste Freundinnen. Warum? Sie ist verlässlich, vielschichtig, flexibel und unkompliziert. Kein Wunder also, dass man uns so oft beim gemeinsamen Abendessen antrifft. Aber Spaß beiseite: es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Lasagne zuzubereiten, egal ob mit Spinat, Pesto, Süßkartoffeln oder Gemüsescheiben statt Lasagneblättern.
Idee hinter dem Rezept
Ich liebe Lasagne und bereite diese gerne für meine Familie zu. Eine warme, duftende Lasagne aus dem Ofen ist auch ein richtiges Wohlfühlgericht und schmeckt allen wunderbar. Meine vegane Lasagne lässt sich gut vorbereiten und schmeckt mir genauso gut wie das Original.
Lasagne stammt ursprünglich aus Neapel. Schon im Mittelalter gab es ein Gericht, welches als Vorgänger der Lasagne galt, namens „Lagagna“, welches aus fermentiertem Teig, Käse und Gewürzen bestand. Heute ist Lasagne ein weit verbreitetes Gericht, welches überall beliebt ist. Es gibt viele verschiedene Lasagne Varianten, die von dem ursprünglichen Rezept abweichen, sowie immer mehr pflanzliche Rezepte wie meine vegane Variante.
Zutaten: Basisvariante mit Jagdwurst und überraschendem Zucker-Kick (für 4 Portionen)
Die hier gezeigten Zubereitungen und Schichten basieren auf den klassischen Bestandteilen: eine Tomaten‑„Hack“-Schicht trifft auf eine Béchamelsoße, Lasagneplatten und Käse bzw. Käseersatz. Die Variante mit Jagdwurst ersetzt das vegane Hack durch fein gewürfelte Jagdwurst (oder kombiniert beides), und Zucker wird als dezente Geheimzutat verwendet, um die Säure der Tomaten auszugleichen und ein rundes Aroma zu erzeugen.
- Für die „Hack“-Schicht (Variation): 400 g veganes Hack oder 300 g veganes Hack + 100 g gewürfelte Jagdwurst oder komplett Jagdwurst nach Geschmack
- 1 Zwiebel
- 2 Möhren
- 4 EL Tomatenmark
- 1 EL Sojasoße
- 1 EL Agavendicksaft (oder 1 TL Zucker als Alternative)
- 100 ml Rotwein
- 400 g (1 Dose) stückige Tomaten
- 200 g passierte Tomaten
- 2 EL Ketchup
- Gewürze: getrockneter Basilikum, Oregano, Cayennepfeffer, Paprikapulver, Salz, Pfeffer
- neutrales Pflanzenöl zum Braten
- Für die Béchamel: 3 EL Butter/Margarine, 3 EL Weizenmehl, 250-500 ml pflanzliche Milch (je nach gewünschter Konsistenz), 1 EL Hefeflocken oder Parmesan, Salz, Pfeffer, Muskat
- vegane oder normale Lasagneplatten
- veganer oder normaler Streukäse (optional)
Zubereitung der Tomaten‑„Hack“-Schicht (mit Jagdwurst-Option)
Für die Tomaten‑„Hack“-Schicht die Zwiebel schälen und fein würfeln. Die Möhren grob raspeln oder ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Pflanzenöl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen und das vegane Hack darin circa 5 Minuten scharf anbraten, bis es gebräunt ist. Zwiebel und Möhre in die Pfanne geben und alles gemeinsam 4-5 Minuten anbraten. Danach Tomatenmark, Sojasoße und Agavendicksaft dazugeben und circa 3 Minuten erwärmen, damit das Tomatenmark etwas dunkler wird.
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Als Variante könnt ihr gewürfelte Jagdwurst hinzufügen: Knoblauch und Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Speck beziehungsweise Jagdwurst ebenfalls würfeln und mit anbraten, damit er Röstaromen entwickelt. Mit Rotwein ablöschen und circa 5 Minuten einköcheln lassen. Danach die stückigen und passierten Tomaten, Ketchup, getrocknetes Basilikum, Oregano, Cayennepfeffer und Paprikapulver dazugeben und gut vermengen. Die Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken und bei kleiner Hitze köcheln lassen, bis die vegane Béchamel fertig ist.
Vegane / klassische Béchamelsoße
Für die Béchamel vegane Butter in einem kleinen Topf schmelzen lassen. Danach Mehl einrühren und circa 1 Minute bei kleiner Hitze anschwitzen. Pflanzliche Milch langsam dazugeben und dabei gründlich einrühren, damit sich keine Klümpchen bilden. Die Béchamel mit Hefeflocken, Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Falls die Soße zu dick wird, etwas mehr pflanzliche Milch dazugeben.
Alternativ: Margarine in einen Topf geben und erwärmen bis diese schmilzt. Das Mehl nach und nach mit dem Schwingbesen einrühren. Pflanzliche Milch dazugeben und bei geringer Hitze unter Rühren alles zu einer glatten Sauce verrühren. Sauce mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
Schichten und Backen
Den Backofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen. Zunächst eine dünne Schicht der Tomaten‑„Hack“-Soße in einer Auflaufform verteilen. Vegane Lasagneplatten darüberlegen und wieder mit einer Schicht der Tomaten‑„Hack“-Soße bedecken. Etwas von der veganen Béchamelsoße darauf verstreichen und eine zweite Schicht Lasagneplatten darauflegen. Die Schichten wiederholen, bis alle Komponenten komplett aufgebraucht sind. Anschließend oben eine letzte Schicht vegane Béchamel verstreichen. Optional veganen Streukäse mit etwas Pflanzenöl und Wasser vermengen und über dem Auflauf verteilen.
Die Lasagne bei 180 °C circa 40 Minuten backen, bis die Lasagneplatten weich sind und die vegane Käseschicht goldbraun ist. Nachdem die Lasagne aus dem Ofen kommt, noch ca. 10 Minuten stehen und anziehen lassen. Zum Abschluss noch ein kleiner Service‑Hinweis: Lasst die Lasagne vor dem Anschneiden mindestens fünf bis zehn Minuten ruhen, so bleibt sie in Form und fällt beim Servieren nicht auseinander.
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Tipps, Varianten und Tricks
- Geheimzutat Zucker oder Agavendicksaft: Ein kleiner Löffel Zucker oder Agavendicksaft rundet die Tomatensoße ab und reduziert Säure - dezent dosieren, damit die Soße nicht süß wird.
- Jagdwurst‑Variante: Wer es deftig mag, ersetzt (teilweise) das vegane Hack durch gewürfelte Jagdwurst oder kombiniert beides; Speck oder andere Wurst geben zusätzliche Röstaromen.
- Sojafreie Alternative: Statt Soja‑Hack könnt ihr Linsen, Walnüsse, Spinat und Karotten verwenden. Das ergibt eine tolle, herzhafte Füllung, die mit einem Schuss Rotwein und viel Béchamelsauce der Sojavariante in nichts nachsteht.
- Lasagne vom Blech: Wer besonders viel knusprige Käsekruste möchte, bäckt die Lasagne auf einem Backblech statt in einer tiefen Form. Darauf achten, dass die Soße etwas dicker ist und die Schichten nicht zu hoch werden.
- Vorkochen der Lasagneplatten: Nicht immer nötig - ihr müsst die Lasagneplatten nicht unbedingt vorkochen. Das Rezept funktioniert auch mit trockenen Platten. Vorkochen (2-3 Minuten) sorgt allerdings für extra Saftigkeit.
- Überbacken: Für eine goldene, knusprige Kruste veganen Streukäse mit etwas Öl vermengen oder Panko unter den Käse mischen für mehr Crunch.
Alternative Füllungen (kurze Übersicht)
- Linsen & Spinat: Zwiebel, Knoblauch, Karotte, gekochte Linsen, Walnüsse, Tomatenmark, Rotwein, Dosentomaten, Spinat und Gewürze - ergibt eine dichte, aromatische Füllung.
- Spinat‑Erbsen‑Pesto & Tofu‑Béchamel: Vollgepackt mit grünem Gemüse, mit Seidentofu‑Béchamel für extra Protein.
- Kürbis‑Variante: Im Herbst mit Kürbis, Salbei und einer leichten Béchamel - besonders saisonal und deftig.
- Pastitsio‑inspiriert: Griechische Variante mit Hack (oder Linsen), Zimt und einer dicken Béchamel‑Decke.
Tabelle: Backzeiten & Temperaturen (Orientierung)
| Variante | Temperatur | Backzeit | Tipp |
|---|---|---|---|
| Klassische Lasagne in Auflaufform | 180 °C | ca. 40 Minuten | 10 Minuten ruhen lassen vor dem Anschneiden |
| Lasagne vom Blech (knusprig) | 180 °C Umluft | ca. 40 Minuten | Soße etwas dicker, Blech einfetten oder mit Backpapier |
| Frühlingslasagne mit Tofu‑Béchamel | 200 °C Ober-/Unterhitze | 30 Minuten + 10 Min. Oberhitze | Platten 2-3 Min. vorkochen, 10-15 Min. setzen lassen |
Fazit: Für wen eignet sich dieses Rezept?
Alle lieben Lasagne. Ob ihr eine klassische, vegane, herbstliche Kürbis‑Variante oder eine deftige Version mit Jagdwurst und einem Hauch Zucker bevorzugt - das Basis Rezept lässt sich super variieren. Habt ihr weitere Ideen für leckere Lasagne Varianten und Füllungen? Schreibt es in die Kommentare.
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