Kleiner Käsekuchen ohne Boden (250 g Quark) – Rezept und Varianten

Was backe ich heute? Käsekuchen ohne Boden natürlich. Eine herrlich fluffige und cremige Sünde. Dank dem fehlenden Boden, der eigentlich nicht fehlt, ist der Kuchen auch noch kalorienreduziert. Dieser Beitrag beschreibt Schritt für Schritt, wie du einen kleinen Käsekuchen ohne Boden mit 250 g Quark zubereitest, und stellt zwei Zubereitungsvarianten vor: schnell gerührt oder mit geschlagenem Eischnee für extra Volumen.

Warum dieser Käsekuchen ohne Boden funktioniert

Bei einem Quarkkuchen ohne Boden muss die Quarkmasse selbst genug Halt bekommen. Anders als bei klassischem Käsekuchen gibt es keinen Mürbteigrand, der die Füllung stützt. Deshalb sind Eier und Speisestärke (bzw. Puddingpulver) in diesem Rezept besonders wichtig. Die Eier sorgen dafür, dass die Quarkmasse beim Backen stockt. Die Speisestärke bindet zusätzlich Flüssigkeit und macht den Kuchen schnittfest, ohne ihn schwer zu machen. Dadurch bleibt der Quarkkuchen cremig, lässt sich nach dem Auskühlen aber trotzdem gut schneiden.

Zutaten für eine kleine Springform (Ø ~20 cm) - Basis (ca. 250 g Quark)

  • 250 g Speisequark (Magerquark oder 20 % Fett je nach gewünschter Cremigkeit)
  • 3 Eier (oder 4-5 je nach Variante/Größe; siehe Varianten)
  • 90-100 g Zucker (oder deine Lieblingssüße / Agavendicksaft als Alternative)
  • 1 Päckchen Vanillezucker oder Vanillepulver
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver oder 40 g Speisestärke
  • etwas Zitronenschale und ein Spritzer Zitronensaft (für Frische)
  • optional: 25-50 g weiche Butter (je nach Rezeptvariante)
  • etwas Puderzucker zum Bestäuben und ggf. frische Beeren zum Servieren

Vorbereitung und Tipps

  • Den Backofen vorheizen: Ober-/Unterhitze 170-190 °C (häufig empfohlen: 160-175 °C Umluft/150-160 °C Umluft). In diesem Rezept empfehlen viele 160-170 °C für ein gleichmäßiges Backen.
  • Springform fetten und mit Backpapier auslegen; bei kleinen Formen genügt Ø 18-20 cm. Die Form auf ein Backblech stellen, denn manchmal tritt etwas Masse aus.
  • Die Masse nicht zu heiß backen, um Risse zu vermeiden, und den Kuchen nach dem Backen langsam im ausgeschalteten Ofen abkühlen lassen (ca. 30 Minuten), damit er nicht zu stark einsinkt.

Zubereitung - Variante 1: Mit getrennten Eiern (fluffiger, höherer Kuchen)

In der Variante 1 werden die Eier getrennt und das Eiweiß separat steif geschlagen. Die Eigelbe schlägst du ebenfalls schaumig und die restlichen Zutaten kommen dann nacheinander dazu. Die Masse wird weitergerührt und als letztes wird der Eischnee vorsichtig untergehoben. Diese Version wird luftiger und deshalb habe ich die Zubereitung auch ins Rezept aufgenommen.

  1. Backofen vorheizen (z. B. 160-170 °C Umluft / 170 °C Ober- und Unterhitze).
  2. Die zwei (bzw. drei) Eier trennen und die Eiweiße mit einer Prise Salz und der Hälfte des Zuckers steif schlagen. Erst die Eiweiße kurz anschlagen, dann langsam den Zucker einrieseln lassen und so lange schlagen, bis die Masse schnittfest ist.
  3. Eigelbe mit restlichem Zucker schaumig rühren. Vanillezucker, Zitronenabrieb und Zitronensaft hinzufügen.
  4. Quark und das Puddingpulver (oder Speisestärke) einrühren. Optional weiche Butter unterziehen.
  5. Die steife Eiweißmasse vorsichtig unterheben und die Masse in die vorbereitete Springform füllen.
  6. Im Ofen circa 45-60 Minuten backen (je nach Form und Ofen). Oben sollte er schön gebräunt sein und noch leicht wackeln. Stäbchenprobe machen.
  7. Ofen ausschalten und Kuchen ca. 30 Minuten im geschlossenen Ofen abkühlen lassen, dann bei Zimmertemperatur vollständig auskühlen.

Hinweis: Variante 1 kann beim Abkühlen leicht einreißen, weil der Kuchen stärker aufgeht und sich beim Setzen setzt. Geschmacklich ist das aber kein Problem.

Zubereitung - Variante 2: Eier im Ganzen (einfacher, kompakter - „Käsekuchenschnitte“)

Entgegen dem Rezept oben habe ich hier die Eier nicht getrennt. Die Eier werden schaumig geschlagen, bis sie hell und eine schöne Masse sind. Die restlichen Zutaten kommen nach und nach dazu. Dabei immer weiterrühren. Bei der Variante 2 ist die Masse etwas fester und erinnert eher an eine Käsekuchenschnitte. Ich persönlich mag diese Variante lieber. Vor allem ist mir hier der Kuchen nicht gerissen.

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  1. Backofen vorheizen (z. B. 170 °C Ober-/Unterhitze oder 150-160 °C Umluft).
  2. Eigelb und Eiweiß zusammen mit dem Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen, bis die Masse hell ist.
  3. Butter (weich) unterrühren, danach Quark, Puddingpulver (oder Speisestärke) und Zitronenabrieb hinzufügen und gründlich verrühren.
  4. Masse in die vorbereitete Form füllen und circa 50-60 Minuten backen. Bei 20 cm Formen sind 45-55 Minuten üblich; bei 18 cm evtl. ~40-50 Minuten.
  5. Nach dem Backen langsam abkühlen lassen und erst vollständig erkalten, dann servieren.
kleiner käsekuchen ohne boden auf einem teller mit beeren

Backzeit und Temperatur - Orientierungswerte

  • 20 cm Springform: 45-60 Minuten bei 150-170 °C (Umluft 150-160 °C empfohlen für gleichmäßiges Backen).
  • 24-26 cm Springform: ca. 50-60 Minuten bei 160-170 °C.
  • Wenn der Kuchen oben zu dunkel wird, mit Backpapier oder Alufolie abdecken.
  • Wichtig: Stäbchenprobe machen; in der Mitte darf der Kuchen nach dem Backen noch leicht wackeln.

Praktische Tipps und Fehlervermeidung

  • Warum reißt die Oberfläche ein? Risse entstehen meistens durch zu hohe Hitze oder zu schnelles Abkühlen. Backe den Kuchen deshalb nicht zu heiß und lasse ihn nach der Backzeit langsam im ausgeschalteten Ofen abkühlen.
  • Warum fällt der Kuchen zusammen? Quarkkuchen ohne Boden fällt nach dem Backen oft etwas zusammen. Das ist normal, weil die Masse beim Backen aufgeht und sich beim Abkühlen wieder setzt. Lass ihn bei ausgeschaltetem Ofen noch etwa 30 Minuten stehen.
  • Warum ist der Kuchen innen noch weich? Er darf in der Mitte noch leicht wackeln; er wird beim Abkühlen fester. Schneide ihn erst, wenn er vollständig ausgekühlt ist.
  • Warum wird er zu trocken? Zu lange backen oder sehr trockener Quark (Magerquark) kann ihn trocken machen. Magerquark macht ihn stabiler, fetthaltiger Quark (20 %) macht ihn cremiger.
  • Low Carb / kalorienreduziert: Dank dem fehlenden Boden sparen wir schon einiges an Kalorien. Zucker kannst du gegen Süßstoff oder Agavendicksaft austauschen.

Varianten & Dekoration

  • Mit Mandarinen oder Kirschen unterheben oder oben garnieren.
  • Mit frischen Beeren und Puderzucker servieren - weniger ist hier definitiv mehr.
  • Optional Teil Frischkäse oder etwas Schmand für extra Cremigkeit hinzufügen.
  • Für eine glutenfreie Variante einfach Speisestärke statt Grieß verwenden und auf Puddingpulver ohne Gluten achten.
stück käsekuchen ohne boden mit puderzucker und beeren

Aufbewahrung

Ihr könnt den Kuchen nach dem Auskühlen bedenkenlos 1-2 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Der Vorteil von diesem Käsekuchen ist, dass er nicht gekühlt werden muss, um seine Festigkeit zu erlangen, sondern dass er direkt lauwarm angeschnitten werden kann - dennoch verbessert sich die Festigkeit nach dem vollständigen Abkühlen.

Kurzes Rezept-Fazit (Schnellversion)

  1. Zutaten verrühren (Variante: Eier trennen und Eischnee unterheben für fluffigeres Ergebnis).
  2. In Springform füllen (20 cm empfohlen für 250 g Quark-Menge).
  3. Bei 160-170 °C ca. 45-60 Minuten backen. Im ausgeschalteten Ofen 30 Minuten ruhen lassen, danach vollständig auskühlen.
  4. Mit Puderzucker und frischen Beeren servieren.
so backst du kleinen kaesekuchen ohne boden - schritt fuer schritt

Rezept in kurzer Mengenangabe (für 20 cm Springform, ca. 250 g Quark)

Zutat Menge
Speisequark 250 g
Eier 3
Zucker 90-100 g
Vanillezucker 1 Päckchen
Vanillepuddingpulver / Speisestärke 1 Päckchen / 40 g
Zitronenschale & Saft Nach Belieben
Butter (optional) 25-50 g

Probiert dieses Käsekuchenrezept gerne aus! Es erwartet euch ein himmlisch feuchter und traumhaft fluffiger Käsekuchen ohne Boden - schnell angerührt, vielseitig im Geschmack und perfekt als Nachtisch oder zum Nachmittagskaffee.

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