Vanillekipferl Rezept klassisch einfach
Buttrig-zarte Vanillekipferl gehören zum beliebtesten Weihnachtsgebäck überhaupt - und das schon seit Generationen! Mit meinem besten Rezept gelingen sie dir ganz einfach und besonders zart - so wie du sie von Oma kennst.
Zutaten (für ca. 60 Kipferl, Mengen variieren je Rezept)
- 300 g Weizenmehl (Type 405) oder 280-300 g Mehl je nach Variante
- 150-200 g kalte Butter (keine „streichzarte“ Butter oder Margarine)
- 100-150 g gemahlene Mandeln (blanchiert)
- 100-150 g Puderzucker (für Teig und zum Wälzen)
- 1 Vanilleschote (Mark) + 2-4 Päckchen Bourbon-Vanillezucker zum Wälzen
- 1-2 Eigelbe oder 1 ganzes Ei je nach Rezeptvariante
- 1 Prise Salz
Warum diese Zutaten wichtig sind
Blanchierte, gemahlene Mandeln sind für den Vanillekipferl-Plätzchenteig in Puncto Konsistenz wichtig. Im Gegensatz zum Weizenmehl beinhalten Mandeln kein Klebereiweiß - sie sind also glutenfrei. Durch den verringerten Glutenanteil im Plätzchenteig wird dieser weniger elastisch, dafür aber schön zart und mürbe. Kalte Butter ist ein ebenso wichtiger Erfolgsgarant im Vanillekipferl-Rezept. Weiche Butter sorgt für die typische Mürbheit und das feine Aroma. Echte Vanille ist das A und O für den Geschmack. Das Mark einer Vanilleschote muss unbedingt mit in den Teig für das allerbeste Vanille-Aroma.
Vorbereitung und Teig
- Mehl mit Mandeln und Puderzucker in einer Schüssel mischen. Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen.
- Die Butter in Würfeln und die Eigelbe bzw. das Ei sowie eine Prise Salz zugeben. Alles mit den Händen rasch zu einem glatten Teig kneten.
- Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten, besser 1 Stunde, kaltstellen. Der Teig darf gern auch über Nacht im Kühlschrank ruhen.
Wenn du den Plätzchenbacktag geplant hast, kannst du den Teig für die Vanillekipferl auch schon am Vortag vorbereiten. Da der Teig ohnehin nach dem Verkneten für mindestens 30 Minuten gekühlt werden sollte, kann eine längere Lagerung im Kühlschrank sogar vorteilhaft sein.
Formen der Kipferl - drei Methoden
- Direkt in der Hand: Die gekühlten Teigrollen nach und nach in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Aus diesen Scheiben die Kipferl formen.
- Von der Rolle: Forme den Mürbeteig zu 2 Rollen mit einem Durchmesser von 3-4 cm. Schneide die Teigrollen nach dem Kühlen in 1 cm dicke Scheiben und rolle diese zu kleinen Röllchen.
- Mit einem Glas oder Form: Rolle den Teig aus und stich mit einem Glas kleine Halbmonde aus oder benutze ein Vanillekipferl-Backblech bzw. eine Silikonform.
Meine Oma hat ihre Vanillekipferl früher immer von Hand geformt. Dafür hat sie vom gekühlten Teig nacheinander kleine Stücke mit einem Löffel abgenommen und mit den Fingern zu einem Halbmond gedrückt. So mache ich es mit meinen Kindern auch am liebsten.
Backen
Backofen auf 175-180 °C Ober-/Unterhitze (Umluft 160-175 °C) vorheizen. Backbleche mit Backpapier belegen. Die Vanillekipferl im vorgeheizten Ofen ca. 8-15 Minuten backen, je nach Rezeptvariante und Ofen. Die Vanillekipferl werden nur hell gebacken; wenn der Rand der Kipferl ganz leicht Farbe angenommen hat, dann holst du sie aus dem Ofen.
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WICHTIG: Die Plätzchen brauchen von Beginn an hohe Hitze beim Backen. Schau gegen Ende der Backzeit nach: die Vanillekipferl sollen hell bleiben und dürfen höchstens an den Rändern zart Farbe bekommen. Beim Backen in der Nähe bleiben - besser einmal mehr reinschauen als einmal zu wenig.
Wälzen in Puderzucker-Vanillezucker
In der Zwischenzeit den Puderzucker in eine große, verschließbare Schüssel sieben und mit Vanillezucker und nach Belieben mit dem Mark einer Vanilleschote vermengen. Die verschließbare Schüssel ist deshalb so wichtig, weil man evtl. Reste für die nächste Portion Vanillekipferl wieder verwenden kann.
Die Kipferl nun etwa 3 Minuten kühlen lassen. Dann in die vorbereitete Puderzuckermischung legen und von allen Seiten darin wenden. Sind sie jetzt noch zu warm, zerbrechen sie sehr leicht; sind sie zu kalt, haftet der Puderzucker nicht mehr gut. Am besten immer wieder probieren, ob sie schon fest genug sind. Die fertigen Kipferl komplett auskühlen lassen.
Tipps für perfektes Gelingen
- Beim Zubereiten und Kneten vom Mürbeteig solltest du schnell sein. Nimm die Butter direkt aus dem Kühlschrank und schneide sie in kleine Würfel. Dann alle Zutaten zügig zusammenkneten, aber wirklich nur so lange, bis sich die Zutaten miteinander verbunden haben. Zu viel Kneten aktiviert das Gluten, und dann war’s das mit dem schönen, mürben Teig.
- Puderzucker für den Teig: Wenn du willst, dass die Vanillekipferl unglaublich zart und fein werden, nimm Puderzucker statt Kristallzucker für den Mürbeteig.
- Platz lassen: Lege die geformten Vanillekipferl mit etwas Abstand zueinander auf das Blech. Das mit Backpapier ausgelegte Blech sollte kalt sein, damit die Kipferl nicht zerlaufen.
- Bleche einzeln backen: Die Bleche am besten einzeln backen, da sie sonst zu stark abkühlen und man mit dem Wenden nicht nachkommt.
- Bei warmen Händen: Falls du sehr warme Hände hast, halte sie kurz unter kaltes Wasser. Mit kalten Händen kannst du den Teig einfacher formen.
- Richtiger Zeitpunkt zum Wälzen: Der perfekte Zeitpunkt ist, wenn die Vanillekipferl warm, aber nicht mehr heiß sind. Direkt aus dem Ofen sind sie zu empfindlich, kalt nehmen sie die Zucker-Vanille-Mischung schlechter an.
Varianten & kreative Ideen
- Mandeln ersetzen: Du kannst die gemahlenen Mandeln ganz oder teilweise durch gemahlene Haselnüsse ersetzen. Die Wiener Variante wird klassisch mit Walnüssen gemacht.
- Zimt: Statt Vanillezucker kannst du die noch warmen Plätzchen auch in einer Mischung aus Zimt und Puderzucker wälzen.
- Schokolade: Du kannst die Spitzen der Vanillekipferl in geschmolzene Schokolade tauchen - Zartbitter, Vollmilch oder weiße Schokolade.
- Pistazien: Für eine besondere Note einfach 50 g Mandeln durch Pistazien ersetzen und die gebackenen Kipferl in weiße Kuvertüre tauchen.
- Ohne Ei: Es ist möglich, Vanillekipferl ohne Ei zuzubereiten - einige Familienrezepte kommen ganz ohne Ei aus.
- Als Geschenk: Kleine Geschenk-Keksdosen oder Cellophantütchen mit Schleife sind schöne Mitbringsel.
Aufbewahrung und Einfrieren
In einer gut schließenden Keksdose halten sich die Vanillekipferl mehrere Wochen lang frisch - oft vier Wochen, manchmal sogar sechs, je nach Rezept und Lagerbedingungen. Sollten sie doch mal fest werden, lege über Nacht ein paar Apfelspalten mit in die Dose, dann werden sie wieder weich. Vanillekipferl lassen sich auch gut einfrieren: Lass sie vollständig abkühlen und fülle sie ohne Puderzucker in eine gefriergeeignete Dose mit Backpapier zwischen den Schichten. Den rohen Mürbeteig kann man ebenfalls einfrieren.
Häufige Fehler und Lösungen
- Zu harte Kipferl: Oft wegen zu langer Backzeit oder einem zu festen Teig.
- Risse im Kipferl: Zu kalter oder zu fest gedrückter Teig reißt schneller.
- Zuckerverhärtung: Kalte oder sehr trocken gebackene Plätzchen nehmen Zucker schlechter an.
- Teig bleibt krümelig: Kurz weiterkneten; notfalls esslöffelweise Wasser oder Milch zugeben.
Kurze Schritt-für-Schritt-Zusammenfassung
- Zutaten bereitstellen: Mehl, gemahlene Mandeln, kalte Butter, Puderzucker, Vanille, Ei/Eigelb, Salz.
- Teig herstellen, rasch kneten und mindestens 30-60 Minuten kühlen.
- Teig zu Rollen formen, in Scheiben schneiden oder direkt kleine Hörnchen formen.
- Backen bei 175-180 °C für 8-15 Minuten, nur hell backen.
- Warm in Puderzucker-Vanillezucker wälzen, vollständig auskühlen lassen und luftdicht lagern.
| Nährwerte (pro Portion, ca.) | Angaben |
|---|---|
| Kalorien | ~75 kcal |
| Kohlenhydrate | ~7 g |
| Eiweiß | ~1 g |
| Fett | ~5 g |
Mit diesem klassischen Vanillekipferl-Rezept backst du mit nur wenigen Zutaten köstliche Plätzchen, die buttrig-mürbe sind und herrlich nach echter Vanille und feinen Mandeln schmecken. Viel Freude beim Nachbacken und eine schöne Adventszeit!
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