Einfache Keksrezepte ohne Butter: Tipps, Varianten und erprobte Teige
Plätzchen ohne Butter - ja, das geht! Es gibt viele Gründe, beim Backen auf Butter zu verzichten. Sei es Laktoseintoleranz, vegane oder eine kalorienbewusste Ernährung. Es kann aber auch ganz einfach sein: Du hast keine Butter im Haus. Wenn du dann aber trotzdem Kekse backen möchtest, bieten sich diese Rezepte für Plätzchen ohne Butter an.
Warum Butter im Keksteig wichtig ist - und wie man sie ersetzt
Wofür ist Butter im Keksteig? Durch das Fett wird der Teig geschmeidig. Ohne wird der Kuchen oder die Plätzchen trocken und hart. Deswegen sollten wir nicht komplett auf Fett verzichten, sondern Alternativen finden. Und das ist nicht schwer, denn es gibt viele Möglichkeiten um die Butter zu ersetzen.
Übliche Alternativen zu Butter
- Margarine: Am einfachsten ist die Verwendung von Margarine. Im Gegensatz zur Butter, die ausschließlich aus tierischen Zutaten besteht, ist Margarine ein industriell hergestelltes Streichfett.
- Apfelmus: Einer der Ratschläge, die ich gesehen habe, war, die Butter durch Apfelmus zu ersetzen. Also habe ich ein normales, vergleichsweise zuckerarmes Mürbteig-Rezept für Kekse als Grundlage genommen, Apfelmus statt Butter verwendet und das Ganze mit Gewürzen und Äpfeln aufgepeppt.
- Pflanzenöl (Rapsöl, Sonnenblumenöl): Apfelmus oder Öl, zum Beispiel Rapsöl oder Sonnenblumenöl, können hierbei als Ersatz dienen, damit der Teig trotzdem cremig wird.
- Kokosöl: Kokosöl ist eine gute Option, es wird bei niedrigen Temperaturen hart. Kokosöl enthält jedoch viele gesättigte Fettsäuren und zeichnet sich durch einen starken Eigengeschmack aus.
- Olivenöl: Auch Olivenöl wird ebenso bei Kälte fest.
Öle eignen sich zum Backen nur bedingt als Ersatz für Butter. Da hier mit hohen Temperaturen gearbeitet wird, fallen native Öle wie Nussöle, Leinöl und Kürbiskernöl weg. Sie würden schädliche Transfette bilden, wenn sie erhitzt werden. Öl ist fettreicher als Butter und wir können das Gewicht nicht 1:1 übernehmen. Öle, die hohe Temperaturen vertragen, wie Raps- oder Sonnenblumenöl bleiben gekühlt flüssig. Das wirkt sich auf die Teigherstellung aus. Buttermürbeteig wird vor dem Ausstechen kurz gekühlt, damit stabile Formen entstehen. Ein "Ölteig" wird auch im Kühlschrank nicht fest. Man kann ihn gleich verarbeiten.
Mürbteig ohne Butter: Erfahrungen und Einsatzmöglichkeiten
Mürbteig ohne Butter für Kekse, Plätzchen oder Kuchen ist streng genommen natürlich gar kein Mürbeteig mehr. Da ich ihn aber für ähnliche Zwecke wie Mürbteig testen wollte (Kekse, Kuchenboden u.ä.), habe ich den Namen beibelassen. In diesem Backexperiment geht es um „Mürbteig“ ohne Butter, den man zwar durchaus für fettarme Weihnachtsplätzchen verwenden kann, aber eben auch für ganz normale Kekse unabhängig von der Jahreszeit.
Der Teig ließ sich ganz normal zubereiten, war aber von Beginn an recht feucht und zäh. Jans Meinung, als er den rohen Keksteig probierte: „Konsistenz wie Klebstoff“. Ähja. Den Mürbteig ohne Butter auszuwellen und daraus Plätzchen auszustechen, war kein Spaß. Ganz ehrlich. Nervtötend. Die Konsistenz des Teigs bewegte sich irgendwo zwischen Rührteig und Hefeteig (jedenfalls nicht Mürbteig); der Teig schnurrte beim Ausrollen immer wieder zusammen, war sehr klebrig und zäh. Als ich Sterne und Herzen ausstechen wollte, blieb der Teig permanent am Keksausstecher kleben.
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Mein Fazit: Wenn man fettarme Plätzchen nicht mit normalen Keksen vergleicht, sind die frisch gebackenen Apfel-Kugeln zum Sofort-Essen recht gut. Aufheben sollte man das Gebäck allerdings nicht lange. Ich kann mir vorstellen, dass sich der „Mürbteig“ ohne Butter als Boden von Obstkuchen oder Käsekuchen eignet, einfach weil der Belag die nötige Feuchte hat. Fürs erste reicht es mir aber mit dem Apfelmus-Teig :-).
Erprobtes Rezept: Apfelmus-Kekse ohne Butter (als Basisversuch)
Für den Test habe ich ein normales, vergleichsweise zuckerarmes Rezept verändert und Apfelmus statt Butter verwendet.
| Zutaten | Menge |
|---|---|
| Weizenmehl | 250 g |
| Backpulver | ½ TL |
| Zucker | 80 g |
| Vanille (Mark oder Extrakt) | etwas |
| Ei | 1 mittelgroßes |
| Apfelmus | 100 g |
| Optional: Äpfel | ½ Stück |
| Optional: Rosinen, Zimtzucker | nach Geschmack |
Für den Plätzchenteig zunächst Ei mit Zucker und Vanille verquirlen, Apfelmus dazu, nach und nach Mehl mit Backpulver unterrühren. Auf keinen Fall mehr Apfelmus nehmen, da der Teig sonst zu flüssig bzw. feucht wird. Rosinen und Gewürz unter den Teig kneten. Teig eine halbe Stunde bis Stunde kühl stellen, geht aber auch ohne. Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
Keksteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche bzw. einer passenden Backunterlage ausrollen. Entweder Plätzchen ausstechen oder kleine Teigkugeln formen, jeweils ein Apfelstückchen auf die Kugel geben, mit Teig umhüllen, nochmals zu einer Kugel rollen und auf ein Blech legen. Kekse bzw. Kugeln 15 bis 20 Minuten backen (die normalen Kekse mit Butter brauchen kürzer, etwa 10 Minuten). Nach dem Backen können die Kugeln in Zimtzucker gewälzt werden.
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Ein weiteres gelungenes Rezept aus den Materialien: Cookies mit Öl. Zutaten: 2 Eier (Gr. M), 100 g Zucker, 100 g Kokosblütenzucker (alternativ brauner Zucker), 1 Prise Salz, 150 ml neutrales Speiseöl (z.B. Sonnenblumenöl), 1 TL Vanilleextrakt, 350 g Weizenmehl (Type 405), ¼ TL Natron, ½ TL Backpulver, 50 g Schokotropfen. Eier mit Zucker, Kokosblütenzucker, Salz und Öl verrühren. Mit Vanilleextrakt verfeinern. Mehl mit Backpulver und Natron mischen und sieben. In 2 Teilen zugeben und alles zu einem kompakten Teig kneten. Die Schokotröpfchen von Hand unterkneten. Den Teig in 4 gleichgroße Teile einteilen und zu langen Stangen formen, die Teigstangen für 30 Minuten kühlen. Zum Ende der Kühlzeit den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze (Umluft: 180 Grad) vorheizen. Jede Teigstange in 20 Cookies aufschneiden. Jeden Cookie mit der Hand nochmals leicht rund formen und mit etwas Abstand auf ein Blech geben. Die Cookies im vorgeheizten Ofen ca. 10 Minuten goldbraun backen, auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Praktische Tipps bei Keksen ohne Butter
- Teigkonsistenz beachten: Apfelmus- oder Ölteige sind feuchter; weniger Flüssigkeit verwenden, sonst wird der Teig zu klebrig.
- Kühlzeiten: Ein Öl- oder Apfelmus-Teig wird im Kühlschrank nicht so fest wie ein Mürbteig mit Butter. Man kann ihn gleich verarbeiten oder beim Formen mit zusätzlichem Mehl arbeiten.
- Backzeit anpassen: Kekse ohne Butter brauchen oft länger als butterhaltige Varianten (z. B. 15-20 Minuten statt 10 Minuten).
- Geschmacklich kompensieren: Gewürze, Zitronenabrieb, Vanille, Nüsse oder Trockenfrüchte geben mehr Tiefe, besonders wenn Fett fehlt.
- Haltbarkeit: In einer Dose halten die Kekse 3-4 Tage, alternativ kannst du sie einfrieren.
Varianten und Verwendung
Zuckerfreie Kekse kannst du auch ganz schnell in kleine Sandwichkekse umwandeln. Nimm dafür einen Keks und bestreiche ihn mit einer Füllung deiner Wahl. Das kann zum Beispiel püriertes Obst wie Himbeeren, Apfel oder Erbeeren sein. Du kannst auch eine Banane grob zerdrücken und Obstpüree dazu mischen, dann ist die Füllung etwas fester. Wenn du etwas Füllung auf einen Keks gestrichen hast, drückst du einen zweiten leicht an.
Die Überlegung hinter diesem Test war, einen Plätzchenteig ohne Butter und damit Fett zu finden. Sollte es so einen geben, dürfte das nicht nur Menschen freuen, die keine Milchprodukte vertragen, sondern auch alle auf der Suche nach geeigneten Weihnachtsplätzchen für Ernährungsweisen wie Weight Watchers, Low Fat 30 und Co.. Ein kleiner Hinweis gleich zu Beginn: Wie immer in dieser Kategorie geht es ums Experimentieren - jeder muss für sich selbst entscheiden, wie viele geschmackliche Einbußen er in Kauf nehmen will, um „gesünderes“ Gebäck zu erhalten - oder ob es nicht besser ist, „echte“ Plätzchen zu backen und eben ein bisschen weniger davon zu essen.
Aufbewahrung
Du lagerst deine selbst gebackenen Cookies am besten luftdicht verpackt in einer Keksdose. Dazu zählen Zimtsterne, Elisenlebkuchen, Pfeffernüsse, Berliner Brot, Makronen, Löffelbiskuit und auch Macarons. Ob hier aber so viel eingespart wird, weil keine Butter zum Einsatz kommt, das würde ich bezweifeln.
Schnelle Ideen für Sonstiges
- Makronen, Zimtsterne und viele klassische Weihnachtsplätzchen lassen sich ohne Butter zubereiten.
- Mit Kokosblütenzucker oder braunem Zucker erhältst du eine etwas karamelligere Note.
- Nicht alle Rezepte sind automatisch fettarm: Öl ist fettreicher als Butter.
Also kann es ja losgehen und wir backen trotzdem unsere Weihnachtsplätzchen, wie zum Beispiel Makronen oder Zimtsterne. Bei uns findet ihr sicherlich das passende Rezept für euer Gebäck.
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