Das Grundrezept für Mürbeteig-Kekse: Zubereitung, Varianten und Tipps
Mürbeteig-Kekse sind ein Klassiker der deutschen Backtradition und eignen sich nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern das ganze Jahr über. Ihr buttriger Schmelz und ihre feine, knusprige Textur machen sie zu einem beliebten Genuss für Jung und Alt. Das Grundrezept basiert auf dem 3:2:1-Prinzip und bietet vielfältige Möglichkeiten für eigene Kreationen und Variationen.
Das klassische Mürbeteig-Grundrezept
Mit der Faustformel „3:2:1“ bist Du auf der sicheren Seite: 3 Teile Mehl, 2 Teile Butter und 1 Teil Zucker - das bedeutet zum Beispiel 300 g Mehl, 200 g Butter und 100 g Zucker. In manchen Rezepten kommen noch ein Ei und eine Prise Salz hinzu, das rundet den Geschmack ab. Für eine vegane Variante könnt ihr die Butter durch pflanzliche Margarine ersetzen und das Ei entweder weglassen oder durch einen Esslöffel Apfelmus austauschen.
| Zutat | Menge (Basis) | Optionale Zusätze |
|---|---|---|
| Mehl | 300 g | 50 g durch Nüsse ersetzbar |
| Butter oder Margarine | 200 g | Pflanzlich (für vegan) |
| Zucker | 100 g | Vanillezucker/Zitronenabrieb für Aroma |
| Ei | 1 Stück | Apfelmus oder weglassen |
| Salz | Prise |
Zubereitung des Mürbeteigs
- Mehl und Zucker in eine Schüssel geben.
- Butter in kleinen Stückchen sowie das Ei hinzufügen und zu einem Mürbeteig verkneten.
- Der Teig mag erst einmal bröselig erscheinen, wird bei weiterem Kneten dann aber zu einer Art Brösel und schließlich einem homogenen Teig. Evtl. zum Schluss mit den Händen nacharbeiten.
- Teig zu zwei Kugeln formen, diese etwas plattdrücken und in einer Tuppderdose mit Deckel oder in Folie gewickelt für mindestens eine halbe Stunde kühlstellen. Länger ist noch besser.
Mürbeteig mag es kühl. Selbst nach schneller Verarbeitung der Zutaten hat sich der Teig etwas erwärmt. Deswegen ist das Kühlstellen für eine Weile ein MUSS.
Ausrollen und Ausstechen
Den Teig auf einer gut gemehlten Arbeitsfläche ausrollen oder noch besser zwischen zwei Lagen Backpapier oder Folie bzw. einem aufgeschnittenen Gefrierbeutel ausrollen. Gerade bei Ausstechformen mit feinen Motiven empfiehlt es sich, die Plätzchen vor dem Backen nochmal 30 Minuten in den Kühlschrank zu stellen, so zerlaufen diese beim Backen nicht so sehr.
- Je nach gewünschter Größe ca. 20-30 Plätzchen ausstechen.
- Mit etwas Abstand zueinander auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
- Teigreste immer wieder zusammenkneten und nochmal kurz kühlen.
Verwende nicht zu viel Mehl beim Ausrollen, sonst wird der Teig zu trocken und bröselig. Löse außerdem den ausgerollten Teig vor dem Ausstechen vorsichtig mit einer Palette von der Matte, so lassen sich die einzelnen Plätzchen leichter anheben.
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Backen
Backofen vorheizen: 175 Grad Ober- und Unterhitze (alternativ Umluft 155-160°C). Die Plätzchen nach Belieben mit einem verquirlten Eigelb bepinseln. Je nach Dicke und Größe ca. 10-12 Minuten goldgelb backen. Achtet darauf die Plätzchen gleichmäßig auszurollen und ähnlich große Plätzchen auf einem Blech zu platzieren, damit sie einheitlich backen.
Das Ergebnis wird mürbe und buttrig. Wer mehrere Bleche gleichzeitig backen will, kann auch 160 Grad Umluft verwenden. Nach dem Backen auskühlen lassen.
Verzieren und Füllen
Verzierung mit Zuckerguss
In einer kleinen Schüssel einige Esslöffel Puderzucker und 1/2-1 TL Zitronensaft miteinander verrühren, bis ein dicker Brei entsteht. Vorsicht bei der Zugabe der Flüssigkeit, Puderzucker fällt ganz leicht zusammen und benötigt nur ganz wenig Flüssigkeit, um zu einer Creme zu werden. Diesen weißen Guss kann man nun noch mit verschiedenen Lebensmittelfarben einfärben und dann mit einem Löffel, Backpinsel oder elegant mit einem Zuckerguss-Stift auftragen.
Wer es nicht so bunt und eher klassischer möchte: mit etwas eingerührtem Zimt erhält man eine leckere Zimtglasur, mit echtem Kakao eine schokoladige Variante.
Kreative Variationen
- Mit Zuckerdekor, Nougat, Schokolade und Zuckerperlen wunderschöne Motive gestalten.
- Plätzchen mit Marmelade, Nuss-Nougat-Creme oder Schokolade füllen.
- Ein Teelöffel Zimt oder 1/2 TL Kardamom verleihen einen weihnachtlichen Geschmack.
- Das Mark einer halben Vanilleschote oder geriebene Zitronenschale sorgen für Aroma.
- Bei Ausstecherformen mit feinen Motiven vor dem Backen zusätzlich kühlen.
Mürbeteigkekse: Tipps und Troubleshooting
- Der Plätzchenteig wird nicht glatt, sondern krümelig: Meist hilft es, einfach weiter zu kneten, dann entstehen Streusel, schließlich ein homogener Teig. Falls insgesamt zu trocken, einen Teelöffel Eiswasser zugeben.
- Teig bröselt beim Ausrollen: War evtl. zu wenig Fett im Teig oder zu viel Mehl auf der Arbeitsplatte. Besser eine Backmatte aus Silikon verwenden oder den Teig zwischen zwei Lagen Folie oder Backpapier ausrollen.
- Teig zu weich: Länger im Kühlschrank lassen und esslöffelweise etwas Mehl dazugeben. Immer nur ein Teil Teig verarbeiten, den Rest im Kühlschrank lagern.
- Zu langes Kneten macht den Teig zu warm und er wird nach dem Backen hart und nicht mürbe. Am besten alle Zutaten rasch zusammenkneten und kaltstellen.
Haltbarkeit und Aufbewahrung
In einer Blechdose gut verschlossen und an einem trockenen Ort gehalten, sind Mürbeteigkekse mehrere Wochen haltbar. Mit Glasur etwas kürzer. Lasst die Plätzchen vollständig abkühlen und lagert sie dann in einer luftdicht verschlossenen Keksdose. So sind eure Mürbeteigplätzchen bis zu acht Wochen haltbar.
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Mürbeteig lässt sich sehr gut vorbereiten und hält im Kühlschrank eine Woche. Er kann auch eingefroren werden, in Frischhaltefolie gewickelt - so hält er bis zu drei Monate.
Varianten und kreative Inspiration
Mürbeteig ist wunderbar variabel: Er funktioniert als süßes Weihnachtplätzchen, schottisches Shortbread oder auch mal herzhaft. Neben diesem Plätzchenteig zum Ausstechen mache ich jedes Jahr Vanillekipferl, Zimtsterne und Spritzgebäck. Auch die Lebkuchenplätzchen zum Ausstechen sind toll.
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Einfaches Grundrezept - Schritt für Schritt
- Mehl mit Backpulver mischen und in eine Schüssel sieben.
- Margarine- oder Butterflöckchen darauf verteilen. Zucker, Vanillezucker und Ei ebenfalls dazugeben.
- Alles kräftig mit den Händen verkneten, bis ein glatter Teig entstanden ist.
- Abgedeckt für ca. 1/2 Std. in den Kühlschrank stellen.
- Anschließend kann der Teig als Kuchenboden oder auch als Keksteig verwendet werden.
Fazit: Mürbeteigkekse sind ein Dauerbrenner
Mürbeteig-Plätzchen sind mein absolutes Weihnachtsplätzchen-Rezept - aber ehrlich gesagt brauche ich keinen besonderen Anlass, um sie zu backen. Sie zaubern Kindheitserinnerungen und sind mit wenig Aufwand und viel Kreativität das ganze Jahr über ein Genuss. Ich wünsche euch viel Freude bei der Weihnachtsbäckerei und beim eigenen Ausprobieren!
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