Rezept: Butterplätzchen (Kekse mit flüssiger Butter) — klassischer, gelingsicherer Mürbeteig
Butterplätzchen sind in meinen Augen ein Klassiker für die Keksdose und den Plätzchenteller zu Weihnachten. Es ist ein tolles „Alles in Butter”-Rezept und zwar im doppelten Sinne. Zum einen, weil der Mürbeteig schön buttrig ist, zum anderen, weil sie immer gelingen. Schließlich bedeutet die Redewendung „Alles in Butter” ja, dass alles glatt läuft und es keine Probleme gibt und das ist hier absolut der Fall.
Warum dieses Rezept so zuverlässig funktioniert
Daraus bereitest du einen einfachen Mürbeteig zu, den du mit Ausstechförmchen zu hübschen Keksen ausstechen kannst. Und selbst, wenn du mal keine Ausstechförmchen zur Hand hast, kannst du immer noch ein normales Glas nehmen und damit kreisförmige Butterplätzchen ausstechen. Die Zubereitung ist wirklich kinderleicht. Der Teig klebt nicht und eignet sich wie mein klassischer Plätzchenteig wunderbar zum Plätzchen backen mit Kindern. So habe ich es auch bei den Butterplätzchen gemacht. Als irgendwann dieser unverwechselbare Plätzchen Duft durchs Haus zog, wusste ich: Sie haben es geschafft. Das Ergebnis konnte sich sehen und schmecken lassen. Du merkst also: Omas Butterplätzchen Rezept ist wirklich gelingsicher.
Zutaten (für ~3 Bleche, Standardpackung Butter 250 g)
Die Mengenangaben für das Rezept sind so voreingestellt, dass du 250 g Butter dafür brauchst (also eine Standardpackung). Daraus ergeben sich dann etwa 3 Bleche mit ca. 750 g Butterplätzchen.
Grundrezept - Schritt für Schritt
Keksteig herstellen: Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Butter, Salz, Zucker und Vanillezucker zu einer cremigen Masse verrühren. Das Ei mit unterrühren und zum Schluss das Mehl dazu. Alles in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und Kreise, Kringel oder andere Muster auf das Backblech aufspritzen.
Kekse formen (Alternative Ausstechen): Daraus bereitest du einen einfachen Mürbeteig zu, den du mit Ausstechförmchen zu hübschen Keksen ausstechen kannst. Und selbst, wenn du mal keine Ausstechförmchen zur Hand hast, kannst du immer noch ein normales Glas nehmen und damit kreisförmige Butterplätzchen ausstechen.
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Kekse backen: Bei 180°C O/U ca. 10-12 Minuten hell ausbacken. Im Backofen ca. 10-12 Minuten hellbraun ausbacken. Die Backbleche nun nacheinander in den Ofen geben und je nach Größe der Kekse ca. 9-11 Minuten lang backen. Bei 180°C O/U ca. 10-12 Minuten hell ausbacken.
Praktische Hinweise zur Zubereitung
- Brauche ich kalte oder warme Butter für den Teig? Meine Versuche haben gezeigt: Es ist egal. Wenn du den Teig mit den Händen knetest, ist weiche Butter oft einfach angenehmer. Kalte Butter ist etwas störrischer beim Kneten, sorgt aber direkt für eine gute Konsistenz. Aber weil der Teig am Ende sowieso im Kühlschrank kaltgestellt wird, ist es wirklich egal, ob sie vorher Zimmertemperatur hat.
- Geschmolzene Butter ist keine gute Idee, damit sind mir die Plätzchen eher hart geworden.
- Der „Schneller kühlen, einfacher ausrollen”-Trick: Wenn du den Mürbeteig gleich nach dem Kneten flachdrückst, bevor du ihn in Folie wickelst, kühlt er im Kühlschrank schneller und lässt sich nach der Kühlzeit super easy ausrollen.
- Wenig Mehl beim Ausrollen verwenden: Wenn du den Teig ausrollen willst, bemehle die Fläche vorher nur leicht. Zu viel Mehl macht den Teig eher trocken.
- Die perfekte Teighöhe: Für gleichmäßig gebackene Butterplätzchen sollte der Teig etwa 3 mm dick ausgerollt werden. Dünnere Plätzchen werden schnell bröselig, dickere brauchen länger im Ofen oder bleiben in der Mitte roh.
- Immer vorheizen: Der Backofen sollte wirklich vollständig vorgeheizt sein, bevor du das Blech mit den ausgestochenen Plätzchen reinschiebst. Nur so behalten sie ihre Form.
- Kaltes Blech verwenden: Lege die Plätzchen immer auf ein kaltes Blech, sonst beginnen sie zu zerlaufen, bevor sie in den Ofen kommen.
- Den Ofen im Auge behalten: Mach’s am besten wie ich und bleib in der Nähe, wenn eine Ladung im Ofen ist. Denn Butterplätzchen sind kleine Sensibelchen, die schnell dunkel werden können.
Varianten, Formen und Deko-Ideen
Ich mag sie übrigens genau so, wie meine Oma sie damals schon zubereitet hat: leicht gebräunt. Unter dem Rezept habe ich dir noch Tipps aufgeschrieben, denn mit jedem gebackenen Blech voller Butterplätzchen habe ich noch etwas dazu gelernt. Mit meinem jetzigen Wissen gelingen sie mir jedes Mal wunderbar, deshalb teile ich all meine Tricks mit dir. Ideen zum Ausstechen und Verzieren bekommst du auch von mir.
Tannenbäume, Bärchen & Rudolph
- Tannenbäume leicht gemacht: Roll deinen Teig aus und schneide mit einem Wellenschneider kleine Dreiecke aus. Nach dem Backen und Abkühlen verwandelst du die Butterplätzchen mit Zuckerguss in kleine Tannenbäume. Die kannst du auch mit Christbaumkugeln schmücken. Dafür setzt du einfach bunte Schokolinsen obendrauf.
- Bärchen mit leckerem Mitbringsel in der Hand: Roll den Teig aus, schnapp dir Bärchen-Formen und stich die Plätzchen aus. In die Mitte kommt eine Mandel oder Schokolinse und dann klappst du die kleinen Arme sanft darüber. Nach dem Backen kannst du mit Zuckerschrift süße Gesichter oder kleine Details aufmalen.
- Rudolph zum Wegnaschen: Roll den Teig aus, stich Lebkuchenmännchen aus - und dreh sie einfach um. Schon hast du ein Rentiergesicht! Eine rote Schokolinse kommt als Nase.
Spezielle Varianten
- Falsche Zimtsterne: Teig ausrollen, Sterne ausstechen und in einem Mix aus Zimt und Zucker wälzen. In die Mitte kommt etwas Preiselbeermarmelade und dann ab in den Ofen.
- Spitzbuben (Kekssandwich mit Marmelade): Den Teig mit gemahlenen Mandeln verfeinern und die kreisförmig ausgestochenen Plätzchen mit Marmelade füllen. Oft wird Erdbeer-, Kirsch- oder Johannisbeermarmelade verwendet.
- Spritzgebäck / Bärentatzen / Dänische Butterkekse: Mit Spritzbeutel oder Gebäckspritze lassen sich Kringel, Tupfen und Ornamente aufspritzen. Der Teig der Bärentatzen ist weich genug, um mit einer Spritztülle hergestellt zu werden.
Verzierungen: von einfach bis aufwendig
- Eigelb als Kleber verwenden: Wenn du die rohen Butterplätzchen mit etwas verquirltem Eigelb bestreichst, bekommen sie beim Backen diesen herrlich goldgelben Glanz. Außerdem wirkt das Eigelb wie ein Kleber: Hagelzucker oder Streusel bleiben dann besser haften.
- Hübsche Muster mit Glas oder Stempel: Krame ein schönes Glas mit Muster aus dem Schrank hervor und verwende es wie einen Stempel und drücke es sanft in den rohen Teig. So entstehen feine Strukturen und Ornamente.
- Zitroniger Zuckerguss: Zuckerguss aus Puderzucker und Zitronensaft ist eine klassische und einfache Möglichkeit, um Butterplätzchen zu verzieren. Mit Lebensmittelfarbe kannst du den Guss außerdem einfärben.
- Royal Icing: Ein etwas festerer Zuckerguss aus Eiweiß, Zitronensaft und Puderzucker, der gut 5 Minuten aufgeschlagen wird.
- Schokoglasur: Kuvertüre über einem Wasserbad schmelzen oder normale Schokolade mit einem Teelöffel Kokosfett zum Schmelzen geben.
- Zuckerschrift für Feinarbeiten: Für niedliche Gesichter oder filigrane Muster eignet sich Zuckerschrift hervorragend.
- Gebäckschmuck: Zuckerperlen oder essbare Figuren wie Lebkuchenmänner oder Sterne - für kleine Kinder auf runde Zuckerperlen verzichten wegen Verschluckungsgefahr.
Lagerung, Einfrieren und Haltbarkeit
In der Keksdose aufbewahren: Lass deine Butterplätzchen nach dem Backen unbedingt vollständig auskühlen, bevor du sie verstaust. Erst dann wandern sie in luftdicht verschließbare Dosen. Ich verwende dafür Blechdosen. So halten sie sich bei Zimmertemperatur rund vier Wochen.
Einfrieren einfach gemacht: Du kannst die fertig gebackenen Butterplätzchen auch einfrieren. Lass die Plätzchen dafür komplett auskühlen und verpacke sie portionsweise in einem luftdichten Behälter. Backpapier zwischen den Schichten sorgt dafür, dass alles schön getrennt bleibt. Du kannst sie dann später bei Zimmertemperatur auftauen lassen.
Plätzchenteig einfrieren: Den Teig zu einer Kugel formen, luftdicht verpacken und in den Tiefkühler legen. Mein Teigeinfrier-Tipp: Teile den Teig gleich in kleinere Portionen, die du dann einzeln einfrierst. Ganz wichtig: Bitte keine Hitze zum Auftauen! Auch wenn’s schnell gehen muss, solltest du ihn nicht mit Hitze auftauen, da der Teig Butter und Ei enthält.
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Sicherheits- und Ernährungsaspekte
Im Butterplätzchen-Teig stecken rohe Eier, und die sind für Kleinkinder und Schwangere tabu. Auch Mehl, das noch nicht erhitzt wurde, kann ein Risiko darstellen. Es gibt auch Plätzchenteig ohne Eier, wie mein Teig für Puddingplätzchen oder Heidesand. Allerdings ist da dann immer noch die Sache mit dem unerhitzten Mehl. Du musst das für dich selbst entscheiden und abwägen.
Tipps fürs Backen mit Kindern
Plätzchen backen mit Kindern macht mit diesem Rezept besonders viel Spaß. Sie können beim Abwiegen der Zutaten helfen, den Teig kneten und nach der Kühlzeit dann die Butterplätzchen mit Keksformen ausstechen. Und das Verzieren am Ende ist für Kinder sowieso am schönsten, das hat mir meine Erfahrung mit drei eigenen Kindern gezeigt.
Alternativen und verwandte Rezepte
Wenn du Lust auf Abwandlungen hast: Es gibt Rezepte für Schokocookies mit flüssigem Kern, Chocolate Chip Cookies mit gebräunter Butter, Olivenölkekse als buttrige Alternative, oder dänische Butterkekse und Spritzgebäck. Für Schokocookies mit flüssigem Kern wird z. B. weiße Schokolade als Kern verwendet - ein schöner Kontrast zu dunklem Teig. Die Schokocookies solltest du warm essen, oder kurz in der Mikrowelle erwärmen, damit der Kern wieder flüssig wird.
Meine letzten Hinweise und Motivation
Ich könnte Stunden damit verbringen, die ausgestochenen Butterplätzchen zu verzieren. Das ist für mich etwas Entspannendes und macht mir richtig Spaß. Und meine Kinder helfen mir gerne dabei. Gefällt dir das Rezept? Dann hinterlass mir eine Bewertung. Mit jedem gebackenen Blech lernst du noch etwas dazu - und mit den Tipps aus diesem Text gelingen sie dir zuverlässig.
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