Haltbare Kekse backen: Rezepte, Tipps und Lagerung
Kekse backen macht Freude - Kekse essen noch viel mehr. 🙂 Kekse backen kann manchmal ganz schön schwierig sein. Ich meine das ehrlich, wenn ich das sage. Wenn man weiß, wie es geht, dann ist das kein Problem und dafür habe ich habe ein paar Tipps zusammengefasst und für Euch aufgeschrieben.
Grundregeln für den perfekten Keksteig
Die Zutaten sollten immer Zimmertemperatur haben, dann kann man sie leichter zu einem glatten Teig kneten. Dabei ist Abwiegen der Zutaten wichtig beim Kekse backen: Man sollte darauf achten, welche Mengenbezeichnungen im Rezept verwendet werden. Werden flüssige Zutaten zum Beispiel in Gramm angegeben, dann sollte man sie auch in Gramm abwiegen. Werden andere Maßeinheiten, wie das amerikanische Cup verwendet, empfiehlt es sich nachzuschauen und in unsere Maßeinheiten umzurechnen.
Mehl und Staubzucker: Damit keine Klumpen im Teig entstehen, sollte man das Mehl und den Staubzucker immer in die Schüssel sieben, bevor man es verarbeitet. Es ist auch wichtig das richtige Mehl zu verwenden. Hier sollte man dem Rezept Folge leisten und das Mehl verwenden, was genannt wird. Zu viel Mehl macht die Kekse hart.
Eier: Bei kleineren Mengen können die Eier schon mal die Konsistenz des Teiges beeinflussen. Daher ist es wichtig nicht zu große Eier zu nehmen. Größe M würde ich generell empfehlen. Eier sollten zimmerwarm sein, wenn man sie verarbeitet. Versucht das nächste Mal Eigelb und Eiweiß zu trennen, letzteres aufzuschlagen und unter dem Teig zu heben. Oder wenn ihr Euch die Mühe nicht machen, aber trotzdem weiche Kekse backen wollt, dann nehmt ein zusätzliches Eigelb. Eigelb enthält mehr Fett und bleibt beim Backen geschmeidiger.
Butter und Fette: Für mich gibt es keine Alternative zu Butter. Der Geschmack der Kekse ist tatsächlich besser als wenn man ein anderes Fett nimmt. Butter enthält neben dem Fett Wasser und wenn das beim Backen austritt, dann können Eure Kekse hart werden. Margarine besteht nur aus Fett und hat dieses Problem nicht. Falls ihr Butter zum Kekse backen verwendet, dann am besten die Butter immer erst kurz vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen und schnell verarbeitet. Es scheint, dass Kekse die Form während des Backens besser halten.
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Rühren, Konsistenz und Ruhezeit
Der Teig: Nachdem alle Zutaten zusammengemixt sind, sollte der Teig geschmeidig und weich sein. Wenn er es nicht ist, dann werden die Kekse trocken und nicht weich und fluffig. Man sollte den Teig auch nicht zu lange bearbeiten. Ich rühre ihn nur solange, bis sich die Zutaten gerade so vereint haben. Das heißt bis zu dem Punkt, an dem die einzelnen Zutaten nicht mehr sichtbar sind. Ein Teig der zu lange gerührt wurde hält beim Kekse backen meist nicht seine Form.
Ich lasse meinen Keksteig für weiche Kekse mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen. Ich weiß nicht, ob das dazu beiträgt, die Kekse schön weich zu machen, aber es scheint so. Den Teig für feste Kekse lasse ich für ca. 30 Minuten im Kühlschrank und verarbeite ihn sofort weiter. Zudem wiege ich meinen Keksteig und bringe ihn in die immer gleiche Form (meist als Ball), wenn ich ihn auf dem Blech verteile. Der Grund dafür ist simpel: Wenn alle Kekse gleich sind, dann ist die Chance größer, dass sie gleichmäßig backen.
Backen: Temperatur, Zeit und Unterlage
Das Backblech sollte immer mit Backpapier belegt sein, damit die Kekse nicht kleben bleiben. Das Backblech muss immer kalt sein, sonst zerrinnen die Kekse bereits beim Auflegen. Beim Ausrollen sollte man nicht zu viel Mehl verwenden, da sich sonst der Geschmack und die Konsistenz der Kekse ändern. Ideal ist es den Teig zwischen zwei Blättern Backpapier auszurollen. Probiere es und du wirst begeistert sein.
Größe und Stärke: Je kleiner umso schöner werden die Kekse. Der Teig sollte nie dicker als 5 mm sein. Die Backzeit hängt von vielen Faktoren ab: Hitze, Teigstärke, Backrohr …. Ich wähle immer Umluft und 170°C. Kekse daher gut beobachten und - kürzer backen ist auf alle Fälle besser. Erhitzt man sie stärker, können sie schnell verbrennen und der Zucker granuliert.
Ich reduziere die Backtemperatur, wenn ich weiche Kekse backen möchte. Das heißt, wenn das Rezept 180 Grad verlangt, dann heize ich meinen Ofen auf 160 Grad vor. Auch habe ich mir angewöhnt, die Kekse nach etwas 10 bis 12 Minuten aus dem Ofen zu nehmen. Wenn ich feste Kekse backe (z.B. Weihnachtsplätzchen), dann halte ich mich an die Vorgaben. Es empfiehlt sich jedoch die Kekse zu testen, bevor man sie früher aus dem Ofen nimmt. Sie dürfen ruhig weich, aber nicht mehr flüssig sein.
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Glasur und Dekor
Zuckerglasur wird härter, wenn du zu Wasser und Staubzucker etwas Eiweiß dazu gibst. Ich lege die Kekse auf ein Kuchengitter, das auf Backpapier steht. Ich gieße die Glasur üppig darüber und lasse die überflüssige Masse aufs Papier abrinnen. Die gestockte, überschüssige Schokoglasur kann ich dann wieder schmelzen und neuerlich verwenden. Kekse können mit Schokolade, mit Zuckerguss, mit Zitronenglasur oder mit Streuseln dekoriert werden. Gerade einfache Kekse eignen sich dafür besonders gut. Der Guss kann gut mit dem Pinsel, der Spritztüte oder mit dem Löffel aufgetragen werden.
Rezepte: Butterweiche Schokokekse und Haferkekse
Rezept: Butterweiche Schokokekse (Kurzbeschreibung aus dem Rezepttext)
Dieses Rezept für butterweiche, schokoladige Schokokekse backe ich regelmäßig und jetzt ist es an der Zeit dieses Rezept mit Euch zu teilen.
| Zutaten | Menge |
|---|---|
| Butter | 50 g |
| Dunkle Schokolade (mind. 60 %) | 200 g |
| Süße Kondensmilch | 1 Dose |
| Gemahlene Mandeln | 25 g |
| Mehl Type 550 | 200 g |
| Backpulver | 1 TL |
| Backsoda (Natron) | 1 TL |
| Malteserkugeln | 100 g |
| Weiße Schokolade | 50 g |
| Orange (Abrieb & Saft) | Abrieb + Saft |
| Salz | 1 Prise |
Butter und 150 g dunkle Schokolade in einem geeigneten Gefäß über Wasserbad schmelzen lassen. Dann von der Herdplatte nehmen und nacheinander die Kondensmilch und die gemahlenen Mandeln einrühren. Das Mehl und Salz hinzugeben und gut umrühren. Jetzt für 20 Minuten in den Kühlschrank stellen. In der Zwischenzeit die Malteserkugeln und weiße Schokolade hacken, die Orangenschale abreiben und den Saft auspressen. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und Malteserkugeln, weiße Schokolade, 2/4 des Orangenabriebs und Saft in die Masse geben und gut umrühren. Ofen auf 160 Grad vorheizen und ein Backblech (eventuell zwei) mit Backpapier auslegen. Den Teig in 24 gleichgroßen Teilen auf dem Backblech verteilen und etwas flach drücken. Das sind ca. 20 g pro Keks. Dann für ca. 10 bis 12 Minuten backen. Die Kekse sollten in der Mitte weich sein und an den Rändern etwas fester. Dann aus dem Ofen nehmen und 5 Minuten auf dem Backblech ruhen lassen. Vom Backblech auf ein Kuchengitter legen und auskühlen lassen. Die restlichen 50 g Schokolade in einem geeigneten Gefäß über Wasserbad schmelzen lassen und mit einem Löffel über die Kekse geben. Den restlichen Orangenabrieb über die Kekse geben und alsbald genießen oder aufbewahren.
Rezept: Einfache Haferkekse
Warm aus dem Ofen überzeugen die knusprigen Haferflocken-Kekse mit einem himmlisch-süßen Karamell-Geschmack die ganze Familie. Für mein Haferkekse-Rezept nehme ich kernige Haferflocken, du kannst aber einfach auch die verwenden, die du zu Hause hast.
Zutaten (ergibt ca. 25 Haferkekse): 1 Ei Größe M, 250 g kernige Haferflocken, 125 g Butter, 100 g brauner Zucker, 1 Pck. Bourbon-Vanillezucker, 1/2 TL Zimt (optional), 1 Prise Salz, 1 EL Weizenmehl Typ 405 (alternativ Dinkelmehl Typ 630), 1 TL Backpulver. Nach Belieben: 3 EL Trockenfrüchte.
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Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze rechtzeitig aufheizen. Die 125 g Butter gibst du in einen Topf und lässt sie bei mittlerer Hitze schmelzen. Wenn sie kurz aufgewallt ist, gibst du die 250 g Haferflocken auf einmal dazu und vermengst sie mit einem Kochlöffel. Alle Haferflocken sollten mit Fett überzogen sein. Dann vom Herd nehmen und auskühlen lassen. Währenddessen rührst du mit den Quirlen des Handrührgeräts 100 g braunen Zucker, 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker und das 1 Ei schaumig. Anschließend rührst du ½ TL Zimt, 1 Prise Salz, 1 EL Mehl und 1 TL Backpulver kurz unter die Eimasse. Dann vermengst du die Eimasse mit den Haferflocken und fügst nach Belieben klein geschnittene Trockenfrüchte dazu. Ein oder zwei Backbleche mit Backpapier belegen. Pro Keks 1 guten Teelöffel von der Keksmasse nehmen und mit einem anderen Teelöffel auf das Backblech streifen, am Rand etwas zusammenschieben. Achte darauf ca. 2-3 cm Abstand zu lassen, da die Kekse beim Backen ein wenig in die Breite gehen. Die Kekse im vorgeheizten Ofen für ca. 12 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Sie sollen nur am Rand ein wenig braun werden. Herausnehmen und direkt auf dem Blech auskühlen lassen. Durch die Restwärme werden sie stabiler. Dann vom Blech nehmen.
Kekse haltbar machen: Einmachglas, Vakuum & Gefrierfach
Hast du dich jemals gefragt ob man Kekse im Glas haltbar machen kann, damit sie nicht nur länger, sondern monatelang haltbar sind und frisch schmecken? Wir alle kennen Kuchen im Glas und die Kunst des Einkochens, aber was ist mit Keksen?
Durch das Einmachen von Keksen kann ihre Haltbarkeit erheblich verlängert werden. Mit eingemachten Keksen in der Speisekammer haben wir immer eine leckere und schnelle Snackoption zur Hand. Ich habe versucht Weihnachtsplätzchen zu backen und sie in Gläsern einzukochen. Nach 3 Monaten, 6 Monaten und 12 Monaten habe ich jeweils ein Testglas geöffnet und den Geschmackstest gemacht. Parallel zum Einkochen im Glas habe ich auch noch Kekse vakuumiert und konnte so den direkten Vergleich machen.
Vakuum verpackt vs. eingekocht: Das vakuumierte Gebäck schmeckt unverändert, aber die Frische hat ein wenig gelitten. Die Textur verändert sich: Die Kekse aus dem Vakuumbeutel sind ein wenig weicher geworden, aber noch immer knusprig. Das Gebäck aus dem Einmachglas ist unverändert knusprig. Vakuumiert und im Glas eingekocht halten die meisten Kekse ohne Probleme bis zu 6 Monaten. Das Ergebnis meines Langzeittests von 12 Monaten bedeutet lediglich, dass euer Gebäck auch über diese 6 Monate hinweg gelagert werden kann, dies gilt aber nicht für Kekse mit Früchten und sollte immer nur die Ausnahme sein.
Wichtig! Eure Kekse dürfen nicht mit Zuckerguss oder Schokolade verziert werden, diese würden beim Einkochen schmelzen und euch alles verkleben. Zum Einkochen im Glas: Die sauberen Einmachgläser auf ein Backblech stellen und in den Ofen schieben. Erst wenn das Blech mit den Gläsern im Ofen ist, den Ofen einschalten und die Einmachgläser bei 120 °C Ober-/Unterhitze für ca. ... im klassischen Wasserbad, Steamer oder Einkochautomat die Kekse bei 90-100 °C für 30-40 Minuten einkochen. Wichtig: die Einkochzeit startet erst, wenn die Temperatur erreicht ist. Beschwere die Gläser mit einem Kuchengitter und mit Wasser gefüllten Gläsern oder einem kleinen Kochtopf. Nach dem Einkochen die Gläser vollständig abkühlen lassen. Es ist normal, dass nach dem Abkühlen immer noch etwas Feuchtigkeit in den Gläsern sichtbar ist.
Vor dem Verzehr solltet ihr allerdings immer auf ein intaktes Vakuum achten und den Geruchstest machen. *Ich übernehme keine Gewähr für die Haltbarkeit, da ich nur für meine eigenen Hygienestandards garantieren kann.
Kekse richtig lagern
Die Kekse sollten nach dem Backen und bevor man sie in einen geeigneten Behälter gibt, vollständig ausgekühlt sein. Verschiedene Kekse sollten auch unterschiedlich und getrennt voneinander gelagert werden. Weiche Kekse sollten in luftdichten Behältern aufbewahrt werden. Keksdosen, die Luft reinlassen sind ungeeignet. Sind die Kekse sehr weich oder kleben leicht, dann kann man zu geschnittene Backpapierstücke zwischen die Kekse legen. Legt man dann noch eines auf den oberen Keks, dann bleibt auch der schön weich. Härtere Kekse können problemlos in Keksdosen gelagert werden. Sie sollten es sogar, weil diese Kekse durch die Luftzirkulation knackig bleiben.
Wollt ihr Kekse länger als ein paar Tage lagern, dann kann man sie einfrieren. Es eignen sich fest verschließbare Gefriertüten, Dosen oder Gläser. Kekse einfrieren statt wegwerfen: Am besten gibst du das Gebäck in kleinen Portionen in das Gefrierfach, dann hast du es beim Auftauen leichter. Lege es dazu einfach unverpackt auf einen Teller und warte, bis es aufgetaut ist. Plätzchen und Kekse lassen sich so für 1-3 Monate haltbar machen, Rührkuchen doppelt so lange.
Praktische Tipps & Varianten
- Zum Backen von weichen Keksen nutze ich braunen Zucker oder flüssige Süßmacher wie Honig oder Ahornsirup (aber bitte nicht mehr als einen Teelöffel zusätzlich).
- Für weiche Kekse empfehle ich Backpulver; für festere Kekse kann Natron (Backsoda) besser sein.
- Sollten die Kekse zu hart geworden sein, kannst du einfach ein Stück angeschnittenen Apfel in die Keksdose legen. Denken Sie aber daran, diesen regelmäßig auszutauschen, damit er nicht schimmelt.
- Wenn ihr fruchtige Kekse backen wollt, empfehle ich kandierte oder getrocknete Früchte zu verwenden und diese in nicht zu großen Stücken in den Teig einzuarbeiten.
- Sollen die Kekse mürbe werden, ist der Fettanteil entscheidend. Je höher dieser ist, desto mürber die Kekse.
- Ei hält den Teig zusammen und sorgt für eine gute Bindung. Wird nur Eigelb verwendet, wird der Teig noch knuspriger.
- Für Variation: Kekse mit Schokolade, Kekse mit Nüssen oder Kekse mit Früchten - der Fantasie sind wenig Grenzen gesetzt.
Kein Meister ist vom Backhimmel gefallen. Mit ein paar einfachen Regeln und den richtigen Rezepten gelingen dir haltbare und leckere Kekse - ob für den Alltag, zum Verschenken oder für Vorräte.
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