Käsekuchen ohne Milchprodukte – Das ultimative Rezept für veganen Genuss

Wer sich vegan ernähren möchte, oder aus gesundheitlichen Gründen auf Milchprodukte und tierische Fette verzichten will, ist nicht zu einem Leben mit Selleriestangen und Studentenfutter verdammt. Der Klassiker auf der Kaffeetafel kommt bei allen Gästen sehr gut an. Käsekuchen: Der Klassiker aus Omas Küche in einer veganen Variante. Jede*r kennt Käsekuchen, (fast) jede*r liebt Käsekuchen. Und jede*r hat definitiv eine Meinung zu Käsekuchen.

Du denkst, bei Sahnetorten und Käsekuchen ist das unmöglich, weil die Hauptzutaten ja Milchprodukte sind? Fehlanzeige! Oftmals kann man schon mit ein paar einfachen Tricks ein altes Backrezept, das ordentlich Butter, Ei und Sahne enthält, in eine vegane Leckerei verwandeln. Wie du siehst, heißt vegane, laktosefreie oder rohköstliche Ernährung nicht, dass man dabei aufs Genießen verzichten muss.

Grundlagen und Varianten veganer Käsekuchen

In der Regel besteht ein Käsekuchen aus einem dünnen, buttrigen Mürbeteig-Boden und einer fetten, cremigen Quarkdecke. Die Zutaten gibt es in fast jedem Supermarkt. Für den Boden eignen sich optisch und geschmacklich Vollkornkekse oder veganisierte Graham Cracker am besten. Aber genauso gut tun es natürlich auch andere vegane Kekse.

  • Veganer Käsekuchen mit Boden: Klassisch mit veganer Butter und pflanzlichen Quark-/Frischkäse-Alternativen.
  • Käsekuchen ohne Boden: Besonders unkompliziert, einfach die Füllung direkt in die Form geben.
  • Raw Cheesecake: Rohköstliche Variante mit Cashew-Creme, kein Backen nötig.
  • Zupfkuchen: Mit derselben veganen Füllung wie für Käsekuchen.
verschiedene Varianten veganer Käsekuchen

Vegane Zutaten und ihre Funktionen

Damit der Cheesecake vegan wird, dürfen natürlich weder Butter noch Milchprodukte für den Belag hinein. Zum einen ist das Margarine, vegane Butter oder Kokosöl. Zum anderen kommt in den Cheesecake veganer Skyr oder ein ähnlicher „Quark/Frischkäse“ ohne tierische Zutaten. Veganer Skyr bzw. vegane Quarkalternativen sind in fast allen Supermärkten, Reformhäusern und Bioläden erhältlich. Am besten schmeckt Vanille-Skyr.

Statt Ei sorgen Speisestärke oder Vanillepuddingpulver für Bindung und Stabilität. Das Vanillepudding Pulver gibt dem Käsekuchen zusätzlich ein passendes Vanille Aroma. Wer nicht auf Tofu steht oder sich rohköstlich ernähren möchte, kann auch aus Cashew-Nüssen eine Käsefüllung zaubern. Das ist ein bisschen aufwändiger, weil die Nüsse einige Zeit eingeweicht werden müssen, dafür sparst du dir das Backen der Füllung.

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vegane Zutaten für Käsekuchen

Rezept: Klassischer veganer Käsekuchen mit Mürbeteig-Boden und cremiger Füllung

Für den Boden

  • 300 g Mehl
  • 125 g vegane Butter (Zimmertemperatur)
  • 100 g Zucker
  • 3 TL Backpulver
  • 3 EL Wasser

Mehl, Pflanzenbutter, Zucker, Backpulver und Wasser miteinander verkneten und in die Springform drücken. Dabei einen 3-4 cm hohen Rand bilden. Den Teig in der gefetteten Springform verteilen und dabei einen Rand formen (ca. 3-4 cm hoch). Der perfekte Rand: Falls der Rand zu ungerade wird, kannst du ihn mit einem Messer gerade abschneiden. Die übrigen Teigreste kannst du einfach an den Boden drücken. So wird kein Teig verschwendet und der Rand sieht aus wie vom Profi gemacht!

Für die Füllung

  • 125 g vegane Butter (Zimmertemperatur)
  • 120 g Zucker
  • 2 Pck. Vanillepuddingpulver (37 g pro Päckchen)
  • 1 kg Vanille-Sojajoghurt oder veganer Quark/Skyr
  • 30 g Zitronensaft

Pflanzenbutter mit Zucker cremig rühren. Dann Vanillepuddingpulver hinzugeben und nochmal verrühren. Jetzt Sojajoghurt bzw. Quarkalternative hinzugeben und alles miteinander verrühren. Masse in die Springform füllen und den Kuchen im vorgeheizten Ofen ca. 60 Minuten backen.

Schritt-für-Schritt veganer Käsekuchen
vegane Käsekuchen Zubereitung

Den Kuchen nach dem Backen vollständig auskühlen lassen. Der Kuchen ist eventuell noch etwas weich, wird aber fest, sobald er ganz kalt ist. Am besten über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.

Tipps für das perfekte Ergebnis

  1. Geduld beim Kühlen: Der Kuchen braucht Zeit zum Festwerden.
  2. Backen noch wackeln? Das ist völlig normal! Ein leichtes Wackeln in der Mitte beim Herausnehmen aus dem Ofen ist das Zeichen dafür, dass der Kuchen nicht übergaren ist.
  3. Testen mit Holzstäbchen: Stecke ein dünnes Holzstäbchen in der Mitte des Kuchens tief in den Teig und ziehe es wieder heraus - bleibt kein Teig haften, ist er fertig.
  4. Wer den Kuchen etwas gebräunter mag, stellt die letzten fünf Minuten auf Oberhitze.

Für das optionale Fruchtmus einfach (TK) Beeren mit etwas Zucker kochen und pürieren. Die frische Sauce solltest du aber erst kurz vor dem Servieren pürieren, sonst büßt sie an Farbe und Geschmack ein. Im Sommer eignen sich Erdbeeren, Heidelbeeren oder Pfirsiche hervorragend.

Fruchtiges Topping für veganen Käsekuchen

Raw Cheesecake - Rohköstliche Variante

Meine ersten veganen Käsekuchen Alternativen waren „Raw Cheesecakes“, Kuchen, die nicht gebacken werden müssen. Die Raw Cheesecakes sind unheimlich lecker und einfach gemacht. Wer nicht auf Tofu steht oder sich rohköstlich ernähren möchte, kann auch aus Cashew-Nüssen eine Käsefüllung zaubern.

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Tipp: Ein Keimglas kannst du dir aus einem alten Schraubglas ganz einfach selber machen. Keimgut für etwa 12 Stunden (über Nacht) in Wasser einweichen. Die großen Cashew-Kerne brauchen eher 24 Stunden Keimzeit. Bis ein Keimling sprießt, dauert es etwa zwei oder drei Tage. In dieser Zeit die Kerne zweimal täglich gründlich abspülen und abtropfen lassen. Dies geht am besten in einem Keimglas.

Die Cashew-Creme sollte nicht zu flüssig sein, sei deshalb vorsichtig bei der Menge des verwendeten Eises. Da aber kein Verdickungsmittel in der Creme ist, wird sie natürlich nicht so fest wie bei einem herkömmlichen Käsekuchen.

Raw Cheesecake mit Cashew-Creme

Vegane Käsekuchen ohne Boden und Spezialvarianten

Klar, den Käsekuchen von Oma toppt vielleicht niemand. Aber unser veganer Käsekuchen ohne Boden und leckerem Grieß hat schon für so manche Ahhs und Ohhs gesorgt. Diesmal wollte ich außerdem weg vom fertigen Puddingpulver, welches so oft für den Klassiker zum Einsatz kommt, und ausschließlich simple Küchenzutaten verwenden. Für eine richtig leckere Konsistenz und einen tollen Biss sorgt zum Schluss noch der gute, alte Weichweizengrieß.

Zutaten für einen veganen Käsekuchen ohne Boden:

  • 100 g Grieß
  • 150 g Rohrohrzucker
  • 50 g Speisestärke
  • 1 ½ TL Backpulver
  • 1 TL Vanille gemahlen
  • ½ Zitrone (Zesten abgerieben)
  • 1 Prise Salz
  • 600 g veganer Quark
  • 300 g veganer Frischkäse
  • 100 ml pflanzliche Milch
  • Apfelmus und Öl nach Rezept

Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Springformboden (Ø 24 cm) mit Backpapier auslegen, den Rest mit etwas Öl einpinseln. Trockene Zutaten vermengen, dann Quark, Frischkäse, Pflanzenmilch, Apfelmus und Öl unterrühren und alles zu einem glatten Teig vermengen. Die Quarkmasse in die Springform füllen und glattstreichen. Springform ein bis zweimal auf die Arbeitsplatte klopfen, so dass sich eingeschlossene Luftbläschen auflösen. Kuchen auf mittlerer Schiene 55-60 Minuten backen.

Himbeer-Granatapfel-Sauce

  • Gefrorene Himbeeren mit einem Schuss Wasser in einem Topf bei mittlerer Hitze auftauen lassen.
  • Mit Zucker und Zitronensaft sieben Minuten köcheln lassen, bis die Beeren zerfallen und eine dickflüssige Sauce entsteht.

Serviert habe ich den Kuchen mit einer fruchtigen Himbeer-Granatapfel Sauce, die toll dazu schmeckt!

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Himbeer-Granatapfel Sauce auf Käsekuchen

Weitere Tipps & praktische Hinweise für vegane Käsekuchen

  • Abgedeckt im Kühlschrank hält er sich 3-4 Tage. Der Geschmack wird sogar besser, wenn er 1-2 Tage durchzieht.
  • Ja, der Käsekuchen lässt sich gut einfrieren. Am besten in Scheiben aufteilen, einzeln in Frischhaltefolie wickeln und in einem Gefrierbehälter bis zu 2 Monate aufbewahren.
  • Die Stabilität erhält der Kuchen durch Puddingpulver oder Speisestärke sowie eine lange Kühlzeit.
  • Mit einem fruchtigen Topping kann man auch den ein oder anderen möglichen Mini-Riss aber gut kaschieren.

Tabelle: Vegane Alternativen für typische Käsekuchen-Zutaten

Original Vegan Bemerkung
Butter Vegane Butter/Margarine/Kokosöl Kokosöl gibt dezentes Aroma
Quark Veganer Quark/Skyr/Sojajoghurt Vanille oder Natur
Ei Speisestärke/Puddingpulver Bindung und Struktur
Kekse/Mürbeteig Vegane Kekse Graham Cracker, Vollkorn oder Schoko
Sahne/Frischkäse Cashew-, Mandel- oder Tofu-basiert Für besonders cremige Textur

Der Genuss ist garantiert!

Natürlich ist der Original NY Cheesecake immer wieder ein Genuss - aber dieser vegane Cheesecake braucht sich dahinter definitiv auch nicht zu verstecken. Genuss darf ja auch einfach mal nur Genuss sein, oder? Und wenn ihr z.B. Gäste oder Kollegen beglücken wollt, von denen (nur) ein Teil vegan lebt, passt dieses vegane Cheesecakerezept perfekt. Schmeckt allen. Versprochen!

Veganer Käsekuchen auf der Kaffeetafel

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