Käsekuchen ohne Boden Rezept mit Granatapfel

Bei mir in der Familie lieben alle Käsekuchen! Ich backe ihn gerne in allen Varianten und heute zeige ich dir ein Rezept für Käsekuchen ohne Boden. Denn manchmal habe ich einfach keine Lust, noch einen Boden zuzubereiten und dann greife ich immer zu diesem hier. Er ist total einfach gemacht und schmeckt herrlich! Er wird schön cremig und hat die für mich perfekte Balance zwischen Süße mit etwas Säure vom Quark.

Warum dieser Käsekuchen ohne Boden?

Wenn man weder Zeit noch Lust hat, einen Mürbeteig zuzubereiten, dann ist ein einfacher Käsekuchen ohne Boden die ideale Lösung. Die Zubereitung geht schnell und einfach, da kein Boden gebacken werden muss. Dadurch, dass der Käsekuchen ohne Boden gebacken wird, ist die Zubereitung wirklich sehr einfach. Das untergemischte Puddingpulver sorgt für einen besonders feinen Geschmack. Das Rezept aus meiner Familie wurde von Generation zu Generation weitergegeben. Mich erinnert Käsekuchen ohne Boden an meine Kindheit. Denn schon meine Oma hat ihn so gebacken. Sie weiß eben, was gut ist.

Zutaten (für eine Springform Ø 26 cm)

  • 1 kg Magerquark (alternativ Skyr)
  • 5 Eier, zimmerwarm (Größe M)
  • 200 g Sahne
  • 200 g Zucker
  • 125 g Butter, zimmerwarm und sehr weich (plus etwas für die Form)
  • 2 Pck. Vanille-Puddingpulver
  • 2 TL abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • Für das Topping: ½ Granatapfel (ca. 175 g Kerne), 2-3 EL Puderzucker, evtl. Schlagsahne, Feigen oder frische Beeren

Vorbereitung

Die genaue Zutatenliste samt Mengenangaben findest du wieder am Ende dieses Beitrags. Eine Springform (⌀ 26 cm) mit Butter fetten und zur Seite stellen. Den Boden der Springform belegst du mit einem Bogen Backpapier, diesen befestigst du durch Aufsetzen des Rands und schneidest ihn zurecht. Den Rand fettest du leicht ein. Butter reicht, Mehl sollte nicht verwendet werden. Am besten bewahrst du ihn unter einer Kuchenhaube oder in einer luftdichten Box auf, damit er keine Fremdgerüche annimmt.

Zubereitungsschritte

  1. Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze (150 °C Umluft) vorheizen. Die Springform einfetten und zur Seite stellen.
  2. Die 125 g sehr weiche Butter und 200 g Zucker in einer großen Rührschüssel mit den Quirlen des Handrührgeräts oder in der Küchenmaschine bei hoher Geschwindigkeit 2-3 Minuten hell und cremig schlagen.
  3. Die 5 Eier einzeln, nacheinander dazugeben und jeweils 30 Sekunden unterrühren.
  4. Das 1 kg Magerquark, 200 g Sahne, 2 Päckchen Vanille-Puddingpulver, 2 TL Zitronenschale und 2 Prisen Salz zur Butter-Zucker-Eier-Masse geben und so kurz wie nötig, maximal 1 Minute, unterrühren. Die Masse soll schön glatt werden.
  5. Die Quarkmasse in die vorbereitete Springform füllen und glattstreichen.
  6. Den Käsekuchen auf der mittleren Schiene etwa 60 Minuten backen. Sollte sich die Oberfläche zu dunkel färben, evtl. mit Backpapier oder Alufolie locker abdecken. Im letzten Drittel eventuell abdecken, sollte er zu dunkel werden.
  7. Den Käsekuchen im ausgeschalteten Ofen mit geöffneter Tür 30 Minuten ausdampfen lassen, dann im ausgeschalteten, warmen Ofen abkühlen lassen; die Tür dabei nicht öffnen. Nach Ende der Backzeit den Käsekuchen auf einem Kuchengitter in der Springform abkühlen lassen. Der Käsekuchen wird sich während dem Abkühlen wieder senken.
  8. Er muss unbedingt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Dort hält er sich gut abgedeckt 3 bis 4 Tage. Am besten nimmst du ihn etwa eine halbe Stunde vor dem Servieren aus dem Kühlschrank, damit er wieder schön cremig wird.

Tipps für gutes Gelingen

  • Butter und Zucker gut verrühren: Es ist wichtig, diese beiden Zutaten gut miteinander zu verrühren, da der Käsekuchen dadurch wunderbar cremig wird.
  • Form einfetten: Beim Fetten der Springform ist es wichtig, die ganze Form zu fetten. Der Käsekuchen ohne Boden geht während des Backens bis über den Rand der Form auf und sinkt später wieder in sich zusammen. Damit er nicht am Rand kleben wird, muss er gut gefettet werden.
  • Backen bei niedriger Temperatur: Backe den Kuchen auf der untersten Schiene und bei niedriger Temperatur, sonst kann es sein, dass er die Oberfläche zu schnell dunkel wird, er aber innen noch flüssig ist.
  • Risse vermeiden: Um Risse zu vermeiden, kannst du den Kuchen bei niedrigerer Temperatur und deutlich längerer Backzeit backen sowie am besten komplett im Ofen auskühlen lassen. Wenn du den Ehrgeiz entwickelst und gar keine Risse im Käsekuchen haben möchtest, musst du ihn bei niedrigerer Temperatur und um einiges länger backen sowie am besten komplett im Ofen auskühlen lassen.
  • Quark abtropfen: Ein Sieb mit einem Käsetuch oder einem großen Küchentuch auslegen, den Quark hineingeben und auspressen. Die Flüssigkeit wird nicht gebraucht. Die übrige Quarkmasse ergibt dann gut ein Kilo.
  • Magerquark verwenden: Für den Quarkkuchen ohne Boden empfehle ich Magerquark, weil dieser trockener ist und so für eine festere Struktur sorgt. Schließlich wollen wir den Kuchen nach dem Backen auch gut schneiden können.
  • Nicht zu lange rühren: Die Quarkmasse nur so lange verrühren, bis sich gerade alle Zutaten verbunden haben. So wird keine Luft in die Masse eingeschlagen, die nach dem Backen entweicht und den Kuchen zusammenfallen oder reißen lässt.
  • Abkühlen im Ofen: Das Abkühlen im Ofen entscheidet zwischen einem gelungenen Kuchen und einem, der reißt. Diesen Schritt bloß nicht unterschätzen!

Varianten und Dekoration mit Granatapfel

Mit den passenden Toppings kannst du den Käsekuchen immer an die aktuelle Saison anpassen. Früchte in der Quarkmasse sind ein echter Klassiker, die fruchtige Frische sorgt für Abwechslung. Mandarinenfilets aus der Dose passen prima, aber auch Sauerkirschen oder frische Beeren sind ein Traum. Für diese Variante verwende ich Granatapfelkerne als fruchtiges, knuspriges Topping:

  1. Aus dem Granatapfel Kerne mit dem Löffelrücken herausklopfen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  2. Den ausgekühlten Kuchen locker mit 2-3 EL Puderzucker bestäuben oder mit einem dünnen Sahnebett einstreichen.
  3. Mit Granatapfelkernen bestreuen, optional mit Feigen, gehackten Pistazien und Minzblättern verzieren.
Granatapfelkerne auf cremigem Käsekuchen

Der Frühling kommt langsam und die wärmeren Sonnentage tun sehr gut. Ich wollte einen Kuchen, der nicht ganz so schwer im Magen liegt und frühlingshafter ist. So kam ich auf die Idee einen Quarkkuchen mit Granatapfel zu backen. Naja, nicht wirklich backen, da er nicht in den Ofen kommt. Beim Anschneiden fallen ein paar Granatapfelkerne herunter, allerdings stört das nicht. Die könnt ihr einfach wieder auf den Kuchen geben.

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Alternative (bodenlose, gekühlte Variante mit Keksboden)

Wenn du lieber einen Keksboden möchtest, kannst du Spekulatius- oder Butterkekse fein zerbröseln, mit geschmolzener Butter mischen, in eine Springform drücken und kalt stellen. Dann eine Quark-Frischkäse-Creme mit Gelatine herstellen, Sahne steif schlagen und unterheben, auf den Keksboden geben und mindestens 4 Stunden kalt stellen. Für das Herauslösen der Granatapfelkerne hilft ein Wasserbad in einer Schüssel, dann bleibt die Küche sauber.

Keksboden mit Quarkcreme und Granatapfel

Serviervorschläge

  • Mit einer Hälfte des Kuchens frische Beeren und Granatapfelkerne geben für fruchtige Frische.
  • Mit Puderzucker bestäuben oder dünn mit Schlagsahne einstreichen und mit Feigen dekoriere n.
  • Bei Picknick oder Buffet: Käsekuchen direkt in kleinen Weckgläsern backen oder kühlen.

Praktische Hinweise

  • Zubereitungszeit: ca. 10-20 Minuten aktive Vorbereitung, 60 Minuten Backzeit, plus Abkühlen (am besten über Nacht im Kühlschrank).
  • Aufbewahrung: Im Kühlschrank abgedeckt 3-4 Tage.
  • Dieses Rezept ist ideal, wenn du Käsekuchen am liebsten besonders cremig und ohne Boden magst. Wenige Zutaten, nur 10 Minuten Vorbereitung und der Quarkteil steht ganz im Mittelpunkt.
Anleitung: Käsekuchen ohne Boden zubereiten und mit Granatapfel dekorieren

Das Besondere an diesem Rezept

Dieses Top-Rezept ist ideal, wenn du Käsekuchen am liebsten besonders cremig und ohne Boden magst. Der wichtigste Kniff: Die Quarkmasse nur kurz verrühren und den Kuchen nach dem Backen im ausgeschalteten Ofen langsam abkühlen lassen. So wird er glatt, locker und zitronig-frisch, ohne unnötigen Aufwand. Keine Sorge, wenn die Mitte nach dem Backen noch leicht mitwippt! Das ist richtig, solange der Rand goldgelb ist und die Oberfläche hell und matt wirkt. Beim Anschnitt zeigt sich garantiert eine cremig-glatte Schnittfläche.

Zutat Menge
Magerquark 1 kg
Eier (M) 5
Sahne 200 g
Zucker 200 g
Butter 125 g
Vanille-Puddingpulver 2 Pck.
Zitronenschale 2 TL

Wenn du mein Rezept ausprobiert hast, würde ich mich sehr freuen, wenn du es bewerten würdest. Klicke dazu einfach auf die Sternchen in der Rezeptkarte. Viel Spaß beim Backen und Genießen!

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