Käsekuchen ohne Boden Rezept — einfache Zubereitung für cremigen Genuss
Dieser leckere Käsekuchen ohne Boden habe ich nach einem Rezept meiner Mutter gebacken. Wir backen den Kuchen seit vielen Jahren - das erste Mal, als ich ein Teenager war, irgendwann in den 80ern, glaube ich. Der Käsekuchen ist zwar keine Schönheit, das muss man ganz offen zugeben, aber wie sagt man immer: »Die inneren Werte zählen«, oder nicht?! Das trifft hier zu 100% zu…
Warum ohne Boden?
Wir sind hier einfach keine großen Fans von Kuchen oder Käsekuchen mit einem dicken Mürbeteigboden. Wenn der nicht gut gemacht ist, dann wird das Ganze schnell super trocken und krümelt ohne Ende. In solchen Fällen kann man dann nur mit viel Kaffee nachhelfen. Ein Kuchen mit einer ordentlichen Menge an cremiger Füllung ist da schon einiges besser. In diesem Fall hier, besteht der Käsekuchen komplett aus Füllung und der Boden wurde einfach weggelassen. Bodenlose Frechheit, könnte man hier fast sagen. Wir lieben unsere Käsekuchen so einfach noch viel mehr!
Das Besondere an diesem Rezept
Dieses Top-Rezept ist ideal, wenn du Käsekuchen am liebsten besonders cremig und ohne Boden magst. Wenige Zutaten, nur 10 Minuten Vorbereitung und der Quarkteil steht ganz im Mittelpunkt. Der wichtigste Kniff: Die Quarkmasse nur kurz verrühren und den Kuchen nach dem Backen im ausgeschalteten Ofen langsam abkühlen lassen. So wird er glatt, locker und zitronig-frisch, ohne unnötigen Aufwand.
Wesentliche Vorteile
- Durch den fehlenden Boden ist dieser Käsekuchen sehr einfach zuzubereiten - im Grunde muss man hier nur ein paar Zutaten zusammenrühren und dann in eine Form schütten.
- Kein zusätzlicher Teig für den Boden, den man erst einmal kneten und dann lange kühlen muss.
- Dank dem fehlenden Boden sparen wir uns schon einiges an Kalorien.
- Ein Käsekuchen mit einer ordentlichen Menge an cremiger Füllung ist deutlich saftiger und geschmacksintensiver.
Zutaten (für 28 cm Springform)
| Zutat (Deutsch) | Menge |
|---|---|
| 6 Eier (M), getrennt | 6 |
| 1 Prise Salz | 1 Prise |
| 120 g weiche Butter | 120 g |
| 250 g Zucker | 250 g |
| 2 TL Vanille Extrakt | 2 TL |
| 750 g Speisequark (20% Fett) | 750 g |
| 500 g Mascarpone | 500 g |
| 40 g Speisestärke | 40 g |
| 4 EL Weichweizengrieß, plus etwas mehr für die Form | 4 EL |
Vorbereitungsschritt (wichtig)
Am Abend zuvor mit den Vorbereitungen beginnen und dafür den Quark in ein Seihtuch* oder sauberes Küchentuch wickeln und in ein Sieb legen. Dieses Sieb dann in eine Schüssel stellen (das Sieb sollte den Boden der Schüssel nicht berühren) und den Quark mit einem kleinen Teller und einem Gewicht (z.B. eine Konservendose) beschweren. So wird überschüssige Flüssigkeit aus dem Quark gepresst. Über Nacht im Kühlschrank abtropfen lassen.
Zubereitung - Schritt für Schritt
- Den Ofen auf 180°C (350°F) Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine 28cm Springform* mit Backpapier auslegen, leicht einfetten und den Boden und die Seiten mit etwas Grieß bestreuen. Zur Seite stellen.
- Die Eier trennen (Eigelb für später aufheben) und das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Zur Seite stellen.
- Die weiche Butter, Zucker und Vanille Extrakt in einer großen Schüssel cremig aufschlagen. Die Eigelbe nacheinander dazugeben und jeweils gut unterrühren.
- Den abgetropften Speisequark, den Mascarpone, die Speisestärke und den Grieß zugeben und alles gut verrühren. Das steifgeschlagene Eiweiß vorsichtig unterheben. Die Käsekuchenmasse dann in die vorbereitete Springform füllen und glatt streichen.
- Den Kuchen für etwa 80-90 Minuten backen - nach etwa 50 Minuten checken, ob die Oberfläche vielleicht zu dunkel wird, und ggf. alles mit Alufolie abdecken und dann weiterbacken. Die Ränder des Käsekuchens sollten fest sein, in der Mitte darf sich die Masse aber noch etwas bewegen, wenn man an der Form rüttelt.
- Den Ofen abschalten, die Türe einen Spalt öffnen und den Käsekuchen für etwa 30 Minuten im Ofen abkühlen lassen, dann herausnehmen und auf einem Kuchengitter komplett abkühlen lassen. Den abgekühlten Kuchen dann noch einmal für mind. 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.
Wichtige Tipps während des Backens
- Eine kleine Warnung: Durch den Eischnee geht der Käsekuchen extrem in die Höhe und fällt beim Abkühlen wieder in sich zusammen. Das ist so gewollt, sieht aber vielleicht nicht für jeden so gut aus.
- Der Käsekuchen bekommt dadurch auch mit ziemlicher Sicherheit ein paar Risse, aber Geschmack und Textur machen das alles wett.
- Wenn die Oberfläche zu dunkel wird, die Form locker mit Alufolie abdecken.
- Den Kuchen im ausgeschalteten Ofen mit leicht geöffneter Tür langsam abkühlen lassen - das verhindert starkes Einsacken und Risse.
Varianten und Serviervorschläge
Wenn Euch ein purer Käsekuchen „nicht genug“ ist, könnt Ihr ihn auch noch mit Obst der Saison toppen. Wie wäre es gerade mit Erdbeeren? Die könnt Ihr entweder dazu reichen oder auf den Kuchen geben und mit etwas Tortenguss zum Halten bringen. Mandarinen oder Aprikosen passen auch sehr gut zu diesem Rezept. Oder wie wäre es mit einer Himbeer- oder Erdbeersauce? Zwei Handvoll Blaubeeren, Himbeeren oder Erdbeeren großzügig auf dem Kuchen verteilt und Voila! - Risse? Welche Risse?!
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Wer noch weitere Käsekuchen Rezepte ohne Boden ausprobieren möchte, sollte sich auf jeden Fall unseren Baskischen Käsekuchen anschauen. Extrem cremig und unglaublich lecker. Ein Käsekuchen wie unserer hier muss für diese spanische Version Pate gestanden haben…
Alternative Zubereitungsarten
- Variante 1: Eier trennen und Eischnee separat schlagen für mehr Volumen und fluffiges Ergebnis.
- Variante 2: Eier im Ganzen verarbeiten - der Kuchen wird dann weniger fluffig und mehr wie eine Käsekuchenschnitte.
- Wer Heißluft verwenden möchte: Viele backen mit Ober-/Unterhitze; bei Heißluft sind meist ca. 10-20°C weniger und die Backzeit kann abweichen. Erfahrungsgemäß backe ich immer nur mit Ober-/Unterhitze.
- Für ein zitroniges Aroma: den Saft einer kleinen unbehandelten Zitrone oder etwas Zitronenextrakt zugeben.
- Zucker kann man gegen Süßstoff/Austauschstoffe tauschen, wenn man eine lower-carb Variante möchte.
Häufige Fragen und Fehlerquellen
- Warum sackt der Kuchen zusammen? - Zu viel Luft in der Masse (z. B. durch zu lange oder zu kräftige Rührarbeit) führt dazu, dass der Kuchen beim Abkühlen zusammenfällt.
- Muss ich den Quark abtropfen? - Ja, empfohlen wird das Abtropfen über Nacht, damit überschüssige Flüssigkeit entfernt wird und der Kuchen eine bessere Textur erhält.
- Wie erkenne ich, wann der Kuchen fertig ist? - Die Ränder sollten fest und goldgelb sein, in der Mitte darf die Masse noch leicht wackeln.
- Was tun bei Rissen? - Risse sind optisch, aber geschmacklich irrelevant; mit Puderzucker, Früchten oder Sauce lassen sie sich gut kaschieren.
Aufbewahrung
Er muss unbedingt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Dort hält er sich gut abgedeckt 3 bis 4 Tage. Am besten bewahrst du ihn unter einer Kuchenhaube oder in einer luftdichten Box auf, damit er keine Fremdgerüche annimmt. Mein Tipp zum Servieren: Nimm ihn etwa eine halbe Stunde vor dem Servieren aus dem Kühlschrank, damit er wieder schön cremig wird.
Extra: Kurzdruck-Fassung (zum Ausdrucken)
- Quark über Nacht abtropfen lassen.
- Ofen 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Springform fetten und mit Grieß ausstreuen.
- Eier trennen, Eiweiß steif schlagen.
- Butter, Zucker, Vanille cremig schlagen, Eigelbe einrühren, Quark, Mascarpone, Stärke, Grieß zugeben, Eischnee unterheben.
- 80-90 Min. backen, Ofen ausschalten, Tür einen Spalt öffnen, 30 Min. im Ofen abkühlen lassen, anschließend im Kühlschrank mindestens 2 Std. kühlen.
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