Käsekuchen nach Landfrauen Art Rezept
Mit einem wundervollen Stück purer Landliebe starten wir in´s Wochenende. Einem Kuchen, der es verdient zum absoluten Lieblingsleckerchen-schmeckerchen aufzusteigen.
Warum dieses Rezept?
Manchmal braucht es ein Stück Kuchen, das nach Zuhause schmeckt - nach Kaffeeklatsch am Küchentisch, nach Kindheit und einem Hauch Landluft. Genau diesen Zauber fängt dieser Vanille-Käsekuchen mit buttrigen Streuseln ein: außen goldbraun und knusprig, innen cremig, saftig und mit fruchtigem Kern.
Ein Rezept, das wirkt wie ein wohlgehüteter Geheimtipp aus der Landküche und trotzdem ganz unkompliziert gelingt. Einfacher kann echtes Kuchenglück kaum sein: Zarte Streusel bilden die Basis, darauf kommt eine Schicht fruchtiger Konfitüre, gefolgt von einer samtigen Quarkfüllung mit feiner Vanillenote. Getoppt wird das Ganze mit goldenen Streuseln, die beim Backen den typischen Duft verströmen, dem niemand widerstehen kann.
Zutaten (für eine Springform 26 cm / alternativ Blech)
- 300 g Mehl
- 1/2 TL Backpulver
- 450 g Zucker (inkl. 150 g für Streusel)
- 1 Pck. Vanillezucker
- 150 g Butter (für Streusel bzw. Teig)
- 4 Eier (für die Füllung)
- 50 g Rosinen (optional, zum Einweichen)
- 3 EL Zitronensaft und abgeriebene Zitronenschale
- 1 Prise Salz
- 1 L Milch (für Pudding)
- 3 Pck. Vanillepuddingpulver (wahlweise Sahne- oder Mandelpudding)
- 1/2 Fl. Backöl (optional)
- 1 kg Quark (empfohlen Speisequark mit 20% Fett oder 750 g je nach Variante)
- 1 Glas rote Konfitüre (ca. 250 g, z.B. Himbeere oder Erdbeere)
Vorbereitung des Bodens / Mürbeteig
Für den Teig Mehl, Speisestärke, Backpulver, Salz und Zucker in eine Schüssel geben. Das Mehl mit Backpulver, 150 g Zucker, Vanillezucker, Butter in Stückchen sowie 1 Ei zu einem glatten Teig verkneten. Zu einer Kugel formen, plattdrücken, in Frischhaltefolie wickeln und rund 30 Minuten kühlstellen.
Eine Springform (26 cm Durchmesser) fetten und mit Mehl bestäuben; alternativ nur den Rand fetten und den Boden mit Backpapier bespannen. Den Mürbeteig mit einem Nudelholz ausrollen. Den Boden der Springform mit Teig auslegen und einen Rand hochziehen. Mürbeteigboden mehrfach mit einer Gabel einstechen und die Form inkl. Teig kühlstellen, während ihr die Creme vorbereitet.
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Streusel-Variante (für Landfrauenkuchen mit Konfitüre)
Das Mehl, 150 g Zucker, die Butter in Stücken geschnitten in eine Schüssel geben und mit 1 Ei und 1 Prise Salz zu Streuseln verarbeiten. Das geht mit einem Knethaken aber auch mit den Händen. Die Hälfte des Teiges in die Form geben und fest drücken. Dabei auch rundherum um einen 2-3 cm hohen Rand formen.
Die Konfitüre (nicht ganz bis zum Rand) darauf verteilen. Dafür empfehle ich eine etwas herbere Variante, da sie die Vanillecreme perfekt abrundet! Ich habe beim ersten Mal eine „Cranberry Blaubeere“ und beim zweiten Mal eine „Hollunder Brombeere“ verwendet.
Füllung: samtige Quarkcreme
Für die Füllung: Den Quark, 150 g Zucker, Puddingpulver und die abgeriebene Zitronenschale mit einem Schneebesen glatt rühren. Nach und nach die 4 Eier unterarbeiten. Erst Zitronenschale und Vanillepuddingpulver, dann Öl und Milch ebenfalls gut unterrühren, sodass keine Stücken mehr zu sehen sind.
Die Masse auf dem Boden verteilen und glatt streichen. Den Quark abtropfen lassen bzw. eventuell entstandene Flüssigkeit abgießen. Die Käsekuchenmasse auf den Teigboden in die Form gießen. Die Creme sollte fast mit dem Mürbeteigrand abschließen.
Alternative klassische Landfrauen-Käsekuchen-Methode (ohne Konfitüre)
Für den Belag Rosinen in Zitronensaft einweichen. Übrige Eier trennen. Eiweiß mit Salz steif schlagen. 2 EL Milch abnehmen. 100 ml Milch mit Puddingpulver verrühren. Übrige Milch mit übrigem Zucker aufkochen. Angerührtes Puddingpulver einrühren, aufkochen. Quark mit 2 Eigelben verrühren, unter Pudding heben. Eischnee mit Rosinen unterheben. Auf Boden streichen.
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Streusel obenauf und Backen
Den Rest des Teiges mit den Fingern zu Streuseln formen und darauf verteilen. Dann in den Ofen schieben. Den Ofen auf 175 Grad Umluft vorheizen (alternativ 170 Grad Ober-/Unterhitze). Den Kuchen in den Ofen geben und für ca. 50 Minuten backen. In der letzten Viertelstunde eventuell mit etwas Alufolie abdecken. Insgesamt ca. 50 Minuten backen. Nach ca. 30 Minuten eventuell mit etwas Alufolie abdecken, damit er nicht zu braun wird.
Tipps gegen Einfallen und Risse
- Backt den Kuchen nicht am Stück, sondern in mehreren Etappen. Während des Backens wird er ringsum mit einem großen Messer vom Rand gelöst, sodass die Luft entweichen kann, die für Risse und Wölbungen und damit Einfallen sorgt.
- Wenn die Backzeit zuende ist, bleibt der Kuchen noch im Ofen stehen. Die Tür ist dabei einen Spalt breit geöffnet, etwa mit einem Holzkochlöffel.
- Damit die Käsemasse nach dem Backen nicht einfällt, hat sich folgendes Vorgehen bewährt: Nach 25 Minuten Backzeit den Kuchen aus dem Ofen holen und den Mürbeteigrand mit einem scharfen Messer vorsichtig vom Springformrand lösen. Außerdem mit dem Messer leicht zwischen die noch weiche Käsekuchenfüllung und den Teigrand ritzen. Kuchen wieder in den Ofen stellen und weitere ca. 35 Minuten backen.
- Wenn der Käsekuchen zu schnell braun wird, den Kuchen noch mit Backpapier bzw. Alufolie abdecken oder den Ofen auf Unterhitze umstellen. Allgemein eher eine niedrige Temperatur wählen.
Abkühlen und Aufbewahrung
Wie kann man den Käsekuchen abkühlen lassen? Am besten zunächst im ausgeschalteten Ofen bei leicht geöffneter Tür, dann bei Zimmertemperatur und gerne später noch im Kühlschrank. Dort wird die Quarkmasse schön cremig-fest und gut schneidbar.
Wenn die Backzeit vorbei ist, sollten Sie den Ofen ausschalten und ihn bei leicht geöffneter Ofentür 30 Minuten ruhen lassen. Danach den fertigen Käsekuchen für etwa 10-15 Minuten im ausgeschalteten Ofen bei leicht geöffneter Tür auskühlen lassen. Anschließend herausnehmen, den Springformrand lösen und vollständig abkühlen lassen.
Wie sollte man Käsekuchen aufbewahren? Entweder gut abgedeckt im Kühlschrank, wo er gut 3 Tage stehen bleiben kann. Oder ihr friert ihn in einzelnen Stückchen ein.
Varianten und Serviervorschläge
Neben Streuseln können Sie Ihren fertigen Käsekuchen auch mit köstlicher Erdbeermarmelade bestreichen, ihn mit Puderzucker bestäuben oder mit einem Klecks Sahne servieren. Wer es gern exotischer mag, entscheidet sich z. B. für Kokosstreusel. Auch gut: Aprikosen aus der Dose als Topping. Früchte und Obst aus dem eigenen Garten, goldbraune Streusel, Quark, üppige Creme oder zartes Baiser - unsere Landfrauenkuchen haben alles, was das Backherz höher schlagen lässt.
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Wer sich außerdem mal nach etwas Abwechslung beim Lieblings-Käsekuchen sehnt, sollte es statt Vanillepuddingpulver mal mit einer anderen Puddingmischung probieren: Sahne-Geschmack. Wollen Sie die vanillige Note aber nicht missen, können Sie trotzdem einfach etwas Vanillearoma oder das Mark einer Vanilleschote hinzugeben.
Warum Speisequark verwenden?
Ein Geheimnis gibt es bei der Zubereitung dieses Käsekuchens noch: Verwenden Sie statt Magerquark lieber Speisequark. Denn Fett ist ein enormer Geschmacksträger. Je mehr Fett im Käsekuchen enthalten ist, desto intensiver wird er im Geschmack. Verwenden Sie deshalb statt Magerquark einfach mal Speisequark mit 20 Prozent Fett. Dieser sorgt für ein vollmundigeres Aroma.
Ein Stück Landfrauen-Glück
Diesen Genuss haben Sie sich verdient - gönnen Sie sich ein Stück vom vielleicht besten Käsekuchen, den die Landfrauenküche je hervorgebracht hat. Frisch gebackene Landfrauenkuchen begeistern durch ihre Vielfalt und machen Lust auf einen Ausflug aufs Land. Und sie schmecken, als hätte Oma sie gebacken!
| Zubereitungszeit | Backzeit | Temperatur |
|---|---|---|
| ca. 30-45 Minuten Vorbereitung | ca. 50 Minuten (je nach Ofen) | 175 °C Umluft / 170 °C Ober-/Unterhitze |
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