Karsten Speck: Rolle und Mitwirkung bei „Honig im Kopf“
„Honig im Kopf“ ist eine deutsche Tragikomödie aus dem Jahr 2014 von Til Schweiger. Der Film thematisiert auf eindrucksvoll leichtfüßige Weise das schwierige Thema Alzheimer und wurde von Kritikern als „berührend“ und „warmherzig“ bezeichnet. Die Geschichte erzählt vom ehemaligen Tierarzt Amandus Rosenbach, der zunehmend an Alzheimer leidet und mit seiner Enkelin eine abenteuerliche Reise nach Venedig unternimmt. Seit seiner Premiere im Dezember 2014 sahen mehr als 7,1 Millionen Kinobesucher das Drama.
Die Rolle von Karsten Speck im Theaterstück
Im Theaterstück „Honig im Kopf“ übernimmt Schauspieler Karsten Speck die Rolle von Til Schweiger. Die Bühnenfassung des Filmdrehbuchs stammt von Florian Battermann, dem Chef der Komödie im Theater am Aegi in Hannover und der Braunschweiger Komödie am Altstadtmarkt. Die Rechte an „Honig im Kopf“ wurden von Battermann erworben, welcher gemeinsam mit seinem Verlag die entsprechende Bühnen-Fassung schrieb. Til Schweigers Produktionsfirma Barefoot Films bestätigte die Übertragung der Rechte an die Vertriebsstelle und den Verlag Deutscher Bühnenschriftsteller und Bühnenkomponisten (VVB).
Entstehung der Theaterfassung und Karsten Specks Mitwirkung
Die Bühnenadaption wurde von Florian Battermann konzipiert, der betonte: „Ich freue mich sehr. Gemeinsam mit meinem Verlag werde ich jetzt die entsprechende Bühnen-Fassung schreiben.“ Karsten Speck wird in diesem Theaterstück die Hauptrolle übernehmen. Damit setzt Speck die Tradition von Til Schweiger fort, der im Originalfilm zugleich Regie führte und schauspielte.
Handlung des Stücks und Originalfilm
Im Mittelpunkt steht Amandus Rosenbach, der aufgrund von Alzheimer immer mehr in seiner Lebensführung eingeschränkt wird. Auf Drängen seines Sohnes Niko zieht Amandus in dessen Haus nahe Hamburg. Nikos Ehe mit Sarah steht auf der Kippe, nachdem Sarah eine Affäre mit ihrem Chef Serge hatte. Schnell kommt es wegen Amandus’ geistigem Zustand zu mehreren kritischen Situationen.
- Das Sommerfest von Niko und Sarah endet im Fiasko.
- Niko sieht sich gezwungen, Amandus in eine betreuende Einrichtung zu geben.
- Nikos elfjährige Tochter Tilda will das jedoch nicht hinnehmen und begibt sich mit ihrem Großvater auf eine Reise nach Venedig.
Die Reise beginnt per Auto und endet nach wenigen Kilometern mit einem glimpflich verlaufenden Unfall, als Amandus eine rote Ampel ignoriert. Per Zug fahren sie bis Bozen, wo Amandus auf der Suche nach einer Toilette versehentlich den Zug verlässt. Seine Enkelin zieht die Notbremse und versteckt sich mit Amandus auf der Bahnhofstoilette. Abends werden sie von der Reinigungskraft Erdal gefunden, der ihnen eine Weiterfahrt nach Venedig per Schaftransporter vermittelt. In einem Kloster finden sie Unterschlupf, und die Oberin fährt die beiden bis nach Venedig.
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In Venedig findet Tilda ihren Großvater auf der Bank wieder, auf der er vor vielen Jahren mit seiner Frau Margarethe saß. Seine Krankheit ist nun so weit fortgeschritten, dass er Tilda nicht mehr als seine Enkelin erkennt. In diesem Moment entdecken Niko und Sarah die beiden. Sarah entscheidet, ihren Job aufzugeben, um mehr Zeit für die Pflege von Amandus zu haben, und die Ehe von Niko und Sarah ist gerettet. Sarah wird Mutter eines Jungen, der nach seinem kranken Großvater benannt wird. Amandus erfährt eine glückliche Zeit mit seiner Familie, bis er im Beisein von Tilda an Herzversagen stirbt.
Kritik und Rezeption des Werks
Der Film wurde von Volker Bleeck, Kritiker der TV Spielfilm, als „berührend“ bewertet, obwohl die Story „etwas überkonstruiert“ wirkte. Die Frankfurter Neue Presse bezeichnet den Film als „sehenswert“ und lobte die gelungene Auseinandersetzung mit dem Thema Demenz. Rudolf Worschech von epd Film vergab 4 von 5 Sternen und bezeichnete „Honig im Kopf“ als „warmherzigen Film über das Thema Alzheimer.“
Joachim Kurz von der Kino-Zeit kritisierte die Darstellung als „echtes Ärgernis“, insbesondere wegen der Bescheinigung der Authentizität durch die Deutsche Alzheimer Gesellschaft. Die Zeit sah das Werk ebenfalls kritisch und sprach von einer „filmischen Verdrängungsleistung“. Die Frankfurter Rundschau betonte die „idealistische Note“ und die Hoffnungsbotschaft des Films. Bei der Film-Community Moviepilot kam es zu Manipulationsvorwürfen bei den Zuschauerwertungen; viele Bewertungen wurden gelöscht und der Schnitt sank von 7,8 auf 5,4.
| Kriterium | Bewertung / Kommentar |
|---|---|
| Kinobesucher | 7,19 Millionen |
| Internationales Einspielergebnis | Über 60 Mio. Euro |
| Kritikermeinung TV Spielfilm | „Berührend“, „etwas überkonstruiert“ |
| epd Film | 4 von 5 Sternen |
Bühnenadaptionen im deutschsprachigen Raum
Die niederdeutsche Erstaufführung feierte am 2. Oktober 2016 Premiere im Ohnsorg-Theater zu Hamburg. Die Hauptrollen spielten Joachim Bliese und Faria Violetta Giesmann. Die Erstaufführung in Österreich fand im April 2017 im Waldviertler Hoftheater in Pürbach und im Theater Center Forum Wien statt. In der Schweiz wurde das Stück erstmals 2025 im Theater Altishofen aufgeführt.
Weitere Adaptationen und internationale Versionen
Bereits 2016 wurde eine englischsprachige Neuverfilmung angekündigt, bei der Schweiger die Produktion und Regie übernahm. In den Hauptrollen sind Nick Nolte, Matt Dillon und Emily Mortimer zu sehen. Die Dreharbeiten begannen im Mai 2018 in Deutschland, Italien und Großbritannien. Zunächst war Michael Douglas für die Rolle des Amandus vorgesehen, die schließlich von Nolte übernommen wurde. „Head Full of Honey“ lief in den USA im November 2018 in wenigen Kinos an.
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Bedeutung des Stücks und Karsten Specks Beitrag
Mit der Bühnenadaption von „Honig im Kopf“ übernimmt Karsten Speck eine zentrale Rolle in der nachhaltigen Vermittlung des Umgangs mit Demenz im Theater. Durch seine Darstellung erhält das Stück eine neue Dimension, die eine breite Zuschauergruppe anspricht und die Thematik Alzheimer emotional und nachvollziehbar macht. Die Mitwirkung von Karsten Speck trägt maßgeblich zur weiteren Bekanntmachung und zum Erfolg der Bühnenfassung von „Honig im Kopf“ bei.
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