Gesundheitliche Vorteile von Karottensaft mit Honig
Bestimmt hast du als Kind Karottensaft getrunken und irgendwann damit aufgehört. Dabei sind Karotten so gesund, dass wir das Wurzelgemüse am besten täglich zu uns nehmen sollten. Wussten Sie, dass bereits ein Glas Karottensaft am Tag Sie mit vielen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt?
Warum ist Karottensaft so gesund?
Karotten strotzen nur so vor wertvollen Nährstoffen und Vitaminen. Karotten enthalten überdurchschnittlich viel Beta-Carotin (ca. 5 mg pro 250 ml) und Vitamin A (ca. 900 Mikrogramm pro 250 ml). Das Beta-Carotin wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt, weshalb es auch als Provitamin A bezeichnet wird. Vitamin A ist besonders wichtig für den Aufbau von Haut und Knochen, den Sehvorgang sowie ein gesundes Immunsystem. Ein Glas Karottensaft hat rund 7,5 mg Vitamin C, das unser Immunsystem stärkt. Zusätzlich sind in Karotten Vitamin B1 (stärken unser Nervensystem) und Vitamin B2 (wichtig für den Stoffwechsel) enthalten. Auch Vitamin K, B-Vitamine, Vitamin C und E sowie Kalium, Eisen und Magnesium stecken in den knackigen Wurzeln.
Nährstofftabelle Karottensaft (pro 100 ml)
| Bestandteil | Menge |
|---|---|
| Eiweiß | 0,5 g |
| Fett | 0,2 g |
| Kohlenhydrate | 5,0 g |
| davon Zucker | 4,0 g |
| Ballaststoffe | 0,5 g |
| Kalorien | 25 kcal / 105 KJ |
Wirkung im Körper: von innen und außen
Wer regelmäßig Karottensaft trinkt, wird die tollen Benefits für den Körper schnell bemerken. Denn die wertvollen Nährstoffe und Vitamine zeigen vielseitig Wirkung - sowohl von innen als auch außen.
Stärkung des Immunsystems
Gut für die Gesundheit: Karottensaft stärkt unser Immunsystem vor allem durch das so reichlich vorkommende Vitamin C (fast so wie Cranberry-Saft!). Durch seine Wirkung als Antioxidans kann es den Körper vor oxidativem Stress - ausgelöst durch sogenannte Sauerstoffradikale, die die Zellen angreifen - schützen. Gerade bei Infektionen ist eine erhöhte Dosis Karottensaft deshalb empfehlenswert. In Studien reduzierten Karottensaft und Betacarotin-Kapseln DNA-Schäden in Lymphozyten deutlich, während es in der Placebo-Gruppe kaum Verbesserungen gab. Die Forscher vermuten, dass vor allem die beiden Stoffe Falcarinol und Falcarindiol hierfür verantwortlich sind.
Hautschutz und Teint
Karotten enthalten neben den bereits genannten Vitaminen eine beachtliche Menge an Vitamin E, das für gesunde Zellen verantwortlich ist. Vitamin A, das ebenfalls in sehr hoher Menge in Karotten vorkommt, wird auch als „Hautschutzvitamin“ bezeichnet, da es unerlässlich für die Bildung von Zellen ist. Wer mindestens ein bis zwei Monate lang regelmäßig Karottensaft trinkt, wird zudem mit einem gesunden, dunkleren Teint belohnt. Das verdanken wir dem im Gemüse enthaltenen Beta-Carotin. Dabei handelt es sich um einen natürlichen Farbstoff, der bei häufigem Verzehr als Vorrat in der Haut abgelagert wird. Beta-Carotin erzielt also ein ähnliches Ergebnis wie Melanin, dessen Produktion durch UV-Strahlung angekurbelt wird. Und noch ein weiterer Vorteil eint die beiden Stoffe: Sie verlängern die Eigenschutzzeit der Haut und können dadurch Sonnenbrand vorbeugen. Auf eine Sonnencreme sollte man natürlich trotzdem nicht verzichten.
Lesen Sie auch: Karottensaft mit Honig: Ein Überblick
Anti-Aging und Hautpflege
Carotine sind zudem der ideale Faltenkiller, da sie dem Alterungsprozess unserer Haut entgegenwirken. Die Carotinoide lagern sich in die Haut ein und dienen dort als natürlicher Schutz vor Umwelteinflüssen (z. B. Luftverschmutzung) und vorzeitiger Hautalterung. Zu einem kleinen Teil schützen Carotinoide die Haut sogar vor den schädlichen UV-Strahlen der Sonne.
Weitere gesundheitliche Vorteile
- Karotten helfen, Lungenkrebs und anderen Krebsformen vorzubeugen, wirken der Fettablagerung in den Arterien entgegen und verhindern auch eine Erhöhung des Cholesterinspiegels im Blut.
- Das Gemüse besitzt außerdem einen hohen Flüssigkeits- und Pflanzenfaseranteil, der verdauungsfördernd wirkt und bei Verstopfung Linderung bringt.
- Ihre wasserbindenden Eigenschaften machen sie zu einem guten Mittel gegen Durchfall; Pektin kann überschüssiges Wasser im Darm binden.
- Karottensaft kann die Lebergesundheit auf natürliche Weise unterstützen, da Antioxidantien freie Radikale neutralisieren und entzündliche Prozesse reduzieren können.
- Karottensaft gilt als mild und magenfreundlich, weshalb er bei manchen Menschen Beschwerden wie Sodbrennen oder eine leichte Gastritis lindern kann.
- Durch den hohen Wasseranteil wirkt Karottensaft leicht entwässernd und spült Stoffwechselrückstände aus, was indirekt die Nierengesundheit unterstützen kann.
Wie viel Karottensaft ist sinnvoll?
Anders als bei Fruchtsäften ist in Karottensaft deutlich weniger Zucker enthalten - ein Glas (250 ml) hat gerade einmal 100 Kalorien und 9,75 Gramm Zucker. Ernährungswissenschaftler empfehlen ein Glas am Tag. In Studien wurden meist 15 bis 30 mg Betacarotin pro Tag über mind. 10 bis 12 Wochen eingesetzt. Bei sehr hoher Carotinoid-Zufuhr kann sich die Haut orange-bräunlich färben (Carotinämie), z. B. wenn man wochen- oder monatelang täglich 300-500 ml Möhrensaft trinkt. Wie stark und ob sich die Haut überhaupt färbt, ist jedoch individuell.
Karottensaft selber machen: Tipps und Varianten
Natürlich kann man den orangenen Saft auch zuhause herstellen. Es gibt viele leckere Rezepte, um das gesunde Getränk zu verfeinern. Der Vorteil ist, dass man ganz genau weiß, was drinnen ist. Und: frisch schmeckt es einfach am besten.
Zubereitung
Karottensaft kann entweder mit dem Mixer oder einem Entsafter gewonnen werden, wobei die zweite Methode deutlich empfehlenswerter ist. Durch einen Entsafter bleiben alle wertvollen Nährstoffe des Gemüses erhalten - und der Aufwand ist geringer. Die gewaschenen Möhren nach und nach in den Entsafter geben. Fertig ist das Getränk. Mit dem Mixer: Die Karotten sollten in jedem Fall klein geschnitten werden, um das Gerät nicht zu überfordern. Erst wird nur eine kleine Menge der Rüben in den Mixer gegeben. Nach und nach kann man die Menge erhöhen. Tipp: um die Karotten wirklich klein zu kriegen und das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, empfiehlt es sich, heißes Wasser hinzuzugeben. So erhält man richtiges Karotten-Püree.
Verfeinerungen
Je nach Vorliebe kann der Saft noch etwas aufgepeppt werden. Ingwer und Kurkuma sorgen für eine würzige Note - und wirken ganz nebenbei anti-entzündlich. Auch Orangensaft wird oft verwendet, um dem Getränk geschmackliche Vielfalt zu verleihen. Durch die Zugabe von Ölen - besonders geeignet sind nussige Aromen - werden die wertvollen Nährstoffe vom Körper besser aufgenommen. Karottensaft sollte dann mit ein paar Tropfen hochwertigem Öl (z.B. Oliven- oder Leinöl) verfeinert werden. Um das fettlösliche Vitamin A im Körper besser aufzunehmen, reichen bereits ein oder zwei Tropfen Leinöl.
Lesen Sie auch: Inhaltsstoffe und Qualität: Rossmann Karottensaft unter der Lupe
Haltbarkeit und Lagerung
Am allerbesten ist es, wenn Sie den Saft direkt nach der Zubereitung frisch trinken. Wenn Sie ihn aufbewahren möchten, sollten Sie ihn gleich in eine Flasche abfüllen und im Kühlschrank lagern. Dort hält er sich 24 bis max. 48 Stunden. Achten Sie beim Kauf von Karottensaft auf Bio-Qualität. Am besten ist Direktsaft. Dunkle Flaschen oder Kartons sind besser als helle Flaschen, weil sie den Saft vor Licht schützen.
Karottensaft fermentieren und Trester nutzen
Normaler Karottensaft wird einfach direkt aus frischen Karotten gepresst. Dadurch wird der Saft säuerlicher, haltbarer und probiotisch wirksam. Das Beta-Carotin wird durch die Fermentation zudem besser aus der Zellmatrix gelöst und bioverfügbarer. Die Milchsäure löst Mineralstoffe aus den Pektin-Strukturen der Karotte, so dass mehr Mineralstoffe aufgenommen werden können. Im Bio-Supermarkt erhalten Sie milchsauer fermentierten Bio-Karottensaft. Sie können ihn aber auch selbst herstellen, indem Sie zum frisch gepressten Saft eine Starterkultur (Brottrunk oder rohen Sauerkrautsaft) geben, den Deckel nicht fest verschließen und 3-7 Tage bei Zimmertemperatur fermentieren.
Karottensaft mit Honig: Kombination und Hinweise
Obwohl im Text ursprünglich davor gewarnt wird, dem Karottensaft Süßungsmittel beizufügen, ist Honig eine traditionelle und milde Option zur Geschmacksabrundung. Achte darauf, dass dem Karottensaft keine Süßungsmittel (zum Beispiel industrieller Zucker) beigesetzt sind und das Gemüse aus biologischem Anbau stammt. Honig sollte sparsam dosiert werden, besonders bei Kindern unter einem Jahr ist Honig nicht geeignet.
Praktische Hinweise
- Karotten sollten auf jeden Fall gewaschen und geputzt werden; je nach Belieben kann man sie auch noch schälen.
- Da Vitamin A fettlöslich ist, sollte man Karotten mit einer Fettquelle (z. B. einem hochwertigen Öl, Nüssen oder Samen) zu sich nehmen, damit es vom Körper gut verarbeitet werden kann.
- Leinöl liefert zusätzlich wertvolle Omega-3-Fettsäuren und ergänzt die in Karotte vorhandenen Vitamine.
- Für Babys sind spezielle Säfte unnötig; Wasser und Muttermilch sollten die einzigen Flüssigkeiten sein.
FAQ: Häufige Fragen kurz beantwortet
- Sind Karotten gut für die Augen? Der Mythos hat einen Kern: Die enthaltenen Carotinoide können vom Körper in Vitamin A umgewandelt werden, das für die Netzhautfunktion und den Erhalt des Sehvermögens unverzichtbar ist. Ein Mangel an Vitamin A kann zu Sehstörungen führen.
- Wie viel Saft ist unbedenklich? Ein Glas (250 ml) täglich wird empfohlen; sehr hohe Mengen über lange Zeit können zur Carotinämie führen.
- Ist Direktsaft besser als Konzentrat? Direktsaft und milchsauer fermentierter Saft sind oft vorzuziehen; dunkle Flaschen schützen die Vitamine besser.
- Kann Karottensaft Krebs vorbeugen? Karotten enthalten Antioxidantien und Stoffe, die in Studien mit einer reduzierten DNA-Schädigung und einem geringeren Krebsrisiko assoziiert wurden, doch sind weitere Humanstudien nötig.
Viel Erfolg beim Ausprobieren und bleiben Sie gesund!
Lesen Sie auch: Ist Karottensaft gesund? Hier erfahren Sie mehr
tags: #gesundheitliche #vorteile #karottensaft #mit #honig


