Ruhrkuchen mit Schokoglasur einfrieren: Tipps und Tricks für längere Frische

Du hast einen leckeren Ruhrkuchen mit Schokoglasur gebacken, und es sind noch Reste vom Kaffeeklatsch übrig? Oder du möchtest einfach einen Kuchen für den Vorrat backen? Dann stellt sich die Frage: Kann man Ruhrkuchen mit Schokoglasur einfrieren, und wenn ja, wie? Wir zeigen dir, was du beim Kuchen einfrieren beachten solltest, damit das Backwerk möglichst frisch und aromatisch bleibt.

Eignen sich alle Kuchen zum Einfrieren?

Für Naschkatzen, die gern ein paar Kuchen und Torten auf Vorrat haben, gibt es eine schlechte Nachricht: Nicht jedes Süßgebäck lässt sich gleichermaßen gut einfrieren. Vielmehr gibt es einige Torten und kuchenähnliche Speisen, die nicht für die Tiefkühltruhe geeignet sind.

Generell gilt die Faustregel: Je wasserhaltiger der Kuchen, desto schwieriger ist das Einfrieren. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass trockene Kuchen in der Regel gut einzufrieren sind. Marmor-, Schoko- oder Zitronenkuchen zählen beispielsweise dazu.

Diese Kuchen eignen sich zum Einfrieren:

  • Rührteigkuchen mit und ohne Früchte
  • Hefekuchen
  • Kekse
  • Tortenböden aus Mürbeteig oder Biskuit
  • Gebäck aus Brandteig ohne Füllung
  • Trockene Kuchen wie Marmor- oder Schokoladenkuchen

Diese Kuchen eignen sich nicht zum Einfrieren:

  • Kuchen und Torten, die mit Gelatine oder Tortenguss zubereitet werden (Durch die Kälte geht die Gelierkraft verloren.)
  • Baiser und Makronengebäck (wird durch das Einfrieren zäh)
  • Buttercremefüllungen mit Pudding (werden wässrig)
  • Brandteig mit Füllung (Brandteig immer ohne Füllung einfrieren.)
  • Quark- und manche Obstkuchen (werden matschig)
  • Sahnetorten
  • Kuchen mit Marmeladenfüllung (wird matschig)

Auch Kuchenfüllungen aus Pudding, Marmelade oder Buttercreme solltest du nicht einfrieren, weil sie ihren Geschmack verlieren oder zu matschig und wässrig werden.

Tipps zum Einfrieren von Kuchen mit Schokoglasur

Ruhrkuchen lassen sich übrigens auch mit Schokoglasur einfrieren. Kuchen mit Glasur und Füllung erfordern etwas mehr Aufmerksamkeit beim Einfrieren. Es ist oft am besten, den Kuchen ohne Glasur einzufrieren und die Glasur erst nach dem Auftauen hinzuzufügen. Wenn du deinen Kuchen glasieren oder dekorieren möchtest, tue dies am besten direkt vor dem Servieren nach dem Auftauen.

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Die richtige Vorbereitung: So bleibt dein Kuchen frisch

Die richtige Vorbereitung ist auch beim Kuchen einfrieren die halbe Miete.

  • Abkühlen lassen: Gebäck dafür zunächst vollständig auskühlen lassen. Warte, bis der Kuchen ausgekühlt ist, bevor du ihn einfrierst. Gleichzeitig solltest du ihn aber auch nicht allzu lange stehen lassen.
  • Verpackung: Danach sorgfältig in Alufolie oder Frischhaltefolie einwickeln oder in Gefrierbeutel verpacken. Auch Gefrierdosen eignen sich zur Lagerung im Gefrierfach und sind eine umweltfreundliche Alternative. Kuchen solltest du möglichst luftdicht verpackt einfrieren. So verhinderst du Gefrierbrand und das Aroma bleibt länger erhalten. Kuchen und Torten, die mit Sahne verziert sind, solltest du zuerst anfrieren lassen, bevor du sie verpackst. Dadurch verhinderst du, dass die Deko zerdrückt wird.
  • Luftdicht verpacken: Wichtig ist jeweils möglichst wenig Luft mit einzufrieren. Das heißt Gefrierdosen voll füllen (evtl. mit Backpapier einzelne Lagen trennen), Luft aus Gefrierbeuteln drücken und erst dann verschließen oder Alufolie und Frischhaltefolie sehr eng um das Gebäck wickeln.
  • Portionieren: Größere Kuchen teilt man am besten in handliche Portionen und friert sie einzeln ein. So lassen sie sich kompakter im Gefrierschrank verstauen und je nach Mengenbedarf kann entsprechend viel aufgetaut werden. Einzelne Kuchenstücke einfrieren gelingt besser. Teilt ganze Kuchen in kleinere Portionen auf, wenn Ihr nicht sicher seid, ob das komplette Gebäck nach dem Auftauen verzehrt wird. Denn zweimaliges Einfrieren überlebt kaum ein Lebensmittel ohne geschmackliche Verluste!
  • Beschriften: Tragt sofort das Datum des Einfrierens ein - tiefgekühltes Gebäck ist in der Regel vier Monate haltbar und so seht Ihr auf einen Blick, wie lange der Einfrierzeitpunkt zurückliegt. Und zuletzt: Vergiss nicht, das Datum auf der Verpackung zu vermerken.
  • Alternativen zur Plastikverpackung: Die Gefrierbeutel kannst du übrigens mehrfach verwenden, wenn du sie gut ausspülst. Willst du Lebensmittel ohne Plastik einfrieren ist ein Baumwollbeutel für trockene Rührkuchen eine gute Alternative. Wickel dazu den Kuchen gut in den Beutel ein. Auch eingewickelt in Wachspapier kannst du Kuchen einfrieren. Selbst in Auflaufformen und Kasserollen aus Glas kannst du übrig gebliebenen Kuchen einfrieren. Damit das Glas in der Gefriertruhe aber nicht springt, solltest du das Behältnis nur zu drei Vierteln mit Kuchen füllen und den Deckel erst verschließen, wenn der Kuchen gefroren ist. Beachte: Auch wenn sie oft empfohlen werden, Frischhaltefolie oder Alufolie solltest du lieber nicht benutzen, um Kuchen einzufrieren.

Möchtet Ihr die Truhe in großen Mengen füllen, solltet Ihr die Lebensmittel nach und nach, jeweils mit einem Abstand von ca. sechs bis acht Stunden, hineingeben.

Kuchen richtig auftauen: So schmeckt er wie frisch gebacken

Zum Auftauen solltest du etwas Zeit mitbringen. Endlich ist es so weit und Ihr holt Euer eingefrorenes Gebäck wieder aus der Truhe. Damit Ihr es Euch richtig schmecken lassen könnt, solltet Ihr beim Auftauen die Torte oder den Kuchen zunächst der Folie oder dem Gefrierbeutel entnehmen; sonst entsteht unnötige Feuchtigkeit. Kuchen, Kekse und Kleingebäck werden bei Raumtemperatur aufgetaut. Das dauert ca. 3-5 Stunden. Wenn Ihr genügend Zeit habt, empfiehlt sich das langsame Auftauen im Kühlschrank. Eine Alternative ist das Aufwärmen bei Raumtemperatur, wofür Ihr etwa fünf Stunden einkalkulieren müsst. Dabei ist es wichtig, Folie oder Beutel zu entfernen, bzw. den Deckel von Dosen zu öffnen, damit sich kein Kondenswasser bildet und das Gebäck nicht durchweicht.

Der besondere Tipp für Hefegebäck: Wenn Ihr es kurz vor dem Servieren für wenige Minuten in der Mikrowelle erwärmt, schmeckt es wie frisch aus dem Ofen! Einen Hefezopf kannst du nach dem Backen auch nochmal aufbacken.

Wie lange ist eingefrorener Kuchen haltbar?

Zur Haltbarkeit: Nach dem Einfrieren, sollte der Kuchen nach circa vier Monaten verzehrt werden. Eingefrorener Kuchen hält sich ungefähr für vier Monate im Gefrierfach. Danach verliert er seinen Geschmack und die Festigkeit. Biskuitböden können etwas länger im Gefrierfach aufbewahrt werden, nämlich bis zu sechs Monate.

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