Omas gedeckter Apfelkuchen mit Zuckerguss: Ein Kuchenklassiker neu entdeckt
Omas gedeckter Apfelkuchen vom Blech mit Zuckerguss ist mehr als nur ein Kuchen - er ist eine Reise in die Kindheit, ein Duft von Geborgenheit und ein Geschmack von Zuhause. Dieses Rezept ist eine Hommage an die traditionelle Backkunst und bringt den Geschmack von Omas Küche auf den heutigen Tisch. Sobald die ersten Blätter fallen und der Herbstwind weht, darf dieser Kuchen-Klassiker nicht fehlen.
Eine Kindheitserinnerung wird lebendig
Schon als Kind war die Freude riesig, wenn dieser herrlich duftende Apfelkuchen aus dem Ofen kam. Oma backte ihn oft mit Äpfeln aus dem eigenen Garten, handgeschält und in feine Stückchen geschnitten. Der Duft von gebackenen Äpfeln, Zimt und buttrigem Mürbeteig war der Inbegriff von Gemütlichkeit. Auch heute noch wird der gedeckte Apfelkuchen vom Blech nach genau diesem Familienrezept gebacken - Schritt für Schritt überliefert, vielfach erprobt und jedes Mal ein voller Erfolg.
Das Geheimnis des perfekten Mürbeteigs
Der Mürbeteig ist das Fundament dieses köstlichen Kuchens. Er soll zart, aber dennoch stabil sein, um die fruchtige Füllung zu tragen. Die Verwendung kalter Butter ist hierbei entscheidend. Deutsche Markenbutter eignet sich besonders gut, da sie dem Teig eine schöne Knusprigkeit verleiht. Wichtig ist, den Teig nicht zu lange zu kneten, sondern nur so lange, bis sich alle Zutaten gut verbunden haben.
Tipps für den perfekten Mürbeteig:
- Kalte Zutaten: Verwende immer kalte Butter, um einen knusprigen Teig zu erhalten.
- Kurze Knetzeit: Knete den Teig nur so lange, bis sich die Zutaten verbunden haben, um ein Zähwerden zu vermeiden.
- Kühlung: Kühle den Mürbeteig vor dem Ausrollen für mindestens 30-60 Minuten. Gut gekühlt lässt er sich auf einer bemehlten Unterlage perfekt ausrollen, ohne zu kleben oder zu brechen.
Die fruchtige Apfelfüllung: Das Herzstück des Kuchens
Die Apfelfüllung ist das Herzstück des gedeckten Apfelkuchens. Sie sollte aromatisch, fruchtig und nicht zu matschig sein. Die Wahl der richtigen Apfelsorte ist hierbei entscheidend. Leicht säuerliche Äpfel wie Boskoop oder Elstar eignen sich besonders gut, da sie beim Backen ihre Form behalten und nicht zerfallen.
Tipps für die perfekte Apfelfüllung:
- Apfelsorte: Wähle säuerliche, knackige und aromatische Apfelsorten wie Elstar, Jonagold oder Braeburn.
- Schnitttechnik: Schneide die Apfelspalten oder -scheiben nicht zu dünn, damit sie im Kuchen nicht zerfallen und einen leichten Biss haben.
- Zitronenschale: Für eine fruchtige Note etwas geriebene Zitronenschale in die Apfelfüllung geben.
Der krönende Abschluss: Der Zuckerguss
Ein dicker, glänzender Zuckerguss rundet den gedeckten Apfelkuchen perfekt ab. Er verleiht dem Kuchen eine zusätzliche Süße und sorgt für ein ansprechendes Aussehen.
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Tipps für die perfekte Puderzucker-Glasur:
- Puderzucker sieben: Siebe den Puderzucker, um Klümpchen zu vermeiden.
- Gleichmäßig verrühren: Rühre den Zuckerguss gut durch, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind.
- Schnelles Verteilen: Verteile den Guss zügig auf dem abgekühlten Kuchen und streiche ihn mit einer Palette oder einem breiten Messer glatt.
- Trocknen lassen: Lasse den Guss am besten bei Zimmertemperatur trocknen, so bekommt er keine Risse.
Das Rezept für Omas gedeckten Apfelkuchen mit Zuckerguss vom Blech
Dieses Rezept ist für ein rechteckiges Backblech mit den Maßen 42 x 29 x 7 cm oder ein ähnliches Blech geeignet.
Zutaten:
Mürbeteig:
- 540 g Mehl
- 200 g kalte Butter, in Würfel geschnitten
- 230 g Puderzucker
- 3 Eier
- 1 Päckchen Vanillezucker
- ½ Päckchen Backpulver
- 1 TL Zitronenschale
- 130 g Quark
Apfelfüllung:
- 1,5 kg Äpfel (ca. 7 große Äpfel, z.B. Elstar)
- 200 ml Apfelsaft
- Saft und Abrieb von 1 Bio-Zitrone
- 2 EL gehäuft Vanillepuddingpulver zum Kochen
- 90 g Zucker
- 2 Päckchen Vanillezucker
- 5-6 EL Rosinen, in Rum oder Apfelsaft getränkt
Zuckerguss:
- 250 g Puderzucker
- Saft von 1,5 Zitronen
Zubereitung:
Mürbeteig:
- Stelle alle Zutaten bereit, schneide die kalte Butter in Würfel und reibe etwas Schale von der Zitrone.
- Mische in einer großen Schüssel das Mehl mit dem Backpulver, einer Prise Salz, Vanillezucker und Puderzucker.
- Gib die Eier, den Quark, die geriebene Zitronenschale und die Butterwürfel hinzu und vermenge alles mit den Händen oder der Küchenmaschine zu einem glatten Teig.
- Halbiere den Teig, forme zwei flache Teigplatten, wickle sie in Frischhaltefolie und kühle sie für mindestens 1 Stunde im Kühlschrank.
Apfelfüllung:
- Wasche, schäle und entkerne die Äpfel. Schneide sie in kleine Würfel und gib sie in eine Schüssel.
- Beträufle die Apfelwürfel mit dem Saft einer Zitrone, um zu verhindern, dass sie braun werden.
- Verrühre das Puddingpulver mit 2 EL Apfelsaft.
- Gib die Apfelwürfel, den restlichen Apfelsaft, die Rum-Rosinen, Vanillezucker, Zimt und Zucker in einen Topf und dünste die Äpfel ca. 5 Minuten. Sie sollen nur leicht garen.
- Rühre das Puddingpulver ein und lasse die Masse einmal aufkochen, damit der Pudding die Apfelfüllung bindet.
- Fülle die Apfelfüllung in eine Schüssel und lasse sie abkühlen. Beschleunige den Prozess, indem du die Schüssel in den Kühlschrank stellst.
Kuchen zubereiten:
- Fette das Backblech oder den Backrahmen gut aus.
- Mehle die Arbeitsfläche mit Mehl oder verwende eine Silikonbackunterlage oder Backpapier.
- Halbiere den Teig und rolle die erste Teighälfte auf der bemehlten Unterlage etwas größer als die Form aus.
- Lege den Teig vorsichtig in die Form und forme einen kleinen Rand.
- Steche den Teigboden mehrmals mit einer Gabel ein und bestreue ihn mit etwas Puddingpulver oder Stärke.
- Fülle die abgekühlte Apfelmasse in die Form.
- Rolle nun die zweite Teighälfte wie die erste auf einer gut bemehlten Unterlage aus.
- Lege den Teigdeckel mit Hilfe der Unterlage (Backpapier oder Silikonmatte) auf die Apfelfüllung.
- Drücke die Teigränder vorsichtig an und steche mehrmals mit einer Gabel in den Teig.
- Backe den gedeckten Apfelkuchen im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze ca. 35-40 Minuten, bis er goldbraun ist.
- Lasse den Kuchen in der Form einige Stunden oder über Nacht komplett auskühlen. Am besten stellst du ihn über Nacht in den Kühlschrank.
Zuckerguss:
- Siebe den Puderzucker und gib ihn in eine Schüssel.
- Gib nach und nach den Zitronensaft zum Puderzucker und verrühre den Guss gut. Wenn du den Guss dünner möchtest, füge etwas mehr Zitronensaft hinzu.
- Verteile den Zuckerguss auf dem kalten Kuchen und lasse ihn bei Zimmertemperatur ca. 2 Stunden trocknen.
Variationen und Tipps für den besonderen Geschmack
- Apfelmus statt Apfelstücke: Für eine besonders saftige Füllung kannst du einen Teil der Apfelstücke durch Apfelmus ersetzen oder ausschließlich Apfelmus verwenden.
- Zimtglasur: Wenn du eine Alternative zum klassischen Zuckerguss suchst, probiere eine leckere Zimtglasur.
- Nüsse: Ergänze die Füllung mit gehackten Nüssen wie Mandeln, Haselnüssen oder Walnüssen für einen zusätzlichen Crunch.
- Gewürze: Experimentiere mit verschiedenen Gewürzen wie Kardamom, Muskatnuss oder Ingwer, um dem Kuchen eine besondere Note zu verleihen.
- Streusel: Für eine knusprige Oberfläche kannst du den Kuchen vor dem Backen mit Streuseln bestreuen.
Serviertipps und Lagerung
Der gedeckte Apfelkuchen mit Zuckerguss schmeckt am besten, wenn er vollständig ausgekühlt ist. Er kann pur, mit einem Klecks Schlagsahne oder einer Kugel Vanilleeis serviert werden. Der Kuchen bleibt bis zu 3 Tage frisch und lecker, wenn er im Kühlschrank aufbewahrt wird.
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