Unterschiede japanischer Käsekuchen: Kaffee oder Tee?

Japanischer Käsekuchen ist lockerleicht und besonders beliebt. Wenn man an Japan denkt, denkt man wahrscheinlich nicht direkt an Käsekuchen, sondern eher an die traditionellen Süßigkeiten wie Mochi, Taiyaki und Dorayaki, die es in einer Vielzahl gibt. Aber auch japanischer Käsekuchen erfreut sich großer Beliebtheit, vor allem aufgrund seiner fluffigen Art.

Was ist ein japanischer Käsekuchen?

Japanischer Käsekuchen wird auf Japanisch als スフレチーズケーキ, sufure chizukeki, also als Soufflé Cheesecake bezeichnet. Das beschreibt auch ganz gut seine Konsistenz: fluffig und leicht wie ein Soufflé. Diese wird durch das Aufschlagen des Eiweißes und durch die Backart des Kuchens erreicht. Japanischer Käsekuchen wird ganz ohne Boden gebacken, seine Konsistenz erinnert an Soufflé.

Soufflé Cheesecake auf Teller mit Puderzucker

Typen und Varianten in japanischen Bäckereien

  • Gebackene Käsekuchen werden nach dem klassischen Rezept aus Mehl, Eiern, Frischkäse und Schlagsahne hergestellt. Manchmal kommt auch ein Biskuitboden hinzu.
  • Rohe Käsekuchen sind nicht-gebackene Kuchen, die aus Frischkäse, Schlagsahne und Gelatine angerührt werden. Diese Masse wird über einen Biskuitboden verteilt und glatt gestrichen.
  • Das japanische Original unter den Varianten ist jedoch der Soufflé-Käsekuchen. Dieser wird mit Eiweiß zubereitet und in einem Bain-Marie - einem heißen Wasserbad - gebacken.
  • In Japan gibt es zudem einen weiteren trendigen Käsekuchen: Cloud Cake oder Fluffy Cake - ein Käsekuchen, der nach dem Backen besonders luftig ist.

Besondere japanische Varianten

Matcha Cheesecake (抹茶チーズケーキ) ist ein japanischer Käsekuchen mit extra Japan-Komponente: Matcha-Pulver macht sich auch gut zum Backen und so könnt ihr in Japan auch Matcha Cheesecake essen. Ein bestimmter japanischer Käsekuchen hat es zu besonderer Berühmtheit geschafft und ist ein Must-Buy, wenn ihr die Stadt Osaka besucht: Rikuros Käsekuchen. Den Käsekuchen mit 18 Zentimeter Durchmesser gibt es frisch gebacken für unter 1.000 Yen zu kaufen.

Rikuro's Cheesecake mit Lächeln-Aufdruck

Textur und Geschmack: Was unterscheidet den japanischen Käsekuchen?

  • Fluffigkeit statt Dichte: Anders als der schwere, kompakte New York Cheesecake ist der japanische Käsekuchen federleicht. Das liegt an der Technik: geschlagenes Eiweiß wird unter die Käsemasse gehoben, ähnlich wie bei einem Soufflé.
  • Milder Geschmack: Japanischer Käsekuchen ist weniger süß und betont den natürlichen Geschmack von Frischkäse. Oft enthält er einen Spritzer Zitronensaft oder Zitronenabrieb, wodurch der Kuchen einen erfrischend-leichten Geschmack bekommt.
  • Backen im Wasserbad: Echter japanischer Soufflé-Käsekuchen wird im Wasserbad gebacken und erhält so seine ungleichförmige Oberfläche. Die Backform wird in ein Wasserbad gestellt, wodurch der Kuchen gleichmäßig und sanft gart.

Warum fällt japanischer Käsekuchen manchmal zusammen?

Voller Begeisterung schaut man dem Kuchen im Ofen beim Aufgehen zu, und dann das: der Kuchen fällt beim Herausnehmen in sich zusammen. Damit dies nicht passiert, sollten Sie beim Backen unbedingt auf die im Rezept angegebenen Ruhe- und Wartezeiten achten. So wird vermieden, dass sich der Kuchen "vor Schreck" bei einer viel geringeren Raumtemperatur zusammenzieht. Auch die Reduzierung der Temperatur während des Backens ist wichtig, damit ein Zusammenfallen des Kuchens vermieden wird.

Typische Zutaten und Tipps für beste Ergebnisse

  • Für den perfekten japanischen Käsekuchen sollte naturbelassener Frischkäse mit Doppelrahmstufe verwendet werden.
  • Die Eier sollten Zimmertemperatur haben.
  • Frischkäse eine halbe Stunde vor dem Backen aus dem Kühlschrank nehmen.
  • Springform sorgfältig vorbereiten: Boden und Seiten mit Backpapier, Form außen mit Alufolie wasserdicht einwickeln.
  • Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unterheben, damit möglichst wenig Luft entweicht.
  • Nach dem Backen ruht der Kuchen im Ofen, um einen Temperaturschock zu vermeiden.
Schüssel mit steif geschlagenem Eischnee und Zutaten

Rezept: Simple Anleitung für Japanischen Soufflé-Käsekuchen

Zubereitungszeit: 120 Min. Wartezeit: 240 Min. Niveau: ganz einfach

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ZutatenMenge
Doppelrahmfrischkäse400 g
weiche Butter50 g
Schlagsahne200 g
Eier (Gr. M)8
Zucker150 g (100 g + 50 g)
Zitronensaft1 EL
Mehl80 g
Puderzucker zum Bestäubennach Belieben
  1. 12-3 Stunden vorher Frischkäse, Butter und Sahne aus dem Kühlschrank nehmen.
  2. Eine Springform (22 cm Ø) fetten und innen am Rand mit Backpapier auslegen, sodass es ca. 6 cm übersteht. Form außen dicht mit Alufolie einschlagen.
  3. Eiweiß steif schlagen, dabei 100 g Zucker einrieseln lassen.
  4. Frischkäse und 50 g Zucker mit den Schneebesen des Rührgerätes ca. 5 Minuten cremig rühren. Butter, Zitronensaft, Eigelb und Sahne portionsweise zufügen und alles glatt verrühren. Mehl daraufsieben und unterrühren.
  5. Erst ca. 1/3 Eischnee, dann den Rest vorsichtig unterheben. Käsemasse in die Form geben. Form auf der Arbeitsfläche mehrmals leicht aufstoßen, damit größere Luftblasen entweichen können.
  6. Fettpfanne in den Ofen schieben, Form daraufstellen und Fettpfanne halb hoch mit heißem Wasser füllen. Kuchen im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 160 °C / Umluft: 140 °C) ca. 1 Stunde backen. Ofentemperatur reduzieren (E-Herd: 140 °C / Umluft: 120 °C) und weitere ca. 30 Minuten backen.
  7. Ofen ausschalten, Kuchen 15 Minuten im geschlossenen, dann ca. 20 Minuten bei leicht geöffneter Tür ruhen lassen. Kuchen aus dem Ofen nehmen, Folie entfernen und ca. 1 Stunde abkühlen lassen. Dann 2-3 Stunden kalt stellen. Mit Puderzucker bestäuben.
Wie man Japanese Soufflé Cheesecake im Wasserbad backt - Schritt-für-Schritt

Serviervorschläge: Kaffee oder Tee?

Ein Genuss zu einer Tasse Kaffee oder Tee ist eine Stück Kasutera (oder auch mal zwei). Mit einer Tasse Tee ein Traum. Japanischer Käsekuchen schmeckt besonders gut mit Puderzucker bestäubt, er wird aber auch gerne mit Fruchtsaucen und frischen Früchten serviert. Zum Japanischen Käsekuchen schmecken Kirschen; 100 ml Kirschsaft mit 2 EL Speisestärke verrühren und zum Kirschsaft im Topf geben. Unter Rühren köcheln lassen, dann 350 g TK-Kirschen hinzufügen und ca. 3 Minuten leicht köcheln lassen. Nach dem Abkühlen zum japanischen Käsekuchen servieren.

Die Kombination hängt von der gewünschten Balance ab: Kaffee ergänzt die zarte Süße mit Röstaromen und sorgt für Kontrast, während grüner Tee oder schwarzer Tee die Leichtigkeit des Kuchens unterstreichen und den milden, cremigen Geschmack hervorheben. Ein Stück Kasutera, der goldene, weiche Biskuitkuchen, ist ebenfalls ein Genuss zu Kaffee oder Tee und zeigt, wie sehr in Japan feine Gebäckstücke traditionell zu Tee und Kaffee passen.

Lagerung und Haltbarkeit

Im Kühlschrank bleibt der Japanese Cheesecake etwa 3-4 Tage frisch. Je länger Sie warten, desto mehr lösen sich die Kekse auf (bei No-Bake-Desserts mit Keksen). Dann sieht das Dessert womöglich nicht mehr so appetitlich aus und ist eher flüssig als cremig. Ein japanischer Käsekuchen kann man nach dem Auskühlen auch einfrieren.

Herkunft und Geschichte kurz

Das erste Rezept zu diesem Soufflé Cheesecake soll vom japanischen Konditormeister Tomotaro Kuzuno stammen, der Besitzer des Süßwaren- und Kuchenunternehmens Morozoff in Kobe war. Er besuchte in den 1960er-Jahren Deutschland und wurde dort von einer regionalen Sorte des Käsekuchens inspiriert. Nach seiner Rückkehr nach Japan wollte er eine Kombination aus dem deutschen Käsekuchen und dem American Cheesecake kreieren, und so entstand 1969 sein japanischer Käsekuchen.

Die Japaner haben allerdings diese Eigenschaft, Sachen aus der restlichen Welt aufzunehmen und dann ihr eigenes daraus zu machen. Und dass sie gut darin sind, zeigt sich unter anderem auch daran, dass Japan schon mehrfach die Gold- und Silberplätze im World Pastry Cup in Frankreich belegt hat.

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Traditionelle japanische Café-Szenerie mit Kuchen und Tee

Kurzer Vergleich mit anderen Käsekuchen-Typen

  • Deutscher Käsekuchen: Wird aus Quark, Ei und Mürbeteig im Ofen gebacken; dicht und klassisch.
  • New York Cheesecake: Mit Frischkäse und oft Sahne, sehr cremig und kompakt, meist mit Keksboden.
  • No-Bake-Cheesecake: Nicht gebacken, wird mit Gelatine oder Ähnlichem gesetzt und im Kühlschrank gezogen.
  • Japanischer Soufflé-Cheesecake: Luftig, leicht, im Wasserbad gebacken, oft ohne Boden.

Der japanische Käsekuchen begeistert mit seiner wolkenweichen Textur und zergeht einfach auf der Zunge. Ob ihr ihn nun in Japan in einem Café probiert oder zuhause selbst im Backofen macht - die zarte Verbindung aus Frischkäse, Eischnee und sanftem Backen im Wasserbad ist ein Erlebnis.

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