Köstliches Johannisbeer-Chutney ohne Zucker: Rezepte und Variationen

Johannisbeer-Chutney ist eine vielseitige und köstliche Ergänzung zu vielen Gerichten. Es passt hervorragend zu Käse, gegrilltem Fleisch, Wild oder als besondere Note in Saucen und Salatdressings. Die süß-saure Note, die durch die Kombination von Johannisbeeren mit Essig und Gewürzen entsteht, macht es zu einem besonderen Geschmackserlebnis. In diesem Artikel werden verschiedene Rezepte und Variationen für Johannisbeer-Chutney ohne Zucker vorgestellt, um den natürlichen Geschmack der Beeren hervorzuheben und eine gesunde Alternative zu zuckerhaltigen Produkten zu bieten.

Warum Johannisbeer-Chutney ohne Zucker?

Viele traditionelle Chutney-Rezepte enthalten eine erhebliche Menge Zucker, um die Haltbarkeit zu verlängern und den Geschmack auszugleichen. Allerdings suchen immer mehr Menschen nach zuckerfreien oder zuckerreduzierten Alternativen, um ihren Zuckerkonsum zu reduzieren und dennoch den vollen Geschmack genießen zu können. Johannisbeeren haben von Natur aus einen hohen Säuregehalt und Pektin, was sie zu einer idealen Zutat für die Herstellung von Chutney ohne Zuckerzusatz macht. Der hohe Säuregehalt hilft bei der Konservierung, während das Pektin für die gewünschte Gelierwirkung sorgt.

Grundrezept für Johannisbeer-Chutney ohne Zucker

Dieses Grundrezept dient als Ausgangspunkt für verschiedene Variationen und kann je nach Geschmack angepasst werden.

Zutaten:

  • 500 g frische Johannisbeeren (rot oder schwarz, oder gemischt)
  • 1-2 Zwiebeln, fein gewürfelt
  • 1 Apfel, geschält, entkernt und gewürfelt
  • 100 ml Apfelessig (oder Verjus für Histaminintoleranz)
  • Gewürze nach Wahl (z.B. Chili, Ingwer, Senfkörner, Pfeffer, Nelken, Kardamom)
  • Süßungsmittel nach Bedarf (z.B. Datteln, Honig, Xylit, Kokosblütenzucker)
  • Etwas Öl zum Anbraten

Zubereitung:

  1. Johannisbeeren waschen und von den Stielen zupfen.
  2. Etwas Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Apfelwürfel hinzufügen und kurz mitdünsten.
  3. Johannisbeeren, Essig und Gewürze in den Topf geben. Alles gut vermischen und bei mittlerer Hitze köcheln lassen.
  4. Regelmäßig umrühren, damit nichts anbrennt. Einige Beeren mit einem Kochlöffel zerdrücken, um Saft freizusetzen.
  5. Das Chutney etwa 20-40 Minuten köcheln lassen, bis es die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Je länger es köchelt, desto dicker wird es.
  6. Bei Bedarf mit einem zuckerfreien Süßungsmittel abschmecken.
  7. Das heiße Chutney in saubere Gläser füllen, verschließen und für einige Minuten auf den Kopf stellen. Danach umdrehen und abkühlen lassen.

Variationen und Ergänzungen

Johannisbeer-Dattel-Chutney

Dieses Rezept verwendet Datteln als natürliche Süße und verleiht dem Chutney eine karamellartige Note.

Zusätzliche Zutaten:

  • 100 g Datteln, entsteint und gehackt

Zubereitung:

  1. Die Datteln zusammen mit den Zwiebeln im Öl anschwitzen.
  2. Ansonsten wie im Grundrezept verfahren.

Scharfes Johannisbeer-Ingwer-Chutney

Für Liebhaber von würzigen Aromen ist diese Variante mit Ingwer und Chili ideal.

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Zusätzliche Zutaten:

  • 1 Stück Ingwer (ca. 2-3 cm), geschält und fein gewürfelt oder gerieben
  • 1/2 - 1 Chilischote, fein gehackt (je nach gewünschter Schärfe)

Zubereitung:

  1. Ingwer und Chili zusammen mit den Zwiebeln im Öl andünsten.
  2. Ansonsten wie im Grundrezept verfahren.

Johannisbeer-Chutney mit Roten Zwiebeln und Chili

Diese Variante kombiniert die Süße der roten Zwiebeln mit der Schärfe von Chili für ein intensives Geschmackserlebnis.

Zusätzliche Zutaten:

  • 2 rote Zwiebeln, in feine Ringe geschnitten
  • 1 Chilischote, fein gehackt

Zubereitung:

  1. Rote Zwiebeln und Chili zusammen mit den anderen Zutaten in den Topf geben und wie im Grundrezept verfahren.

Cumberlandsoße (Johannisbeer-Chutney mit Portwein)

Diese elegante Variante ist von der traditionellen Cumberlandsoße inspiriert und verwendet Rotwein oder Portwein für eine besondere Tiefe.

Zusätzliche Zutaten:

  • 50 ml Rotwein oder Portwein
  • Abrieb und Saft einer halben Orange
  • 1 TL Senf
  • Ganze Pfefferkörner

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten zusammen mit den Johannisbeeren und den anderen Zutaten in den Topf geben.
  2. Wie im Grundrezept verfahren.

Johannisbeer-Mango-Chutney

Diese tropische Variante kombiniert Johannisbeeren mit Mango für eine exotische Note.

Zusätzliche Zutaten:

  • 1 reife Mango, geschält und gewürfelt

Zubereitung:

  1. Mango zusammen mit den Johannisbeeren und den anderen Zutaten in den Topf geben.
  2. Wie im Grundrezept verfahren.

Johannisbeer-Apfel-Chutney mit Kardamom und Nelken

Diese winterliche Variante kombiniert Apfel mit warmen Gewürzen wie Kardamom und Nelken.

Zusätzliche Zutaten:

  • 1 Apfel, geschält, entkernt und gewürfelt
  • 1 Kardamomkapsel, angedrückt
  • 2 Gewürznelken

Zubereitung:

  1. Apfel, Kardamom und Nelken zusammen mit den Johannisbeeren und den anderen Zutaten in den Topf geben.
  2. Wie im Grundrezept verfahren. Gewürzkugel vor dem Abfüllen entfernen.

Johannisbeer-Chutney mit Balsamico

Diese Variante verleiht dem Chutney durch die Zugabe von Balsamico eine besondere Tiefe und Süße.

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Zusätzliche Zutaten:

  • 2 EL Balsamico-Essig

Zubereitung:

  1. Balsamico-Essig zusammen mit den Johannisbeeren und den anderen Zutaten in den Topf geben.
  2. Wie im Grundrezept verfahren.

Tipps und Tricks für die Zubereitung

  • Konsistenz: Die Konsistenz des Chutneys kann durch die Kochzeit reguliert werden. Je länger es köchelt, desto dicker wird es. Johannisbeeren enthalten viel Pektin, daher geliert das Chutney beim Abkühlen zusätzlich.
  • Süße: Da dieses Rezept ohne Zucker auskommt, kann bei Bedarf ein alternatives Süßungsmittel verwendet werden. Datteln, Honig, Xylit oder Kokosblütenzucker sind gute Optionen. Die Menge sollte je nach persönlichem Geschmack angepasst werden.
  • Säure: Der Säuregehalt kann durch die Zugabe von mehr Essig oder Zitronensaft erhöht werden. Dies ist besonders wichtig für die Haltbarkeit des Chutneys.
  • Haltbarkeit: Um die Haltbarkeit zu gewährleisten, sollten die Gläser und Deckel vor dem Abfüllen sterilisiert werden. Das heiße Chutney randvoll in die Gläser füllen, verschließen und für einige Minuten auf den Kopf stellen. Dies erzeugt ein Vakuum, das die Haltbarkeit verlängert. Im Kühlschrank aufbewahrt, hält sich das Chutney mehrere Wochen.
  • Histaminintoleranz: Für Menschen mit Histaminintoleranz ist Apfelessig möglicherweise nicht geeignet. In diesem Fall kann Verjus, ein Essig aus unreifen Trauben, als Alternative verwendet werden.
  • Verwendung von gefrorenen Johannisbeeren: Gefrorene Johannisbeeren können problemlos für die Zubereitung von Chutney verwendet werden. Sie müssen nicht vorher aufgetaut werden, sondern können direkt in den Topf gegeben werden.

Servierempfehlungen

Johannisbeer-Chutney ist äußerst vielseitig und kann zu verschiedenen Gerichten serviert werden:

  • Zu Käse: Besonders gut passt es zu reifem Käse wie Ziegenkäse, Camembert oder Blauschimmelkäse.
  • Zu gegrilltem Fleisch: Es ist eine köstliche Ergänzung zu gegrilltem Rindfleisch, Schweinefleisch oder Geflügel.
  • Zu Wild: Die säuerliche Note des Chutneys harmoniert hervorragend mit Wildgerichten.
  • Als Brotaufstrich: Auf einem Käsebrot oder als Teil einer Brotzeit ist es ein besonderer Genuss.
  • In Saucen und Dressings: Ein Löffel Johannisbeer-Chutney verleiht Saucen und Salatdressings eine besondere Note.
  • Als Mitbringsel: Selbstgemachtes Johannisbeer-Chutney ist ein schönes und persönliches Geschenk für Freunde und Familie.

Weitere Rezeptideen und Inspirationen

  • Kürbis-Mango-Chutney: Eine herbstliche Variante mit Kürbis und Mango.
  • Tomaten-Chutney: Ein klassisches Chutney aus Tomaten, Zwiebeln und Gewürzen.
  • Pflaumen-Chutney: Eine süße und würzige Variante mit Pflaumen.
  • Stachelbeer-Chutney: Eine erfrischende Variante mit Stachelbeeren.
  • Rhabarber-Chutney: Eine frühlingshafte Variante mit Rhabarber.
  • Rote Bete-Chutney: Eine erdige und farbenfrohe Variante mit Roter Bete.
  • Cranberry-Chutney: Eine festliche Variante mit Cranberries, besonders passend zur Weihnachtszeit.

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