Jan Leysieffer: Schokolade, Trüffel — Herstellung und Geschichte
Schokoladenliebhabern läuft bei dem Namen Leysieffer das Wasser im Mund zusammen. In unserer Confiserie-Manufaktur entstehen feinste Pralinen, edle Schokoladen und besondere Genussmomente. Mit viel Erfahrung, Fingerspitzengefühl und Liebe zum Detail fertigen unsere Konditoren jedes Produkt von Hand. So wird aus jeder Kreation ein echtes Stück Confiserie-Kunst.
Handwerk und Herstellung
Unter „Pralinen & Trüffel“ bietet Leysieffer handgefertigte Meisterstücke von erfahrenen Chocolatiers: exotische Füllungen wie mediterrane Mandeln oder Pistazien, cremiges Karamell und zartschmelzende Vollmilch- oder Zartbitterkuvertüre. Unsere Pralinen werden frisch und ohne künstliche Konservierungsstoffe hergestellt. Unsere Manufaktur steht für ausgewählte Rohstoffe und den bewussten Verzicht auf künstliche Zusatzstoffe. Dabei verbinden wir bewährte Rezepturen mit einem modernen Verständnis von Genuss.
Die Pralinen-, Schokoladen-, Kuchen-, und Konfitürenherstellung läuft bei Leysieffer in Handarbeit, Leysieffers Frau Sylvia gestaltet die Verpackungen. Die "Himmlischen" sind das Markenzeichen der Manufaktur, mit ihnen erlangte der Chocolatier in den Fünfzigerjahren Bekanntheit über Osnabrück hinaus. Karl kreierte die ersten "Himmlischen", in Zucker gewälzte Trüffel-Pralinen, die zu einem der Leysieffer-Traditionsprodukte wurden.
Produktvielfalt und Besonderheiten
Neben klassischen Pralinen gibt es Tafelschokolade, edle Schokoladen, Torten, Gebäck und vieles mehr, was Kennern süßer Genüsse auf der Zunge zergeht. Nebben rund 300 Sorten Pralinen, etwa 80 Kuchen und Torten gab es auch Fruchtaufstriche, Tee und Kaffee, Weine und Spirituosen. Viele unserer Pralinen sind alkoholfrei. In der Produktbeschreibung finden Sie zu jeder Sorte einen entsprechenden Hinweis. Leysieffer bietet ausgewählte Produkte an, die vegan oder laktosefrei sind.
Die Haltbarkeit liegt - je nach Sorte - zwischen drei und sechs Monaten. Bewahren Sie Pralinen kühl, trocken und dunkel bei 14-18 °C auf. Bitte vermeiden Sie direkte Sonne oder Heizungswärme.
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Saisonale Kollektionen, Geschenke und Firmenlösungen
Ja - bei Leysieffer können Sie Tafelschokolade online kaufen. Ja - Leysieffer bietet exklusive saisonale Kollektionen. Diese sind rechtzeitig vor den Feiertagen im Shop sichtbar. Ja - bei Leysieffer gibt es spezielle Weihnachts-Produkte. Der Adventskalender enthält 24 kleine Genussmomente aus handgefertigten Pralinen und ist Teil der Weihnachts-Kollektion. Ja - Firmenkunden können aus vielen hochwertigen Geschenksets wählen. Auf Wunsch sind Individualisierungen und Großbestellungen möglich. Für Firmenkunden bieten wir personalisierte Banderolen, Grußkarten oder Branding-Lösungen an.
Unsere Geschenkboxen bestehen aus FSC-zertifizierten Materialien. Wir arbeiten kontinuierlich daran, Verpackungen ressourcenschonend weiterzuentwickeln. Wir berichten jährlich an den DNK (Deutschen Nachhaltigkeits-Kontor) und erstellen einen detaillierten Nachhaltigkeitsbericht.
Historischer Überblick: Gründung und Entwicklung
Das Unternehmen produzierte in Osnabrück feinste Pralinen und Torten - mehr als 100 Jahre. Begonnen hatte die Kriese des Unternehmens zu Corona Zeiten, später sorgen Inflation und stark gestiegene Rostoff- und Energiekosten für anhaltende Probleme. Wenn eine Fabrik mitten im Schlaraffenland stehen dürfte, dann hätten es die Hallen des Schokoladen-Hersteller Leysieffer sein können - früher einmal. In der Realität hat Leysieffer allerdings in einem Industriegebiet im Nordwesten von Osnabrück produziert, mit Schnellstraßen und zweckmäßigen Gebäuden. Erst wer die Hallen, die hier Manufaktur hießen, betrat, stand in der Welt der süßen Genüsse.
Zunächst allerdings bot der Konditormeister in seinem Café das typische Sortiment an: Kuchen und Torten. Von einfachen Bäckern hob er sich mit bester Qualität und einer edlen Geschäftsausstattung ab. Wer zu Leysieffer kam, musste es sich leisten können. Obwohl der Umsatz auch mit Buttercreme und Sahne stimmte, begann Ulrich Leysieffer 1936, edle Pralinen zu formen. Dann warf der Zweite Weltkrieg das Geschäft zurück. Ein Jahr später starb Ulrich Leysieffer.
Sein Sohn Karl, Marinesoldat und dann Kriegsgefangener, blieb der süßen Branche treu. Er wagte den Neuaufbau, backte in einem Gasherd erste Kekse. 1950 eröffnete er mit seiner Frau Ursula das Unternehmen wieder in der Krahnstraße. Der Ofen wurde mit Kohle beheizt und einige Konditoren schliefen gleich nebenan - Arbeit für Kost und Logis. 1966 starb Karl Leysieffer. Seine Frau Ursula, die immer mitgearbeitet hatte, führte nun die Geschäfte. 1967 stieg mit Axel Leysieffer, der einige Praxisjahre in der Schweiz verbracht hatte, die dritte Generation in das Unternehmen ein. Zunächst arbeitete er in der Produktion mit - als "einer unter vielen", wie er sich erinnerte.
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Axel Leysieffer ging neben dem traditionellen Geschäft mit edlen Leckereien auch neue Wege. Er wendete sich der Erlebnis-Gastronomie zu. 1984 eröffnete das erste Bistro-Café außerhalb von Osnabrück - in Westerland auf der Promi-Insel Sylt. Es gab mehrere dieser Bistros, alle an besten Adressen wie der Düsseldorfer Königsallee oder der Berliner Friedrichstraße. Sie boten neben den beliebten Süßwaren auch Frühstück und leichte warme Gerichte. Außerdem vertrieb Leysieffer seine Produkte in bundesweit 19 Confiserien und etwa 1.000 "Partner-Shops".
Unter dieser Führung entstanden ungewöhnliche Kombinationen wie Schokolade mit Pfeffer, Lavendel oder Tee. Probiert wurde in der jeweiligen Abteilung. Doch in Serie ging letztlich nur, was bei den Kunden ankam. Die Kreativität der Mitarbeiter schien keine Grenzen zu kennen.
Aufstieg, Versandhandel und Expansion
Die Umstellung auf Pralinen und Schokolade erwies sich als der richtige Weg. Die Köstlichkeiten fanden immer mehr Abnehmer, die Produktion stieg und das Unternehmen wuchs. Die Waren von Leysieffer waren so begehrt, dass sie ab 1964 auch per Post verschickt wurden. Zu einer Zeit, als Versandhandel noch keine Selbstverständlichkeit war. Heute betreibt das Unternehmen 22 Cafés, Bistros und Confiserien in exklusiven Lagen, von der Nobelinsel Sylt über Hamburg und Berlin bis München. Auch in ausgewählten Feinkostläden sind die Pralinen zu finden.
Neuere Entwicklungen, Schwierigkeiten und Insolvenz
Zweifel an seiner beruflichen Perspektive kannte Jan nicht: "Ich hab' eigentlich nie irgendwas anderes gehabt, was ich machen wollte. Doch die Geschäfte liefen spätestens ab den 2010er-Jahren nicht mehr so gut. 2019 meldete Leysieffer erstmals Insolvenz an, drei Jahre später noch einmal, 2024 erneut. Weil kein passender Investor gefunden wurde, musste das Unternehmen Ende 2024 seine Tore schließen. Im Dezember 2024 wurden die Filialen in Hamburg und Berlin an die Jan Leysieffer GmbH verkauft. Die Confiserie Rabbel aus Westerkappeln kaufte unter anderem die Rezepte und die Rechte an der Marke Leysieffer. Auch wenn das Ur-Unternehmen nicht mehr existent ist, so leben Klassiker der Marke Leysieffer weiter und sind auch noch bzw. wieder erhältlich.
Das traditionsreiche Unternehmen aus Osnabrück hat in den letzten Jahren mehrere Insolvenzverfahren hinter sich gebracht und mehrfach den Eigentümer gewechselt. Zuletzt gehörte es der Holstein Schokok UG. Bereits seit 2023 arbeitet Jan Leysieffer mit der Jan Leysieffer GmbH an der Rückkehr seiner Familie ins Pralinengeschäft. Bereits im letzten Jahr begann er mit den Planungen für die Rückkehr ins süße Geschäft. Jetzt ist eine neue Pralinenproduktion und ein Café in Osnabrück geplant.
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Am 1. April war man bei Leysieffer noch zu Scherzen aufgelegt - zumindest in den sozialen Netzwerken: Dort versprach das Unternehmen, die "Himmlischen", in Zucker gewälzte Sahnetrüffel, künftig auch mit Knallbrause zu füllen. "Das wird ein himmlisch prickelndes Vergnügen!", hieß es auf Instagram. Einen Tag später war der Spaß vorbei: Leysieffer löste den Aprilscherz auf und verkündete kurz darauf, fast pleite zu sein. Das Familienunternehmen hat einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt, das Amtsgericht Osnabrück bewilligte ihn. Das heißt: Die Geschäfte laufen vorerst weiter, Jan Leysieffer - der das Unternehmen in vierter Generation führt - bleibt im Amt. Ihm zur Seite stehen ein vom Gericht bestellter Sachverwalter und der Rechtsanwalt Joachim Walterscheid.
Ursachen der Krise
Wie konnte es so weit kommen? Warum gerät eine Marke, die mehr als 100 Jahre überstanden hat, plötzlich in Gefahr? Die Antworten haben mit der Geschäftsstrategie zu tun, aber auch mit geänderten Gewohnheiten der Deutschen. "Tradition und die Herstellung von hochwertigen Qualitätsprodukten ist heute leider kein Erfolgsgarant mehr", sagt Walterscheid. Das größte Problem ist dabei offensichtlich: Leysieffer erreicht die jungen Menschen nicht. Oder, wie Walterscheid es ausdrückt: "Wir müssen uns fragen, ob wir die jüngere Generation noch mit hochwertigen Produkten überzeugen und ob wir sie noch in unsere Bistros holen können." Dahinter stehen mehrere Gründe. "Das Ernährungsbewusstsein der Verbraucher hat sich geändert", sagt Walterscheid.
Das stellt auch Konkurrent Arko fest, mit drei Marken und mehr als 235 Filialen deutlich größer als Leysieffer. Arko-Geschäftsführer Patrick Weber sagt: "Heute muss es Kunden nicht nur schmecken, sondern sie legen beispielsweise auch Wert auf eine nachhaltige Produktion, weniger Zucker, vegane Produkte." Die "Himmlischen" von Leysieffer sind mit ihrer Zuckerkruste vor allem eines: extrem süß. Zweitens hadert das Unternehmen mit dem Vertrieb. Denn die Jungen ziehen den Wohnzimmer-Charme von Starbucks oder Coffee Fellows den klassischen Cafés von Leysieffer vor. "Wenn der Jugendliche sagt: Da geht meine Oma einkaufen, dann kommt er nicht zu uns", sagt Sanierungsberater Walterscheid. Es brauche neue Kanäle, zum Beispiel mehr Wiederverkäufer.
In den vergangenen drei Jahren mussten vier Filialen schließen, der Umsatz sank jeweils um bis zu vier Prozent und lag Walterscheid zufolge zwischen 16 und 19 Millionen Euro. "Ein Bündel an kleineren Themen hat über die Zeit dazu geführt, dass das Unternehmen unbeweglich geworden ist", sagt der Sanierungsberater. Das insolvente Unternehmen prüft nun seine Kosten. Walterscheid will nicht ausschließen, dass Standorte geschlossen oder zusammengelegt werden. Die Bistros und Cafés müssten auch in ihrem Aussehen modernisiert werden. Leysieffer hat das schon einmal versucht: Er lernte wie seine Vorfahren Konditor, arbeitete auch in New York und stieg schließlich in das Familienunternehmen ein. Unter ihm begann Leysieffer, seine Pralinen auch online zu verkaufen.
Fortbestehen der Produkte und Perspektiven
Dem Chocolatier zufolge arbeitet etwa jeder Siebte seit mehr als 20 Jahren bei Leysieffer. Das Familienunternehmen hat viele Mitarbeiter und traditionsreiche Rezepte. Die Confiserie Rabbel kaufte unter anderem die Rezepte und die Rechte an der Marke Leysieffer. Bereits seit 2023 arbeitet Jan Leysieffer mit der Jan Leysieffer GmbH an der Rückkehr seiner Familie ins Pralinengeschäft. Bereits im letzten Jahr begann er mit den Planungen für die Rückkehr ins süße Geschäft. Jetzt ist eine neue Pralinenproduktion und ein Café in Osnabrück geplant.
Was bleibt von Leysieffer?
Auch wenn das Ur-Unternehmen nicht mehr existent ist, so leben Klassiker der Marke Leysieffer weiter und sind auch noch bzw. wieder erhältlich. Leysieffer galt als Inbegriff für Toppralinen. Die Klassiker der Marke leben weiter, Rezepte und Markenrechte sind erhalten geblieben und bieten die Grundlage für eine mögliche Renaissance. Für alle, die echten Genuss schätzen und Wert auf hochwertige, handgefertigte Confiserie legen, bleibt Leysieffer - in welcher Form auch immer - ein Begriff, der mit Tradition, Handwerk und edlem Genuss verbunden ist.
| Aspekt | Information |
|---|---|
| Herstellung | Handgefertigt, ohne künstliche Zusatzstoffe |
| Produktpalette | Pralinen, Trüffel, Tafelschokolade, Torten, Bistros |
| Haltbarkeit | 3-6 Monate, kühl bei 14-18 °C lagern |
| Nachhaltigkeit | FSC-Boxen, DNK-Berichterstattung, Verpackungsoptimierung |
| Aktueller Stand | Insolvenzverfahren, Markenrechte/Rezepte verkauft, Pläne zur Neugründung |
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