Ist Schokolade basisch oder sauer? – Vergleich von Kakao und Schokolade

Vielleicht hast du diese oft widersprüchlichen Meinungen auch schon einmal gehört. In diesem Beitrag klären wir all deine Fragen zu den Themen Kakao und Schokolade auf und vergleichen beide. Ganz nach dem Motto „Kakao vs. Schokolade“ betrachten wir Herkunft, Herstellung, Nährstoffe und die Wirkung auf den Säure-Basen-Haushalt.

Woher kommt Kakao und wie wird er verarbeitet?

Die Pflanze, ohne die es keinen Kakao und auch keine Schokolade geben würde, ist der Kakaobaum. Er wächst in Mittel-, Südamerika sowie entlang der Elfenbeinküste und Teilen Asiens. Die rohen Kakaobohnen werden aus den Früchten des Kakaobaums gewonnen, welche aus dem Mittel- und Südamerikaraum stammen. Im Inneren der Kakaofrucht befinden sich neben dem süßen Fruchtfleisch auch die zahlreichen Samen - die Kakaobohnen. Sie sind während der Ernte noch weich und weiß.

Anschließend werden die enthaltenen Kakaobohnen entnommen und ca. eine Woche lang fermentiert. Dadurch erhalten die Bohnen ihre braune Farbe und das Aroma. Für den nächsten Schritt werden die Kakaobohnen gebrochen, geröstet und zu einer gleichmäßigen Masse zermahlen. Um Kakaopulver zu erhalten, wird anschließend die Kakaomasse von der Kakaobutter getrennt, der sogenannte Kakaopresskuchen bleibt übrig. Für Schokolade wird die Kakaomasse weiterverarbeitet.

Kakaofrucht und fermentierende Kakaobohnen

Herstellung von Schokolade

Je nach Art der Schokolade, also Vollmilch, Zartbitter etc., werden verschiedene Mengen an Zucker, Milchpulver, Kakaobutter und anderen Inhaltsstoffe dazugegeben und gut vermischt. Die nächsten, wichtigen Schritte im Produktionsprozess stellen das Walzen und das Conchieren dar, das heißt, dass die Schokoladenmasse erwärmt und verrührt wird. Dies ermöglicht den feinen Geschmack, für den Schokolade bekannt und beliebt ist.

Unterschiede zwischen rohem Kakao und klassischer Schokolade

Reines Kakaopulver ist sehr gesund, da es - wie der Name schon vermuten lässt - 100% Kakao enthält. Die Bezeichnung „entölt“, die häufig auf der Packung zu finden ist, bedeutet übrigens, dass die Kakaobutter von der Kakaomasse getrennt wurde. Schwach entöltes Kakaopulver hat einen Kakaobutteranteil von ca. ... Ungesüßtes, stark entöltes Kakaopulver enthält eine große Menge an Proteinen (ca. 23 g/100 g) und Mineralstoffen wie Eisen (14,6 mg/100 g), Magnesium (432 mg/100 g) oder Kupfer (4,4 mg/100 g).

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Roher Kakao enthält eine ganze Reihe an wichtigen Nährstoffen u. a. verschiedene Mineralien, Antioxidantien und essentielle ungesättigte Fettsäuren. Noch dazu werden beim Verzehr der braunen Bohne Glückshormone ausgeschüttet, die für ein besseres Wohlbefinden sorgen sollen. Kein Wunder also, dass regelmäßiger Kakao-Genuss gesundheitliche Vorteile mit sich bringen soll.

Kakaopulver, Kakaonibs und Kakaobutter

Nährstoff-Highlights von rohem Kakao

  • Hoher Magnesiumanteil: eine der weltweit höchsten pflanzlichen Magnesiumquellen.
  • Reich an Antioxidantien, die Zellen vor freien Radikalen schützen.
  • Gute Calciumquelle: ca. 160 mg Calcium pro 100 g rohem Kakao.
  • Hoher Eisengehalt: 100 g liefern oft mehr Eisen als Rind- oder Lammfleisch oder Spinat.
  • Enthält essentielle ungesättigte Fettsäuren.
  • Beinhaltet Neurotransmitter wie Serotonin, Endorphine, Phenylethylamin und Anandamid.

Wie wirkt Kakao auf Blutdruck und Gesundheit?

Des Weiteren ergab die Forschung, dass Kakao eine blutdrucksenkende Wirkung hat. Ried K, Fakler P, Stocks NP. Effect of cocoa on blood pressure. Cochrane Database of Systematic Reviews. Published online April 25, 2017. Außerdem enthält roher Kakao von Natur aus wenig bis gar keinen Zucker und essentielle, ungesättigte Fettsäuren, die koronaren Herzerkrankungen entgegenwirken.

Früher wurden Schokolade sogar positive, gesundheitliche Wirkungen nachgesagt. Bevor Kakao zu einem Massenprodukt wurde, verkauften Apotheken sie als Arzneimittel. Nun stellt sich die berechtigte Frage: Ist Schokolade gesund? Unsere Antwort lautet: Es kommt darauf an!

Schokolade: Zucker, Kalorien und Verarbeitung

Bei den vielen klassischen Schokoladenprodukten werden die Kakaobohnen unter Einsatz von hohen Temperaturen geröstet und verlieren dadurch ihre wertvollen Nährstoffe. Noch dazu werden gerade bei der Herstellung von Milchschokolade noch Zucker und Fette beigesetzt. Schokolade enthält viel Zucker. Früher habe ich nur Milchschokolade gegessen und um Bitterschokolade einen riesigen Bogen gemacht, aber mittlerweile mag ich sie gerne.

Je nach Kakaogehalt schmeckt Schokolade süß oder bitter. Bei der beliebtesten Sorte, der Milchschokolade, wird am meisten Zucker sowie Milchpulver verwendet. Schokolade ohne Zucker wird von manchen Herstellern angeboten. Häufig wird bei einer vermeintlich zuckerfreien Schokolade allerdings Ersatzstoffe wie Erythrit oder Reissirup verwendet.

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Milchschokolade vs. Bitterschokolade: Zutatenvergleich

Kakao vs. Schokolade - Was ist gesünder?

Und unsere Antwort ist Kakao! Schließlich ist dies der noch eher unverarbeitete Ausgangsstoff, während bei Schokolade weitere Inhaltsstoffe dazu gemischt werden. Dadurch steigt der Zuckergehalt und das Produkt ist nicht mehr automatisch vegan und laktosefrei. Zwar gilt herkömmliche Schokolade als ungesunder Dickmacher, im Gegensatz dazu ist roher Kakao trotz vieler Kalorien sehr gesund.

Zwar zählt Kakao zu den Säurebildnern, allerdings überwiegen die positiven, gesunden Nährstoffe, weshalb man Kakao nicht weglassen muss. Für alle, die sich für eine Ernährung nach dem Säure-Basen-Haushalt interessieren, ist hilfreich zu wissen, ob Kakao sauer oder basisch ist.

Ist Kakao basisch oder sauer?

In der basischen Ernährung werden Lebensmittel in unterschiedliche Kategorien eingeteilt. Es gibt auch einen Wert, der anhand des pH-Werts nach der Verstoffwechselung angibt, wie sauer oder basisch ein Lebensmittel ist, der sog. PRAL-Wert. Ist der Wert negativ, wirkt ein Lebensmittel basisch, ein positiver Wert bedeutet eine saure Wirkung. Damit unterscheidet sich der Wert vom pH-Wert, denn dieser gibt strenggenommen nur den Ausgangswert eines Lebensmittels an, sagt aber nichts über dessen Wirkung aus.

Während Schokolade im menschlichen Organismus sauer wirkt, sind Honig und Marmelade basisch. Zucker hingegen hat eine neutrale Wirkung. Zwar sind sich die Experten nicht ganz einig, ob diese Form von Schokolade nun schon basisch wirkt oder noch ganz leicht sauer - aber man könnte sie wohl als eine Art Grenzgänger bezeichnen. Das liegt am Kakao, der soll nämlich - in seiner reinen Form - tatsächlich basenbildend sein. Je mehr Kakao in der Schokolade enthalten ist, umso besser.

Praktische Aussage

Zwar zählt Kakao zu den Säurebildnern laut einigen Einteilungen, andererseits enthält Kakao viele basenbildende Mineralstoffe wie Magnesium und Kalium. Je höher also der Kakaoanteil in einer Schokolade, umso besser - besonders reine Kakaoprodukte und stark kakaohaltige Bitterschokolade nähern sich einer basischen bzw. weniger sauren Wirkung an.

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Tipps: Naschen, Heißhunger und basische Alternativen

Generell ist ein Genuss in Maßen zu empfehlen! Ein einfacher Trick ist, Schokolade auf der Zunge schmelzen zu lassen, statt zu kauen. Was tun bei Heißhungerattacken auf Schokolade? Eine Möglichkeit stellt das Porridge Topping dar. Der einfachste Weg, das Superfood Kakao in dein Frühstück zu integrieren, stellt sicher unser Sport Porridge Kakao-Banane dar! Neben den Vorteilen von Kakao hält dich das warme Frühstück lange satt.

Basisches Naschen ist gesundes Naschen. Basische Süßigkeiten fördern die Darmgesundheit und stabilisieren die gesunde Darmflora. Als Zutaten für basische Süßigkeiten kommen u. a. eingeweichte Nüsse, eingeweichte Ölsaaten, Keimlinge, pflanzliche Proteine, Gewürze wie Zimt oder Vanille und natürliche Süßungsmittel wie Dattelsirup in Frage. Heute möchten wir Ihnen basische Süßigkeiten vorstellen, also Pralinen, Riegel, Kugeln, Kekse - und all das, was man sich bei Süßhunger gerne gönnen mag.

Basische Naschereien: Energiebällchen mit Kakao

Praktische Rezepte und Konsumhinweise

Tipp: In Maßen genießen! Auch wenn roher Kakao sehr gesund ist, sollten Sie trotzdem von dem gesunden Superfood nur ganz kleine Mengen ab und zu verzehren. Denn auch hier kann die positive gesundheitliche Wirkung ins genaue Gegenteil umschlagen, wenn Sie zu viel davon konsumieren. Für alle die dann doch als mal ein ganz großes Verlangen nach Schokolade bekommen, gibt es inzwischen ein großes Sortiment an roher Schokolade. Die Schokolade enthält dann ausschließlich rohen Kakao und ist ohne Industriezucker hergestellt.

Orangensaft mit der Orangenschale kurz erwärmen und dazu 1 TL Agavendicksaft geben. Die Bananen schälen und der Länge nach halbieren. Kokosöl in eine Pfanne geben und die Bananenhälften darin kurz anbraten, wenden und den Agavendicksaft darüber träufeln. Wie Sie Schokolade herstellen, erfahren Sie hier: Schokolade selber machen.

Rezept: Basische Schoko-Energie-Bällchen mit Dattelsirup

Weitere Hinweise zur Ernährung und Geschmack

Schokolade neu entdecken: Dank erholter Geschmacksknospen schmeckt Bitterschokolade fruchtig. Ich habe mich mittlerweile bis zu 80% Kakaoanteil vorgewagt und bin tatsächlich auf den Geschmack gekommen. Das ist einer der Vorteile, wenn man sich basenbetont ernährt - die Geschmacksknospen erholen sich nach dem jahrelangen Overkill an Aromastoffen und nehmen Geschmack wieder deutlich nuancierter wahr.

Auch für die Mineralstoff- und Vitamin-Versorgung sollte man lieber zu Obst und Gemüse greifen. Ich persönlich achte darauf, dass außer reinem Kakao wirklich nur wenige andere Zutaten enthalten sind, weil ich - wenn ich schon zu schon verarbeiteten Lebensmitteln greife - möglichst pure Leckereien bevorzuge. Da gibt es durchaus Unterschiede. Manche Arten sind zum Beispiel mit Milchzucker oder Butterreinfett, andere kommen offenbar ohne aus.

Kurze Tabelle: Kakao vs. Schokolade (vereinfacht)

Aspekt Kakao (roh/entölt) Schokolade (klassisch)
Verarbeitung wenig/gering (kalt gepresst, roh) geröstet, conchiert, Zusätze wie Zucker und Milch
Zuckergehalt natürlich wenig bis null häufig hoch (insbesondere Milchschokolade)
Nährstoffe reich an Magnesium, Eisen, Antioxidantien je nach Anteil: weniger Nährstoffe bei hoher Verarbeitung
Säure-Basen-Wirkung teils basenbildend/mineralreich (je nach Einordnung) wirkt im Organismus meist sauer; je höher Kakaoanteil, desto weniger sauer

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