Zitronencreme vs. Zitronenmarmelade: Ein Vergleich

Zitronencreme, insbesondere die englische Variante "Lemon Curd", und Zitronenmarmelade sind beides köstliche Zitronenprodukte, die jedoch in ihrer Herstellung, Konsistenz und Verwendung deutlich voneinander abweichen. Dieser Artikel beleuchtet die Unterschiede zwischen diesen beiden Delikatessen und gibt Einblicke in ihre jeweiligen Vorzüge und Verwendungsmöglichkeiten.

Was ist Lemon Curd?

Lemon Curd ist eine reichhaltige, cremige Zitronencreme, die traditionell aus Zitronensaft, Zitronenabrieb, Zucker, Eiern und Butter hergestellt wird. Die Zutaten werden zusammen in einem Topf oder Wasserbad erhitzt, bis die Mischung eindickt und eine samtige Konsistenz erreicht. Lemon Curd stammt aus Großbritannien und erfreut sich dort seit dem 19. Jahrhundert großer Beliebtheit. Ursprünglich galt es aufgrund der teuren Zitronen als Zeichen für Wohlstand.

Herstellung von Lemon Curd

Die Herstellung von Lemon Curd erfordert Sorgfalt und Geduld. Zuerst werden die Zitronen heiß abgewaschen, die Schale abgerieben und der Saft ausgepresst. Anschließend werden Zitronensaft, Zitronenabrieb und Zucker in einem Topf vermischt und erwärmt. Die Eier werden separat verquirlt und unter ständigem Rühren in die warme Zitronenmischung gegeben. Es ist wichtig, die Masse nicht kochen zu lassen, da die Eier sonst gerinnen und flocken würden. Stattdessen wird die Mischung bei niedriger Hitze gerührt, bis sie eindickt. Zum Schluss wird Butter hinzugefügt und eingerührt, bis sie vollständig geschmolzen ist. Das fertige Lemon Curd wird in sterilisierte Gläser gefüllt, verschlossen und im Kühlschrank aufbewahrt.

Varianten von Lemon Curd

Neben der klassischen Zitronenvariante gibt es zahlreiche Variationen von Lemon Curd. Anstelle von Zitronen können auch andere Zitrusfrüchte wie Limetten, Orangen oder Grapefruits verwendet werden. Für eine fruchtigere Note können Passionsfrucht oder Beeren wie Himbeeren oder Cranberries hinzugefügt werden. Auch mit Gewürzen wie Vanille, Zimt, Lavendel oder Rosmarin lässt sich Lemon Curd verfeinern. Wer keine Eier verwenden möchte, kann auf vegane Rezepte zurückgreifen, die beispielsweise Stärke als Bindemittel verwenden.

Verwendung von Lemon Curd

Lemon Curd ist vielseitig einsetzbar. Es kann als Brotaufstrich, Füllung für Torten und Kuchen, Topping für Muffins und Scones oder als Zutat für Desserts verwendet werden. Besonders gut passt Lemon Curd zu Scones, einem traditionellen britischen Teegebäck. Auch in Kombination mit Quark, Joghurt oder Ricotta entfaltet Lemon Curd sein volles Aroma.

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Was ist Zitronenmarmelade?

Zitronenmarmelade ist ein Fruchtaufstrich, der aus Zitronen, Zucker und einem Geliermittel wie Pektin hergestellt wird. Im Gegensatz zu Lemon Curd enthält Zitronenmarmelade keine Eier oder Butter. Die Zitronen werden in Scheiben oder Stücke geschnitten und zusammen mit Zucker und Wasser gekocht, bis die Mischung eindickt und geliert. Zitronenmarmelade hat eine festere Konsistenz als Lemon Curd und ist in der Regel länger haltbar.

Herstellung von Zitronenmarmelade

Die Herstellung von Zitronenmarmelade beginnt mit der Auswahl reifer Zitronen. Die Zitronen werden gewaschen, in Scheiben oder Stücke geschnitten und von Kernen befreit. Anschließend werden die Zitronen zusammen mit Zucker und Wasser in einem Topf gekocht. Während des Kochens wird das Pektin freigesetzt, das für die Gelierung der Marmelade verantwortlich ist. Um die Gelierung zu unterstützen, kann zusätzlich Zitronensaft oder ein spezielles Geliermittel hinzugefügt werden. Die Marmelade wird so lange gekocht, bis sie die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Um zu prüfen, ob die Marmelade fertig ist, kann eine Gelierprobe durchgeführt werden. Dazu wird ein Löffel Marmelade auf einen kalten Teller gegeben. Wenn die Marmelade nach kurzer Zeit geliert, ist sie fertig. Die fertige Marmelade wird heiß in sterilisierte Gläser gefüllt und verschlossen.

Varianten von Zitronenmarmelade

Auch bei Zitronenmarmelade gibt es zahlreiche Variationen. Neben der klassischen Variante mit Zitronen können auch andere Zitrusfrüchte wie Orangen oder Grapefruits hinzugefügt werden. Für eine besondere Note können Gewürze wie Ingwer, Kardamom oder Chili verwendet werden. Auch Kräuter wie Rosmarin oder Thymian passen gut zu Zitronenmarmelade.

Verwendung von Zitronenmarmelade

Zitronenmarmelade wird hauptsächlich als Brotaufstrich verwendet. Sie passt gut zu Toast, Brötchen, Croissants oder Zwieback. Auch als Füllung für Pfannkuchen oder Crêpes ist Zitronenmarmelade beliebt. Darüber hinaus kann Zitronenmarmelade zum Verfeinern von Saucen, Dressings oder Marinaden verwendet werden.

Die wichtigsten Unterschiede im Überblick

MerkmalLemon CurdZitronenmarmelade
HauptzutatenZitronensaft, Zitronenabrieb, Zucker, Eier, ButterZitronen, Zucker, Geliermittel (Pektin)
KonsistenzCremig, samtigFest, geliert
GeschmackReichhaltig, zitronig-süß, buttrigZitronig-süß, leicht bitter
HaltbarkeitGeringer (ca. 1-2 Wochen im Kühlschrank)Länger (mehrere Monate im Kühlschrank)
VerwendungBrotaufstrich, Füllung, Topping, DessertBrotaufstrich, Füllung, Zutat für Saucen etc.

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