Lebkuchen und Katzen: Wie gefährlich sind die Inhaltsstoffe wirklich?

Lebkuchen ist ein fester Bestandteil der Weihnachtszeit und wird in vielen Haushalten gerne verzehrt. Die süß-würzigen Gebäcke bestehen aus zahlreichen Zutaten wie Honig, Gewürzen, Nüssen und oftmals Schokolade oder Kakao. Da Katzen neugierig sind und gerne am Leben ihrer Besitzer teilhaben, ist es nicht ungewöhnlich, dass sie sich an menschlichem Essen versuchen wollen. Doch wie reagieren Katzen auf die Inhaltsstoffe von Lebkuchen - und ist Lebkuchen giftig für Katzen?

Klassische Lebkuchen und typische Zutaten

Welche Inhaltsstoffe machen Lebkuchen für Katzen gefährlich?

Lebkuchen enthält verschiedene Zutaten, die für Katzen bedenklich oder sogar giftig sein können. Besonders problematisch sind folgende Inhaltsstoffe: Schokolade/Kakao, Zimt, Nelken, Muskatnuss, Zucker, Nüsse oder Bittermandeln. Es ist jedenfalls nicht ratsam, Katzen Lebkuchen zu geben, da sie normalerweise keine Lebensmittel für Menschen aufnehmen sollten.

Schokolade und Kakao - Hochgiftig für Katzen

Selbst kleine Mengen Schokolade, die im Lebkuchen enthalten sind, können für Katzen giftig sein, da sie den Stoff Theobromin enthalten, welcher für Katzen schädlich ist. Das liegt daran, dass Katzen im Unterschied zu Menschen die für den Abbau des Alkaloids notwendigen Enzyme fehlen. Schon 9 mg Schokolade pro Pfund Katze können zu Symptomen wie Durchfall, Herzrhythmusstörungen, Hyperaktivität, Muskelzittern und Krampfanfällen führen. Je nach verzehrter Menge kann der Genuss von Schokolade im schlimmsten Fall sogar tödlich enden.

Lebkuchen-Zutaten: Gefahrenschwerpunkte für Katzen

Gewürze: Zimt, Nelken und Muskatnuss

  • Zimt: Zimt enthält Phenole und Cumarin, was die Blutgerinnung stören kann. Besonders der günstige Cassia-Zimt enthält viel Cumarin. Zimt kann bei Katzen zu Magen-Darm-Problemen führen und in hohen Dosen sogar zu Durchfall, Erbrechen und Entzündungen im Maulbereich.
  • Nelken: Nelken sind für Katzen besonders gefährlich. Der intensive Geschmack der Nelken kommt von den enthaltenen ätherischen Ölen, von denen der größte Teil Eugenol ist. Katzen können Phenole wie Eugenol nur sehr schlecht in der Leber verstoffwechseln. Schon ab 0,2 g Nelken (etwa 1,5 Stück) können Symptome wie Erbrechen, Zittern, Krämpfe bis hin zur Bewusstlosigkeit auftreten.
  • Muskatnuss: Muskatnuss enthält das giftige Myristicin, das bei Katzen das Verdauungssystem stören und zu Krampfanfällen, Halluzinationen sowie schweren Magenproblemen führen kann. Problematisch wird es, wenn unsere Fellpfoten mit den Nüssen spielen und im spielerischen Übermut eine ganze Nuss verschlucken.
Expertenerklärung: Warum Weihnachtsgewürze für Katzen gefährlich sind

Zucker und weitere süße Zutaten

Zucker im Lebkuchen ist für Katzen nicht empfehlenswert, denn sie können Zucker nicht so schnell wie der menschliche Körper abbauen. Dies erhöht den Blutzuckerspiegel und kann zu Diabetes oder Magenverstimmungen führen. Viele Lebkuchen enthalten zudem Honig oder Sirup - beides erhöht die Zuckerzufuhr unnötig.

Nüsse und Bittermandeln

Nüsse sind generell keine geeignete Nahrung für Katzen. Sie haben ein hohes Risiko für Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung), Erbrechen und Durchfall. Bittermandeln enthalten Amygdalin, das in Blausäure umgewandelt wird - eine hochgiftige Substanz für Tiere.

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Inhaltsstoff Gefahrungspotenzial für Katzen Symptome einer Aufnahme
Schokolade/Kakao (Theobromin) stark giftig Erbrechen, Zittern, Krämpfe, Herzrasen, Tod
Zimt (Phenole, Cumarin) reizend/giftig Durchfall, Erbrechen, Entzündungen, Leberschäden
Nelken (Eugenol) hoch giftig Erbrechen, Zittern, Krämpfe, Bewusstlosigkeit
Muskatnuss (Myristicin) giftig Halluzinationen, Krämpfe, Magenprobleme
Zucker/Honig schädlich Diabetes, Magenverstimmung, Übergewicht
Nüsse/Bittermandeln ungenießbar/giftig Magen-Darm-Beschwerden, Vergiftung

Weitere riskante Lebensmittel und Situationen an Feiertagen

Weihnachtsleckereien können für den Menschen lecker schmecken, für Hunde und Katzen sind Schokolade, Lebkuchen und Weihnachtsgans aber oft giftig und gefährlich. Menschen machen sich über die Gefahren in der Weihnachtsbäckerei oft zu wenig bewusst. Es gibt viele Lebensmittel, die für Menschen harmlos, für Katzen aber gesundheitsschädlich oder lebensgefährlich sind.

Zudem enthalten Lebkuchen manchmal Rosinen, die bei Katzen (und Hunden) Nierenschäden oder gar Nierenversagen auslösen können. Auch der Hefeteig in manchen Weihnachtsgebäcken ist für Katzen wegen des aufquellenden Effekts problematisch.

Gefährliche Weihnachtsleckereien für Katzen

Was tun, wenn die Katze Lebkuchen gefressen hat?

Wenn Ihre Katze nun doch ein Stück Lebkuchen verzehrt hat, heißt es erstmal Ruhe bewahren und die Situation beobachten. Verhält sich ihre Katze komisch oder bekommt Anfälle, sollten Sie sofort zu einem Tierarzt fahren oder ihn direkt konsultieren. Tierhaltende sollten vor allem auf die oben genannten Symptome achten, um dem Tierarzt berichten zu können.

Bei nicht allzu großen Mengen kommen die Katzen glimpflich davon, dennoch sollte bei Verdacht auf Vergiftung oder gesundheitliches Risiko immer schnell tierärztlicher Rat eingeholt werden, statt abzuwarten.

Symptome einer möglichen Vergiftung bei Katzen

  • Erbrechen oder Durchfall
  • Desorientierung, Zittern oder Krämpfe
  • Bewusstlosigkeit
  • Atemnot oder Herzrasen
  • Erhöhte Apathie oder Unruhe

Sichere Alternativen zu Lebkuchen für Katzen

Es ist ratsam, Katzen keinen Lebkuchen zu verfüttern. Stattdessen sollten sie nur speziell angefertigtes Katzenfutter bekommen, um ihre Ernährungsbedürfnisse zu erfüllen und gesund zu bleiben. Wer seine Katze während der Feiertage verwöhnen möchte, greift besser auf gesunde Optionen wie Trockenfutter oder spezielle Katzenleckerlis zurück.

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  • Der Zoofachhandel bietet für Hunde und Katzen eine große Auswahl an geeigneten Snacks wie Kauknochen, Futterkugeln, Kekse, Vitamin-Pasten oder Kaustreifen an, die oft auch einen Zusatznutzen bieten.
  • "Wichtig ist, dass auch die kleinen Extras zur berechneten Tagesration gezählt werden.
Katzengerechte Leckerli-Alternativen zur Weihnachtszeit

Fazit: Lebkuchen ist für Katzen ungeeignet und oft gefährlich

Lebkuchen und viele andere menschliche Weihnachtssnacks sind aufgrund ihrer Inhaltsstoffe nicht für Katzen (und auch nicht für Hunde) geeignet und können schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Viele Gewürze, Zucker, Kakao, Nüsse und getrocknete Früchte in Lebkuchen wirken schädlich oder sogar giftig auf den Katzenstoffwechsel. Es versteht sich natürlich von selbst, dass für Katzen giftige Lebensmittel stets außerhalb der Reichweite der Vierbeiner aufbewahrt werden sollten. Die Tiere haben andere Ernährungsbedürfnisse als Menschen und sollten ausschließlich mit für sie vorgesehenem Futter gefüttert werden.

Tipps zur sicheren Weihnachtszeit mit Haustieren

Wenn Sie befürchten, dass Ihre Katze Lebkuchen oder andere Süßigkeiten gegessen hat, sollten Sie möglichst umgehend einen Tierarzt aufsuchen.

Sicherer Umgang mit Lebensmitteln in Haushalten mit Katzen

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