Ist in Teebeuteln Zucker enthalten?

Viele Menschen wundern sich, ob in Teebeuteln Zucker enthalten ist - vor allem, wenn es um Kräuter- und Kindertees geht. Die Antwort hängt stark von der Teesorte und der Produktart ab: Einige Produkte sind zuckerfrei, andere enthalten natürlichen Zucker aus Früchten oder sogar zugesetzten Zucker in Form von Kristallzucker, Sirupen oder Instant-Zubereitungen.

Natürlich vorkommender Zucker versus zugesetzter Zucker

Es geht doch darum, dass die Kleinen nicht übersüßt essen sondern den natürlichen Geschmack von Früchten lernen und der ist ja nunmal süß, da geht es ja schlecht den Zucker zu entziehen. Vielleicht meint der Arzt den natürlichen Zuckergehalt (wenn denn z.B. Fenchelsamen sowas haben) aber da wäre ja okay. Dann macht ein natürlicher Zuckergehalt nichts aus. Ruuuuhig Blut! Das ist doch nur pflanzen-/fruchtEIGENER Zucker!

Bei meinem Anis-Kümmel-Fenchel-Tee steht drauf, dass es weniger als ein Gramm Zucker drin ist und KEIN Zucker zugesetzt wurde. Es geht doch nur darum, das kein zusätzlicher zucker enthalten ist, der muss ja auch angeben sein auf der verpackung. Also, bleib ruhig!

Zucker in Instant-Tees und Fertigprodukten

In den meisten instant-tees (pulver) ist zucker. richtig. meist auch "verdeckt" wie z.b. als maltodextrin. schau einfach auf die zutatenliste. steht da nur "fenchel", ist auch nur fenchel drin! weitere zutaten MÜSSEN deklariert sein.

Ich habe einen „Schlaf-gut-Tee mit Honig“ gekauft. Er hat einen Zuckeranteil von 90 Prozent. Weitere Zutaten sind eine Kräutermischung sowie Honig. Wieso darf sich so etwas Tee nennen? Eigentlich müsste drauf stehen Zucker mit Teegeschmack. Bei dem von Ihnen geschilderten Produkt handelt es sich offenbar um ein Instant-Getränkepulver zur Zubereitung eines teeähnlichen Getränks. Diese bestehen häufig zu großen Teilen aus Zucker.

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Für Instant-Getränkepulver gibt es keine rechtlich vorgeschriebene Bezeichnung, sondern nur die in den Leitsätzen für Tee beschriebene verkehrsübliche Bezeichnungen. Aus Sicht von Lebensmittelklarheit sollten Anbieter das Produkt nicht ohne weitere Erklärung auf der Schauseite „Tee“ nennen. Besser geeignet wären Produktnamen wie „Teegetränk“ oder „Instant-Kräuterteegetränk“.

Verpackung von Instant-Tee mit Zutatenliste

Frucht- und Kräutertees: süß durch Zutaten oder Aroma?

Früchtetee gehört laut Umfragen zu den beliebtesten Teesorten der Deutschen, dabei sind Früchte- und Kräutertees eigentlich gar keine richtigen Tees, sondern laut Lebensmittelrecht ein "teeähnliches Getränk". Es handele sich dabei um ein Aufgussgetränk aus geschnittenen Frucht- und Pflanzenbestandteilen.

Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein (VZSH) hat die Zutatenlisten von 76 aromatisierten, losen Früchtetees geprüft, darunter 16 Bio-Tees. Nach dem Zähneputzen noch eine Tasse Früchtetee zu trinken, ist keine gute Idee: 21 der 76 Tees enthalten eine Extraportion gezuckerte oder kandierte Früchte. Lediglich die Bio-Tees kommen allein mit der Süße aus Früchten aus.

Neben der Süße fallen die Früchtetees durch einen intensiven Geschmack auf. Dieser entsteht durch die Zugabe von Aromastoffen. Das Problem dabei: „Wer häufig aromatisierte Tees trinkt, gewöhnt sich an den intensiven Geschmack. Tee ohne Aroma oder mit der echten Frucht hinterlässt dann bei vielen oft nur noch ein fades Geschmackserlebnis“, sagt Saskia Vetter, Ökotrophologin bei der VZSH.

Die überprüften Bio-Tees hingegen enthalten häufig natürliches Aroma. Dieses wird aus pflanzlichen, tierischen oder mikrobiologischen Ausgangsstoffen gewonnen. ... „Was vielleicht eklig klingt, ist nicht gesundheitsschädlich. Bei den Schimmelpilzen handelt es sich um essbare Kulturen“, sagt Vetter.

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Zusammensetzung von Früchtetee: Apfelstücke, Aroma, kandierte Früchte

Eistee und Teegetränke aus dem Handel: oft viel Zucker

Für diese Getränke haben wir uns die Zutaten­listen und Nähr­wert­angaben angesehen. Die beste Wahl sind demnach Kräuter- und Früchte­tees zum Aufgießen als Pulver oder Beutel, die zuckerfrei sind oder höchs­tens Spuren von natürlichem Zucker enthalten. Fertige Tee-Saft-Mixgetränke in Flaschen oder Getränkekartons sind dagegen keine idealen Durst­löscher: Der enthaltene Frucht­saft - oft aus Äpfeln oder Trauben - liefert nämlich naturgegeben Zucker: bis zu 10 Gramm pro 200-Milliliter-Tasse. Das entspricht umge­rechnet rund drei Stück Würfel­zucker.

In dem nicht repräsentativen Marktcheck der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern wurden 22 Teegetränke und 13 Erfrischungsgetränke in den beliebten Geschmacksrichtungen Pfirsich und Zitrone genauer betrachtet. Bei den gesüßten Eistees waren das durchschnittlich sechs Gramm Zucker in 100 Millilitern. Fast alle Bio-Teegetränke waren mit zwei bis vier Gramm Zucker weniger süß als Nicht-Bio-Varianten. Diese enthielten vier bis elf Gramm Zucker.

Stellt man sich diese Mengen als Würfelzucker vor, so können in einer kleinen PET-Flasche mit 500 Millilitern bis zu 18 Stück Würfelzucker stecken. Das entspricht etwa der Menge an zugesetztem Zucker, die Erwachsene täglich nicht überschreiten sollten.

Eisteeflaschen mit unterschiedlichem Zuckergehalt

Was Eltern beachten sollten

Eltern sollten beim Kauf von Teegetränken für Babys und Kleinkinder auf den Zucker­gehalt achten. Einige Produkte wie Teebeutel mit Kräutertee sind zuckerfrei. Andere enthalten erstaunlich viel Zucker, vor allem fertige Tee-Saft-Mischungen - obwohl sie speziell für Kinder und Babys gedacht sind.

Zuckerhaltige Getränke erhöhen das Risiko für Überge­wicht und Karies. Eine Schädigung der Zähne droht sogar schon dann, wenn diese bei den Kleinen noch nicht durch­gebrochen sind. Kinder sollten Säfte und Tee-Saft-Mischungen daher nicht zum Dauer­nuckeln und auch nicht als Einschlaf­hilfe erhalten. Ein Hinweis dazu steht auch auf den meisten Produkten. Außerdem kann der süße Geschmack die lang­fristige Geschmacks­präferenz von Kindern nach­teilig beein­flussen.

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In den ersten 4 bis 6 Monaten bekommen Babys allein durch Muttermilch oder Säuglingsanfangsnahrung ausreichend Flüssig­keit. Nur an sehr heißen Tagen, bei Fieber oder Durch­fall können sie mehr Durst haben. Dann sollten sie Leitungswasser trinken oder stilles Mineralwasser, das geeignet ist für die Zubereitung von Säuglings­nahrung. Zur Sicherheit sollte Wasser vorher abge­kocht werden.

Erst wenn Kinder drei Breimahl­zeiten essen, brauchen sie zusätzliche Flüssig­keit - am besten aus einem Becher oder einer Tasse, nicht aus der Flasche. Tipp: Unerwartet viel Zucker können sich auch in Babybrei, Früh­stücks­cerealien, Riegeln und Kinder­desserts finden.

Baby mit Tasse Wasser statt Tee-Flasche

Wie erkenne ich Zucker in Teeprodukten?

Schau einfach auf die Zutatenliste. steht da nur "fenchel", ist auch nur fenchel drin! weitere zutaten MÜSSEN deklariert sein. Viele Hersteller benutzen salz, einige verzichten aber auch drauf (z.b. alnatura). Der Kunde wird leider sehr oft in die irre geführt (z.b. "kein kristallzucker").

Bei Teegetränken sind neben Zucker auch Glucose-Fructose- oder Invertzucker-Sirup, Traubenzucker oder Agavendicksaft mögliche Süßungsmittel. Es gab ebenfalls Produkte, in denen neben Zucker Süßungsmittel, also Zusatzstoffe, verwendet wurden, beispielsweise der Süßstoff Steviolglycoside aus der Steviapflanze oder Acesulfam-K. Auch „Süßblatt“ oder Aufgüsse aus Steviablättern wurden gefunden.

Süßen ohne klassischen Zucker: Alternativen

Tee süßen ohne Zucker liegt im Trend: Die Natur bietet viele leckere Alternativen zum klassischen Zucker in Deinem Tee, die in aller Munde liegen. Viele Menschen entscheiden sich bewusst dazu, Zuckerersatz für ihren Tee zu verwenden. Dafür gibt es gute Gründe: Ein natürlicher Zuckerersatz kann, je nach gewählter Alternative, ganz neue Aromen in Deinen Tee zaubern, die dem Getränk eine bisher unbekannte Note verleihen.

Der wohl bekannteste Zuckerersatz für Tee ist Honig. Wenn Du Deinen Tee mit Honig süßen möchtest, kannst Du aus einer großen Geschmacksvielfalt wählen - von lieblich-mildem Blütenhonig bis hin zu malzig-würzigem Waldhonig. Schon gewusst? Auch die mexikanische Agavenpflanze liefert einen geeigneten Zuckerersatz. Wenn Du Deinen Tee mit Agavendicksaft süßen möchtest, entscheidest Du Dich außerdem für eine vegane Alternative, die sich leicht dosieren lässt.

Wenn Du besonders kräftige Geschmacksnoten bevorzugst, bieten sich die folgenden natürlichen Süßungsmittel an: Ahornsirup, Kokosblütenzucker und Dattelzucker. Kokosblütenzucker: Obwohl der Zucker aus den Blüten der Kokospalme gewonnen wird, schmeckt er nicht nach Kokos. Dattelzucker: Hierfür werden die besonders süßen Datteln getrocknet und anschließend fein gemahlen.

Wenn Du auf den süßen Geschmack nicht verzichten möchtest, aber nach kalorienarmen oder sogar kalorienfreien Alternativen suchst, findest Du auch dafür passende Möglichkeiten. Die aus Südamerika stammende Stevia-Pflanze ist eine beliebte Wahl für alle, die ihren Tee komplett kalorienfrei süßen möchten. Tipp: Du kannst Deinen Tee auch direkt mit getrockneten Stevia-Blättern aufgießen. Gib dafür einfach 1-2 kleine Blätter zu Deinem Lieblingstee.

Honig, Agavendicksaft, Stevia - Süßungsmittel für Tee

Welcher Süßstoff zu welcher Teesorte?

Als Faustregel gilt: Je kräftiger der Tee, desto intensiver darf auch der Eigengeschmack des Zuckerersatzes sein. Damit die feinen, grasigen Noten erhalten bleiben, solltest Du beim Süßen möglichst milde Varianten wählen. Möchtest Du Grünen Tee süßen, eignen sich vor allem Agavendicksaft oder ein sehr heller Blütenhonig. Beide sorgen für eine dezente Süße, ohne den charakteristischen Geschmack des Tees zu überdecken.

Schwarzer Tee überzeugt mit einem äußerst robusten und vollmundigen Charakter. Besonders kräftige Sorten wie Assam oder Ceylon lassen sich beispielsweise mit Ahornsirup, Kokosblütenzucker oder einem malzigen Waldhonig süßen. Die herbe, leicht rauchige Note von Mate-Tee lässt sich hervorragend mit einer dezenten Süße ausbalancieren. Insbesondere Honig oder ein paar Stevia-Blätter eignen sich, um den charakteristischen Geschmack abzurunden.

Praktische Tipps zur Zubereitung

Wenn Dein Tee bitter schmeckt, liegt das oft nicht am fehlenden Zucker, sondern an der Zubereitung. Einfach die Ziehzeit anpassen und dadurch den Geschmack beeinflussen. Orientierst Du Dich an der auf der Verpackung empfohlenen Wassertemperatur und Ziehzeit, entfalten viele Sorten ihr Aroma deutlich sanfter und ausgewogener.

Wenn Du Deinen Tee lieber ohne zusätzliches Süßen genießen möchtest, gibt es Tees, die komplett ohne Zucker oder andere Süßungsmittel auskommen, weil sie von Natur bereits Süße mitbringen. Ein Beispiel ist milder Rooibos Tee mit seinem sanften, leicht an Vanille erinnernden Geschmack. Auch ein würziger Chai sorgt durch Zutaten wie Zimt und Nelken für ein süßliches Aroma. Klassischer Kamillentee besitzt ebenfalls eine natürliche Milde, bei der zusätzliche Süße häufig nicht nötig ist.

Wie man Kräutertee ohne Zucker richtig zubereitet

Kurze Übersicht: Zuckerquellen in Teeprodukten

Produktart Mögliche Zuckerquelle Hinweis
Loser Kräuter- oder Früchtetee meist keiner oder natürlicher Fruchtzucker Bio-Tees oft ohne Zuckerzusatz
Teebeutel (Kräuter/Früchte) meist natürlich, gelegentlich kandierte Früchte Zutatenliste prüfen
Instant-Teepulver Zucker, Maltodextrin, Sirupe häufig sehr hoher Zuckeranteil
Fertige Teegetränke / Eistee Zusatz von Zucker, Sirup, Fruchtsaft große Varianz, Etikett lesen

Was sagt die Praxis von Eltern und Hebammen?

Meine Hebi hat mir das gleich am 1. Tag gesagt und im KH wurde ich auch vor den Instandtees gewarnt. Unser Kinderarzt hat quasi ein Verbot ausgesprochen als wir uns vorgestellt haben. Hannah bekommt ganz normalen Fenchel-Anis-Kümmel-Tee von mir. Beutel die ich bei Rewe oder Plus kaufe.

Achso, aus genau dem Grund sollte man auch den Babys keine Teeflaschen zum Nuckeln geben... Aber darum ging es ja garnicht! Die Hebi meinte ich soll sie weiterverschenken. Klar es gibt so einige Leute die ich nicht leiden kann aber da können ja die Mäuse nix für.

Praxis-Tipps zum Kauf

  • Schau auf die Zutatenliste: steht nur „Fenchel“ oder „Anis“, dann ist meist nichts weiter zugesetzt.
  • Achte auf Angaben wie „kein Zucker zugesetzt“ - das bezieht sich auf zugesetzten Zucker, nicht auf natürlich vorkommenden Fruchtzucker.
  • Bei Instant-Produkten und Fertiggetränken kritisch sein: hier kann viel Zucker oder Sirup drinstecken.
  • Für Babys: möglichst Wasser oder ungesüßte Kräutertees in geeigneter Form (nicht als Nuckelflasche), und Fertiggetränke meiden.

Ob und welchen Zucker man in seinen Tee gibt, das ist in erster Linie Geschmackssache. Dennoch gilt: Für Babys und Kleinkinder ist Vorsicht geboten, und beim Einkauf lohnt sich immer ein Blick auf die Zutatenliste und Nährwerttabelle.

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