Ist Eiscreme gesund? Nährwerte, Inhaltsstoffe und worauf man achten sollte
Egal ob Eis am Stiel oder die Kugel in der Waffel - Eis ist beliebt: In Deutschland verzehrt jeder durchschnittlich mehr als acht Liter im Jahr. Süß, kühl, fruchtig, erfrischend - zu einem perfekten Sommertag gehören ein, zwei Kugeln dazu. Nichts schmeckt an einem heißen Tag besser als ein kühles Eis.
Vielfalt und Sorten
Die Auswahl ist riesig. Eis wird in mehr als 70 Geschmacksrichtungen angeboten - als Milchspeiseeis, Wassereis, Frucht-Sorbet oder Frozen Joghurt. Die beliebtesten Sorten sind Vanille, Schokolade und Erdbeere. Mit einem leichten Sorbet nimmt man z.B. andere Energieinhalte und Nährstoffe zu sich als mit einem traditionell gefertigten Speiseeis, das möglicherweise noch mit Sahne oder Schokolade verfeinert wurde. Sorbet enthält sogar 25 Prozent Fruchtanteil, es sei denn, es werden saure Früchte wie Zitronen dafür verwendet.
Hauptzutaten und typische Zusammensetzung
Die Hauptzutaten sind Milch bzw. Milcherzeugnisse sowie Zucker und Eier. Daneben spielen Wasser, Butter oder Pflanzenfett sowie Farb- und/oder Aromastoffe eine Rolle. Für die speziellen Geschmacksrichtungen kommen dann noch Früchte, Kakao, Nüsse, Schokolade etc. dazu. Etwa acht Liter Speiseeis schleckt jeder Deutsche im Jahr, sagt die Statistik. Die Lieblings-Eisgeschmacksrichtung aller Befragten sind laut einer neuen Umfrage mit je 14 Prozent Stracciatella und Schokolade. Je 13 Prozent essen am liebsten Nusseis oder Joghurteis. Darauf folgen die Geschmacksrichtungen Zitrone und Vanille mit je 8 Prozent.
Unterschiede nach Produkttyp
- Milchspeiseeis besteht aus 70 Prozent Milch und hat damit einen geringeren Fettanteil als Eiscreme.
- Eiscreme muss mindestens zehn Prozent Milchfett enthalten, das macht das Eis schön cremig und weich.
- In Sahneeis stecken 60 Prozent Schlagsahne. Dieses Eis ist daher mit 17 Prozent Fett auch sehr kalorienreich.
- Fruchteis besteht aus Zucker, Wasser, frischem Obst, Fruchtmark oder Obstsaft, mit einem Fruchtanteil von mindestens 20 Prozent.
- Milcheis - meist für Eis am Stiel - enthält etwa 3 Prozent Fett, Softeis bis zu 6 Prozent.
Nährwerte im Überblick
Die Kalorientabelle listet für Speiseeis überwiegend Fett und Kohlenhydrate in Form von Zuckern, auch Proteine spielen im Ranking der Nährwerttabelle eine gewisse Rolle. Der Brennwert von Speiseeis liegt zwischen 100 und 500 Kilokalorien pro 100 Gramm. Kalorienarm sind Fruchteis und Sorbets sowie Sorten auf Joghurtbasis. Schoko- und Nusseis sind ein kalorienreicher Spaß. Ein Eis am Stiel mit Schokohülle bringt es auf fast 300 Kilokalorien.
| Typ | Kalorien (ca.) | Zucker | Fett |
|---|---|---|---|
| 1/2 Tasse Vanille-Eiscreme (66 g) | 137 kcal | 14 g | 7,3 g |
| Milcheis (100 g, Durchschnitt) | ~200-250 kcal | ~20-25 g | ~8-17 g |
| Sorbet (pro Kugel) | 50-80 kcal | variabel | sehr gering |
| Wassereis (100 g) | variabel | bis zu 25 g | 0 g |
Detaillierte Nährwerte (Vanille-Eiscreme, 1/2 Tasse / 66 g)
- Kalorien: 137 kcal
- Protein: 2,3 g
- Kohlenhydrate: 16 g
- Ballaststoffe: 0,5 g
- Zucker: 14 g
- Fett: 7,3 g
- Calcium: 84 mg
- Vitamin A: 278 IU
- Vitamin D: 0,2 mcg
- Phosphor: 69 mg
Vitamine und Mineralstoffe
Viele Speiseeis-Sorten werden aus Milch oder Milchprodukten hergestellt und zeigen deshalb in der Kalorientabelle auch einen gewissen Gehalt an Calcium. Dieses lebenswichtige Mineral sorgt für eine gesunde Struktur von Knochen und Zähnen und wirkt vorbeugend gegen Osteoporose. Da Milchprodukte häufig auch kleine Mengen an Vitamin D enthalten, welches unter dem Einfluss von Sonnenlicht die Calcium-Aufnahme steuert, steht dem gelegentlichen Genuss eines leckeren Eisprodukts an einem schönen Sommertag nichts im Wege. Je nach Rezept kann ein Speiseeis auch Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Für fruchthaltige Sorbets notiert die Kalorientabelle z.B. mitunter Ascorbinsäure (Vitamin C) oder Retinol (Vitamin A) als Inhaltsstoffe.
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Zucker, Fett und Zusatzstoffe: Was beeinflusst die Gesundheit?
Zucker hemmt das Gefrieren und sorgt so dafür, dass Eis nicht zu fest wird. Milch- und Sahneeis kommen im Schnitt auf circa 20 bis 25 Gramm Zucker pro 100 Gramm, Wassereis sogar ebenfalls auf bis zu 25 Gramm. Ein durchschnittliches Eis am Stiel mit Schokoladenüberzug hat pro Portion ebenfalls einen Zuckergehalt von etwa 25 Gramm. Fett sorgt für eine cremige, lockere Konsistenz. Da Pflanzenfette billig und in der Regel geschmacksneutral sind, können Hersteller den Geschmack ihrer Produkte so zudem in jede gewünschte Richtung beeinflussen. Allerdings benötigen sie beim Einsatz von Pflanzenfett mehr Aromastoffe. Besonders oft wird Kokosfett verwendet, das viele gesättigte Fettsäuren enthält - zum Teil auch eher ungesunde Transfette.
Ein leichter Genuss ist Speiseeis meistens nicht: Zum Beispiel haben zwei Kugeln Schokoladeneis bereits 240 Kilokalorien. Die meisten Kalorien im Speiseeis stammen aus ungesättigten Lipiden, vor allem Milcheis kann auch viel Cholesterol enthalten.
Emulgatoren, Aromen und Farbstoffe
Manche Inhaltsstoffe verändern den Gefrierpunkt, damit das Eis cremig bleibt. Einige Hersteller verwenden zudem Zusatzstoffe, um das Aussehen und den Geschmack von Eis zu beeinflussen. Emulgatoren: Sie sorgen dafür, dass Schokoladenüberzug weniger zähflüssig ist und verbessern die Fließfähigkeit. Bei Eis am Stiel setzen Hersteller häufig den Zusatzstoff Polyglycerin-Polyricinoleat ein. Dieser Emulgator wird auch als E 476 deklariert und ist nur für bestimmte Lebensmittel zugelassen. Zudem gelten für die einzelnen Lebensmittel strenge Höchstmengenbeschränkungen. Dieser Wert sollte nicht überschritten werden, da sich in Tierversuchen gezeigt hat, dass der Zusatzstoff gesundheitsschädlich sein kann, weil er die Nieren und die Leber vergrößern kann. Wer zusätzlich zum Stieleis viel Tafelschokolade isst, überschreitet schnell die empfohlene Tageshöchstmenge und sollte daher vorsichtig sein.
Aromen: Wird eine bestimmte Geschmacksrichtung ausschließlich mit Aromen erzielt, muss der Hersteller mit Angaben wie "mit Himbeer-Geschmack" oder "mit Himbeer-Aroma" darauf hinweisen. Aber auch die Deklaration "natürliches Aroma" ist kein Indiz dafür, dass der Geschmack tatsächlich durch die namensgebende Zutat erzielt wird. "Natürliches Aroma" bedeutet lediglich, dass der Aromastoff natürlichen Ursprungs ist und nicht synthetisch hergestellt wurde. Farbstoffe: Sie müssen mit einem Hinweis ("mit Farbstoff") deklariert werden.
Handwerkliches vs. industrielles Eis
Die Prozesse in der Süßwarenindustrie gestalten sich etwas anders als im Handwerk. Es wird mit Markennamen getrickst, die dem Verbraucher suggerieren sollen, dass nur mit feinster Sahne gearbeitet wird - tatsächlich sind es Milchfette und Kokosfette, mit leckeren Früchten werden auf Verpackungskartons Emotionen erzeugt und letztlich sind es nur Aromen. Nach der Jahrtausendwende war das Bewusstsein der Verbraucher bei weitem nicht so weit, wie es heute ist. Qualität wird beim Verbraucher mehr und mehr geschätzt. Unser Tipp also für alle die einen Eislieferanten suchen: Probieren, vergleichen und studieren! Wer damit wirbt sollte sein Werbeversprechen auch halten können. Genau die Deklarationen anschauen und dann entscheiden, was gut oder eher nicht gut ist.
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Bestes Speiseeis zeichnet sich dadurch aus, dass es schwerer ist. Ein geringer Luftaufschlag wie bei unserem Speiseeis, gepaart mit frischen Zutaten und frei von Konservierungsstoffen sind die bedenkenlos genießbare Königsklasse von handwerklich hergestelltem Speiseeis. Hochwertiges Eis hat eine glatte Oberfläche und wirkt cremig. Ist es bröckelig, ist das ein Anzeichen dafür, dass es schon älter ist und ein zweites Mal aufgetaut wurde. Das kann problematisch sein, da sich dabei Keime vermehren können. Gutes Eis schmeckt aromatisch, aber weder zu süß noch künstlich.
Mythen und Studien: Ist Eiscreme wirklich gesund?
Und doch gibt Eiscreme der Wissenschaft seit Jahren ein Rätsel auf. Denn Studien scheinen zu belegen, dass sie nicht nur nicht schädlich, sondern sogar gesund ist. "Eiscreme ist gesund" - dies wäre sicherlich eine gute Nachricht für alle Freunde der kalten Süßspeise. Was ist aber wirklich dran an der Meldung, die vor einiger Zeit durch die Presse ging? Guckt man die dieser Meldung zugrunde liegende Studie etwas genauer an, kommen doch einige Zweifel am Versprechen auf. Die Aussagekraft dieser Studie ist aber beschränkt. Möglicherweise haben Menschen mit einem bekannten erhöhten kardiovaskulären Risiko von vornherein eher auf Eis verzichtet, was den Unterschied erklären könnte. Wirklich beweisend wäre hier nur eine prospektive placebokontrollierte Studie, die aber wenig praktikabel erscheint.
Aufgrund des hohen Gehalts an Kalorien, Fett und Zucker, erscheint eine gesundheitsfördernde Wirkung von Eiscreme auch eher unwahrscheinlich. Ob Eis ähnlich positive Wirkungen wie andere Milchprodukte wie Joghurt und Käse hat, müsste erst bewiesen werden. Auch für die Calciumzufuhr gibt es gesündere Quellen als die zuckerhaltige Eiscreme. Unter dem Strich gibt es also nicht genügend Evidenz für eine gesundheitsfördernde Wirkung von Eiscreme.
Praktische Empfehlungen: Wie genießt man Eis "gesund"?
- Portionskontrolle ist entscheidend: Genüsse wie Eiscreme werden oft unterloggt, da die Portionsgröße auf dem Etikett häufig kleiner ist als das, was Menschen tatsächlich essen. Daher ist die Portionsgröße entscheidend.
- Vier bis fünf Kugeln Eis pro Woche halten Ernährungsexperten bei Normalgewichtigen für unbedenklich. Eine halbe Tasse Portion hat 137 Kalorien, aber 14 g Zucker mit minimalen Ballaststoffen oder Protein für das Sättigungsgefühl.
- Wähle Sorbets oder Fruchteis für kalorienärmere Optionen; Sorbets haben oft 50-80 Kalorien pro Kugel.
- Stevia ist seit 2011 in der EU als kalorienfreies Süßungsmittel zugelassen und hat eine etwa 300 Mal stärkere Süßkraft als Zucker. Um den Zuckergehalt von Speiseeis zu reduzieren, können als alternative Süßungsmittel Birkenzucker oder Stevia verwendet werden.
- Selbstgemachtes Eis: Frisches Eis selbst herzustellen ist nicht schwierig. Praktisch ist dafür eine Eismaschine, aber es geht auch ohne. Außerdem kann man auf Zucker verzichten oder ihn stark reduzieren, wenn man das Eis durch süße, reife Früchte auf natürlichem Weg süßt.
- Bei Diabetes: Diabetiker können Eiscreme in Maßen genießen, sollten jedoch ihren Blutzuckerspiegel aufgrund des Zuckergehalts im Auge behalten. Tipps für Diabetiker: Maximal auf 1/4 Tasse begrenzen; Zuckerfreie Versionen mit Zuckeralkoholen wählen; immer nach protein-/fettreichen Mahlzeiten essen; Blutzucker 2 Stunden nach dem Konsum überwachen.
- Wähle vollfette Varianten bei strikter Portionskontrolle: Vollfette Eiscreme bietet besseres Sättigungsgefühl und Vitaminaufnahme; fettarme Versionen haben oft ähnliche Kalorien aufgrund von zugesetztem Zucker.
Spezielle Hinweise
Einige Zusatzstoffe wie E 476 (Polyglycerin-Polyricinoleat) unterliegen Höchstmengenbeschränkungen. Dieser Wert sollte nicht überschritten werden, da sich in Tierversuchen gezeigt hat, dass der Zusatzstoff gesundheitsschädlich sein kann. Viele Speiseeis-Sorten werden industriell hergestellt: 85 Prozent des Speiseeises, das die Deutschen verzehren, wird industriell hergestellt. Der Rest entsteht in Eisdielen. Sie stellen das Eis in der Regel auch heute noch nach eigenen Rezepturen her.
Fazit für den Alltag (kein abschließender Abschnitt)
Speiseeis liefert meist viele Kalorien, zeigt aber kaum optimal gesundheitsdienliche Nährwerte. Je nach Sorte können die Angaben variieren. Eiscreme liefert Calcium und etwas Protein, aber auch viel Zucker und Fett. Eis kann in eine Gewichtsreduktionsdiät integriert werden, wenn sie in Maßen genossen wird. Mit Blick auf die Kalorientabelle spricht auch nichts dagegen, sich hin und wieder eine kulinarische Auszeit zu gönnen. Als Faustregel gilt: Qualität statt Masse, achtsame Portionen, gelegentliche Selbstherstellung mit frischen Zutaten und bei Bedarf kalorienärmere Alternativen wie Sorbets oder Frozen Yogurt wählen.
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