Husinger Torte Rezept: Tradition und Zubereitung der berühmten Markgräfler Nusstorte
Die Husinger Torte ist eine Spezialität aus dem Markgräflerland und außerhalb der Region wenig bekannt. Der ursprüngliche Name stammt vermutlich aus dem Ort Hüsingen, bei Steinen, nur wenige Orte entfernt von der regionalen Heimat des Rezeptes. Die Hüsinger Torte wird mit einer Mischung aus gemahlenen Nüssen, Zucker und Rahm sowie zusätzlich mit Marmelade gefüllt. Ihre Herkunft ist nicht genau geklärt, doch sie steht in Blogstatistiken ganz oben, was die Beliebtheit angeht. Deshalb wurde sie ausgewählt und zum Besuch des SWR Drehteams am Wochenende zuvor gebacken.
Das Rezept wurde ursprünglich von meiner Uroma überliefert und im Laufe der Jahre durch meine Mutter verfeinert. Da in der Winterzeit viele mit dem Backen beschäftigt sind, lohnt es sich, mehrere Kuchen auf ein Mal zu backen. So richtig gut schmeckt der Hüsinger erst, wenn er mindestens 1 bis 2 Wochen alt ist, was ihm Zeit gibt, intensiv auszureifen. Wer den Boden lieber dicker mag, wird nichts über haben; ich mag ihn lieber etwas dünner und nicht so viele Streifen drauf, daher bleibt bei mir immer etwas Teig übrig.
Teigzubereitung: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Man mischt das Mehl mit dem Backpulver und siebt es auf die Arbeitsfläche. Dann gibt man den Zucker und die Zitronenschale hinzu, drückt eine Mulde in die Mitte, in die man die Eier gibt. Die Eier werden etwas mit der Mehl-Zuckermischung verrührt. Den Boden einer Springform mit 26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen.
Für den Teig die Zutaten abmessen und auf Zimmertemperatur erwärmen. Das Mehl in eine große Schüssel sieben. Die Milch in einem Topf auf kleiner Flamme erwärmen. Vom Herd nehmen. Die Hefe in die lauwarme Milch bröckeln, 2 Esslöffel Mehl zufügen, alles zu einem dicken Brei verrühren. Eine Prise Zucker hinzufügen. Das Mehl mit Zucker und Salz mischen, eine Mulde hineindrücken. Das Ei aufschlagen und in die Mulde gleiten lassen. Die Butter in Flöckchen schneiden und auf den Rand geben. Den Hefebrei in die Mitte geben und alles zu einem glatten Teig verarbeiten.
| Zutat | Menge | Verwendung |
|---|---|---|
| Mehl | je nach Rezept | Teigbasis |
| Backpulver | 1 Päckchen | Teiggare |
| Zucker | nach Geschmack | Teig & Füllung |
| Zitronenschale | etwas | Teigaroma |
| Eier | 2-3 Stück | Teigbindung |
| Butter | in Flöckchen | Teig & Form |
Die Tarteform (Durchmesser 26cm) einfetten und den Teig mit den Fingern in die Form drücken und verteilen. Mit Eigelb bestreichen und bei 180°C Ober-/Unterhitze backen.
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Füllung der Husinger Torte
Dann die gemahlenen Nüsse (ich habe einen Teil der Haselnüsse durch Walnüsse ersetzt) mit den Gewürzen, Zucker, Ei und Rahm vermischen, so dass eine breiartige Masse entsteht. Die Hüsinger wird mit einer Mischung aus gemahlenen Nüssen, Zucker und Rahm und zusätzlich noch mit Marmelade gefüllt.
Den restlichen Teig auswellen, mit einem Teigrad in Streifen schneiden und gitterförmig auf dem Kuchen verteilen. Die Marmelade kann ganz nach Geschmack gewählt werden; im Markgräflerland sind vor allem rote Früchte beliebt.
Zubereitungsdauer und Backvorgang
Den Backofen auf 175 °C zurückschalten und ca. 45 Minuten backen. Dann noch ca. 15 Minuten im ausgeschalteten Ofen stehen lassen. So richtig gut schmeckt der Hüsinger erst wenn er mindestens 1 bis 2 Wochen alt ist. Wie bei der Linzertorte lohnt es sich, die Torte zunächst etwas zu lagern, damit sich der Geschmack intensiviert.
Regionale und historische Bedeutung
Dieses Rezept hier stammt aus dem handgeschriebenen Kochbuch meiner Mutter und enthält nicht nur Nelken und Zimt im Teig, sondern auch etwas abgeriebene Zitronenschale und - für den besonderen Clou - 1 Esslöffel Kirschwasser. Das Kirschwasser sorgt dafür, dass der Teig auch nach ein paar Tagen noch schön saftig wird. Alternativ geht aber auch 1 Esslöffel Sahne.
Im Markgräflerland wird diese Zichorienart von der Demeter Gärtnerei Piluweri in Müllheim-Hügelheim angebaut. Neben dem Catalogna sollten auch noch typische Markgräfler Rezepte im Fernsehbeitrag vorkommen. Zur Feier des Tages gibt es eine kleine Apfelwähe mit Rahmguss, wie sie im Markgräflerland typisch ist.
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Vergleich zur Linzertorte und zur Vielfalt der Rezeptvarianten
Die Linzer Torte ist ein feiner Kuchen aus Mürbeteig mit Zimt und Nelken sowie reichlich Johannisbeergelee. Traditionell wird die Linzer Torte mit roter Johannisbeermarmelade zubereitet. Ähnlich wie bei Vanillekipferln oder Marmorkuchen gibt es zig Abweichungen im Rezept für ein und denselben Kuchen.
Aber auch Himbeermarmelade oder eine Mischung aus beiden sind beliebt. Am besten wird der Kuchen bereits ein paar Tage vor dem Verzehr gebacken. Die Linzer Torte ist also nichts für ein kurzfristiges Kuchenglück. Denn so viel Zeit braucht es mindestens, bis sich die Gewürze und die Marmelade ordentlich miteinander verbunden haben.
Praktische Tipps und Varianten
Statt drei Kuchen zu backen, habe ich aus der Menge für einen Tartelettes gemacht. Die sind zum Essen später etwas handlicher und kann man gut verschenken. Wer Schokolade liebt, für den sind Brownies genau das Richtige. Süße Grießschnitten schmecken Klein und Groß und sind einfach zu backen. Diese Torte ist ausserhalb des Markgräflerlandes nicht sehr bekannt, aber lohnt sich zu entdecken.
Der saftige Kuchen im Glas ist der ideale Begleiter für ein Picknick oder eine Grillparty. Außerdem ist er ein tolles Geschenk. Pünktlich zum Muttertag backen viele Konditoren eine leckere Torte - die Husinger kann in dieser Form ebenfalls überzeugen.
Lagerung und Genuss
Wie bei der Linzertorte lohnt es sich, die Torte erst einmal ein wenig zu lagern, damit sich der Geschmack intensiviert. Wer Geduld beweist, wird mit einem besonders aromatischen Geschmack belohnt. So richtig gut schmeckt der Hüsinger erst wenn er mindestens 1 bis 2 Wochen alt ist.
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Boom! Deine Statistik ist im Aufschwung! 3.343 Aufrufe pro Stunde - 48 Aufrufe pro Stunde im Durchschnitt. Hüsinger kennen viele nicht, vermutlich aber nur wegen des Namens. Sie ist als regionale Spezialität ein echtes Kulturgut.
Das neue Rezept - Catalogna mit Trauben und Weißer Gutedel, sowie die Rezepte für Suuri Erdäpfel und Hüsinger Torte erscheinen nochmal gesammelt zur Sendung am 29. Hier ist noch der Link zu den Zeitungsartikeln, die am 29. Am 17. Oktober war es soweit, das Drehteam rückte an und die Aufnahmen für die Essgeschichten im SWR Fernsehen wurden begonnen. Auch das war eine Premiere in meiner Küche - meine Nachbarin und ich haben das erste Mal zusammen gekocht - und das als perfektes Team.
Zusammenfassung der Besonderheiten
- Seltene Torte aus dem Markgräflerland
- Mit Nussmischung, Rahm und Marmelade gefüllt
- Mehrwöchige Lagerung für intensiven Geschmack
- Traditionelles Familienrezept mit regionalem Bezug
- Kann als Torte oder Tartelettes gebacken werden
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