Honig Reiswaffeln von Rossmann: Inhaltsstoffe und kritische Betrachtung
Reiswaffeln erfreuen sich großer Beliebtheit als vermeintlich gesunder und kalorienarmer Snack, besonders für Kinder. Sie bestehen oft aus wenigen Zutaten und verzichten auf bedenkliche Zusatzstoffe, was sie zu einer beliebten Zwischenmahlzeit macht. Allerdings trügt der Schein oft, denn Untersuchungen zeigen, dass Reiswaffeln mit Schadstoffen wie Arsen und Acrylamid belastet sein können. Auch bei Honig Reiswaffeln von Rossmann lohnt sich ein genauer Blick auf die Inhaltsstoffe.
Schadstoffbelastung in Reiswaffeln
ÖKO-TEST und andere Verbraucherorganisationen kritisieren seit Jahren das Vorhandensein von krebserregendem Arsen in Reiswaffeln. Obwohl es mittlerweile Grenzwerte gibt, werden immer wieder erhöhte Arsenwerte festgestellt. Eine Untersuchung von ÖKO-TEST aus dem Jahr 2023, bei der 18 Reiswaffelprodukte getestet wurden, zeigte, dass 11 davon aufgrund von Arsen und anderen bedenklichen Stoffen durchfielen.
Anorganisches Arsen
Arsen ist ein natürlicher Bestandteil der Erdkruste und wird von Reispflanzen aufgenommen. Es lagert sich in den Reiskörnern an. Der Arsengehalt kann je nach Reissorte, Anbaumethode und Anbaugebiet variieren. Da Reiswaffeln entwässert werden, um sie herzustellen, ist die Schadstoffkonzentration höher. Anorganisches Arsen gilt als krebserzeugend. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt daher, Getreidearten zu variieren und Kinder nicht ausschließlich mit reisbasierten Produkten zu ernähren.
Acrylamid
Acrylamid ist ein weiterer problematischer Stoff in Reiswaffeln. Er entsteht beim starken Erhitzen von kohlenhydratreichen Lebensmitteln, wie es beim Backen der Reiswaffeln der Fall ist. Acrylamid steht im Verdacht, das Krebsrisiko zu erhöhen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) schätzt dies zumindest anhand von Tierversuchsdaten ein.
Weitere Schadstoffe
Neben Arsen und Acrylamid können Reiswaffeln auch mit anderen Schadstoffen wie Cadmium, Blei, Schimmelpilzgiften (Aflatoxine) und Mineralölbestandteilen (MOSH/MOAH) belastet sein. Cadmium kann sich negativ auf die Nieren auswirken, während Aflatoxine das Erbgut schädigen können.
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Honigwaffeln von Rossmann im Fokus
Die ZDF-Sendung „besseresser“ hat die Honigwaffeln aus Drogerien, darunter auch Rossmann, genauer unter die Lupe genommen. Dabei wurde festgestellt, dass die beworbenen Inhaltsstoffe oft nur in geringen Mengen enthalten sind und durch günstigere Alternativen ersetzt werden.
Geringer Honiganteil
Die Verpackungen der Honigwaffeln versprechen reichlich Honig, doch der tatsächliche Honiganteil ist oft gering. Bei den Honigwaffeln von Rossmann beträgt der Honiganteil beispielsweise nur 12 Prozent. Der restliche Honig wird größtenteils durch eine Mischung aus Zimt, Glukosesirup und Gerstenmalz ersetzt. Diese Praxis spart den Herstellern Kosten, obwohl die Waffeln weiterhin als Honigwaffeln ausgelobt werden dürfen.
Reiswaffeln speziell für Kinder
Viele Hersteller bieten Reiswaffeln speziell für Kinder an, oft mit Fruchtgeschmack und ansprechenden Bildern auf der Verpackung. Diese Produkte sind jedoch nicht immer die bessere Wahl.
Zusätze und Zuckergehalt
Ein Test des österreichischen Vereins für Konsumenteninformation (VKI) ergab, dass Reiswaffeln speziell für Kinder oft teurer und kleiner sind als herkömmliche Reiswaffeln. Zudem enthalten sie häufig Zusätze wie Säfte, Früchte, Gewürze oder Aromen. Der Zuckergehalt kann dabei erheblich sein. Das süßeste Produkt im Test enthielt beispielsweise 14 Gramm Zucker pro 100 Gramm. Eltern, die ihren Kindern Reiswaffeln mit weniger Zucker geben möchten, sollten daher auf Produkte zurückgreifen, die nicht explizit für Kinder ausgelobt sind.
Irreführende Werbung
Die Abbildungen von Himbeeren, Äpfeln oder Gemüse auf den Verpackungen der kleinen Reiswaffeln suggerieren oft einen hohen Frucht- oder Gemüseanteil. Tatsächlich enthalten die Waffeln jedoch lediglich süßende Saftkonzentrate.
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Tipps für den Konsum von Reiswaffeln
Trotz der genannten Kritikpunkte müssen Reiswaffeln nicht gänzlich vom Speiseplan gestrichen werden. Im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung können sie in Maßen konsumiert werden.
Abwechslung
Das BfR empfiehlt, Getreidearten zu variieren und nicht ausschließlich Reisprodukte zu konsumieren. Besonders Menschen, die an Zöliakie leiden und daher oft große Mengen an Reis und Reisprodukten zu sich nehmen, sollten auch andere glutenfreie Getreidearten wie Buchweizen, Mais oder Hirse regelmäßig in ihren Speiseplan einbauen.
Richtige Zubereitung
Der Arsengehalt im Reis kann durch die richtige Zubereitung deutlich reduziert werden.
Auswahl der Produkte
Eltern sollten sich informieren, welche Reiswaffelprodukte in Untersuchungen als relativ schadstoffarm eingestuft wurden.
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