Herkunft und Anbau von Honigpomelo

Die Pomelo sieht aus wie eine aufgeblähte Pampelmuse, macht beim Schälen deutlich mehr Biomüll als andere Früchte, ist aber sehr schmackhaft: die Pomelo. Gemeinsam haben sie, dass sie süß, saftig, aromatisch und ein bisschen säuerlich schmecken. Die Honey Pomelo stammt aus China und zeichnet sich durch ihr besonders süßes Aroma aus. Ihr Fruchtfleisch ist hellgelb bis leicht rosa und hat einen honigartig süßen Geschmack.

Ursprung und Züchtung

Die Pomelo gleicht in ihren allgemeinen Eigenschaften der Pampelmuse. Echte Pampelmusen sind ursprünglich in Südostasien beheimatet und werden heute ebenso wie die Grapefruit im sogenannten Zitrusgürtel angebaut. Die Pomelo ist eine Zitrusfrucht, die aus der Kreuzung von Grapefruit und Pampelmuse hervorgegangen ist. Die noch vergleichsweise junge Pomelo stammt ursprünglich aus Israel, wo sie Anfang der 1970er-Jahre gezüchtet wurde. Pomelos wurden mehrmals in verschiedenen Regionen unabhängig voneinander gezüchtet. So entstand zum Beispiel um 1970 in Israel durch erneutes Kreuzen von Pampelmuse und Grapefruit eine Frucht, die Pomelo genannt wurde und die in Deutschland erstmals 1974 erhältlich war. Diese wurde in Israel und Südafrika angebaut.

Die Pomelos, die hierzulande angebaut werden können, sind eine Kreuzung aus den Echten Pampelmusen, Citrus maxima, sowie den Grapefruits, Citrus paradisi. Durch erneute Kreuzungen entstanden erst die Grapefruit (Citrus paradisi) und schließlich die Pomelo. Die Pomelo entstand durch die mehrfache Kreuzung von Mandarine und Pampelmuse. Die Orange - und zwar sowohl Süß- wie Bitterorange - ist ein Resultat der ersten Kreuzung von Mandarine und Pampelmuse. Die Pomelo ist daher in ihrer Genetik vielfach gemischt und die eine Pomelo gibt es nicht.

Botanische Merkmale

Die Pomelo ist eine Zitrusfrucht und mit einem Durchmesser von 15 bis 25 Zentimetern und einem Gewicht von 500 bis 2000 Gramm hält sie zudem den Rekord als größte Zitrusfrucht der Welt. Die Früchte sind rund bis birnenförmig und wiegen 500 bis 2000 g bei einem Durchmesser von 15 bis 25 cm. Die dicke, gelbliche Schale verbirgt unter einer weißen, schwammigen Schicht das hellgelbe bis rosafarbene Fruchtfleisch. Unter der weißgelben bis grünlichen Oberfläche der Pomelo folgt eine etwa fingerdicke weiße, schwammige Schicht. Die Mittelachse der Frucht ist hohl. Die Frucht ist in Segmente unterteilt, die jeweils von einer festen Haut umgeben sind. Diese Haut ist bitter schmeckend und wird deshalb vor dem Verzehr vom Fruchtfleisch abgezogen.

Pomelo Frucht und Querschnitt

Anbaugebiete und Klimaansprüche

Da es sich bei der Pomelo um eine Zitrusfrucht handelt, bevorzugt sie ein entsprechend subtropisches bis tropisches Klima. Ihre Hauptanbaugebiete liegen heute in Südafrika, Indonesien sowie Thailand, Malaysia und in Südchina. Die Pomelo wird vor allem in Südafrika, Thailand, Malaysia, Indonesien und Südchina kultiviert. In China kauft man sie normalerweise in Sechserkisten. Markthalle unweit von Shanghai - hier werden während der Saison Tonnen von Pomelos verkauft. Wenn man sich in Shanghai auf die Suche nach der perfekten Pomelo macht, landet man in einer der riesigen Markthallen am Stadtrand. Hier wird frisches Obst aus allen Landesteilen gehandelt.

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Die Pomelo benötigt warmes, frostfreies Klima. Der immergrüne Baum kann bis zu 15 Meter hoch werden; im kommerziellen Anbau wird er aber meist deutlich niedriger geschnitten. Da Pomelos viel Sonnenlicht und warme Temperaturen zum Wachsen benötigen, kommen sie vorwiegend in tropischen oder subtropischen Regionen vor. Die Pomelo ist daher hauptsächlich in den Wintermonaten erhältlich; die Erntezeit liegt in ihren Hauptanbauländern vor allem innerhalb der Monate Oktober bis April.

Anbau in nicht-tropischen Regionen - Möglichkeiten und Herausforderungen

Pomelos könnten theoretisch auch in heimischen Gärten wachsen. Der Anbau in Deutschland stellt allerdings eine Herausforderung dar, da die Pflanzen spezielle klimatische Bedingungen benötigen, um zu gedeihen. Der Pomelo Baum stamt zwar ursprünglich aus weitaus wärmeren Regionen, kann aber auch in unseren Breitengraden kultiviert werden. Vermutlich wird der Ertrag nicht so hoch sein wie bei anderen Zitruspflanzen, jedoch gibt es inzwischen im Fachhandel Züchtungen, die sich gut kultivieren lassen und auch Früchte hervorbringen.

Grundsätzlich ist es sinnvoll, den Pomelo Baum in Kübelhaltung zu kultivieren. Aufgrund seiner nicht vorhandenen Frosthärte kann er den Winter über nicht im Freien verbringen. Wintergärten oder Gewächshäuser eignen sich besonders gut für die Zucht, da Pomelos sehr empfindlich auf Frost reagieren und ein warmes Klima zum Wachstum benötigen. Wenn kein warmes, geschütztes Plätzchen im Freien oder ein Wintergarten zur Verfügung stehen, sollte von seinem Anbau Abstand genommen werden.

Standort, Substrat und Pflege

Der Pomelo Baum braucht einen warmen, hellen und sonnigen Standort. Ideal ist es, wenn dort viele Stunden am Tag eine Sonneneinstrahlung vorhanden ist. Des Weiteren sollte er - wenn möglich - vor einer Hauswand platziert werden. Diese bietet ihm nicht nur Schutz, sondern speichert zusätzliche Wärme, die sie wiederum an die Pflanze abgibt. Auch ist es möglich, das Gewächs ganzjährig in einem Wintergarten zu kultivieren.

Als Substrat eignet sich handelsübliche Zitruspflanzenerde, da diese locker und durchlässig ist. Das Zitrusgewächs benötigt ein wenig Aufmerksamkeit seitens des Pflanzenfreundes. Das Substrat sollte niemals komplett austrocknen, allerdings darf sich keinesfalls Staunässe bilden. Handelsüblicher Zitrusdünger ist gut geeignet, den Pomelo Baum mit Nährstoffen zu versorgen. Gedüngt wird während der Vegetationszeit von Mai bis August einmal wöchentlich zusammen mit dem Gießwasser.

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In der Regel sind die Pflanzgefäße sehr tief, so dass eine Fingerprobe nicht möglich ist. Stattdessen empfiehlt sich die Verwendung eines Feuchtigkeitsmessers mit einer langen Sonde an. Dieser zeigt an, ob die unteren Erdschichten trocken sind oder nicht. Die dekorativen Bäume sind nicht gerade dafür bekannt, dass sie schnell und ausufernd wachsen. Im Gegenteil: hierzulande entwickeln sie sich eher zurückhaltend. Genau solch ein Verhalten sollte man auch beim Schneiden an den Tag legen, da die Gewächse radikale Schnittmaßnahmen nicht verkraften würden. So wird lediglich im Frühjahr die Krone ein wenig in Form gebracht. Abgesehen davon werden abgestorbene sowie trockene Triebe entfernt.

Topf-Pomelo im Wintergarten

Vermehrung und Lebenszyklus

Es ist gut möglich, einen Pomelo Baum zu vermehren. Bei der Aussaat ist es jedoch nicht gewiss, was tatsächlich für ein Gewächs dabei herauskommt, da die hier erhältlichen Früchte überwiegend Kreuzungen sind. Dennoch sollte man es versuchen, da zumindest ein dekoratives Gewächs dabei herauskommen wird. Für die Aussaat muss man die Kerne aus einer Pomelo Frucht herausholen. Nun dauert es mehrere Wochen, bis sich die ersten Keimlinge zeigen. Manchmal sogar Monate. Während dieser Zeit muss das Substrat gleichmäßig feucht, jedoch nicht nass gehalten werden. Haben die jungen Pflanzen drei Blätter gebildet, werden sie in größere Gefäße mit Zitruspflanzenerde umgetopft.

Wer bereits einen Pomelo Baum hat, kann von diesem einen Steckling gewinnen. Dieser wird in ein eigenes Töpfchen mit Anzuchterde gesetzt und an einem hellen und warmen Standort ohne direkt Sonne kultiviert. Leider ist es so, dass ein selbstgezogenes Bäumchen etwa 20 Jahre braucht, bis es erstmals Blüten und somit Früchte hervorbringen wird. Im späten Frühling öffnen sich die großen, weißen, duftenden Blüten des Pomelo Baums.

Ernte, Lagerung und Transport

Die Pomelos gedeihen frei hängend an seinen Ästen und werden in der Regel von Hand geerntet. Früher, als es noch keine Kühlschränke gab, war die Pomelo die Frucht, die am längsten und einfachsten aufzubewahren war. Sie haben eine dicke Haut und sind robust. Insbesondere für den Seehandel werden Pomelo-Früchte nach der Ernte oft individuell in Schrumpffolie eingeschweißt. Das dient dazu, die Austrocknung und Schrumpfung der Frucht zu reduzieren, die Schale auf dem Transportweg vor Beschädigung und Verschmutzung zu schützen, und es sorgt durch Glanz für ein käufergefälliges Äußeres der Frucht.

Zusätzlich zur Schrumpffolienverpackung werden sie oft einzeln in Plastiknetzen mit Henkeln vertrieben. In China kauft man sie normalerweise in Sechserkisten. Die Leute kaufen die Pomelos normalerweise in Sechser-Kisten. Manchmal auch zwei oder drei auf einmal. Zur Zeit ist Hochsaison. Von Anfang November bis Anfang Januar dauert die Pomelo-Saison üblicherweise. Während dieser Zeit werden hier auf dem Obstmarkt bis zu 200 Tonnen der Zitrusfrüchte gehandelt - und zwar jeden Tag.

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Durch die dicke Schale kann eine Pomelo bei Zimmertemperatur für circa zwei Wochen gelagert werden, wenn sie ungeschält ist. Ist die Pomelo angeschnitten, sollte man sie zügig aufbrauchen.

Qualitätsmerkmale beim Kauf

Um die besten Exemplare der leckeren Zitrusfrucht auszuwählen und um ihre Frische so lange wie möglich zu bewahren, gibt es einige wichtige Hinweise zu beachten. Eine saftige Pomelo erkennt man daran, dass die Schale der Frucht matt und leicht schrumpelig aussieht. Außerdem sollte sie bei leichtem Fingerdruck etwas nachgeben. Die Pomelo sollte sich möglichst weich und eben anfühlen. Die Punkte auf der Schale müssen gleichmäßig über die ganze Frucht verteilt sein.

Je nach Qualität kostet eine richtig gute Honig-Pomelo in Shanghai bis zu 3 Euro, also deutlich mehr, als eine durchschnittliche Pomelo beim Discounter in Deutschland. Was nicht heißen muss, dass die nach Europa exportierten Pomelos nichts taugen, sagt Zhang Chunhua. Aber: Man sollte schon ganz genau auf die Qualität achten. Auch wenn eine glänzende, glatte Oberfläche ansprechender aussieht, deutet sie eher auf eine noch nicht reife Frucht hin. Pomelos findet man im Supermarkt oft in Plastik eingeschweißt. Das dient dazu, die Frucht und deren Schale während des Transports und der Lagerung vor Schäden zu schützen.

Verwendung in Küche und Alltag

Pomelos werden roh als Obst verzehrt. Sie können auch zu Fruchtsaft, Chutneys oder Fruchtaufstrichen verarbeitet werden. Die Pomelo-Schalen kann man in der Wohnung verteilen, um schlechte Gerüche wegzubekommen. Und man kann sie essen: Einen Tag lang in Wasser einlegen, dann mit Frühlingszwiebeln, Ingwer und Knoblauch anbraten. In China wird die Pomelo als Multifunktionsfrucht gesehen. Das Fruchtfleisch wird nicht nur frisch gegessen, sondern auch zum Aromatisieren von Kaffee- und Tee-Sorten verwendet.

Wer Pomelo öfters in die eigene Ernährung einbauen möchte, hat viele Möglichkeiten für leckere Kombinationen. Die Zitrusfrucht macht sich sehr gut im Salat, etwa mit Chili, Erdnüssen, Schnittlauch, Garnelen und Minze. Aber auch mit anderen Zitrusfrüchten, Nüssen oder leicht bitterem Blattsalat kann die Pomelo sehr gut kombiniert werden. Ob in einem erfrischenden Salat, als fruchtige Zutat in einem Smoothie oder einfach pur als Snack - die Möglichkeiten sind vielfältig.

Pomelo-Salat mit Garnelen

Gesundheitliche Aspekte

Aufgrund des hohen Vitalstoffgehalts eignet sich die Pomelo innerhalb der Wintermonate ideal dazu, das körpereigene Immunsystem zu unterstützen. Die Pomelo ist sehr kalorienarm und gehört zu den zuckerärmsten Zitrusfrüchten. Durch ihre enthaltenen Ballaststoffe hält sie als Snack auch länger satt. Die Pomelo ist eine echte Vitaminbombe. Mit ungefähr 61 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm kann der Verzehr von Pomelo das Immunsystem stärken. Mit diesem Wert übertrifft diese Zitrusfrucht den Vitamin-C-Gehalt einer Zitrone.

Pomelos sind reich an dem Ballaststoff Pektin, der eine sättigende Wirkung hat. Des Weiteren enthält die Zitrusfrucht Naringin und Limonin. Das Limonin unterstützt eine gesunde Verdauung und kann die Darmbewegung fördern. Der Verzehr von Pomelo kann sich positiv auf den Blutdruck auswirken, da die Frucht reich an Kalium ist, welches unter anderem für die Regulierung des Blutdrucks zuständig ist.

Sicherheit und Rückstände

Im Jahr 2009 wurden vom Lebensmittelinstitut Oldenburg des LAVES 25 Proben Pomelo auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht. Die Herkunftsländer waren China (zwanzig Proben) und Israel (zwei Proben). Von drei Proben war die Herkunft unbekannt. In allen Proben fanden sich Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Es wurden insgesamt 24 unterschiedliche Pflanzenschutzmittel nachgewiesen, wie das Insektizid Chlorpyrifos, das in 21 Proben enthalten war. Allerdings wurden dabei die Pomelos aufgrund rechtlicher Vorschriften mitsamt ihrer dicken Schale untersucht.

Praktische Hinweise zum Schälen

Zum Schälen einer Pomelo schneide zunächst die Enden auf der Ober- und Unterseite ab und ritze die dicke Schale rundherum gleichmäßig ein. Jetzt kannst du die Schale in Streifen von der Frucht lösen. Nachdem die Schale entfernt wurde, wird die Pomelo geteilt und gehäutet, da die weiße Haut der Zitrusfrucht sehr bitter schmeckt. Das funktioniert am besten, wenn das Fruchtfleisch in einzelne Segmente geteilt wird. Die weiße Haut ist bitter und sollte entfernt werden.

Wie man eine Pomelo richtig schält und zubereitet

Tabelle: Kurzübersicht zur Honigpomelo

Merkmal Beschreibung
Herkunft China; Züchtungen aus Israel, Südafrika u. a.
Hauptanbaugebiete Südchina, Südafrika, Thailand, Malaysia, Indonesien
Erntezeit Oktober-April (Hauptsaison z. B. Nov-Jan)
Größe / Gewicht Ø 15-25 cm; 500-2000 g
Geschmack Honigsüß (Honey-Pomelo), süß-sauer bis leicht bitter
Lagerung Ungeschält ~2 Wochen bei Zimmertemperatur
Besonderheiten Dicke Schale, hohle Mittelachse, sehr robust

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