Bienenpollen: Wirkung und Anwendungsmöglichkeiten
Bienenpollen ist eine Mischung aus Blütenpollen, Nektar, Enzymen, Wachs und Honig.
Pollen (lat. Pollen = Staubmehl, feiner Staub) oder auch Blütenstaub genannt sind die männlichen Keimzellen der Blütenpflanzen.
Pollen bedeutet im Lateinischen „Mehlstaub“, „Blütenstaub“, welcher in den Staubgefäßen der Pflanzen gebildet wird und über Wind oder Insekten zu den weiblichen Keimzellen einer anderen Blüte derselben Art zur Befruchtung transportiert wird.
Entstehung, Gewinnung und Lagerung
Bei der Insektenbestäubung trägt die Biene diese Pollen von Blüte zu Blüte und hilft somit dem Gewächs bei der Fortpflanzung.
Wenn die Biene bei ihrem Blütenbesuch Nektar sammelt, streift sie automatisch an den Staubgefäßen vorbei, sodass die Pollen an ihrem Haarkleid hängen bleiben.
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Bienen nehmen beim Blütenbesuch den feinen Blütenstaub auf, indem dieser, mit Speichel vermengt, in sogenannten „Pollenhöschen“ an den Hinterbeinen zum Bienenstock transportiert wird.
Nachdem sie die Pollen mit Nektar und Speichel befeuchtet hat, sammelt sie es in ihren Pollenhöschen und bringt es zur Einlagerung in den Bienenstock.
Die Bienen sammeln den Pollen von den Blüten und transportieren ihn in ihre Bienenstöcke.
Zur Gewinnung von Pollen in der Imkerei können am Flugloch Gitter angebracht werden.
Beim Einflug in den Bienenstock nimmt der Imker mit Hilfe einer sogenannten „Pollenfalle“ ein Teil der Pollenbeute ab.
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Diese Pollenfalle verengt den Eingang des Bienenstocks, sodass die Biene mit ihren Pollenhöschen nicht hindurchpasst, ohne einen Teil davon abzustreifen.
Beim Durchschlüpfen verlieren die Bienen dabei einen Teil der Pollenhöschen, welche in ein darunterliegendes Fach fallen.
Die Pollen werden in einem darunter angebrachten Behältnis aufgefangen und täglich geerntet.
Diese werden dann regelmäßig vom Imker entnommen, gereinigt und getrocknet.
Die Bienen sammeln den Pollen vor allem als Nahrung für ihre Brut.
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Die Pollen werden eingespeichelt und in Wabenzellen eingelagert und mit einer dünnen Propolisschicht überzogen (Bienenbrot).
Wenige Imkereien verkaufen Bienenbrot (=Perga), d. h. die aus den Wabenzellen herausgelösten Pollen.
Die Fermentation (durch Milchsäurebakterien und Hefen) sowie Propolis verhindert die Zersetzung des zunächst noch feuchten Pollens (der Wassergehalt liegt frisch gesammelt bei 20-30 %).
Zusammensetzung und Nährstoffe
Pollen sind neben den enthaltenen Kohlenhydraten reich an Fetten und Eiweißen.
Sie enthalten etwa 16 % pflanzliches Eiweiß, ca. 35 Prozent Zucker, Vitamine, Aminosäuren, Hormone, Enzyme und Fette.
Bienenpollen ist reich an Nährstoffen und enthält Proteine, Vitamine, Mineralien, Enzyme und Antioxidantien.
Blütenpollen sind kleine Kraftpakete und können daher ein bedeutungsvolles Nahrungsergänzungsmittel sein.
Rund 70% der Substanzen in Bienenpollen sind biologisch aktiv, wie Proteine, Kohlenhydrate, Lipide, Phenolverbindungen und Vitamine.
Blütenpollen enthalten neben Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten auch zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe.
Blütenpollen sind reich an Vitaminen und sind insbesondere eine gute Quelle für die B-Vitamine.
Blütenpollen enthalten ebenfalls Vitamin C.
Enthaltene Vitalstoffe wie Vitamin C, B, Zink und Eisen können die Haut mit Nährstoffen versorgen.
Blütenpollen enthalten in etwa 3 % Fette (dieser Wert kann je nach Stichprobe stark schwanken) und ist dabei reich an ungesättigten Fettsäuren (Linolsäure, Linolensäure und Arachidonsäure).
Besonders stark vertreten ist die alpha-Linolensäure, welche zur Gruppe der Omega-3-Fettsäuren gehört.
Viele wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente, wie Kalium, Calcium, Eisen, Magnesium, Silizium und Phosphor in Bienenpollen enthalten.
Pharmakologische Eigenschaften und potenzielle Wirkungen
Der gesundheitsfördernde Wert von Bienenpollen wird aufgrund des breiten Spektrums an sekundären Pflanzenstoffen neben Enzymen und Coenzymen erwartet.
Vielversprechende Erfahrungsberichte beschreiben das mögliche antioxidative, entzündungshemmende und immunverstärkende Potenzial von Bienenpollen.
Antioxidative Eigenschaften von Bienenpollen wurden in vielen In-vitro-Studien untersucht.
Die Wirkung geht vermutlich auf verschiedene sekundären Pflanzenstoffe in den Bienenpollen wie Phenolverbindungen oder Flavonoide zurück.
Unsere Zellen können durch freie Radikale geschädigt werden.
Dieser Prozess kann teilweise durch Antioxidantien verhindert werden.
Die sekundären Pflanzenstoffe in den Blütenpollen können angeblich eine antioxidative und cholesterinsenkende Wirkung haben und könnten somit helfen eine Herz-Kreislauf-Erkrankung vorzubeugen.
Auch das enthaltene Vitamin-E könnte das Herz-Kreislauf-System unterstützen, da kardiovaskuläre Erkrankungen mit einem Vitamin-E-Mangel in Verbindung stehen können.
Blütenpollen gelten auch als verdauungsanregend.
Blütenpollen und Bienenbrot dienen auf Grund der enthaltenen Bienenenzyme und der Milchsäurebakterien (insbesondere im Bienenbrot) dem Aufbau der Darmflora.
In der Apitherapie werden Blütenpollen zur Desensibilisierung bei Pollenallergien angewandt.
Obwohl Pollen als allergieauslösende Stoffe bekannt sind, deuten Studien daraufhin, dass Bienenpollen eine therapeutische Wirkung bei Allergien haben können.
In Tierversuchen zeigte sich, dass Gelée Royale und Bienenpollen den Knochenverlust aufgrund von Osteoporose verringern kann.
In der Antike wurde in China Bienenpollen zur Aufhellung der Haut und Schönheitspflege verwendet.
Es wird angenommen, dass die Vitamine aus Bienenpollen möglicherweise Schäden ausgleichen können, indem freie Radikale neutralisiert werden.
Diese Effekte haben die Entwicklung von Bienenpollen auf dem Gebiet der Kosmetik positiv unterstützt.
Anwendungsformen und Einnahme
Wenn Sie überlegen Blütenpollen zu kaufen, werden Sie mit einer Reihe von Darreichungsformen konfrontiert: Kapseln, Globuli, ganze Pollen oder Dilutionen.
Einfach die Blütenpollen zu essen oder in die Ernährung zu integrieren, ist sicherlich eine ursprüngliche und schmackhafte Form.
Die ursprünglichste Form der Einnahme besteht in den Bienenpollen als ganze Pollen.
Sie können Blütenpollen pur und direkt schlucken.
Dafür geben Sie die Pollen einfach auf einen Teelöffel.
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