Honigmelone grün Herkunft Sorten und Eigenschaften
Melonen sind im Sommer als Durstlöscher und leichter Snack beliebt, eignen sich aber auch zum Kochen. Während man sie gerne als Obst bezeichnet, gehören Melonen streng genommen aber zum Fruchtgemüse, genauer gesagt zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae).
Botanische Einordnung und Herkunft
Botanisch gehören Melonen zur Familie der Kürbisgewächse und sind damit ein Gemüse, werden im Handel aber meist als Früchte angeboten. Melonen haben ihren Ursprung in den Regionen West und Zentralafrikas. Dort wurden sie bereits vor mehr als 3000 Jahren kultiviert. Wie Plantura berichtet, verbreiteten sich die Pflanzen von dort aus über Afrika und Asien bis in den Mittelmeerraum. Heute werden Melonen auf nahezu allen Kontinenten angebaut. Besonders in den warmen Gebieten Asiens befinden sich große Anbauflächen.
Arten und Hauptgruppen
Generell unterschiedet man zwei Arten von Melonen: Wasser- und Zuckermelonen. Grundsätzlich wird zwischen zwei Melonenarten unterschieden: der Wassermelone (Citrullus lanatus) und der Zuckermelone (Cucumis melo). Beide gehören zu den Kürbisgewächsen, sind jedoch nur entfernt miteinander verwandt. Die Zuckermelone ist botanisch sogar näher mit der Gurke verwandt. Zuckermelonen stammen zwar aus der Gattung der Gurken, überzeugen aber mit ihrem süßen Geschmack.
Wassermelonen - Eigenschaften und Sorten
Wassermelonen wachsen weltweit überall, wo es ausreichend warm und sonnig ist, etwa in den Ländern am Mittelmeer. In einem guten Sommer kann man sie auch bei uns kultivieren, selbst in Norddeutschland werden sie angebaut. Je nach Sorte werden sie bis zu 60 Zentimeter groß und deshalb oft auch halbiert oder in Stücken verkauft. Sie bestehen zu gut 95 Prozent aus Wasser und sind deshalb ein herrlich erfrischender Snack und Durstlöscher bei Hitze. In rotfleischigen Melonen steckt zudem das von den Tomaten bekannte Pflanzenpigment und Antioxidans Lycopin, das freie Radikale im Körper bindet und unsere Zellen so vor schädlichen Einflüssen schützt.
Die Wassermelone (Citrullus lanatus) ist vor allem im Sommer sehr gefragt und kann ein Gewicht von bis zu 10 Kilogramm erreichen. Sie besitzt eine dunkelgrüne Schale mit hellen Streifen und meist rotes Fruchtfleisch. Typisch sind außerdem die schwarzen Kerne, auch wenn mittlerweile viele kernarme Sorten erhältlich sind. Ihr hoher Wassergehalt macht sie besonders erfrischend. Sie schmeckt pur, im Obstsalat, als Smoothie oder sogar vom Grill. Zudem enthält sie Lycopin, einen antioxidativen Pflanzenstoff, der auch in Tomaten vorkommt.
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Reife Wassermelonen klingen hohl oder dumpf, wenn man mit dem Fingerknöchel an die Schale klopft. Tipp: Auch die Wassermelonenkerne sind essbar. Sie enthalten gesunde Fettsäuren sowie Ballaststoffe und können einfach auf herzhafte Gerichte oder Salate gestreut werden.
Bekannte Wassermelonen-Sorten
- Äußerst beliebt ist die Sorte ‘Crimson Sweet’ mit rotem, saftigem Fruchtfleisch.
- Die Sorte ‘Moon and Stars’ hat auf ihrer dunkelgrünen Schale gelbe Sprenkel.
- Die weißfleischige und aromatische Sorte ‘Cream of Saskatchewan’.
- Die traditionell gezüchtete Sorte ‘Sugar Baby’ ist samenfest und wächst in warmen Gegenden auch im Freiland.
- Die Sorte ‘Perlita’ hat grünes Fruchtfleisch und eine Schale mit dunkler Netzaderung.
Zuckermelonen - Gruppen, Eigenschaften und Verwendung
Die Zuckermelone ist botanisch sogar näher mit der Gurke verwandt. Anders als Wassermelonen gehören Zuckermelonen zur Gattung der Gurken, ihre Kerne sitzen in einer Kammer in der Mitte der Frucht und können vor dem Verzehr leicht entfernt werden. Sie sind außerdem wesentlich kleiner. Reife Zuckermelonen haben weiches, sehr aromatisches, meist süßes Fruchtfleisch. Zuckermelonen werden bei uns meist als süß-aromatisches Dessert verspeist.
Es gibt viele Melonen-Sorten und alle unterscheiden sich in Aussehen und Geschmack. Wertvolle Vitamine und Mineralstoffe findet man aber in jeder von ihnen. Das Tolle: Einige davon wachsen sogar in unseren Breiten.
Honigmelone - Beschreibung und Nährstoffe
Die Honigmelone ist oval, hat eine gelbe Schale und helles, grünlich-weißliches Fruchtfleisch. Die sonnengelbe Honigmelone ist der Klassiker unter den Zuckermelonen. Oft wird sie auch Wintermelone, Gelbe Kanarische oder Amarillo genannt. Die Honigmelone ist von außen gelb und glatt und innen grünlich-weiß. Sie hat die Form eines Footballs und wird meist anderthalb bis drei Kilo schwer. Die Honigmelone ist, wie ihr Name schon verrät, sehr süß - zehn Prozent Zucker stecken in einer Frucht.
Die Honigmelone ist ein Handelstyp der Zuckermelone (Cucumis melo) und durch ihre gelbe Frucht gekennzeichnet. Nach der Handelstypen-Einteilung der OECD hat die Honigmelone folgende Eigenschaften: Die Frucht ist oval bis elliptisch mit einem Verhältnis Höhe zu Durchmesser von 1,1 bis 1,9. Die Frucht ist im Durchschnitt 1,5 bis 3 kg schwer. Die Farbe der Oberfläche ist zur Reife ein leuchtendes Gelb bis Orange-Gelb. Die Haut ist generell nicht genetzt. Das Fruchtfleisch ist grünlich-weiß bis leicht orange zur Samenhöhle hin.
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Die Honigmelone enthält je 100 Gramm 90 g Wasser, 9,1 g Kohlenhydrate (davon 8,1 g Zucker), 0,1 g Fett und 0,5 g Eiweiß. Sie enthält vor allem Vitamin C sowie Vitamin B9, B6 und K. Unter den Mineralstoffen kommen v. a. Phosphat, Natrium, Kalzium und Magnesium vor.
Die Honigmelone reift nicht nach. Saison hat die Honigmelone in Europa von Juni bis September, dann werden sie auch geerntet.
Weitere bekannte Zuckermelonen-Sorten
- Galia-Melonen gehören zu den Netzmelonen, was man gut am Netzmuster auf der gelben Schale erkennt. Ihr Fleisch ist weißlich-grün.
- Typisch für die Cantaloupe-Melone sind das kräftig orangefarbene Fruchtfleisch und die raue, beige bis hellbraune Schale.
- Die Charentais-Melone ist eine Unterart der Cantaloupe-Melone. Sie hat eine hellgrüne glatte oder genetzte Schale, das Fruchtfleisch ist orange und besonders süß und aromatisch.
- Die Futuro-Melone stammt aus Spanien und hat ebenfalls eine ovale Form und grüne Schale; das Fruchtfleisch ist grünlich-weiß.
- Die Orange Candy gehört zu den Cantaloupe-Variationen und hat ein oranges Fruchtfleisch sowie ein honigähnliches Duftprofil.
- Die Charentais-Melone ist sehr rasch reif und kann mehrmals im Jahr geerntet werden.
Erkennen von Reife und Lagerung
Zuckermelonen sind reif, wenn sie einen angenehm süßlichen Geruch haben. Reife Wassermelonen klingen hohl oder dumpf, wenn man mit dem Fingerknöchel an die Schale klopft. Allerdings ist es von außen sehr schwer zu erkennen, ob eine Honigmelone reif ist oder nicht. Allerdings duften reife Melonen durch die Schale hindurch und geben bei Druck ganz leicht nach. Ein halbkreisförmiger Riss um den Stielansatz ist ebenfalls ein verlässliches Zeichen für eine gute Fruchtreife.
Gut gelagert in einem kühlen, dunklen Raum halten sich Melonen je nach Reifegrad zwischen einer und zwei Wochen, Wassermelonen im Kühlschrank bis zu drei Wochen. Wassermelonen lassen sich maximal zwei Wochen lagern, am besten bei sieben bis zehn Grad Celsius. Cantaloupe-Melonen isst man besser zügig, da sie nicht besonders lagerfähig sind. Netzmelonen wiederum halten sich teilweise bis zu einem Monat lang.
Küche und Verwendung
Meistens werden Melonen pur gegessen - als kleine Erfrischung. Klassiker mit Melone sind auch Obstsalat oder Müsli. Sie eignen sich aber auch für die Zubereitung von Säften und harmonieren gut mit anderen Lebensmitteln wie etwa Käse oder Schinken. Püriert wird aus Melonen - etwa in Kombination mit Gurken, Tomaten, Joghurt oder Beerenfrüchten - eine köstliche kalte Suppe. Einfach alle Zutaten in einen Mixer geben und zerkleinern. Nach Geschmack mit Zitronensaft, Honig, Salz und Pfeffer oder anderen Gewürzen verfeinern. Frische Minze passt ebenfalls gut zum Aromatisieren.
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Die Kerne der meisten Melonensorten sind essbar. In Indien werden sie gemahlen und zu Brot gebacken, im Nahen und Mittleren Osten geröstet. Wer es ausprobieren möchte: Wassermelonenkerne waschen, trocknen, in der Pfanne mit wenig Öl rösten und nach Belieben würzen.
Anbauhinweise kurz zusammengefasst
- Melonen müssen hierzulande vorgezogen werden. Dafür setzt man die Samen zwischen Mitte und Ende April einzeln, etwa ein bis zwei Zentimeter tief, in Töpfe mit lockerer, humusreicher Aussaaterde.
- Stellen Sie die Töpfe an einen hellen, möglichst warmen Platz - optimal sind 25 bis 28 Grad Celsius - und halten Sie die Erde feucht.
- Bei Temperaturen unter 20 Grad Celsius verläuft die Keimung sehr langsam oder kommt ganz zum Erliegen.
- Die Jungpflanzen der Zuckermelonen kann man nach etwa drei bis vier Wochen, die der Wassermelonen nach etwa vier bis fünf Wochen ins Gewächshaus oder Freiland setzen.
- Arbeiten Sie im Freien zudem mit einer schwarzen Mulchfolie, die den Boden schneller erwärmt, und schützen Sie die Melonen wenn möglich zusätzlich mit einem Regendach vor Wind und Wetter.
- Halten Sie beim Pflanzen einen Abstand von mindestens 80 x 100 Zentimetern ein, da sich alle Melonen-Sorten flach auf dem Boden ausbreiten.
- Gießen Sie Ihre Melonen immer direkt im Wurzelbereich und vermeiden Sie dabei das Benetzen der Blätter, da alle Melonen-Sorten etwas anfällig für Falschen Mehltau sind.
- Alle Melonen-Sorten haben außerdem einen hohen Nährstoffbedarf: Eine Grunddüngung mit einem granulierten organischen Gemüsedünger im Juni schadet zwar nicht, bessere Ernten erzielt man jedoch, wenn man seine Melonen auch im Freiland häufiger mit einem organischen Flüssigdünger versorgt.
Gesundheitliche Aspekte
Melonen sind nicht nur lecker, sondern auch gesund! Neben dem hohen Wassergehalt stecken in den nährstoffreichen Melonen unter anderem auch Beta-Carotin und Vitamin C, das die Abwehrkräfte stärkt. Das enthaltene Kalium wirkt sich positiv auf den Blutdruck aus. Die Melonen haben eine stärkende Wirkung auf das Immunsystem, tragen zur Gesunderhaltung des Herzrhythmus bei und helfen durch ihre harntreibende Wirkung bei der Entgiftung deines Körpers.
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