Kontrollnummern und Losnummern im Honigetikett: Bedeutung, Abfrage und aktuelle Entwicklungen
Hallo in die Runde, ich habe eine Frage zu den DIB-Gewährverschlussnummern und Losnummern. So wie ich es gelesen habe, entfällt die Gewährverschluss-Nummer auf den Honigetiketten, seitdem man jetzt auf jedes Honigglas das Tagesdatum schreiben muß.
Jede Rückstellprobe braucht eine Losnr. damit sie zuzuordnen ist. Wenn Du an zwei Tagen den gleichen Honig abfüllst bräuchtest Du eigentlich zwei Losnummern. Moin,Moin aus Hamburg, jede Rückstellprobe braucht eine Losnr. damit sie zuzuordnen ist.
Bei den neuen DIB Etiketten gibt es keine LosNummer mehr. Bei diesen muss dann bei dem MHD auch der Tag angegeben sein. Also zb. Staddler: Warum zwei Rückstellproben? Reicht nicht eine?
Jedes Glas Echter Deutscher Honig hat eine Kontrollnummer, anhand derer die Herkunft, Gewinnung und Vermarktung des Honigs zurückverfolgt werden kann. Der Honig muss ausschließlich in der Bundesrepublik Deutschland erzeugt worden sein.
Die Einhaltung der Qualitätsrichtlinien für Echten Deutschen Honig wird auf mehrere Arten kontrolliert. Es finden Marktkontrollen, Marktverkehrskontrollen und freiwillige Voruntersuchungen statt. Je nach Honigart werden Voll- oder Teilanalysen durchgeführt, wobei die Proben direkt vom Imker bzw. der Imkerin abgerufen werden.
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Ab Mitte Juni 2026 müssen bei Mischhonigen alle Ursprungsländer auf dem Etikett angegeben werden. Kennzeichnungen wie „Mischung aus EU- und Nicht-EU-Ländern“ gehören bald der Vergangenheit an. Ab dem 14. Juni 2026 müssen alle Herkunftsländer eines Mischhonigs in absteigender Reihenfolge und mit ihren jeweiligen Anteilen auf dem Etikett erscheinen - gut sichtbar auf der Vorderseite. Die Honigverordnung regelt unter anderem Qualitätsmerkmale und Pflichtangaben für Honig.
Der D.I.B. rechnet aufgrund der neuen Regelungen damit, dass sich die Zahl der unterschiedlichen Ursprünge in den Mischhonigen verringern wird. Honige, die vor dem 14. Juni 2026 abgefüllt und etikettiert werden, dürfen noch abverkauft werden. Es ist davon auszugehen, dass Honiggläser mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum nach dem 13. Juni 2026 weitere Änderungen erfahren.
Die Marke „Echter Deutscher Honig“ (EDH) ist seit 1925 eine Marke des Deutschen Imkerbundes e.V. Grund der Einführung war primär die deutliche Abgrenzung und Hervorhebung gegenüber Kunst- und Auslandshonig. Daher unterliegt das Warenzeichen strengen Richtlinien in Form von bundesweit einheitlichen Standards und Qualitätsmerkmalen.
Eine weitere zentrale Frage betrifft die Loskennzeichnung und die Abgrenzung zur Kontrollnummer. Was bedeuten Losnummer und Kontrollnummer, und wie hängen sie zusammen?
Wesentliche Begriffe: Los, Losnummer, Kontrollnummer
Ab dem Grundprinzip ist ein Los die Menge aller in einem Produktionsdurchgang hergestellter Produkte. Man spricht auch von Charge. Sie haben Honig von mehreren Völkern geerntet und die Waben zusammen geschleudert. Der Honig wurde in einem Hobbock vereinigt und gerührt. Wenn Sie jetzt den Honig abfüllen, so bilden alle Gläser gemeinsam ein Los oder eine Charge.
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Lebensmittel müssen entsprechend der Los-Kennzeichnungs-Verordnung (LKV) mit einer Losnummer versehen werden. Ziel ist, dass die Lebensmittel rückverfolgbar sind. Beim Nachwies einer Belastung durch Rückstände oder einen Produktionsfehler kann die Charge in der Imkerei gesperrt werden. Liegt keine Dokumentation über die Charge vor, so wird die gesamte Imkerei gesperrt.
Bei der Frage „Woraus setzt sich eine Kontrollnr.“ ergibt sich: In vielen Systemen gehört eine Kontrollnr. auf jedes Honigglas, jedoch entfällt neuerdings die LosNr., wenn man das Mindesthaltbarkeitsdatum nach Tag/Monat Jahr auf das Etikett bringt. Nutze ich ein privates Honigetikett mit tagesgenauem MHD, benötige ich keine Los-, und Kontrollnr.
Herkunft, Qualität und Kennzeichnung
Die Honigverordnung erlaubt eine Vielzahl von Qualitätsparametern, darunter Wassergehalt, Invertaseaktivität und HMF-Gehalt. Echter Deutscher Honig muss bestimmte Qualitätskriterien erfüllen, darunter Wassergehalt unter 18 Prozent und eine Mindest-Invertaseaktivität von 64 U pro kg.
Der Hydroxymethylfurfural-Gehalt (HMF-Gehalt) darf 15 mg pro kg Honig nicht überschreiten. Sämtliche honigeigene Bestandteile sind enthalten, d. h. dem Honig wurde nichts hinzugefügt und nichts entzogen. Der Honig muss einen Wassergehalt von weniger als 18 % aufweisen. Die Einhaltung der Qualitätsrichtlinien für Echten Deutschen Honig wird auf mehrere Arten kontrolliert.
Im Rahmen der Transparenz ist die Herkunftsangabe auf dem Etikett heute wichtiger denn je: die Herkunft muss nachvollziehbar gemacht werden. Die hiesigen Imkereien decken rund 37 Prozent der Inlandsnachfrage. Der Verbraucher sollte wissen, wo der Honig produziert wurde und unter welchen Bedingungen er abgefüllt wurde.
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Praktische Orientierung für Imkerinnen und Imker
Für den Naschvorrat zu Hause empfiehlt es sich, das süße Bienenprodukt kühl, dunkel und trocken zu lagern. Je nach Sorte wird jeder naturbelassene Honig früher oder später fest. Behutsames Erwärmen unter 40 Grad Celsius macht ihn wieder weich und flüssig. Sortenhonig muss bestimmte Merkmale erfüllen, damit er als Sortenhonig angeboten werden kann. Ein Honig darf dann als Sortenhonig angeboten werden, wenn er alle für die Sorte typischen Merkmale aufweist und zu mindestens 60 Prozent von den in der Produktbezeichnung benannten Pflanzen stammt.
Das Minimum an Zertifizierungen und Kontrollen ist Teil der Qualitätskultur. Mehrere tausend Honigproben lässt der Deutsche Imkerbund in Eigenregie Jahr für Jahr umfassend wissenschaftlich analysieren - Basis und Garantie für nachweisbare Spitzenqualität und ungetrübtes Honigschleckvergnügen.
Die Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit bleiben zentrale Instrumente, gerade bei Mischhonigen. Ab Mitte Juni 2026 wird die Kennzeichnung angepasst, um Transparenz zu erhöhen und Verbrauchertäuschung zu vermeiden. Die neue Regelung verlangt klare Angaben über Ursprungsländer und deren Anteile auf dem Etikett.
Zusätzliche Hinweise: Die Loskennzeichnungs-Verordnung (LKV) und die Honigverordnung legen die Pflichtangaben fest. Die Marke EDH dient als Qualitätszeichen und repräsentiert strenge Standards, die über gesetzliche Mindestvorgaben hinausgehen.
Praxischeck: Wie erkenne ich eine richtige Kennzeichnung?
Auf dem Etikett sollte die Herkunft klar angegeben sein, idealerweise mit der Information, ob es sich um EDH handelt. Mischhonige sollten ab 2026 transparente Ursprungsländerangaben erhalten. Gleichzeitig sollten Verbraucher die Unterscheidung zwischen naturbelassenem Honig und gefiltertem Honig verstehen, da beim Filtrieren Pollen entzogen werden können.
Für Imkerinnen und Imker bedeutet dies: Planung, Dokumentation und konsequente Rückverfolgbarkeit sichern den Marktzugang und schützen die Verbraucher.
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