Honig in der Nase bei Schnupfen: Anwendung und Wirkung
Im Tee, als Bonbon oder einfach pur - Honig ist ein bekanntes Hausmittel bei Erkältungen.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt bei trockenem Husten Honig als unterstützende Maßnahme, denn kleinere Studien konnten seine Wirkung mittlerweile belegen.
Der Hustenreiz wird möglicherweise dadurch etwas gelindert, dass Honig den Speichelfluss anregt.
Manuka-Honig wird von Bienen aus dem Nektar der Südseemyrte produziert, diese Pflanze wächst in Neuseeland und ist ein Verwandter des Teebaums.
Bei diesem Honig gibt es Qualitäten, die nicht so wirkungsvoll sind wie andere; bei hochwertem Honig wird die antibakterielle Aktivität oft durch den MGO-Gehalt angegeben.
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In einem Kilo Manuka-Honig stecken dagegen 300 bis 700 Milligramm MGO, wie Forscher von der TU Dresden feststellten.
Die antibakterielle Wirkung von Manuka-Honig ist in Laborexperimenten gut erforscht; Manuka-Honig konnte in Kulturschalen einige antibiotikaresistente Bakterien abtöten oder deren Sensitivität gegenüber Antibiotika erhöhen.
Allerdings lässt sich diese Wirkung bislang nicht eins zu eins auf den Menschen übertragen, und klinische Studien fehlen bislang eindeutig.
Die EFSA sieht für Manuka-Honig bisher keine eindeutig ausreichende klinische Belege für gesundheitliche Wirksamkeit.
Manuka-Honig ist kein Ersatz für ein herkömmliches Antibiotikum, das systemisch wirkt.
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Die Inhaltsstoffe des Honigs können nur an Stellen wirken, die sie direkt erreichen, also zum Beispiel im Mund, im Rachen oder im Magen/Darm-Trakt.
Allgemein wird die Einnahme von Manuka-Honig bei Erkältungen ebenso empfohlen wie bei Magen-Darm-Problemen, Parodontose oder zur Stärkung des Immunsystems.
In Tierversuchen wurde MGO mit Diabetes in Verbindung gebracht; Diabetiker sollten den Honig deshalb nicht innerlich anwenden und vor der Anwendung den Arzt zu Rate ziehen.
Für Babys bis zu zwölf Monaten ist jeder Honig verboten, da Honig das Bakterium Clostridium botulinum enthalten kann.
Bei Erkältungen gilt: Manuka-Honig wirkt primär gegen Bakterien, Erkältungsviren bekämpft das Immunsystem - das Immunsystem selbst benötigt typischerweise eine Woche Ruhe.
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Manuka-Honig stammt aus dem Blütennektar des Manuka-Strauchs, einem Verwandten des australischen Teebaums.
In Neuseeland wird die Qualität des Honigs mit UMF (Unique Manuka Factor) angegeben, während in Deutschland der MGO-Gehalt verwendet wird.
UMF bewertet zusätzlich noch weitere Inhaltsstoffe und steht für Echtheit und Qualität; UMF-Werte können in MGO-Werte umgerechnet werden.
Ein MGO von über 400 steht dabei schon für Spitzenqualität.
Die äußere Anwendung von Manuka-Honig ist auch bei Diabetikern unproblematisch, doch die zentrale antibakterielle Wirkung entfaltet sich primär im Verdauungssystem.
Manuka-Honig wird traditionell als Naturheilmittel gepriesen und gilt als besonders heilkräftig unter den Honigen.
Wissenschaftliche Studien der University of Waikato belegen, dass Maori sehr genau wussten, was sie taten, und Manuka-Honig sich besonders bei bestimmten Bakterien wie Escherichia coli und Helicobacter pylori bewährt hat.
Dieser Befund deutet darauf hin, dass Magengeschwüre potenziell mit Manuka-Honig effizienter und mit weniger Nebenwirkungen behandelt werden könnten als bestimmte Standardtherapien, doch dieser Effekt ist eindeutig auf den spezialisierten Honig beschränkt.
Manuka-Honig ist - wie alle Honige - süß, klebrig und zuckrig, soll aber dennoch nicht so zahnschädlich sein wie andere Süßstoffe.
Bei der Anwendung zur Nasen- oder Rachenschleimhaut kann Manuka-Honig direkt vor dem Schlafengehen an die Nasennebenhöhlenwände gestrichen werden, damit der Honig über Nacht auf die Schleimhäute wirken kann.
Bei der äußerlichen Anwendung kann Manuka-Honig antibakterielle und antioxidative Wirkungen entfalten, wobei Temperaturen über 65 Grad Celsius die Wirkung verringern oder zerstören können.
Die antibakterielle Wirkung von Honig beruht auch auf der Produktion von Wasserstoffperoxid, phenolischen Verbindungen und dem hohen Zuckergehalt.
Honig ist ein Naturprodukt mit einer langen Geschichte medizinischer Anwendungen; Manuka-Honig gilt als besonderer Honig, dessen Heilkraft oft als überlegen beschrieben wird.
Bei Wundbehandlungen kommt medizinischer, steriler Manuka-Honig zum Einsatz, der Reinheits- und Sicherheitskriterien erfüllen muss; normaler Honig ist hierfür ungeeignet.
Es wird empfohlen, Honig aus verantwortungsvoller Bienenhaltung und regionalem Bezug zu wählen, wobei Sorten mit hohem MGO- oder UMF-Gehalt beachtet werden sollten.
Für eine Nasenspülung mit Manuka-Honig lösen Sie eine gute Messerspitze Manuka-Honig in warmem Wasser auf und spülen abwechselnd in beide Nasenlöcher.
Unter anderem empfiehlt es sich, dreimal täglich einen Teelöffel Honig zu verwenden und ihn langsam auf der Zunge zergehen zu lassen.
Manuka-Honig ist süß, klebrig und könnte bei regelmäßiger Anwendung auch Zahnschäden begünstigen, daher Sollten Sie auf Mundhygiene achten.
Die antimikrobiellen Eigenschaften von Honig können als Ergänzung zu konventionellen Therapien dienen, besonders gegen antibiotikaresistente Erreger.
In der Praxis kommt Manuka-Honig auch in der Wundbehandlung und als komplementäre Therapie bei Pilzerkrankungen vor, wobei der Fokus auf äußeren Anwendungen liegt.
Medizinischer Manuka-Honig ist steril und standardized, Normalhonig enthält Keime und kann zu Reaktionen führen, daher sollte er nicht innerlich zur Wundbehandlung verwendet werden.
Bei akuten Nasennebenhöhlenentzündungen helfen Dampf-Inhalationen und Nasenspülungen mit Salzlösungen, um Schleim zu lösen und Entzündung zu verringern.
Sinupret® eXtract, eine pflanzliche Mischung aus Enzian, Eisenkraut, Holunder, Ampfer und Schlüsselblume, kann das Abtransportieren von Schleim erleichtern und die Schwellung reduzieren.
Es ist wichtig, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen und sich ausreichend zu schonen, um das Immunsystem zu unterstützen.
Der richtige Umgang mit Schnupfen umfasst außerdem das richtige Naseputzen, regelmäßiges Lüften und eine angemessene Luftfeuchtigkeit im Raum.
Bei der Lagerung von Honig sollte er kühl, trocken und dunkel gelagert werden; der Kühlschrank wird nicht empfohlen, da Honig bei Kälte kristallisiert und beim Erhitzen erneut flüssig gemacht werden muss.
Babys unter zwölf Monaten sollten kein Honig erhalten.
Der MGO-Gehalt kann durch Laboranalysen bestätigt werden; UMF ist ein weiteres Qualitätsmaß, das in Neuseeland verwendet wird und die Echtheit sicherstellt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Honig, insbesondere Manuka-Honig, eine unterstützende Rolle bei Erkältungen spielen kann, doch die volle antibakterielle Wirkung bleibt vor allem im Labor nachweisbar und der menschliche Nachweis ist begrenzt.
Bei Verdacht auf eine ernsthaftere Erkrankung oder bei bestehenden Vorerkrankungen sollten Sie ärztlichen Rat einholen und Honig nur als Zusatzmaßnahme verwenden.
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