Ernährung der Bienenkönigin: Gelée Royale und seine Bedeutung
Gelée Royale, oft auch als „Königinnenfuttersaft“ bezeichnet, ist eine spezielle Substanz, die von jungen Arbeiterbienen produziert wird. Es handelt sich dabei um ein milchiges Sekret, das in den sogenannten Futtersaftdrüsen der Bienen entsteht. Die Bienen produzieren im Bienenstock das Gelée Royale, in erster Linie für die Bienenkönigin, die royale Nahrung der Bienenkönigin. Eine andere Bezeichnung dieses königlichen Bienenproduktes ist "Weiselfuttersaft".
„Gelée Royale“ kommt aus dem Französischen und bedeutet „königliches Gelee“, bzw. „königlicher Saft“. Das Wort "Gelée Royal" stammt aus dem Englischen und bedeutet "Königliches Gelee". Diese exklusive Ernährung macht den Unterschied: Während normale Bienenlarven nur wenige Tage mit Gelée Royale gefüttert werden, bekommt die zukünftige Königin das Superfood ihr ganzes Leben lang. Diese exklusive Ernährung macht den Unterschied: Während normale Bienenlarven nur wenige Tage mit Gelée Royale gefüttert werden, bekommt die zukünftige Königin das Superfood ihr ganzes Leben lang.
Herstellung im Bienenvolk: Drüsen, Rohstoffe und Fütterung
Als Basis bedienen sich die Arbeiterbienen an dem Honig, den Blütenpollen und verarbeiten diese in ihren besonderen Drüsen gemeinsam mit dem Sekret zum Gelée Royale (auch: Weiselfuttersaft). Mit den Rohstoffen Pollen und Honig und den Sekreten der Bienen entsteht ein wertvolles Futter. Den Rohstoff bieten Honig, Blütenpollen und gewisse Bienen-Düsensekrete. Für die Fütterung der Bienenlarven sind die Arbeiterinnen zuständig. Sie produzieren in ihrem Stadium als Ammenbiene zwischen ihrem 4. und 12. Lebenstag in den Kopfdrüsen das Sekret, mit dem sie den Nachwuchs ernähren.
Der Saft wird in den Mund der Biene abgesondert und zum Teil mit Sekreten aus der Honigblase und aus den Mandibeldrüsen angereichert. Die Futtersaftdrüsen werden durch Hormone aktiviert. Ist das Sekret-Gemisch von den Ammenbienen fertig produziert, werden in den ersten drei Lebenstagen alle Larven einheitlich damit gefüttert. Mit dem entstandenen Bienenprodukt werden alle Bienenlarven etwa drei Tage, königlichen Bienenlarven und die Bienenkönigin ihr Leben lang, von den Ammenbienen gefüttert.
Weiselzelle, Selektion und die „königliche“ Entwicklung
Die Bienen bestimmen eine Larve, aus der die Königin werden soll und setzen die Fütterung mit Gelée Royale fort, während alle anderen Maden und Puppen Pollen und Honig bekommen. Die Königinnenmade schwimmt regelrecht im Futtersaft, mit dem die Wabe bist zum oberen Rand gefüllt ist und mit einem Deckel aus Bienenwachs verschlossen. Diese Brutwabenzellen der angehenden Königin sind die sogenannten „Weiselzellen“.
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Interessant ist zu sehen, wie sich trotz der gleichen Genetik und Anatomie, die Bienenkönigin von den Arbeiterbienen unterscheidet. Im Larvenstadium sind alle Bienen gleich, sie besitzen dieselben genetischen Voraussetzungen. Die Differenzierung in Königin und „restliche“ Bienen erfolgt allein nach der Änderung der Futtergabe nach dem dritten Tag.
Auswirkungen auf Wachstum, Fruchtbarkeit und Lebensdauer
Bereits beim Füttern der Larven kann man beobachten, wie sie an Größe zunehmen. So auch bei der Bienenkönigin, es wird nicht nur ihr Wachstum gefördert, sondern auch ihr Gewicht, als auch ihre Fruchtbarkeit. Die Bienenkönigin unterscheidet sich in ihrem Phänotyp, also im Aussehen, von allen anderen Bienentypen. Durch die kontinuierliche Fütterung mit Gelée Royale nimmt die Königinnen-Larve das 3000-fache an Gewicht zu.
Die Fruchtbarkeit der Königin spielt im Bienenvolk eine große Rolle, dass sie diejenige ist, die an einem Tage zwischen 2.000 bis 3.000 Eier legen kann, um ihr Bienenvolk zu vergrößern. Die Königin lebt einige Jahre, im Schnitt 5 Jahre, während andere Bienen, je nach Funktion, zwischen 5 und 50 Tagen leben. Diese exklusive Ernährung macht den Unterschied: Während normale Bienenlarven nur wenige Tage mit Gelée Royale gefüttert werden, bekommt die zukünftige Königin das Superfood ihr ganzes Leben lang.
Sinnliche Eigenschaften und Geschmack
Gelée Royale ist von cremiger bis geleeartiger Konsistenz, meist elfenbeinfarben oder leicht gelblich. Auf dem ersten Blick gleicht der Weiselfuttersaft dem sehr bekannten Honig. Doch unterscheidet sich dieser leicht in der Konsistenz als auch in den darin enthaltenen Wirkstoffe und des Geschmackes. Der Geschmack von Gelée Royale ist äußerst bitter bis säuerlich, in seiner Intensität stechend (phenolisch).
Zusammensetzung und Schlüsselstoffe
In der Chemie wird das Gelée Royale als eine Emulsion vor allem aus Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten betrachtet. Gelée royale enthält neben Kohlenhydraten und Eiweiss insbesondere B-Vitamine und Spurenelemente. Die Bienen fügen dem Honig und Pollen, die reich an verschiedenen Vitaminen sind ihre besonderen Enzyme durch das Sekret bei. Bei den organischen Stoffen handelt es sich um Spurenelemente, Vitamine und Pflanzenwirkstoffe (sekundär).
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Neben 60 bis 70 Prozent Wasser sind 11 bis 25 Prozent Zucker (Fruktose, Glukose, Saccharose), 9 bis 18 Prozent Proteine und Aminosäuren sowie 2 bis 8 Prozent Fette enthalten. Die wichtigsten Vitalstoffe sind Thiamin, Riboflavin, Pyridoxin, Niacin, Pantothensäure, Biotin, Folsäure, Sterine, Biopterin und Neopterin. Der Gehalt an 10-Hydroxy-2-decensäure, einer Fettsäure, ist ein Merkmal für die Produktqualität (1 bis 6 Prozent).
| Komponente | Typischer Anteil/Beispiel |
|---|---|
| Wasser | 60-70 % |
| Zucker | 11-25 % (Fruktose, Glukose, Saccharose) |
| Proteine/Aminosäuren | 9-18 % |
| Fette | 2-8 %; 10-Hydroxy-2-decensäure: 1-6 % |
| Vitamine | B1, B2, B3, B6, Niacin, Biotin, Folsäure |
Bedeutung im Bienenstock und ökologische Rolle
Gelée Royale ist mehr als nur ein Produkt aus dem Bienenstock - es ist ein zentrales Element im Kreislauf eines jeden Bienenvolks. Es markiert den Beginn einer neuen Königin und zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie raffiniert die Natur organisiert ist. Was Gelée Royale von anderen Bienenprodukten wie Honig oder Propolis unterscheidet, ist seine exklusive Rolle innerhalb des Bienenvolks. Es ist kein Vorratsprodukt, sondern wird frisch erzeugt - gezielt für die Ernährung der Königin.
Imkerliche Gewinnung: Saison, Technik und Erträge
Der Weiselfuttersaft wird, in den Monaten April bis August, von den Bienen hergestellt. Durch den ständigen Gebrauch des Gelée Royales der Bienen, ist die Gewinnung sehr aufwendig. Damit man dieses Bienenprodukt problemlos gewinnen kann, setzen die Imker auf den natürlichen Vermehrungstrieb der Bienen. So wird eine künstliche Zelle (Bienenwachsschalen) in den Bienenstock gegeben.
Die Ammenbienen fügen in diese Wachsschalen Gelée Royal hinzu, da sie diese als Königinnenlarven betrachten. Der Zellenrahmen wird ca. drei Tage später aus dem Stock entnommen. Innerhalb dieser Zeit hat sich die größte Menge des hochwertig, qualitativen Gelée Royales durch die Ammenbienen gebildet. Die Larven in den Wachsschalen werden entfernt und das vorhandene Gelée Royale kann problemlos mit einer speziellen Absaugvorrichtung geerntet werden.
Aus einer Weiselzelle kann der Imker ungefähr 200 - 500 mg Gelée Royale ernten. Jedes Bienenvolk produziert im Jahr bis zu 600 Gramm des Weiselfuttersaftes. Nach der Ernte wird das Gelée Royale durch ein Sieb gegeben, um es von den groben Rückständen zu reinigen und daraufhin in Gläser gegeben die gefroren gelagert werden.
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Qualität, Normen und Einfluss der Fütterung
Bisher gibt es keinen einheitlichen Qualitätsstandard für die Gewinnung von Gelée royale. Für Gelée Royale existiert eine internationale ISO-Norm (ISO12824:2016). Eine französische Untersuchung bestätigt z.B. die Annahme, dass sich die Zusammensetzung von Gelée royale verändert, sobald eine künstliche Bienenfütterung mit Zucker oder Proteinen stattfindet. Diese unterscheidet zwischen zwei Qualitätsstufen. Diese hängen von der Fütterung des Volkes ab.
Anwendung als Nahrungsergänzung und in Kosmetik
Gelée royale wird in Kosmetika verwendet und als Nahrungsergänzungsmittel oder als Zusatz in Lebensmitteln angeboten. Gelée Royale ist durch die verschiedenen Wirk- und Mineralstoffe sehr vielfältig einsetzbar und wird vor allem im sportlichen Bereich sehr geliebt, er ist bekannt als ein natürlicher Energielieferant und dient gegen Appetitlosigkeit. Die Gelée Royale Kapseln lassen sich praktisch und problemlos jederzeit konsumieren.
Interessant ist zu beobachten, wie das Gelée Royale heutzutage in vielen verschiedenen Bereichen angewandt wird, so auch vor allem in der Kosmetik- und Schönheitsindustrie. Die Kosmetikbranche sagt dem Gelée Royale ein Anti-Aging Effekt nach. Frisches Gelée Royale muss kühl und trocken gelagert werden, wir bieten die in unseren Gelée Royale Kapseln gefriergetrocknetes Gelée Royale an.
Hinweise zu Health Claims und Wirksamkeit
Nach der EU Health Claims Verordnung, des herrschendes Gesetztes können wir hier an dieser Stelle keine Aussagen für die gesundheitlichen Wirkungen in der Praxis treffen. Wichtig: Faktisch konnten die vermeintlich positiven Wirkungen von Gelée Royal noch nicht so fundiert nachgewiesen werden, dass die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) daraus sogenannte Health Claims ableiten würde.
Sicherheit, Allergien und Zielgruppen
Da das Bienenprodukt ein hohes allergisches Potenzial hat, gibt es bei der Einnahme einiges zu beachten. Wer auf Bienen- und/ oder Wespenstiche allergisch reagiert sollte die Finger von Gelee Royal lassen. Ebenso Stillende und Schwangere sowie Personen, die an Asthma leiden. Der Verzehr von Gelée royale kann, insbesondere durch seinen Anteil an Proteinen und Aminosäuren, zu allergischen Reaktionen führen.
Es wird von Wechselwirkungen von Gelée Royale mit Blutgerinnungshemmern und anderen Medikamenten (Temozolomide) berichtet. Frauen, die an einem hormonabhängigen Brustkrebs leiden, sollten Produkte mit Gelée Royale meiden, da diese das Krebswachstum fördern können. Bei einigen Menschen kommt es zu gastrointestinalen Problemen.
Historische und kulturelle Einordnung
Seit Jahrhunderten ist es ein Symbol für Vitalität, Leistungs- und Lebenskraft. Gelee Royal war bereits in der Antike bekannt. In Europa kam die Anwendung von Gelee Royal erst mit dem Aufkommen der Apitherapie in den frühen 1960er Jahren richtig in Schwung. Es handelt sich bei Gelée Royale um ein natürliches Produkt der Bienen.
Praktische Hinweise zur Lagerung und Darreichung
Frisches Gelée Royale kann gekühlt bei 0 bis 5 Grad Celsius bis zu einem halben Jahr aufbewahrt werden, tiefgefroren ohne Nährstoffverlust zwei bis drei Jahre. Kapseln sollten kühl und trocken gelagert werden, die Ampullen gehören am besten in den Kühlschrank. Kühl gelagertes, frisches Gelée Royal kann je nach Tagesdosis nach eigenen Wünschen konsumiert werden.
Vergleich mit anderen Bienenprodukten
Honig: flüssig und süß, cremig und parfümiert geniesst der Honig schon seit mehr als 1000 Jahren einen besonderen Ruf. Diese Substanz, die von den Arbeiterbienen abgesondert wird, wurde wegen ihrer Verwendung als Gelee Royale oder "Bienenmilch"bezeichnet. Was Gelée Royale von anderen Bienenprodukten wie Honig oder Propolis unterscheidet, ist seine exklusive Rolle innerhalb des Bienenvolks.
Ethik und Nachhaltigkeit der Ernte
Die Gewinnung ist sehr arbeitsintensiv und lohnt sich in gemäßigteren Klimazonen kaum. Die Entfernung der Zelleninhalte - auch wenn nur für kurze Zeit - erzeugt Stress im Bienenstock, was als nicht tierkonform kritisiert wird, weil die Bienen durch die Stresssituation zur vermehrten Produktion von Gelée Royale gezwungen werden. Daneben gibt es verantwortungsvolle Imker, die sehr bedacht mit dem Verfahren umgehen und wissen, wann eine Entnahme zuviel ist und dem Bienenvolk schaden würde.
Zusammenfassung der biologischen Bedeutung
Gelée Royale ist ein „königliches“ Produkt aus der Bienen-Produktion: der Futtersaft der Bienenkönigin. Aus den Drüsen der Bienen dient Gelée Royale zunächst als Nahrung für die Aufzucht aller Larven. Diese exklusive Ernährung macht den Unterschied: Während normale Bienenlarven nur wenige Tage mit Gelée Royale gefüttert werden, bekommt die zukünftige Königin das Superfood ihr ganzes Leben lang. Es ist kein Vorratsprodukt, sondern wird frisch erzeugt - gezielt für die Ernährung der Königin.
Rezeptidee: Gelée-Royale-Creme für die Haut
Wie wäre es denn mit einer eigenen Gelée Royal Creme? Mit Gelée Royale kannst du problemlos deine eigene Creme, frei von chemischen Zusätzen, selbst herstellen. Das Bienenwachs in eine Schüssel geben und im Wasserbar zum Schmelzen bringen. Sind Bienenwachs und Pflanzenöl vermengt, werden diese zur Seite gestellt damit es abkühlen kann.
Nach dem Abkühlen wird das Gelée Royal nach und nach dazugegeben und verrührt. (Wichtig: Gelée Royal kann bei Wärme und Hitze die Wirkung verlieren, da sich die Molekülverbindungen der Stoffe auflösen können). Die noch flüssige Mischung in einen Salbentiegel oder einen anderen Behälter füllen. Darin kann die Mischung ca. sechs Stunden ruhen und aushärten.
Kauf und Produktwahl
Gelée Royale ist besonders kostbar, weil es vom Imker nur in sehr geringen Mengen aus dem Bienenstock entnommen werden kann. Unter allen Bienenprodukten ist dieser Königinnen-Futtersaft der teuerste im Handel. Nur wenige Imkereien ernten Gelée Royale für die Weiterverarbeitung.
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