Honigbonbons: Vorteile und Inhaltsstoffe
Einer Erkältung oder einfach der trockenen Heizungsluft geschuldet, macht es uns der Winter nicht immer einfach. Schnell kratzt es mal im Hals - da greift man gerne zu wohlschmeckenden Honigbonbons in der Ladentheke.
Honigbonbons sind eine wohlschmeckende Leckerei und vor allem bei Erkältungskrankheiten sehr beliebt. Halspastillen "mit Honig" findet man mittlerweile nicht nur in Reformhäusern oder Biomärkten, sondern auch in jedem gut sortierten Supermarkt.
Was steckt in Honig und damit auch in Honigbonbons?
Der Hauptbestandteil von Honig ist Zucker - er macht ungefähr 80 Prozent des Bienenerzeugnisses aus. Dieser in Honig enthaltene Zucker besteht zum Großteil aus den Einfachzuckerarten Fruktose und Glukose sowie aus geringen Mengen an Zweifach- und Vielfachzuckern. Einfach- und Zweifachzucker sind schnell verwertbare Zuckerarten. Abgesehen von Zucker besteht Honig zu circa 17 Prozent aus Wasser, etwa drei Prozent machen Enzyme sowie andere Proteine, Vitamine, Aminosäuren, Mineralstoffe, Farbstoffe und Aromastoffe aus.
Neben Wasser enthält Honig geringe Mengen von Proteinen, Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, Enzymen und Polyphenolen, einschließlich Flavonoide aus Pollen, die zur Identifizierung der Honigherkunft dienen können. Sekundäre Pflanzenstoffe, wie die in Honig enthaltenen Flavonoide und Phenolsäuren, wirken sich zudem schützend auf die Atemwege aus. Bittere Honigsorten enthalten mehr dieser Substanzen.
Es gibt Hunderte unterschiedlicher Honigarten, die sich nach der botanischen Herkunft unterscheiden, wie zum Beispiel Klee-, Akazia- oder Manuka-Honig. Honige aus dem Supermarkt sind Speisehonige und ausschließlich zur Ernährung geeignet. Die genaue Zusammensetzung der Zuckerarten ist je nach Honigsorte unterschiedlich.
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Wie gelangen Honiginhaltsstoffe in Bonbons?
Die Hartbonbons dieser Reihe enthalten 15 % Honig, ein Anteil, den man am Geschmack und an der bernsteinfarbenen Tönung erkennt. Klarer Honiggeschmack, ohne zugesetzte Aromen. Frischer, mentholiger Geschmack. Die Propolis bringt eine harzige, leicht bittere Note, die mit der Süße des Honigs kontrastiert.
Was macht aber der Honig im Honigbonbon? Natürlich bringt er vor allem leckeren Geschmack. Allerdings sollte man darauf achten, dass tatsächlich Honig drin ist und nicht nur billiges Honigaroma. Bei zuckerfreien Honigbonbons ist Skepsis angebracht: Honig besteht zu über achtzig Prozent aus Fruktose und Glukose. Entweder sind sie nicht wirklich zuckerfrei, oder sie enthalten nicht wirklich nennenswerte Mengen des Bienengoldes.
Vorteile von Honig und Honigbonbons
Honig wird in der traditionellen Medizin seit Jahrtausenden wegen seiner potentiellen antibakteriellen, entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften verwendet. Vor allem Manuka-Honig hat eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung. Verantwortlich dafür ist sein hoher Gehalt an Methylglyoxal - ein Abbauprodukt des enthaltenen Zuckers.
Honig, insbesondere Manuka-Honig, Thymianhonig, Eukalyptushonig oder Lindenhonig, gelten als altes Hausmittel gegen Erkältungen. Studien zeigen, dass an ihrer bakteriziden und viruziden Wirkung tatsächlich etwas dran ist. Vor allem Manuka-Honig hat eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung.
Beim Manuka Honig ist die aktive Substanz MGO ausschlaggebend. Will man mit der natürlichen Heilkraft des Honigs etwas gegen das Rumoren im Hals unternehmen, sollte man einfach mehrmals täglich eine kleine Menge Manuka-Honig im Mund zergehen lassen.
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Honig kann das Herz schützen, indem er Fettstoffwechsel und Blutdruck verbessert, antioxidativ wirkt, den Infarktbereich reduziert und den Zelltod (Zellapoptose) abschwächt - darauf weisen diverse vorklinische Studien hin. Honig ist in diesem Fall in geringen Mengen verzehrt gesund, weil er unter anderem den Blutzuckerspiegel senkt, einer übermäßigen Gewichtszunahme vorbeugt, den Fettstoffwechsel verbessert und das Risiko eines chronischen Entzündungsprozesses von Gefäßen verringert.
Limitierungen: Sind Honigbonbons wirklich „gesund“?
Speisehonig ist vor allem ein kalorienhaltiger Energielieferant. Daher gilt zunächst: Wie alle Lebensmittel mit hohem Zuckergehalt kann auch Honig bei übermäßigem Verzehr das Risiko von Übergewicht, Karies und Diabetes mellitus erhöhen. Das entspricht etwa drei Esslöffeln Honig.
Der unstrittige Effekt des Lutschens hat mehr mit erhöhtem Speichelfluss zu tun als mit dem Honig. Die Süße signalisiert Nahrung, was die Speicheldrüsen in freudiger Erwartung mit verstärkter Aktivität quittieren.
Zur Behandlung von Wunden ist Honig nicht geeignet, unabhängig davon, ob er aus dem Supermarktregal oder vom Imker stammt. Honig ist ein Naturprodukt - und Naturprodukte können schädliche Keime enthalten. Das gilt auch für Manuka-Honig, nicht aber für sogenannten medizinischen Honig. Honigsorten, die von verschiedenen Blütenpflanzen stammen, unterscheiden sich erheblich in ihrer Zusammensetzung und daher auch in ihrer Fähigkeit, Bakterien abzutöten.
Im Gegensatz zu Zucker enthält Honig Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien; allerdings machen Vitamine und Mineralstoffe im Honig weniger als 1% der empfohlenen Tagesmenge aus. Damit sich die in geringen Mengen im Honig vorkommenden Vitamine und Mineralstoffe vorteilhaft auf die Gesundheit auswirken, müsste Honig in großen Mengen verzehrt werden.
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Wer sollte vorsichtig sein?
Kinder im ersten Lebensjahr, Säuglinge und Personen mit geschwächtem Immunsystem sollten keinen naturreinen Honig zu sich nehmen. Grund dafür ist das Bakterium Clostridium botulinum, dessen Sporen Bienen in den Honig eintragen können. Bei Menschen, deren Darmflora noch nicht vollständig ausgebildet oder instabil ist, kann sich dieses Bakterium im Darm ansiedeln und das Botulinum-Toxin erzeugen.
Manche Menschen reagieren auch mit Durchfall oder Blähungen auf fruktosehaltige Lebensmittel wie Honig. Grund dafür kann eine funktionelle Darmstörung sein, die sogenannte Fruktose-Malabsorption. Bei einer Fruktose-Intoleranz hingegen ist gänzlich auf Honig zu verzichten. Das gilt besonders für Menschen, die an der sogenannten Hereditären Fruktoseintoleranz oder kurz HFI leiden.
Honigbonbons selbst herstellen: Prinzipien und Tipps
Wer Honigbonbons selber machen will, findet im Internet viele Rezepte auf Grundlage von Haushaltszucker oder von reinem Honig. Letzteres sollte man aber besser vermeiden: Honig über 40°C zu erhitzen ist keine gute Idee, da dadurch die darin enthaltenen Enzyme und Vitamine kaputtgehen und zudem gesundheitsschädliches Hydroxymethylfurfural (HMF) entsteht.
Will man Honigbonbons selber herstellen, sollte man den Karamell mit Haushaltszucker kochen und den Honig erst unterrühren, wenn die Masse beim Abkühlen fest zu werden beginnt. Dazu erhitzt man Weißzucker in einem Topf ohne Wasser langsam und unter ständigem Umrühren, bis die Farbe zu einem hellen Braun wechselt. Nicht zu lange, sonst verbrennt der Zucker zu schwarzem Zuckercouleur. Wird die Masse beim Kaltrühren allmählich zäh, gibt man die gewünschte Menge Honig hinzu und mischt ihn gründlich unter. Dann verteilt man sie auf Backpapier zum Auskühlen.
Heute haben wir Bonbons gekocht: Honig-Tropfen mit Pfefferminzgeschmack. Dafür wurden 60 ml Pfefferminztee, 150 g Zucker und 50 g Honig verrührt und aufgekocht, bis der Sud zu karamelisieren begann. Die Masse sollte zehn Minuten abkühlen und dann auf ein Backblech mit Backpapier getropft werden. Nach dem Aushärten lassen sich die Bonbons einfach abnehmen.
Rezeptbeispiel: Honig-Salbei-Bonbons
Salbei, auch bekannt als Salvia officinalis, ist eine aromatische Heilpflanze, die seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde und Volksmedizin verwendet wird. Er enthält zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe wie ätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe und Flavonoide. Salbei ist aber besonders für seine antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt.
3 Teebeutel Salbeitee, 60 ml Wasser, 1 Zitrone, 150 g Zucker, 3 EL Honig, 60 ml Salbeitee, 1 EL Ingwersaft, Puderzucker zum Wälzen. Bereite den Salbeitee zu und lass die Teebeutel etwa 20 Minuten im Wasser ziehen. Presse den Saft der Zitrone aus und gib ihn zusammen mit dem Zucker, Honig, Salbeitee und Ingwersaft in einen Topf. Koche alles auf und lass es 10 Minuten auf niedriger Stufe köcheln. Rühre immer wieder um. Es sollte eine dickflüssige, aber nicht zu harte Masse entstehen.
Gib die Masse anschließend löffelweise auf ein mit Backpapier belegtes Blech und lasse die noch unfertigen Bonbons abkühlen. Du kannst auch eine spezielle Silikonbackform benutzen. Wälze die Honig-Salbei-Bonbons zum Schluss kurz in Puderzucker, damit sie nicht so aneinander kleben. Bewahre die fertigen Bonbons luftdicht auf. Die Bonbon-Masse ist sehr heiß.
Praktische Hinweise zum Kauf und Verkauf
Die 2-kg-Beutel sind für den Verkauf nach Gewicht gedacht: im Imkereifachgeschäft, auf dem Markt oder am Messestand. Der Kilopreis liegt deutlich unter dem abgepackter Bonbons, und Sie bestimmen das Endformat selbst. Beim Umpacken für den Wiederverkauf muss das Etikett der Verordnung EU 1169/2011 entsprechen: Bezeichnung, Zutatenverzeichnis, Allergene, Nettogewicht, Los und Angaben zum Abpacker.
Handwerklicher Honig-Lutscher: handwerklich gefertigter Lutscher mit Honig, einzeln. Eine gute Wahl für die Theke und zum Verschenken. Von Kindern selbstgemachte Bonbons sind ein schönes, persönliches Geschenk, gerade in der Winterzeit. Einen Teil unserer Honig-Tropfen werden wir also, in weihnachtliche Lebensmitteltütchen verpackt, zu Heiligabend an Großeltern und Freunde verschenken.
Zusammensetzung: Kurze Tabelle der Hauptinhaltsstoffe von Speisehonig
| Bestandteil | Ungefähre Menge |
|---|---|
| Einfachzucker (Fruktose, Glukose) | ~80 % |
| Wasser | ~17 % |
| Enzyme, Proteine, Vitamine, Mineralstoffe, Aromastoffe | ~3 % |
Die Kriterien für die Zusammensetzung von Honig werden durch die Richtlinie des Rates der Europäischen Union 2001/110/EC vom 20. Dezember 2001 festgelegt. Honig kann grob in rohen und in verarbeiteten Honig unterteilt werden. Jahreszeiten, Umweltbedingungen, Verarbeitungstechniken und verschiedene Blütennektarsorten können die Zusammensetzung von Honig beeinflussen.
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