Honig als Heilmittel für die Haut: Anwendung und Wirkung

Honig ist nicht nur ein süßes Naturprodukt, sondern auch ein seit Jahrhunderten bewährtes Heilmittel. Schon im alten Ägypten wusste man um seine wundreinigenden Eigenschaften, und auch in der griechischen Mythologie war er als Wundermittel bekannt. Die spezielle Zusammensetzung von Honig, insbesondere die Enzyme der Honigbienen, verleiht ihm vielfältige heilende Wirkungen sowohl innerlich als auch äußerlich.

Die Heilkraft des Honigs

Die Heilkraft steckt in jeder Honigsorte, wenngleich die genaue Zusammensetzung und Wirkung je nach Herkunft (Bienenvolk, Trachtpflanzen) variieren kann. Die hohe Zuckerkonzentration (ca. 85 % Fructose und Glucose) spielt eine wesentliche Rolle, da sie den Keimen das lebensnotwendige Wasser entzieht.

Wichtige Inhaltsstoffe und ihre Wirkung

  • Glucoseoxidase: Dieses Enzym aus der Futtersaftdrüse der Bienen setzt in Anwesenheit von Wasser kontinuierlich kleinste Mengen an Wasserstoffperoxid aus Glucose frei, was eine antibakterielle Wirkung hat. Allerdings ist Glucoseoxidase empfindlich gegenüber Wärme und Licht, wodurch die Wasserstoffperoxidproduktion reduziert werden kann.
  • Methylglyoxal (MGO): Besonders Manuka-Honig aus Neuseeland enthält hohe Mengen dieses Zuckerabbauprodukts, das als natürliches Antibiotikum wirkt. Der UMF-Wert (Unique Manuka Factor) gibt an, wie stark der Honig gegen Keime wirkt.
  • Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren: Hochwertiger Honig liefert wichtige Nährstoffe, die den Nährstoffhaushalt auffüllen und das Immunsystem stärken.

Verschiedene Honigsorten und ihre spezifischen Anwendungsgebiete

  • Blütenhonig: Besitzt ein blumig-fruchtiges Aroma.
  • Waldhonig: Hat eine goldene bis dunkelbraune Farbe und ist sehr feinwürzig. Er wird oft bei Erkältungen und Entzündungen der Harnwege eingesetzt, wo er vor allem infektionshemmend wirkt.
  • Lindenhonig: Ist mild im Geschmack und weißgelb bis hellbeige in der Farbe. Er hilft besonders gut bei Verdauungsbeschwerden und innerer Unruhe. Außerdem ist seine krampf- und schleimlösende Wirkung, gerade bei Erkältung und Fieber, bewährt.
  • Lavendelhonig: Schmeckt leicht würzig und ist sehr klar. Diese Sorte hat eine schmerzhemmende und krampflösende Wirkung. und Nervosität.
  • Manuka-Honig: Ist sehr aromatisch und besitzt eine sehr markante goldgelbe Färbung. stammt aus Neuseeland und besitzt den Inhaltsstoff Methylglyoxal, der ihn zu einem natürlichen Antibiotikum macht. und Erkältungen.
  • Akazienhonig: besticht in einem schönen Bernsteingelb.

Honig in der Hautpflege

Honig ist ein vielseitiges Mittel in der Hautpflege, das bereits in der Antike von Schönheiten wie Kleopatra geschätzt wurde. Er kann die Haut glatter, praller und geschmeidiger machen, die Elastizität verbessern und Feuchtigkeit spenden, ohne zu beschweren.

Wirkung auf verschiedene Hauttypen

  • Akne und unreine Haut: Die antibakteriellen Inhaltsstoffe des Honigs wirken sich positiv auf das Hautbild aus, klären die Haut, ohne sie unnötig auszutrocknen, und wirken Entzündungen entgegen.
  • Trockene Haut: Honig hilft der Haut, Feuchtigkeit besser zu speichern, und versorgt sie mit wichtigen Nährstoffen.
  • Mischhaut und sensible Haut: Da Honig kein Fett enthält, ist er auch für diese Hauttypen geeignet.
  • Reife Haut: Honig besitzt straffende und regenerierende Eigenschaften, verbessert die Elastizität der Haut und pflegt sie mit einer Extraportion Feuchtigkeit.

Anwendungsmöglichkeiten in der Hautpflege

  • Gesichtsmasken: Honig kann pur oder in Kombination mit anderen Zutaten wie Quark als Gesichtsmaske verwendet werden.
  • Direkt auf Pickel auftragen: Honig wirkt Entzündungen entgegen und trocknet Unreinheiten aus.
  • Lippenpflege: Honig spendet Feuchtigkeit und versorgt die Lippen mit wichtigen Nährstoffen. Spezielle Lippenbalsame mit Manuka-Honig sind ebenfalls erhältlich.
  • Inhaltsstoff in Pflegeprodukten: Zahlreiche Gesichtspflegeprodukte sind mit Honig angereichert, insbesondere mit Manuka-Honig und Calcium B5, um die Wundheilung zu unterstützen, die Haut zu glätten und Akne entgegenzuwirken.

Rezept für eine Honig-Quark-Maske

  1. Ca. zwei Esslöffel Quark mit einem Teelöffel flüssigem Honig vermischen.
  2. Die Maske gleichmäßig auf das gereinigte Gesicht auftragen.
  3. 10-20 Minuten einwirken lassen, damit der Honig seine Wirkung entfalten kann.

Honig in der Wundheilung

Schon im alten Ägypten war bekannt, dass Honig Wunden reinigt. Ursächlich dafür ist die hohe Zuckerkonzentration des Honigs (etwa 85 % Fructose und Glucose). Die mikrobiologische Wirksamkeit des Honigs kann je nach Herkunft (Bienenvolk, Trachtpflanzen) und Verarbeitung stark schwanken. Bei den antibakteriell wirksamen Enzymen ist die Glucoseoxidase aus der Futtersaftdrüse der Bienen das wichtigste Enzym, welches in Anwesenheit von Wasser kontinuierlich kleinste Mengen an Wasserstoffperoxid aus Glucose freisetzt. Wärme und Licht schädigen aber die Glucoseoxidase und reduzieren die Produktion an Wasserstoffperoxid. Eine besonders hohe antibakterielle Aktivität zeigt Honig, der von Nektar bestimmter Pflanzen - z.B. Erste positive Erfahrungsberichte liegen vor, beispielsweise bei immunsupprimierten, pädiatrisch-onkologischen Patienten und bei Patienten mit venösen Ulzera. Die Anwendung von Haushaltshonig in der Wundtherapie verbietet sich generell.

Manuka-Honig in der Wundheilung

In der medizinischen Wundversorgung kommt Manukahonig z. B. als konfektioniertes Wundpflaster zum Einsatz. Allerdings nur in steriler Form und auch nur dann, wenn eine Zulassung als Medizinprodukt gegeben ist. Hintergrund dafür sind Studien, die zeigen, dass Manuka Wundinfektionen hemmen und sogar gegen resistente Bakterien wirksam sein kann. Manche Untersuchungen deuten darauf hin, dass Manukahonig die Heilung zusätzlich fördert, indem er Entzündungen bremst, den Aufbau von Bindegewebe anregt und die Bildung neuer Blutgefäße unterstützt.

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Anwendung von Honig bei Erkältungen

wird Honig mit warmer Milch oder mit warmem Tee verrührt. oder Fenchel-Tee.

Lagerung von Honig

Honig ist durch seine sehr hohe Konzentration an Zucker sehr gut haltbar. Allerdings muss er dafür kühl, trocken und vor Licht geschützt gelagert werden. Die ideale Lagertemperatur beträgt 4 °C. Dann kann Honig ohne Veränderungen der Substanz mehrere Jahre aufbewahrt werden. Selbst bei einer Lagertemperatur von bis zu 15 °C ist Honig immer noch drei und mehr Jahre haltbar. Kritischer wird es, wenn die Umgebungstemperatur permanent 18 °C und mehr beträgt. Dann beginnt der Honig innerhalb kurzer Zeit, die enthaltenen Zuckeranteile umzubauen - er kristallisiert aus bzw. wird fester. Seine Farbe kann sich verändern und dunkler werden. Durch sanftes Erwärmen im Wasserbad lässt sich kristallisierter Honig wieder verflüssigen. Dabei darf jedoch die Temperatur von 40 °C nicht überschritten werden, wenn die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben sollen.

Grenzen der Anwendung

Honig kann konventionelle Therapien nicht ersetzen. Manukahonig gilt als wertvolle Ergänzung, ersetzt aber keine ärztliche Behandlung. In der Wundversorgung kann er sinnvoll sein, wenn er in geprüfter, steriler Form verwendet wird. Als Hausmittel kann er Linderung bei Halsschmerzen oder kleineren Hautproblemen bieten.

Bei schweren oder tiefen Wunden bleibt hingegen die Behandlung mit Antiseptika und Antibiotika unausweichlich. Auch für Menschen mit geschwächtem Immunsystem ist Vorsicht geboten.

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