Hefekuchen mit Heidelbeeren und Pudding: das ausführliche Rezept für Blüten, Schnecken und Blechkuchen
So langsam wird es Frühling. Warum holen wir uns den Frühling dann nicht auf einfach auf den Kuchenteller, dachte ich mir.
Leckerer Vanillepudding, Heidelbeeren und luftiger Hefeteig - Na, wie hört sich das an? Genau das gibt es nämlich heute für Euch: Puddingschnecken mit Heidelbeeren.
Hefeteig: Grundlagen, Tipps und die richtige Temperatur
Hefeteig per se ist an sich gar nicht schwer und mit ein paar Kniffen, gelingt er Euch gewiss. Die Milch bitte nie zu warm machen aber auch nicht zu kalt.
Ich sage immer, man muss sie gut trinken können, dann hat sie auch die richtige Temperatur. Ich vermische Hefe, Milch und Zucker und lasse das nochmal ruhen.
Der Zucker sorgt dafür, dass die Hefe anzieht und dann können auch Mehl, Butter, Ei und Salz dazu. Richtig schön kneten bis der Teig geschmeidig wird und bitte nicht zu früh aufhören, lieber noch eine Runde länger kneten, dann wird er später auch gut aufgehen.
Lesen Sie auch: Hefekuchen Variationen
Dann geht es ans Ruhen. Ich stelle den Hefeteig abgedeckt am liebsten auf unsere Fußbodenheizung.
Zutatenliste: Hefeteilchen mit Pudding und Blaubeeren in Blütenform
- 220 ml lauwarme Milch
- 7 g Trockenhefe oder 25 g frische Hefe
- 60 g Zucker
- 1 EL Vanillezucker
- 500 g Mehl (Type 550)
- 1 Msp. Salz
- 1 Ei
- 80 g + 1 TL weiche Butter
- 200 ml Milch
- 3 Eigelb
- 60 g Zucker
- 2 EL Vanillezucker
- 30 g Speisestärke
- 50 ml Sahne
- 1 Eigelb + 2 EL Milch
- 80-100 g TK Blaubeeren (kleine, wilde Heidelbeeren)
- 1 EL Puderzucker
Vanillepudding: selbstgemacht oder schnell? So gelingt die Creme
Ich werde oft gefragt, ob Ihr auch „Fertigpudding“ nutzen könnt. Das ist gewiss möglich aber selbstgemachter Pudding mit echter Vanille schmeckt so viel besser und glaubt mir, ist auch gar nicht schwer.
Ihr müsst auch hier nur die Zutaten zusammen in einen Topf geben, gut und ständig rühren und warten bis die Masse eindickt. Ich rühre die Sahne zum Schluss ein und dann kann es auch schon weitergehen mit den Puddingteilchen.
Alle Zutaten bis auf die Sahne in einen Topf geben und verrühren. Bei mittlerer Hitze erwärmen und rühren, Kochplatte hochstellen und unter ständigem Rühren! weiter erhitzen bis die Masse eindickt.
Sofort von der Kochstelle nehmen, noch zwei Minuten weiter rühren. Zum Schluss die Sahne einrühren.
Lesen Sie auch: Streuselkuchen einfach
Den Pudding zum Beispiel mit Frischhaltefolie bis zur weiteren Verwendung abdecken, sodass sich keine Haut bildet.
Blüten formen: Schritt für Schritt zu goldbraunen Puddingteilchen
Schon vor einiger Zeit hatte ich die Idee kleine Blüten aus Hefeteig zu backen. Als ich mich daran jetzt wieder erinnerte, wollte ich die Idee direkt in die Tat umsetzen.
Die Puddingteilchen sind ja so oder so lecker und sehen auch immer hübsch aus, als kleine Blümchen arrangiert, sind sie aber doch nochmal süßer.
Der Hefeteig ist vorbereitet, der Pudding auch, dann können die Blüten ja geformt werden. Ich habe aus dem Teig zwölf gleichgroße Stücke geteilt.
Diese sind ca. 75-80 g schwer und werden dann nochmal in sieben kleine Stücke geteilt, sechs Blütenblätter und die Mitte, sodass der Pudding auch nicht auslaufen kann.
Lesen Sie auch: Familienrezept: Hefekuchen
Die Mitte wird platt gedrückt und die sechs anderen Stückchen schön geschmeidig glatt gerollt. Dann alles nur aneinander legen und die Mitte mit dem Pudding und den Blaubeeren befüllen.
Bei den Blaubeeren achte ich darauf, dass es kleine Beeren sind. Ihr könnt diese natürlich auch weglassen oder durch anderes Obst ergänzen.
Der Blüteneffekt wird aber wahrscheinlich bei Blaubeeren am höchsten sein. Jetzt im Winter nehme ich tiefgekühlte Beeren.
Backen, Aufbewahren, Aufbacken und Einfrieren
Eigelb und Milch verquirlen und die Teilchen damit einpinseln. Den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen und die Teilchen etwa 15 Minuten goldbraun backen.
Nach dem Backen kommt das Beste: Das Naschen. Am besten direkt aus dem Ofen, so schmeckt Hefeteig am besten.
Wer die Hefeteilchen allerdings für einen Brunch oder zu Ostern für die Sonntagstafel vorbereiten möchte: Ihr könnt die Teilchen auch einen Tag vorher backen und am Tag vor dem Servieren aufbacken.
Für das Aufbacken der Hefeteilchen einfach alle mit etwas Wasser einpinseln oder beträufeln und bei 160 °C Umluft fünf bis zehn Minuten aufbacken.
Ihr wollt sie lieber einfrieren? Dann backt sie nur für ca. zwölf Minuten, lasst sie auskühlen und friert sie gut verpackt ein.
Dann antauen und so wie oben beschrieben bei 160 °C Umluft fünf bis zehn Minuten aufbacken. Wann auch immer Ihr sie backt, am besten noch mit etwas Puderzucker bestäuben und servieren.
Puddingschnecken mit Heidelbeeren: saftig gerollt
Obwohl es Vielen davor grault, arbeite ich mit Hefeteig besonders gerne. Ich liebe den Geruch und seine Wandelbarkeit.
Für meine Puddingschnecken habe ich einen ganz einfachen Hefeteig genommen. Auch Backanfänger sollten hiermit keinerlei Probleme haben.
1 TL Zucker und die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen. Ca. 10-15 Minuten stehen lassen.
Währenddessen den restlichen Zucker mit Mehl, Vanillepulver/Vanillemark und Salz mischen. Die aufgelöste Hefe hinzugießen, das Ei und die Butter und die Zutaten zu einem glatten Teig verkneten.
Den Teig nach dem Gehen zu einem großen Rechteck (ca. 55 x 30 cm) ausrollen. Den Pudding auf dem Teig verstreichen, bis auf einen kleinen Rand an der langen Seite.
Dieser wird benötigt, damit die Teigrolle verschlossen bleibt und nicht wieder aufgeht. Die Heidelbeeren mit zwei Gabeln vorsichtig mit 1,5 EL Grieß vermengen und auf den Pudding geben.
Zimt und weiße Schokoraspeln ebenfalls verteilen. Den Teig nun von der langen Seite (ohne Rand) aufrollen, ca. 3 cm breite Stücke abschneiden und auf 2 mit Backpapier ausgelegte Backbleche verteilen.
Geht auch mit anderen Früchten. Der säuerliche Geschmack ist bestimmt ein toller Kontrast zu dem süßen Pudding.
Hefekuchen vom Blech: schnell, fruchtig und vielseitig
Auf dem Markt wurden Heidelbeeren mitgenommen, eigentlich zum so essen. Doch ich hatte totale Lust auf Obstkuchen, also war ihr Schicksal vorbestimmt.
Die Basis bildet ein Hefeteig, darauf ein Vanillepudding mit Saurer Sahne, die Heidelbeeren on top. Genial lecker!
Es waren alle Mitesser total begeistert. Der kleine Rest schmeckte auch am Folgetag noch gut, der Teig war kaum ausgetrocknet.
In der Zwischenzeit aus der Milch, dem Puddingpulver und dem Zucker einen Pudding kochen, etwas abkühlen lassen und immer wieder umrühren.
Die Form einfetten, den Hefeteig darauf ausbreiten, einen ca. 2 cm hohen Rand formen, mit einer Gabel leicht einstechen.
Die Saure Sahne unter den Pudding rühren, auf dem Boden verteilen, glatt streichen. Die Heidelbeeren ebenfalls darüber verteilen und mit Mandeln bestreuen.
Der Kuchen darf dann auf einem Kuchengitter etwas abkühlen und dann könnt ihr ihn auch schon, am besten lauwarm, genießen.
Alternative: „Falscher Hefeteig“ und schneller Blaubeer-Puddingkuchen
Zutaten für 10 Personen
| Komponente | Zutaten |
|---|---|
| Falscher Hefeteig | Mehl 300 g, Quark 250 g, Zucker 1 Tasse, Öl 1 Tasse, Ei 1, Backpulver 1 Päckchen, Vanillezucker 1 Päckchen |
| Belag | Vanillepuddingpulver 1 Päckchen, Zucker 40 g, Milch 500 ml, Blaubeeren TK oder frische 600 g, Mandeln gehackt 50 g |
Für den Teig aus den Zutaten einen "Falschen Hefeteig" kneten und auf ein gefettetes Backblech ausrollen bzw. verteilen. Einen Pudding nach Packungsanweisung mit Milch und Zucker kochen und etwas abkühlen lassen.
Den lauwarmen Pudding gleichmäßig auf den Teig streichen. Die Blaubeeren ebenfalls darüber verteilen und mit Mandeln bestreuen.
Den Kuchen im vorgeheizten Ofen bei 200°C etwa 30 Minuten backen. Evtl. mit Zucker oder Puderzucker bestreut servieren.
Butterkuchen mit Pudding-Klecksen und Heidelbeeren
Was macht man aber, wenn die einzelnen Varianten nicht besonders viel gemeinsam haben? Richtig. Man beginnt kreativ zu werden und sie zu kombinieren.
So ging es mir mit meinem heutigen saftigen Butterkuchen mit Heidelbeeren und Pudding-Klecksen. Auf Butterkuchen hatte ich schon lange mal Hunger, aber so ganz auf Früchte wollte ich auch nicht verzichten.
Und was soll ich sagen? Experiment geglückt!!! Super saftig, ein bisl cremig durch den Pudding und fruchtig und bunt durch die köstlichen Heidelbeeren. Unbedingte Nachmach-Empfehlung.
Zunächst müsst ihr die Hefe in ca .3 Esslöffeln lauwarmer Milch auflösen. Gebt dann die restliche Milch für den Teig, die Butter und den Zucker in einen Topf und erhitzt alles auf dem Ofen, bis die Butter geschmolzen ist.
Gebt das Weizenmehl in die Rührschüssel der Küchenmaschine, fügt die Milchmischung sowie das Ei und die aufgelöste Hefe hinzu und knetet alles mit dem Knethaken zu einem schönen geschmeidigen Teig.
Wenn der Teig glatt und geschmeidig ist, gebt ihr ihn in eine saubere Schüssel, deckt ihn mit einem Küchentuch ab und lasst ihn an einem warmen Ort für ca. 40 Minuten aufgehen.
Bereitet dann eine Springform vor, indem ihr den Boden der Form mit Backpapier bespannt und die Ränder der Form gründlich einfettet. Gebt nun den Hefeteig in die Form und zieht, in so in Form, dass er gleichmäßig den gesamten Boden der Form abdeckt.
Mit dem Finger drückt ihr nun gleichmäßig ganz viele kleine Mulden in den Teig und gebt zunächst mit Hilfe eines Teelöffels von dem vorbereiteten Pudding hinein. Nun folgen dann die Heidelbeeren.
tags: #Hefekuchen #mit #Heidelbeeren #und #Pudding #Rezept


