Hefekranz mit Pudding Rezept — saftig, fluffig und mit cremiger Vanillefüllung
Fluffiger Hefeteig, cremige Vanillefüllung, Mandelblättchen und Zuckerguss - dieser Puddingzopf ist richtig saftig, sieht super lecker aus und ziemlich so, wie man ihn vom Bäcker kennt. Ich liebe Puddingzöpfe, und hast du eigentlich mal gesehen, was so ein Stück beim Bäcker kostet? Ich backe gerade so viel mit Hefeteig, dass ich das Basisrezept im Kopf habe - und dank Thermomix ist der Teig in kürzester Zeit fertig. Dieses Jahr backe ich richtig viel passendes zu Ostern und der Frühling motiviert mich gerade total.
Was ist ein Pudding-Hefekranz?
Ein Puddingzopf ist ein geflochtenes Hefegebäck mit einer cremigen Vanillefüllung. Der Hefeteig wird ausgerollt, mit gekochtem Vanillepudding bestrichen, aufgerollt und zu einem Zopf geformt. Wattig-weicher Hefekuchen mit einer cremigen Füllung aus Vanillepudding.
Zutaten (klassisch für einen Kranz / Zopf)
- Für den Hefeteig: 250-350 ml lauwarme Milch (je nach Rezept), 80-100 g Butter (geschmolzen oder weich), 50-100 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Ei, 15-20 g frische Hefe (alternativ 1 Päckchen Trockenhefe = 7 g), 500-600 g Mehl (Weizenmehl, z. B. Typ 550)
- Für die Puddingfüllung: 1 Päckchen Vanillepuddingpulver, 350-500 ml Milch, 50-100 g Zucker, optional 1 Eigelb
- Zum Bestreuen und Garnieren: Mandelblättchen, Puderzucker oder Zuckerguss (Puderzucker + Zitronensaft oder Milch)
- Optional: Rosinen, Schokotröpfchen, Beeren oder Kirschen
Wichtige Hinweise zu Zutaten und Technik
Für diesen Puddingzopf nimmst du am besten Weizenmehl Typ 550. Ich backe am liebsten mit frischer Hefe. Sie sollte unbedingt frisch sein - achte auf das Ablaufdatum. Du hast keine frische Hefe zur Hand? Kein Problem: 1 Päckchen Trockenhefe (7 g) ersetzt etwa 15-20 g frische Hefe. Beides kommt in deinen Teig - der Zucker aktiviert die Hefe und bringt die nötige Süße.
Erwärme deine Milch auf ca. 37 Grad - angenehm warm auf dem Handgelenk, nicht heiß. Nimm das Ei am besten kurz vorher aus dem Kühlschrank. Nimm die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank, damit sie wirklich weich ist. Kalte Butter lässt sich nicht gut in den Teig einarbeiten. Lass die Prise Salz bitte nicht weg, auch nicht beim süßen Hefeteig.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Vorteig (optional, aber empfohlen)
Für den Vorteig die zerbröckelte Hefe mit einem Drittel der lauwarmen Milch und einem Teelöffel vom Zucker in einen Becher geben. Rühren, bis sich Zucker und Hefe aufgelöst haben. Hefe in lauwarmer Milch mit etwas Zucker auflösen, 10-15 Minuten stehen lassen. Sie fängt an zu schäumen - das zeigt dir, dass die Hefe aktiv ist.
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Hefeteig zubereiten
- Mehl, restlichen Zucker, Vanillezucker, Salz und Ei in eine große Schüssel geben, Hefemilch hinzufügen und alles verkneten.
- Weiche Butter in Stücken einarbeiten und den Teig 5-8 Minuten kneten, bis er weich und glatt ist (per Hand oder mit der Küchenmaschine).
- Forme den Teig zu einer straffen runden Kugel, lege ihn in eine leicht geölte Schüssel und decke ihn ab. Mindestens 1-2 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat. Alternativ: den Teig abgedeckt über Nacht im Kühlschrank gehen lassen; morgens kurz auf Raumtemperatur bringen.
Pudding (Vanillefüllung) kochen
Gib das Puddingpulver, den Zucker und die kalte Milch direkt in einen Topf und rühre alles glatt. Erhitze die Mischung bei mittlerer Hitze und rühre dabei durchgehend, damit nichts anbrennt. Sobald der Pudding eindickt und kurz köchelt, ist er fertig. Fülle ihn sofort in eine Schüssel um und decke ihn direkt auf der Oberfläche mit Frischhaltefolie ab, so dass sich keine Haut bildet. In einigen Varianten wird noch ein Eigelb untergerührt oder Sahne ergänzt.
Teig ausrollen, füllen und formen
- Rolle den Hefeteig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche zu einem gleichmäßigen Rechteck aus - ca. 0,5 cm dick (oder größere Formate je nach Rezept, z. B. 30 × 45 cm oder ca. 80 × 35-40 cm).
- Verstreiche den abgekühlten Pudding gleichmäßig darauf und lasse dabei rundherum einen kleinen Rand von ca. 2 cm.
- Variante 1 (klassischer Zopf): Rolle den belegten Teig von der langen Seite her fest auf. Schneide die Rolle mittig durch, sodass zwei gleich lange Stücke entstehen. Schneide jeden Strang dann der Länge nach ein - die Enden dabei geschlossen lassen. Verzwirble die Stränge so, dass die Schnittflächen nach oben zeigen.
- Variante 2 (Schnecken/Chinois): Rolle den Teig auf und schneide die gesamte Rolle der Länge nach ein, aber lass die Enden geschlossen. Lege die geformte Rolle als Spirale oder in Schnecken geschnitten in eine Form (z. B. Springform) und lasse sie erneut gehen.
Geh- und Backzeit
- Lege den geformten Zopf auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Bestreue ihn großzügig mit Mandelblättchen und lasse ihn abgedeckt ca. 15 Minuten ruhen (oder bis er sichtbar aufgegangen ist).
- Heize den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor (alternativ 160 °C Umluft, je nach Rezept).
- Backe den Zopf 30-35 Minuten, bis er goldbraun ist. Wird er zu dunkel, lege einfach Backpapier oder Alufolie locker oben drauf.
Fertigstellen
Rühre aus Puderzucker und Zitronensaft einen dickflüssigen Zuckerguss an und verteile diesen über dem gebackenen (warmen) Puddingzopf. Nach Belieben mit Puderzucker bestäuben oder mit Zuckerguss bestreichen. Mit Beeren oder Kirschen auf der Puddingfüllung bekommt der Zopf eine fruchtige Note. Schokotröpfchen auf der Füllung machen ihn noch schokoladiger.
Varianten und Tipps
- Trockenhefe statt frischer Hefe: 1 Päckchen Trockenhefe (7 g) ersetzt die 15-20 g frische Hefe.
- Rosinen oder Sultaninen: Wer mag kann nach dem Kochen zusammen mit dem Eigelb noch 50 g Rosinen unter den Pudding rühren.
- Füllungsvarianten: Statt klassischem Vanillepudding passen auch Himbeerpudding, Nussfüllung, Marzipan oder Schokocreme.
- Thermomix: Milch, Hefe und etwas Zucker in den Mixtopf geben: 2 Min. Restlichen Zucker, Mehl, Ei, Vanillezucker und Salz zugeben: 3 Min. / Teigstufe. Weiche Butter in Stücken zugeben: 3-4 Min. / Teigstufe.
- Vorback- und Aufwärmtipp: Am besten schmeckt er frisch, am selben Tag. Am nächsten Tag kurz im Ofen bei 150 °C aufwärmen, dann wird er wieder weich.
- Vorbereitung: Den Hefeteig kannst du am Vorabend zubereiten und abgedeckt über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.
- Geling-Tipps: Erwärme die Milch nur leicht, arbeite weiche Butter ein, lasse den Teig ausreichend gehen und rühre den Pudding während des Kochens ständig, damit nichts anbrennt.
Alternative Formen
Wer wattigen Hefeteig mag, wird diesen Pudding-Schneckenkuchen lieben! Die Optik durch das schöne Muster ist außergewöhnlicher als bei einfachen Rohrnudeln, aber das Rezept ist unkompliziert. Für die Schnecken-Variante rollst du die Teigplatte auf, bestreichst sie mit Pudding, rollst sie auf und schneidest dann in ca. 9 Scheiben, die du nebeneinander in eine gefettete Form legst.
Praktische Mengen- und Backzeitübersicht (Beispielrezept)
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Milch (für Teig) | 250 ml |
| Butter | 80-100 g |
| Zucker | 50-100 g |
| Frische Hefe | 15-20 g (oder 1 Päckchen Trockenhefe) |
| Mehl | 500-600 g |
| Vanillepuddingpulver | 1 Päckchen (für 350-500 ml Milch) |
| Backzeit | 30-35 Minuten bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) |
Warum selbst backen?
Vielleicht kennt ihr französischen Chinois-Kuchen aus dem Supermarkt. Die Fertigvariante ist aber natürlich weit weniger gut als die selbstgemachte. Zumal darin immer Zusatzstoffe, Konservierungsstoffe, künstliche Aromen und ähnliches stecken. Braucht man nicht. Genauso wenig wie sooooo viel Zeit. In meinem Hefe-Schneckenkuchen mit Pudding stecken eigentlich nur Standardzutaten. Die hat man fast immer zuhause. Ihr könnt also direkt loslegen!
Serviervorschläge
- Ganz frisch und noch leicht warm servieren.
- Mit Puderzucker bestäuben oder mit Zuckerguss überziehen.
- Mit etwas Sahne oder einer Kugel Vanilleeis als Dessert servieren.
- Für ein Buffet: in Scheiben schneiden (Pudding-Hefezöpfe sind große Puddingteilchen).
Letzte Tipps vor dem Backen
- Die Schnittflächen beim Flechten oder Verdrillen sollten nach oben zeigen, so sieht man das schöne Muster und der Pudding tritt beim Backen leicht hervor.
- Streue die Mandelblättchen vor dem Backen auf deinen Zopf - sie werden im Ofen goldbraun und sehen richtig lecker aus.
- Wenn der Teig zu klebrig ist: kurz ruhen lassen oder etwas Mehl einarbeiten, aber sparsam, damit der Teig nicht trocken wird.
Wenn dir das Rezept auch so gut schmeckt, freue ich mich riesig über eine ⭐⭐⭐⭐⭐ Bewertung. Du liebst Hefegebäck und willst noch mehr ausprobieren? Du findest auf verschiedenen Foodblogs noch mehr Kuchenrezepte und Varianten - probiere z. B. Nusszopf, Quarkzopf oder Brioche als nächstes!
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