Hat Gin Zucker? Der ehrliche Blick ins Glas: Zucker, Kalorien und Gin-Styles im Überblick
Es gibt Momente, da gehört ein Drink einfach dazu. Ein sommerlicher Aperol Spritz auf der Terrasse, ein Gin Tonic nach Feierabend oder ein cremiger Piña Colada im Urlaub. Drinks und Cocktails gehören für die Meisten zum Leben. Sie bringen Farbe ins Glas, machen Sommerabende noch schöner und sind ein Stück Lebensfreude.
Doch während wir die bunten Gläser genießen, lauert ein oft übersehender Inhaltsstoff - Zucker. Kaum jemand denkt beim Genuss daran, wie viel Zucker eigentlich im Glas steckt. In diesem Beitrag gehe ich also euren Fragen auf den Grund und wir werden einen ehrlichen Blick ins Glas.
Enthält Gin Zucker?
Hier gibt’s erstmal eine gute Nachricht: Reine Spirituosen enthalten von Natur aus keinen Zucker.Das liegt daran, dass beim Destillieren der Zucker aus den Ausgangsstoffen (z. B. Pur getrunkene Spirituosen wie Gin oder Wodka enthalten keinen Zucker. Der Gin selbst enthält praktisch keinen Zucker, die Süße kommt fast ausschließlich aus dem Tonic Water.
Dry Gin ist eine Unterkategorie der Gin-Sorten. Dry bedeutet aus dem Englischen übersetzt „trocken“. In der Welt der Spirituosen bedeutet dry nichts anderes als das Gegenteil von süß. Bei Dry Gin gibt es Reglementierungen, wie viel Zucker bei der Destillation hinzugefügt werden darf. So liegt der Zuckerwert bei maximal 0,1 bis 0,5 g pro Liter. Die Bezeichnung als Dry Gin besagt lediglich, dass das Fertigerzeugnis nicht mehr als 0,1 g Zucker je Liter beinhaltet. Handelt es sich um einen London Dry Gin, dann darf in der Tat kein Zucker zugegeben werden. Eine Beigabe von Zucker ist zwar erlaubt, darf aber nicht mehr als 0,5 Gramm pro Liter betragen.
Warum schmecken viele Drinks trotz „zuckerfreiem“ Gin süß?
Denn die bunte Mischung im Glas besteht selten nur aus Alkohol. In fast jedem Cocktail stecken süße Zutaten: Fruchtsäfte, Sirups, Limonaden oder Liköre. Besonders tückisch ist, dass man den Zucker im Cocktail kaum wahrnimmt. Durch die Mischung mit Säure und Alkohol wirkt er oft weniger süß, als er tatsächlich ist. Deshalb unterschätzen viele, wie schnell sich die Gramm summieren.
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Beispiel Mojito und andere Zuckerfallen
Ein Beispiel: Ein klassischer Mojito kann locker zwischen 15 und 25 Gramm Zucker enthalten. Allein durch Rohrzucker und Limettensaft, oft noch verstärkt durch Limonade. Wenn es um Zucker geht, sind manche Cocktails echte Schwergewichte. Vor allem cremige oder fruchtige Klassiker mischen ordentlich Süße ins Glas. Nur mal so zum Vergleich: Ein Glas Cola (250 ml) hat etwa 27 g Zucker. Viele Cocktails übertreffen das locker. Nur merkt man es beim Trinken kaum, weil Alkohol und Säure die Süße überdecken. Wer ALSO auf den Zuckergehalt achten möchte, sollte bei fruchtigen und cremigen Cocktails besonders vorsichtig sein.
Gin & Tonic: Zucker und Kalorien auf einen Blick
Der Gin Tonic ist ein wunderbar leckerer Drink - doch wie viele Kalorien hat er? Gin wird meistens mit Tonic Water gemischt getrunken. Beim Genuss eines leckeren Gin Tonic hat man dann meistens die Kalorien nicht im Blick. Dabei haben sowohl Gin als auch das Tonic Water einen nicht zu unterschätzenden Brennwert. Ein Gin Tonic besteht im Wesentlichen aus zwei Hauptzutaten: Gin und Tonic Water. Gin ist ein Destillat und weist daher keine nennenswerten Nährstoffe auf. Er enthält keine Fette, Kohlenhydrate oder Eiweisse. Gin besteht hauptsächlich aus Wasser und Alkohol. Die Kalorien von Gin hängen also mit seinem Alkoholgehalt zusammen. Die zweite wichtige Zutat eines G&T ist Tonic Water. Die Kalorien des Tonic Waters stammen hauptsächlich aus dem enthaltenen Zucker (Kohlenhydrate).
Die kurze Antwort: Ja, denn in den meisten Fällen steckt in Tonic Water fast genauso viel Zucker wie in einer Coca Cola. Beispiele pro 100 ml (ca. Light-Alternativen pro 100 ml (ca. Schweppes Dry Tonic: ca. Fever-Tree Refreshingly Light: ca. Zum Vergleich: 200 ml Coca Cola enthalten etwa 22 g Zucker. Kleiner Tipp: Wer seinen Gin Tonic gerne leichter trinken möchte, kann auf Light- oder Zero-Tonics umsteigen.
Rechenbeispiel für Zucker- und Kaloriengehalt
Für unsere Berechnung gehen wir zunächst von einer Menge von 100 Mililitern Gin mit einem Alkoholgehalt von 37,5 % aus. Für die Berechnung benötigen wir die Angabe des Alkohols in Gramm. Denn ein Anteil von 37,5 % bedeutet nicht, dass 37,5 Gramm Alkohol in den 100 ml Gin enthalten sind, sondern 37,5 Mililiter Alkohol. Für unsere Berechnung gehen wir von 100 Mililitern Tonic Water aus, welches einen Zuckergehalt von 9 Gramm aufweist. 100 Mililiter Tonic Water weisen ca. 35 Kalorien auf. Ein guter Gin Tonic steht und fällt mit dem richtigen Mischverhältnis. Für einen nicht so kräftigen Gin Tonic hat sich das Mischverhältnis 1:4 etabliert. Dabei werden 40 ml Gin mit 160 ml Tonic Water gemischt. 14,4 Gramm Zucker entsprechen ca. Ein Gin Tonic mit dem oben genannten Mischverhältnis weist also insgesamt Kalorien von ca. 141 Kalorien auf, wobei der größte Teil auf den Alkohol entfällt.
Die gute Nachricht vorweg. Tonic Water ist deutlich kalorienärmer als zum Beispiel Cola. Die meisten Tonic Waters sind nicht besonders süß und enthalten entsprechend weniger Zucker. Dennoch wird Tonic Water als Filler verwendet und dementsprechend im Verhältnis zum Gin auch eine größere Menge davon konsumiert. Die meisten namhaften Hersteller haben mittlerweile auch Zero Tonic Water im Sortiment. Dabei wird auf Zucker verzichtet und ein alternatives Süßungsmittel verwendet.
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Welche Cocktails sind Zuckerbomben - und welche leichter?
Nicht jeder Cocktail ist automatisch eine Zuckerbombe. Es gibt durchaus leichtere Varianten. Besonders gut schneiden Drinks ab, die mit Soda oder Mineralwasser aufgefüllt werden, statt mit süßen Limonaden oder Fruchtsäften. Kleiner Tipp: In vielen Bars kann man nach einer „light“-Variante fragen, also z. B. den Mojito ohne Zucker oder mit Süßstoff bestellen. Auch beim Gin Tonic gibt es inzwischen „Light Tonic Waters“ mit deutlich weniger Zucker. Mixgetränke mit Soda oder Mineralwasser statt Limonaden oder Sirups (z. B. Likören (z. B.
Zucker in beliebten Drinks im Vergleich
Ein ganz klares Ja! In den meisten Fällen deutlich mehr. Long Island Iced Tea - ca. Mai Tai - ca. Aperol Spritz - ca. Caipirinha/Mojito - ca. Ein Glas Cola (250 ml) enthält ca. Alkohol gilt oft als Kalorienfalle - doch nicht nur der Alkohol selbst, auch der Zucker spielt eine entscheidende Rolle.
Spritz-Drinks, Wein und alkoholfreier Wein: Zucker-Facts
Aperol: ca. Lillet: ca. Fazit: Spritz-Drinks schmecken leicht und sommerlich, enthalten aber mehr Zucker als man denkt. Trockener Wein / 150 ml: ca. Halbtrockener Wein / 150 ml: ca. Daher gilt: Vodka ist nahezu zuckerfrei, Wein kann, je nach Sorte, von sehr wenig bis extrem viel Zucker enthalten. Viele denken, alkoholfreier Wein sei automatisch gesünder oder zuckerärmer. Alkoholfreier Wein: ca. Trockener normaler Wein: ca. Halbtrockener normaler Wein: ca. Coca Cola: ca. Red Bull (Energy Drink): ca. Monster Energy: ca.
Was ist besser: Bier oder Wein?Bier enthält weniger Alkohol, aber mehr Volumen. Trockener Wein hat mehr Alkohol und Kalorien.
Wie viel sind 25 g Zucker wirklich?
25 Gramm Zucker klingen erstmal recht harmlos. Das entspricht etwa 6 Teelöffeln Zucker. Eine halbe Tafel Vollmilchschokolade = ca. Fazit: Ein Drink mit 25 g Zucker ist kein Notfall, aber definitiv eine Zuckerladung auf einmal. Wer regelmäßig solche Drinks konsumiert, riskiert Blutzuckerspitzen, Gewichtszunahme und Zahnprobleme. Also gilt hier wie immer: bitte in Maßen genießen.
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Gin, Zucker und Blutzucker: Was Diabetiker beachten sollten
Alkohol und Diabetes, das klingt erst einmal problematisch. Gut zu wissen: Alkohol kann den Blutzuckerspiegel zunächst schnell senken (Achtung: Gefahr einer Hypoglykämie, besonders bei Insulintherapie), später aber auch wieder ansteigen lassen. Zusätzlicher Hinweis: Unsere Tipps ersetzen natürlich keine ärztliche Beratung.
Dry Gin, London Dry & Herstellung: Wo kann Zucker vorkommen?
Dry Gin wird weniger gesüßt als zum Beispiel die komplementäre Sorte Old Tom Gin. Der Dry Gin mit einer stark betonten Wacholdernote wird mindestens zweimal destilliert und es dürfen zu jeder Zeit Botanicals hinzugefügt werden, zu denen auch nicht pflanzliche Stoffe und Aromen gehören können. Beim London Dry Gin ist der Zusatz von künstlichen Aromen streng verboten, alle Botanicals müssen am Anfang der Destillation hinzugefügt werden und er wird zweimal destilliert. London Gin darf neben den pflanzlichen Stoffen keine anderen zugesetzten Zutaten außer Wasser enthalten.
Als Grundlage für die Herstellung von Gin wird ein Neutralalkohol aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen genutzt, der sogenannte Agraralkohol, wie zum Beispiel Korn oder Vodka. In der Regel wird dieser aus Getreide oder Kartoffeln gewonnen. Anschließend wird der Alkohol dann mit Wacholderbeeren und anderen Zutaten versetzt. Diese Zutaten nennt man auch Botanicals. Die Botanicals machen den Geschmack eines Gins aus und geben ihm sein einzigartiges Aroma. Ebenfalls wichtig bei der Produktion ist der Zeitpunkt, an dem die Botanicals hinzugefügt werden, sowie ob und wie viel Zucker, Zuckerzusätze und künstliche Aromen hinzugefügt werden und wie oft destilliert wird.
Methoden: Mazeration, Perkolation, Digestion
Beim ersten Schritt der Produktion geht es um die Aromatisierung des Alkohols. Bei der Mazeration (Kaltauszug) werden die Botanicals zerkleinert, direkt in den Alkohol eingelegt und solange gelagert, bis sie ihre Aromen an den Alkohol abgegeben haben. Bei der Perkolation (Mehrfacharomatisierung), einer Alternative zur Mazeration, wird der Alkohol durch Hitze gasförmig und als Alkoholdampf durch Siebe mit den Botanicals geleitet. Eine weitere Alternative ist die Digestion (Heißauszug),bei dieser werden die zerkleinerten Botanicals bei etwa 70° Grad zusammen mit dem Alkohol gekocht. Nachdem die Botanicals ihre Aromen an den Alkohol abgegeben haben, findet der eigentliche Brennvorgang statt, die Destillation. Der Brennvorgang kann einfach oder mehrfach durchgeführt werden.
Nach der Destillation verfügt der Gin immer noch über einen sehr hohen Alkoholgehalt von ca. 96% Vol., deshalb wird dieser mit Wasser verdünnt und auf den gewünschten Alkoholgehalt herabgesetzt. In der EU Spirituosen Verordnung ist festgelegt, dass ein Gin mindestens 37% Vol. haben muss. Die meisten Gins haben einen Alkoholanteil von 42 % Vol.
Historische Einordnung und Stilvielfalt
Gin hat seine Wurzeln in den Niederlanden und in England. Der Ursprung des Gins liegt im 17. Jahrhundert, als niederländische Ärzte Wacholderbeeren als medizinische Zutat in Destillaten verwendeten. Diese Getränke wurden als "Genever" bezeichnet. Der Vorgänger ist der sogenannte Old Tom Gin, ein leicht gesüßter Gin, der im 18. und 19. Jahrhundert sehr populär war. Gemäß der Verordnung (EU) 2019/787 gibt es die lebensmittelrechtlichen Kategorien Gin, Destillierter Gin und London (Dry) Gin. Darüber hinaus gibt es weitere Kategorien wie Old Tom Gin und fassgereiften Gin, die aber lebensmittelrechtlich nicht definiert sind. Kein Gin, sondern Wacholderspirituosen sind Genever und Steinhäger. Ebenfalls kein Gin, sondern ein Likör ist der im Englischen als Sloe Gin bezeichnete Schlehenlikör.
Gin ist in. Daran lässt sich nicht rütteln. Vor allem in Deutschland schätzen ihn immer mehr Hersteller und Genießer. Einige Menschen empfinden diese Sorte als kräftig und sehr würzig. Die zugegebenen Botanicals beeinflussen den Geschmack erheblich. So kann den Geschmack dadurch fruchtiger, feinherber oder blumiger gestaltet werden.
Praktische Tipps: Zucker sparen ohne Genussverlust
- Kleiner Tipp: In vielen Bars kann man nach einer „light“-Variante fragen, also z. B. den Mojito ohne Zucker oder mit Süßstoff bestellen.
- Auch beim Gin Tonic gibt es inzwischen „Light Tonic Waters“ mit deutlich weniger Zucker.
- Wer es noch klarer mag, lässt das Tonic weg: FRÄNGIN® mit Sodawasser und einem Spritzer Limette oder Grapefruit ist herrlich unkompliziert und schmeckt angenehm frisch.
- Kühle die Gläser vor und arbeite mit reichlich Eis - so verwässert der Drink langsamer.
- Frische Garnituren wie Beeren, Zitrusscheiben oder essbare Blüten sehen toll aus und runden das Aroma ab.
Es geht nicht ums strenge Verzichten, sondern ums Abwägen und bewusste Entscheiden. Wer bewusst genießt, kann beide Welten haben: den Spaß am Cocktail und ein gutes Gefühl für die eigene Gesundheit. Ein oder zwei Aperol Spritz oder Mojito hin und wieder sind völlig in Ordnung. So kannst du weiterhin genießen ohne dass der Zucker dein Glas dominiert.
Häufige Fragen kurz beantwortet
- Welcher Alkohol hat am wenigsten Zucker?Pur getrunkene Spirituosen wie Gin oder Wodka enthalten keinen Zucker.
- Welcher Alkohol hat wenig Zucker? Die Antwort: Ja. Zucker erhöht nicht nur die Kalorien, sondern beeinflusst auch den Blutzuckerspiegel.
- Ist CALOW eine leichtere Alternative?Ja. CALOW ist die moderne Antwort auf süße Aperitifs, schwere Weine und kalorienreiche Cocktails.Leicht. Erfrischend.
- Die Art und Weise, wie man Gin am besten genießt, hängt von den individuellen Vorlieben ab. Pur: Ein hochwertiger Gin kann pur genossen werden, um seine Aromen und Nuancen vollständig zu schätzen.
Manchmal muss man sich aber auch was gönnen. Also lasst uns die letzten Wochen im Sommer genießen, den „letzten“ Aperol schlürfen, sich an der „letzten“ Piña Colada erfreuen.


