Halloween Kekse ohne Zucker backen: gesunde Low-Carb-Rezepte und Tipps
Halloween steht vor der Tür. Der amerikanische Brauch wird auch hierzulande immer beliebter. Gruselig verkleidete Kinder laufen von Tür zu Tür und fragen nach Süßigkeiten. So landen große Mengen an industriell gefertigten Zuckerbomben in den Händen der Kinder. Verschenke doch heuer selbstgemachte zuckerfreie low carb Halloween Kekse mit buntem Icing (natürlich auch glutenfrei).
Warum zuckerfreie Halloween Kekse eine gute Idee sind
Auch wenn du dich gesund, ausgewogen und bewusst ernähren willst, musst du auf keinen Fall auf süße Leckereien verzichten. Kekse gehören für mich zur Advents- und Weihnachtszeit fest mit dazu. Kekse sollen schmecken, ganz klar, aber im besten Fall auch noch gesund sein. Viele Menschen verspüren besonders dann Heißhunger auf Süßes, wenn sie sich gestresst oder schlecht fühlen. Sobald wir aber zuckerhaltiges essen wird im Gehirn die Ausschüttung des Botenstoffs Dopamin angeregt. Dieser sogenannte Neurotransmitter wird auch als „Glückshormon“ bezeichnet, denn er beeinflusst unser inneres „Belohnungssystem“: Das sorgt erst einmal dafür, dass wir uns nach dem Genuss eines zuckerhaltigen Kekses oder dergleichen besser fühlen.
Problematisch wird es aber vor allem dann, wenn wir zu oft zu solchen Seelentröstern greifen: Je häufiger wir dem Verlangen nach zuckerreichen Nahrungsmitteln nachgeben, desto empfindlicher reagiert das Gehirn darauf. Mit 400 Kalorien pro 100 Gramm liefert Zucker sehr schnell verfügbare Energie, ohne aber für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl zu sorgen. Die Zuckermoleküle liefern so gut wie keine essenziellen Nährstoffe und werden sehr schnell verdaut. Werden nun viele zuckerreiche Nahrungsmittel gegessen, kommt es zu einer hohen Insulinproduktion, das auch als Dickmacherhormon bekannt ist. Ein zu hoher Zuckerkonsum gehört zu den größten Ernährungsfehlern, die gefährliche Folgen für die Gesundheit haben können.
Low-Carb-Alternativen: Süßungsmittel und Mehlersatz
Komplett ohne Süße funktioniert es beim Backen von Keksen und Co. leider nicht. Eine gewisse Süße soll unser Gebäck schließlich haben. Anstatt mit Industriezucker kannst du leckere Kekse, Kuchen, Muffins & Co. aber beispielsweise auch mit frischen Früchten, Trockenobst oder etwas Kokosblütenzucker süßen. Durch diese Zuckeraustauschstoffe steigt der Blutzuckerspiegel langsamer an und gleichzeitig sind sie nährstoffreicher. Diese süßen Alternativen sind somit definitiv die gesündere Wahl! Nichtsdestotrotz solltest du auch alternative Süßungsmittel in Maßen essen.
Bei low carb Keksen verwende ich statt Haushaltszucker einen natürlichen Zuckeraustauschstoff. Dazu zählen Erythrit, Stevia, Xylit (Birkenzucker) und Kokosblütenzucker. Erythrit und Stevia haben keine Kalorien und auch keinen Einfluss auf den Blutzucker. Xylit und Kokosblütenzucker enthalten weniger Kalorien als Haushaltszucker und beeinflussen den Blutzucker deutlich weniger stark. Zuckeraustauschstoffe wie Erythrit können 1:1 statt Haushaltszucker verwendet werden.
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Als Mehlersatz verwende ich in der low carb Küche Nussmehle (zb. Mandel-, Leinsamen- oder Kokosmehl). Nussmehle enthalten sehr viele Ballaststoffe, Proteine und moderat Fett. Auch wenige gute Kohlenhydrate finden sich in Nussmehlen. Herkömmliches Getreidemehl kannst du jedoch nicht 1:1 durch Nussmehl ersetzen. Diese verhalten sich beim Backen von beispielsweise low carb Halloween Keksen jedoch ganz anders, als herkömmliches Getreidemehl. Man verwendet zum einen eine viel kleinere Menge. Da Nussmehle von Natur aus glutenfrei sind, benötigt man zudem gut bindende Ballaststoffe im Teig. Aus diesem Grund finden sich in meinen low carb Teig Rezepten immer gemahlenen Flohsamenschalen, welche den Teig zusammenhalten. Auch andere Ballaststoffe wie Leinsamen, Chia Samen, Guarkernmehl oder Johannesbrotkernmehl sind gesunde, pflanzliche Bindemittel, die ich gerne einsetze.
Mandelmehl vs. gemahlene Mandeln: Was du wissen musst
Heute verwenden wir zum Beispiel gemahlene Mandeln. Eine mögliche follow-up Frage wäre, ob wir auch Mandelmehl verwenden könnten. Mandelmehl und gemahlene Mandeln unterscheiden sich in der Herstellung: gemahlene Mandeln sind einfach nur geriebene oder gemahlene Mandeln, mit oder ohne Schale. Mandelmehl entsteht im Gegensatz dazu bei der Pressung von Mandelöl. Die Restmasse nach dem Pressen heißt Trester oder Presskuchen und kann feiner gemahlen werden als ganze Mandeln. Das das Öl aus den Mandel gepresst wurde, wird Mandelmehl im Regelfall als „entölt“ oder „teilentölt“ bezeichnet.
Zum Vergleich: gemahlene Mandeln haben (wie ganze Mandeln) einen Fettgehalt von 52-56%, Mandelmehl aber nur noch einen Fettanteil von 12-14%. Im unterschiedlichen Fettgehalt liegt auch der für uns größte praktische Unterschied. Gemahlene Mandeln sind viel feuchter (weil fetter), sodass beim Backen weniger Fett und Flüssigkeit zugegeben werden muss als bei Mandelmehl. Damit entstehen unterschiedliche Backeigenschaften und natürlich auch andere Nährwerte. Wenn du also ein Rezept mit gemahlenen Mandeln hast, musst du bei der Verwendung von entöltem Mandelmehl in der Regel mehr Fett oder Flüssigkeit zugeben, weil Mandelmehl deutlich trockener ist.
Rezepte: Low-Carb Doppelkekse mit zuckerfreiem Schoko-Nougat
Diese Low Carb Doppelkekse sind ein echter Hingucker und ein süßer Genuss! Leckere Doppelkekse mit selbst gemachten, zuckerfreiem Schoko-Nougat. BÄM! Knusprige Low-Carb-Doppelkekse mit cremiger Nugat-Füllung - ein sündiger Genuss ohne Reue! Die Kekse sind direkt nach dem Backen noch weich. Die willst du nicht teilen!
Zutaten Kekse (Basis, Mengenbeispiele)
- Gemahlene Nüsse (Mandeln oder andere gemahlene Nüsse), Kokosmehl als Ergänzung
- Puder-Erythrit oder anderer Zuckeraustauschstoff
- Butter oder Kokosöl, Ei oder Leinsamenei (als vegane Option)
- Flohsamenschalen oder andere Bindemittel bei Bedarf
Basiszubereitung Kekse
Ofen auf 170 °C U/O vorheizen. Alle Zutaten mit einem Handrührgerät gründlich verrühren. 20 gleichmäßige Kekshälften formen, zB: Kugeln á ca. 15g formen. Kugeln (auf einem Backpapier) mit einem Glas mit flachem Boden platt drücken, ca. 5-6mm dick. Mit einem runden 5 cm-Ausstecher (gewellt) auf den Keks drücken, damit die typische Doppelkeksform zustande kommt. Aus den Überschüssen ebenfalls Teigkugeln machen und Kekse formen. 8-10 Minuten backen bis die Kekse leicht braun sind.
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Vermenge Kokosmehl, geriebene Nüsse und Puder-Erythrit in einer Schüssel. Schütte diese Zutaten dann auf einen Bogen Backpapier und bilde eine Mulde in der Mitte. Schneide die kalte Butter in kleine Würfel. Schlage das Ei auf und gib es in die gebildete Mulde. Beginne mit den Händen das Ei mit den trockenen Zutaten zu verkneten. Nach und nach die Butterstücke dazu geben und kräftig weiter kneten, bis sich alle Zutaten gleichmäßig vermengt haben. Wickle den Teig in Folie und lege ihn für ca. 20-30 Minuten in den Kühlschrank.
Nimm den Teig aus dem Kühlschrank und verteile etwas Kokosmehl auf dem bereits Backpapier. Drücke den Teig darauf flach und verteile auch auf dem Teig etwas Kokosmehl. Lege einen weiteren Bogen Backpapier darauf und rolle den Teig mit einem Teigroller ca. 1-2 cm dick aus. Ziehe dann den oberen Backpapierbogen vorsichtig ab und lege ihn auf ein Backblech. Stich mit Formen deiner Wahl Kekse aus dem low carb Teig und lege diese auf das Backpapier. Wiederhole das Ausrollen und Ausstechen so lange, bis der gesamte Teig aufgebraucht ist. Backe die low carb Halloween Kekse nun für 20 Minuten bei 160 °C Unter- & Oberhitze. Nimm sie danach sofort aus dem Ofen und lasse sie etwas abkühlen.
Alternative vegane / kleine Charge Keto-Cookies
Für die Kekse: 2 Leinsameneier (2 EL gemahlene Leinsamen + 6 EL Wasser), 48 g Erdnussmus (Erdnussbutter), 60 g gemahlene Nüsse deiner Wahl, 20 g Kokosmehl, 1 TL Backpulver, 1 TL Vanilleextrakt, ½ EL Kokosöl, 3 EL zuckerfreie Süße. Den Backofen auf 175 Grad Celsius vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Für die Herstellung der Leinsameneier einfach gemahlene Leinsamen und Wasser verquirlen und 5 Minuten beiseite stellen. Alle trockenen Zutaten für die Kekse in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen vermischen. Die feuchten Zutaten dazugeben und mit einem Handrührgerät oder Löffel vermischen. Etwa 1 gehäuften Esslöffel des Keksteigs zu einer Kugel formen, auf das Backblech legen und leicht flach drücken. Die Kekse 13-16 Minuten im Ofen backen. Vollständig abkühlen lassen und genießen.
Zuckerfreies Schoko-Nougat: Füllung selber machen
Der Begriff Nougat oder Nugat ist erschreckend dehnbar. Grundsätzlich wird aber zwischen dunklem Nougat und weißem Nougat unterschieden. Dunkler Nougat ist im großen und ganzen das, was ich mir unter Nougat vorstelle. Eine dunkle Paste oder creme, die nach Nüssen und Schokolade schmeckt. Hier liegt auch das Grundprinzip: Zucker, Fett, Nüsse und Kakao werden zu einer relativ homogenen Masse verarbeitet und ggf. mit weiteren Zutaten gewürzt. Durch die Zugabe von bspw. Lecithin oder Pflanzenfett kann dann noch die Konsistenz verändert werden. So entstehen dann Brotaufstriche, Pralinen- und Keksfüllungen oder andere Süßspeisen.
Meine Vorstellung von Nougat deckt sich in etwa mit dem, was in der Schweiz und in Frankreich zu finden ist - eine dunkle nussig-schokoladige Masse. Sowas kommt heute zwischen unsere Doppelkeks-Hälften. Damit das Nougat richtig gut wird, brauchst du unter anderem ein gutes Haselnussmus und das machst du am besten einfach selber. Ganze Haselnüsse rösten: im (vorgeheizten) Ofen bei 170 °C für 10-15 Minuten auf einem Backblech oder z.B. in einer Heißluftfritteuse für die gleiche Zeit. In einem Multizerkleinerer oder (besser) einem Hochleistungsmixer zerkleinern, bis eine gleichmäßige Creme entstanden ist. BÄM!
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Ich nehme zuckerfreie Low Carb Schokodrops und in diesem Fall Zartbitter. Diese sind vegan und auch Keto geeignet. Ich wechsle bei meinen Drops immer. Ich kann aber die von Torras, No Sugar Sugar und Xucker empfehlen. Genieße Premium Mini-Schokodrops aus Zartbitterschokolade mit Erythritol und Stevia ganz ohne Zuckerzusatz. Ideal zum Backen, fürs Müsli oder zum Naschen.
Icing und Dekor: bunt, aber ohne raffinierten Zucker
Wenn du dir schon die Mühe gemacht hast, low carb Kekse ohne Getreidemehle und Haushaltszucker zu backen, solltest du nicht beim Icing schwach werden. Ein klassisches Icing besteht aus Puderzucker und Wasser. Vor allem zu Halloween wird dieses dann gerne mit stark zuckerhaltiger Lebensmittelfarbe eingefärbt. Ich verwende für mein Icing auf den folgenden low carb Halloween Keksen einfach eine Mischung aus Puder-Erythrit, Wasser, Zitronensaft und stark färbenden Gewürzen. Das orange entstand aus einer Mischung von Kurkuma und Zimt. Für ein grünes Icing eignet sich Matcha.
TIPP: Puder Erythrit kannst du ganz einfach selber machen: Fülle den Erythrit dazu in eine elektrische Gewürz- oder Kaffeemühle und mixe ihn so lange, bis er ein Puder ist. Schmelze auch die Zartbitterschokolade in deiner Mikrowelle (oder im noch warmen Ofen). Fülle die verschiedenen Icings in einen Spritzsack und verteile es nach Lust und Laune auf deinen low carb Keksen. Wiederhole dasselbe mit der geschmolzenen Zartbitterschokolade.
Verpackung, Lagerung und Tipps
Eine nachhaltige Möglichkeit, deine low carb Halloween Kekse mit zuckerfreiem Frosting zu verpacken, bieten die Butterbrot-Tüten von Toppits®. Diese schützen nicht nur low carb Sandwiches, sondern auch alle low carb Kekse vor dem Austrocknen und fetten nicht durch. Die Kekse halten mindestens eine Woche ohne Kühlung. Lagere diese gesunden Kekse einige Tage in einem luftdichten Behälter in der Küche oder etwa eine Woche im Kühlschrank (wahrscheinlich sogar länger).
Varianten und Ideen für gruselige Motive
Ich liebe es ja für Halloween zu backen, denn da kann ich mich immer so richtig austoben. Ich backe jedes Jahr etwas zu Halloween. Mein Vorbild an diesem Rezept war das typische Gesicht von Jack Skellington, die symphatische Hauptfigur von Nightmare before Christmas. Wir haben uns für ein Zombiegebiss entschieden und zumindest sieht es schonmal nicht lecker aus. Täuscht aber. Gruselige Haselnusskekse mit Erdbeer-Erdnussfüllung… und Zähnen. Zombiegebiss?
Du suchst neben den Halloween-Cookies noch weitere Low Carb Halloween Ideen? Egal ob zu Halloween, zu Weihnachten oder zu Ostern. Low carb Kekse, die auch zuckerfrei und glutenfrei sind, kommen eigentlich das ganze Jahr über in irgendeiner Form zum Einsatz. Gesunde Kekse ohne Zucker, die schmecken! Diese Low Carb Kekse sind vegan (ohne Milch, ohne Ei), kohlenhydratarm, glutenfrei, frei von raffiniertem Zucker, weich und saftig.
Kurze Tipps- und Ersatzliste
- Erythrit, Stevia, Xylit als Zuckeralternativen; Erythrit 1:1 ersetzbar.
- Gemahlene Mandeln vs. Mandelmehl: Mandelmehl trockener, weniger Fett - mehr Flüssigkeit/Fett nötig.
- Flohsamenschalen, Leinsamen, Chia, Guarkernmehl als Bindemittel bei glutenfreien Teigen.
- Kokosmehl saugt viel Flüssigkeit - Menge anpassen; alternativ Hafermehl versuchen.
- Zuckerfreie Schokodrops (z. B. Torras, NoSugarSugar, Xucker) eignen sich gut als Füllung oder zum Dekorieren.
| Komponente | Vorteil | Hinweis |
|---|---|---|
| Erythrit | kein Einfluss auf Blutzucker, kalorienarm | 1:1 Ersatz für Zucker möglich, Puderform für Icing mahlen |
| Gemahlene Mandeln | reich an Fett und Feuchtigkeit | brauchen weniger zusätzliches Fett |
| Mandelmehl | entölt, ballaststoffreicher | trockener, mehr Flüssigkeit/Fett nötig |
| Flohsamenschalen | starke Bindung, glutenfrei | wenig Menge genügt, aufquellend |
Wenn du Lust auf mehr gesunde Keksrezepte hast, findest du zahlreiche Varianten: vegane Erdnussbutter-Kekse, Schoko-Pistazien-Kekse, Dinkel-Kürbis-Kekse oder fruchtige Kinderkekse ohne Zucker. Falls du mein einfaches Rezept ausprobierst, dann hinterlasse bitte unten einen Kommentar.
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