Hakenkreuz: Symbolik und gesellschaftliche Bedeutung im Kontext von Backwaren

Das Hakenkreuz ist in Deutschland untrennbar mit dem Nationalsozialismus verbunden. Das Hakenkreuz (Swastika) eignete sich einerseits durch seine Konnotation mit den Germanen, die es als Sinnbild der Sonne und des Lebens (‚Sonnenrad‘) und Glücks- und Heilszeichen verehrten, obwohl das Hakenkreuz seit Jahrtausenden auch bei vorderasiatischen Völkern, ebenso in Indien, China und Japan die selbe Bedeutung hatte. Im Hinduismus, Jainismus und Buddhismus wird die Swastika bis heute als religiöses Glückssymbol verwendet. Sie können nach rechts oder links zeigen, recht-, spitz-, flachwinkelig oder rundgebogen und mit Kreisen, Linien, Spiralen, Punkten oder sonstigen Ornamenten verbunden sein.

Im Alltagsleben der Deutschen war das Hakenkreuz als Symbol der NS-Herrschaft nach 1933 allgegenwärtig. Bücherverbrennung, Menschenverbrennung, Zerstörung bürgerlicher Rechte und Freiheiten, Krieg und Vernichtung. Wer es heute zeigt, verwendet daher ein Symbol, das gegen die Menschenwürde, gegen den Gleichheitsgrundsatz, gegen die Handlungs- und Meinungsfreiheit, mit anderen Worten gegen die bei uns gesetzlich verankerten Grundrechte steht.

Historische und religiöse Swastika-Varianten im Vergleich

Von universaler Ornamentik zur politischen Vereinnahmung

Der Transfer des religiösen Symbols zum politischen Emblem von Völkischen, Deutschnationalen und Antisemiten hatte bereits lange vor Hitler stattgefunden. Hitler hatte das Hakenkreuz als Erkennungszeichen gewählt, weil schon vor ihm völkische und rassistische Vereinigungen wie die Thule-Gesellschaft, Germanen-Orden oder zahlreiche Freikorps das Hakenkreuz für ihre Zwecke genutzt hatten. Es gelang den Nationalsozialisten, das Hakenkreuz vollständig für sich zu vereinnahmen, so dass es nicht zuletzt durch seine überall sichtbare und plakative Verbreitung wie kein anderes Zeichen den Nationalsozialismus symbolisierte und daher von den Alliierten nach 1945 energisch aus dem öffentlichen Raum entfernt wurde.

Schon in der Weimarer Republik nutzte die NSDAP ein modernes und effektives Konzept für die Propagierung der nationalsozialistischen ‚Bewegung‘. Dazu gehörten Propagandamärsche, öffentliche Kundgebungen, Inszenierung von Reden und Rednern und die Agitation der nationalsozialistischen Presseorgane. Dies erforderte eine eindeutige und einheitliche Symbolik mit Wiedererkennungscharakter, die dauernd wiederholt werden konnte.

Gestaltung, Propaganda und mythische Aufladung

In Mein Kampf befasste er sich ausführlich mit der planvollen und bewussten Wahl eines Parteiemblems, das sowohl für die Anhänger*innen der ‚Bewegung‘ als auch für neu zu werbende Anhänger*innen Attraktivität ausstrahlen und das Unterbewusstsein beeinflussen sollte. Er nahm für sich in Mein Kampf in Anspruch, den erfolgreichen Entwurf des Hakenkreuzes geliefert zu haben, das seit dem Sommer 1920 auf der offiziellen Parteiflagge prangte und seit 1923 im Titel des Völkischen Beobachters verwendet wurde. Goebbels hielt den propagandistischen Wert von Fahnen für größer als den von schriftlichen Werbematerialien. Fahnen wurde eine mythische Bedeutung zuerkannt: die beim ‚Hitler-Putsch‘ mitgeführte Hakenkreuzfahne wurde als ‚Blutfahne‘ bezeichnet und zur ‚Weihe‘ anderer Hakenkreuzfahnen benutzt.

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Das Jungvolk-Lied von Baldur von Schirach beschwor die Zugehörigkeit zur NS-‚Bewegung‘ mit den Worten „Unsere Fahne flattert uns voran“. NSDAP-Mitglieder erhielten zum Ausdruck ihrer Parteizugehörigkeit ein aus Blech gestanztes Hakenkreuz, das sie sichtbar am Revers trugen. Die Hakenkreuzfahne verband die deutsche Vergangenheit und Tradition, die durch die alten Reichsfarben Schwarz-Weiß-Rot verkörpert wurde, mit dem Parteisymbol des Nationalsozialismus, der sich selbst stets als Wiedergeburt der Deutschen Nation zu propagieren suchte.

Propagandistische Inszenierung der Hakenkreuzfahne in der Öffentlichkeit

Rechtliche Rahmung und gesellschaftliche Sensibilität

Der Beschluss, die Hakenkreuzfahne als Reichs- und Nationalflagge einzuführen, war Teil der ‚Nürnberger Gesetze‘ vom 15.9.1935. Juden*Jüdinnen war demzufolge auch verboten, die Hakenkreuzfahne, zum Beispiel bei Beflaggung von Gebäuden, zu verwenden. Weil das Hakenkreuz Ideologie, Gewaltherrschaft und Verbrechen des Nationalsozialismus repräsentiert, ist die politische Verwendung hakenkreuzförmiger Symbole seit 1945 in Deutschland, Österreich und weiteren Staaten verboten.

Am 30. August 1945 verbot der Alliierte Kontrollrat allen Deutschen, „irgendwelche militärische Rangabzeichen, Orden oder andere Abzeichen zu tragen“. Am 10. Oktober 1945 verbot der Kontrollrat die NSDAP, alle ihre Gliederungen und angeschlossenen Verbände und deren Symbole. In den Nürnberger Prozessen 1946 wurde die NSDAP mit allen Untergliederungen zur „verbrecherischen Organisation“ erklärt. In diesem Rahmen bedroht § 86a StGB das „Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen“ mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe.

Der Bundesgerichtshof (BGH) klärte die Reichweite von § 86a StGB in Musterprozessen. Seit 1973 umfasst das Verbot Hakenkreuze auf Kriegsspielzeug und originalgetreuen Modellen von Waffen der NS-Zeit. Die Verwendung und das Zeigen des Hakenkreuzes als verfassungsfeindliches Symbol ist strafbar, wenn es nicht zum Zweck der Aufklärung oder der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen geschieht. § 86 Abs. 3 und § 86 a Abs. 3 StGB enthalten dazu eine so genannte Sozialadäquanzklausel.

Öffentliche Fälle und Codes

"Mit einem Hakenkreuz scherzt man nicht", sagte der Richter zum Angeklagten. Der 48-jährige Mann hatte 2011 auf einem Dach mit Ziegeln etwas gebaut, das aussah wie ein Hakenkreuz. In der Bundesrepublik Deutschland ist die Verwendung und das Zeigen des Hakenkreuzes strafbar. 8+8=16. Nicht immer! In der rechten Szene steht die "88" für die verbotene Grußformel "Heil Hitler" - ein Code, um Strafverfolgung entgehen und zugleich die Gesinnung propagieren zu können.

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Zeichenkunde: verbotene Kennzeichen und rechtsextreme Zahlencodes

Alltagskultur: Backwaren, Dekor und die Grenzen des Erlaubten

Ob auf Amtsschildern, auf Alltagsgegenständen wie Lampions oder als Glimmer für Weihnachtsbaumspitzen: Im Alltagsleben der Deutschen war das Hakenkreuz als Symbol der NS-Herrschaft nach 1933 allgegenwärtig. Es sei denn, es wird zum Zweck der Aufklärung, wie zum Beispiel in diesem Beitrag, oder zur Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen gezeigt. Ein Hakenkreuz als Scherz, einfach so, aus Langeweile, zur Provokation? Einige, die NS-Propaganda nachahmen oder rechtsextremistische Musik hören, sind sich oft gar nicht bewusst, dass die Grundwerte der Demokratie auch sie schützen - am Ende vielleicht sogar ihr Leben.

Die Meinungen gehen weit auseinander, dabei ist sie ein Grundprinzip unserer Gesellschaft. Es entstand aus den Erfahrungen mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus. Der Staat und seine Bürgerinnen und Bürger sollen sich gegen die Feinde der Demokratie wehren können. Wer wird rechtsextrem und wie? Niemand wird als „Extremist“ oder als religiöse Fanatikerin geboren. Das Erlernen von Demokratie beginnt jedoch schon im Kindesalter - dort kann es bereits scheitern.

Backwaren als Träger sichtbarer Symbolik

Der 48-jährige Mann hatte 2011 auf einem Dach mit Ziegeln etwas gebaut, das aussah wie ein Hakenkreuz. Im Alltagsleben der Deutschen war das Hakenkreuz als Symbol der NS-Herrschaft nach 1933 allgegenwärtig. Wer es heute zeigt, verwendet daher ein Symbol, das gegen die Menschenwürde, gegen den Gleichheitsgrundsatz, gegen die Handlungs- und Meinungsfreiheit, mit anderen Worten gegen die bei uns gesetzlich verankerten Grundrechte steht.

Zur Beantwortung der Frage ist es sinnvoll, sich anzuschauen, wofür das Hakenkreuz steht: Bücherverbrennung, Menschenverbrennung, Zerstörung bürgerlicher Rechte und Freiheiten, Krieg und Vernichtung. Weil das Hakenkreuz Ideologie, Gewaltherrschaft und Verbrechen des Nationalsozialismus repräsentiert, ist die politische Verwendung hakenkreuzförmiger Symbole seit 1945 in Deutschland, Österreich und weiteren Staaten verboten. Es sei denn, es wird zum Zweck der Aufklärung, wie zum Beispiel in diesem Beitrag, oder zur Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen gezeigt.

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Historische Tiefenschichten der Swastika

So wie das Kreuz unzählige gefeierte Werke der westlichen Kunst ziert, erscheint auch die Swastika, also das Hakenkreuz, als Symbol und Dekorationselement in der Kunst vieler Kulturen, Jahrhunderte und Kontinente umspannend. Eine Swastika (auch Svastika, Suastika, von Sanskrit m. स्वस्तिक svastika, deutsch ‚Glücksbringer‘) ist ein Kreuz mit vier etwa gleich langen, einheitlich abgewinkelten Armen. Einige verklärten sie zum Zeichen einer angeblichen indogermanischen Rasse der „Arier“. Die deutsche völkische Bewegung deutete das Hakenkreuz antisemitisch und rassistisch.

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Der Ausdruck „Svastika“ taucht erstmals in der Sanskritgrammatik des Inders Panini (um 400 v. Chr.) als Name eines Brandzeichens für Vieh auf. Das Substantiv bedeutet „das (zum) Gutsein (gehörige)“, „das Heilbringende“. In China heißt die Swastika wan, in Japan manji, in Tibet gyung-drung. Im Altenglischen hieß ein Kreuz mit vier gleichgerichteten Außenhaken fylfot („Vierfuß“). In der deutschsprachigen Wappenkunde (Heraldik) bezeichnete man ein Kreuz mit vier gleichgerichteten Haken als „Hakenkreuz“.

Archäologie und Verbreitung

In der Indus-Kultur ist die Swastika seit etwa 3000 v. Chr. belegt. Man fand sie dort etwa in einer Synagoge in En Gedi aus der Hasmonäer-Zeit. Die Minoische Kultur auf Kreta hinterließ Vasen, von denen manche mit einzelnen, links- oder rechtsgewinkelten Swastiken bemalt sind. Im Römischen Reich findet sich die Swastika meist als eins von vielen variierten, wiederholten und komplex ineinander verschachtelten Formelementen der Mäander-Ornamentik.

Einige indigene Völker Amerikas dekorieren Gebrauchsgegenstände seit langem auch mit Swastiken. Die Navajo woben sie in die Muster ihrer Decken, Jacken und Teppiche ein, mit denen sie handelten. Sie werden als Dekoration, nicht als religiöses Symbol gedeutet. Südlich der Sahara wurden jedoch nur wenige Swastiken gefunden.

Weltkarte: Fundorte und Namen der Swastika in verschiedenen Kulturen

Nationalsozialistische Instrumentalisierung und staatliche Etablierung

1920 wurde das Hakenkreuz unter Adolf Hitler zum Zeichen der nationalsozialistischen Partei (NSDAP). Zwei Jahre nach ihrer Machtübernahme erklärten die Nationalsozialisten das Hakenkreuz im Rahmen der Nürnberger Gesetze 1935 zum Hoheitszeichen des Deutschen Reiches. Die Hakenkreuzfahne wurde gleichzeitig zur alleinigen Nationalflagge, nachdem sie im März 1933 gleichberechtigt mit der schwarz-weiß-roten Trikolore des Kaiserreiches die verhasste schwarz-rot-goldene Fahne der Weimarer Republik abgelöst hatte.

Hitler war überzeugt, der Erfolg der Alliierten im Ersten Weltkrieg gehe auf die überlegene alliierte Kriegspropaganda zurück. Sowohl Adolf Hitler als auch Joseph Goebbels beschäftigten sich früh mit Propaganda. Der Staat und seine Bürgerinnen und Bürger sollen sich gegen die Feinde der Demokratie wehren können. Die Meinungen gehen weit auseinander, dabei ist sie ein Grundprinzip unserer Gesellschaft.

Nach 1945: Entfernung und Verbote

Es gelang den Nationalsozialisten, das Hakenkreuz vollständig für sich zu vereinnahmen, so dass es nicht zuletzt durch seine überall sichtbare und plakative Verbreitung wie kein anderes Zeichen den Nationalsozialismus symbolisierte und daher von den Alliierten nach 1945 energisch aus dem öffentlichen Raum entfernt wurde. In der Bundesrepublik Deutschland galten gemäß Artikel 139 des Grundgesetzes zunächst sämtliche Gesetze der Alliierten zur „Befreiung des deutschen Volkes vom Nationalsozialismus und Militarismus“ weiter. In den USA plädieren namhafte Verfassungs- und Völkerrechtler dafür, Neonazis das Zeigen der Swastika generell zu verbieten, weil sie historisch singulär belastet sei, zum Völkermord aufrufe und für die Vernichtung einer Gruppe werbe.

Das Europäische Parlament schlug auf deutsche Initiative 2005 ein europaweites Verbot der Swastika vor. Im Januar 2007 zog Deutschland seinen Vorstoß zurück. Die Europäische Union lehnte das Verbot im April 2007 ab. In Großbritannien demonstrierte das Hindu-Forum, das etwa 700.000 Hindus vertritt, gegen das Verbot.

Zeitleiste: 1933-1945 Etablierung, 1945-heute Entfernung und Strafrecht

Kulturelle Debatten: Aneignung, Stigma und künstlerische Reflexion

Die Swastika, die im Hinduismus, Buddhismus und Jainismus für Güte und günstiges Geschick steht, ist für immer stigmatisiert, seit die Nationalsozialisten es zu ihrem Wahrzeichen machten. Seine ursprüngliche Bedeutung als Glückssymbol wurde von den Mächten der Finsternis gekapert, die es in ein Symbol der Vernichtung umwandelten. So wie das Kreuz unzählige gefeierte Werke der westlichen Kunst ziert, erscheint auch die Swastika, also das Hakenkreuz, als Symbol und Dekorationselement in der Kunst vieler Kulturen, Jahrhunderte und Kontinente umspannend.

Die Punks fetischisierten die Swastika: Sie verzierten ihre Flyer damit, einige Musiker trugen sie auch selbst als Schmuck, obwohl viele von ihnen Juden waren. Für David war eine solche jüdische Aneignung des Hakenkreuzes verwandt mit der Strategie afroamerikanischer Künstler, in ihrer Musik und Lyrik das N-Wort zu verwenden. Davids Art, die perverse Macht und die Bedeutungsvielfalt dieses Symbols auszuloten, lässt sich zudem auf die Verflechtung des Künstlers in die New Yorker Punkszene zurückführen.

Gesellschaftliche Verantwortung bei Gestaltung und Verkauf von Backwaren

Das Hakenkreuz eröffnete einen breiten und universalen Assoziationsrahmen, zum Beispiel als Zeichen für die vier Himmelsrichtungen, die vier Elemente, die vier Jahreszeiten, sogar als Symbol für die Vereinigung von Mann und Frau, und stand durch die vier nach rechts weisenden Haken und deren Rotationseffekt für Dynamik. Zur Beantwortung der Frage ist es sinnvoll, sich anzuschauen, wofür das Hakenkreuz steht: Bücherverbrennung, Menschenverbrennung, Zerstörung bürgerlicher Rechte und Freiheiten, Krieg und Vernichtung. In der Bundesrepublik Deutschland ist die Verwendung und das Zeigen des Hakenkreuzes strafbar.

Wer hat's erfunden? Das Hakenkreuz hat Adolf Hitler schließlich nicht erfunden. Das Zeichen ist schon aus der asiatischen und europäischen Frühgeschichte bekannt. Warum ist in Deutschland verboten, was in anderen Kulturen erlaubt ist? Weil das Hakenkreuz Ideologie, Gewaltherrschaft und Verbrechen des Nationalsozialismus repräsentiert, ist die politische Verwendung hakenkreuzförmiger Symbole seit 1945 in Deutschland, Österreich und weiteren Staaten verboten.

Infografik: Do’s and Don’ts für Symbolik im Produktdesign und in der Werbung

Begriffe, Formen und Bezeichnungen

Sie können nach rechts oder links zeigen, recht-, spitz-, flachwinkelig oder rundgebogen und mit Kreisen, Linien, Spiralen, Punkten oder sonstigen Ornamenten verbunden sein. Die rechtwinklige Form wurde als Kombination aus vier griechischen Buchstaben Gamma aufgefasst und darum auf Lateinisch crux gammata, gräzisiert Gammadion genannt. Im englischen und französischen Sprachraum wird auch das nationalsozialistische Hakenkreuz als „Swastika“ bezeichnet.

Bezeichnung Kultur/Region Bedeutung/Nutzung
Swastika / Svastika Indien (Sanskrit) „Glücksbringer“, religiöses Glückssymbol
Manji / Wan / Gyung-drung Japan / China / Tibet Religiöse und dekorative Verwendungen
Fylfot / Gammadion Altenglisch / Griech.-lat. Formbegriff, ornamentale Einordnung
Hakenkreuz Deutschsprachiger Raum Völkische Deutung, NS-Symbol, strafbewehrt

Die völkische Bewegung deutete das Zeichen als Sonnenrad und nannte es „Hakenkreuz“. Diese Bezeichnung ging in die Sprache des Nationalsozialismus ein. Weil das Hakenkreuz Ideologie, Gewaltherrschaft und Verbrechen des Nationalsozialismus repräsentiert, ist die politische Verwendung hakenkreuzförmiger Symbole seit 1945 in Deutschland, Österreich und weiteren Staaten verboten.

Formvergleich: rechtsgewinkelte, linksgewinkelte und rundbogige Varianten

Wehrhafte Demokratie und Prävention

Wehrhafte Demokratie. Es entstand aus den Erfahrungen mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus. Der Staat und seine Bürgerinnen und Bürger sollen sich gegen die Feinde der Demokratie wehren können. Wer wird rechtsextrem und wie? Niemand wird als „Extremist“ oder als religiöse Fanatikerin geboren. Das Erlernen von Demokratie beginnt jedoch schon im Kindesalter - dort kann es bereits scheitern.

Ein Hakenkreuz als Scherz, einfach so, aus Langeweile, zur Provokation? Einige, die NS-Propaganda nachahmen oder rechtsextremistische Musik hören, sind sich oft gar nicht bewusst, dass die Grundwerte der Demokratie auch sie schützen - am Ende vielleicht sogar ihr Leben. Es sei denn, es wird zum Zweck der Aufklärung, wie zum Beispiel in diesem Beitrag, oder zur Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen gezeigt.

Schema: Bildungsarbeit gegen Extremismus im Alltag und in Betrieben

Symbolik im Alltag: Verantwortung in Handwerk, Handel und Gastronomie

Der 48-jährige Mann hatte 2011 auf einem Dach mit Ziegeln etwas gebaut, das aussah wie ein Hakenkreuz. "Mit einem Hakenkreuz scherzt man nicht", sagte der Richter zum Angeklagten. In der Bundesrepublik Deutschland ist die Verwendung und das Zeigen des Hakenkreuzes strafbar. Es sei denn, es wird zum Zweck der Aufklärung, wie zum Beispiel in diesem Beitrag, oder zur Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen gezeigt.

Ob auf Amtsschildern, auf Alltagsgegenständen wie Lampions oder als Glimmer für Weihnachtsbaumspitzen: Im Alltagsleben der Deutschen war das Hakenkreuz als Symbol der NS-Herrschaft nach 1933 allgegenwärtig. Zur Beantwortung der Frage ist es sinnvoll, sich anzuschauen, wofür das Hakenkreuz steht: Bücherverbrennung, Menschenverbrennung, Zerstörung bürgerlicher Rechte und Freiheiten, Krieg und Vernichtung. Die Verwendung und das Zeigen des Hakenkreuzes als verfassungsfeindliches Symbol ist strafbar, wenn es nicht zum Zweck der Aufklärung oder der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen geschieht.

Beispielhafte Gestaltungsfehler bei Lebensmitteln und rechtliche Risiken

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