Griechische Kourabiedes aus Kavala – traditionelles Rezept und Hintergrund
Neben μελομακάρονα sind κουραμπιέδες das bekannteste Weihnachtsgebäck in Griechenland. Kourabiedes gehören zu den traditionellen Weihnachtsgebäcken in Griechenland. In Griechenland sind Kourabiedes und Melomakarona zwei der beliebtesten Snacks, die während der Vorweihnachtszeit hergestellt werden. Mittlerweile gibt es die kleinen runden Kugeln in Griechenland das ganze Jahr über in Konditoreien.
Kourabiedes sind das griechische Weihnachtsgebäck schlechthin. Wenn die Adventszeit beginnt, gibt es kaum etwas Verlockenderes als den Duft frisch gebackener Kourabiedes - der traditionellen griechischen Butter-Mandeln, die in keinem Feiertag fehlen dürfen. Kourabiedes sind nicht einfach Kekse - sie sind Tradition, Festlichkeit und Genuss in einem Bissen. Der Butter-Teig schmilzt fast im Mund und verbindet sich mit gerösteten Mandeln zu einem intensiven Aroma, das Erinnerungen an Familienfeste weckt.
Ursprung und kulturelle Bedeutung
Kourabiedes haben eine lange und faszinierende Geschichte, die eng mit der Kultur und den Traditionen des Landes verbunden ist. Ihr Ursprung lässt sich bis in die Zeit des Osmanischen Reiches zurückverfolgen, wo ähnliche süße Gebäcke mit Mandeln und Butter beliebt waren. Der Name „Kourabiedes“ stammt vom türkischen Wort „kurabiye“, was „keksartiges Gebäck“ bedeutet. Mit der Zeit haben die Griechen diese Plätzchen zu ihrem eigenen gemacht, indem sie regionale Zutaten wie hochwertige Butter, Mandeln und manchmal Orangenblüten- oder Rosenblütenwasser verwendeten. In Griechenland haben sie unter anderem einen symbolischen Charakter.
Weisser Puderzucker als Symbolik: Ihre schneeweiße Puderzuckerschicht symbolisiert Reinheit und Wohlstand und macht sie zu einem beliebten Gebäck für festliche Anlässe. Traditionell wurden Kourabiedes oft in großen Mengen gebacken, um sie mit Familie, Freunden und Nachbarn zu teilen, was den Geist der Gemeinschaft und Großzügigkeit betont. Heute werden Kourabiedes nicht nur in Griechenland, sondern auch weltweit geschätzt. Ihr unverwechselbarer Geschmack und ihre samtige Textur erinnern an die reichhaltige Geschichte und das kulturelle Erbe Griechenlands, das in jedem Bissen mitschwingt.
Typische Zutaten und Varianten
Für Kourabiedes braucht man nur ein wenige Zutaten: Butter, Mehl, Mandeln und Puderzucker. Die Mandeln sind in der Regel ungeschält und werden im Backofen geröstet und dann grob zerkleinert unter dem Teig gemischt. Typisch für Kourabiedes sind die Mandeln. Den Mandeln wird die Haut abgezogen (am besten in heißes Wasser legen und die Haut abziehen). Die Mandeln müssen zerkleinert und ohne Fett in einer Pfanne angeröstet werden. Ich mag es, wenn im Teig grobe Mandelstücke sind.
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Die griechischen Weihnachtsplätzchen enthalten nicht viele Zutaten. Doch wie viele andere Rezepte auch macht jede Familie sie etwas anders. Je nach Rezept enthalten einige Kourabiedes keine Nüsse. Einige haben Ouzo oder sogar Whisky im Teig. Fakt ist das man ein Rezept gefunden hat welches man jedes Jahr im Petto hat. Es gibt auch Rezepte, in denen Margarine verwendet wird. Aber da sträuben sich bei mir ehrlichgesagt alle Nackenhaare. Für Kourabiedes braucht man erstklassige Butter, Punkt!
Vorbereitung der Mandeln und Butter
Die Mandeln auf einem Blech verteilen und bei 180 Grad für 15-20 Minuten backen, bis ihre Farbe dunkler wird und sie herrlich duften. Mandeln rösten: Backofen auf 170 °C Umluft vorheizen. Die Mandeln auf einem Backblech verteilen und ca. 10-15 Minuten rösten, bis sie duften. Anschließend grob hacken. Die Mandeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und bei 200 ° im Ofen etwa 8 Minuten rösten. Abkühlen lassen.
Die Butter in einem Topf schmelzen lassen. Sobald sie kocht, vom Herd nehmen und auskühlen lassen. Spezial-Oma-Tipp: Butter im Topf schmelzen lassen und über Nacht stehen lassen. Über Nacht setzt sich das Wasser ab. Dieses benötigen wir nicht. Man kann es jedoch für sein Essen verwenden. Ganz traditionell werden Kourabiedes aus Schafs- oder Ziegenbutter oder einer Mischung daraus hergestellt. Diese ist hier wirklich schwer zu bekommen.
Zubereitungsschritte - traditionelles Rezept
- Heize den Ofen auf 180 Grad vor und belege ein Blech mit Backpapier. Ofen auf 170 °C (Umluft) vorheizen bzw. 180 °C je nach Rezeptangabe.
- Die kalte Butter mit dem Puderzucker in eine Schüssel geben mit dem Handrührgerät so lange schlagen, bis eine helle, fast weiße Creme entstanden ist. Bei der Ziegenbutter erinnert das Ergebnis an geschlagene Sahne. Diese Butter muss man so lange mit Puderzucker schlagen, bis eine wirklich cremige Konsistenz entstanden ist.
- Als nächstes wird die Butter in eine Schüssel gegeben und mit dem Mixer 5 Minuten schlagen, bis sie schaumig wird. Dann fügst Du nach und nach den Zucker hinzu. Diese Butter mit dem Puderzucker schlagen (mindestens 10 Minuten mit der Küchenmaschine oder dem Handrührer). Danach das Eigelb zufügen und nochmals 5 Minuten weiterschlagen.
- Das Soda im Cognac auflösen und in die Mischung geben. Nun die Vanille, das Mehl und den Cognac unterrühren. Rosenwasser zugeben (optional): Wer mag, rührt jetzt das Rosenwasser unter die Masse.
- Die Mandeln unterheben: Die gerösteten Mandeln unter die Butter-Zucker-Masse heben, bis alles gleichmäßig verteilt ist. Die Hälfte der enthäuteten Mandeln nur halbieren, die andere Hälfte etwas hacken. Dann die Mandeln in einem Pfännchen goldgelb anrösten und abkühlen lassen.
- Jetzt kannst Du der Masse das Mehl hinzufügen. Nach und nach und mit den Händen kneten. Die endgültige Mischung sollte locker und butterartig sein und sich leicht formen lassen, ohne zu bröckeln. Wenn alles verrührt ist, werdet ihr keinen ganz glatten, sondern einen etwas bröseligen Teig in der Schüssel haben. Das gehört so.
- Jetzt kannst Du mit deinen Händen Kugeln formen und oben mit dem Finger eine kleine Vertiefung in dem Teig eindrücken. (Das hilft später dem Puderzucker besser auf dem Kourabie zu „sitzen“.) Aus dem Teig kleine Kugeln formen und diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech mit einigem Abstand voneinander legen. Mit dem Finger eine kleine Vertiefung in die Mitte drücken.
- Backen: Die Plätzchen werden im vorgeheizten Ofen bei 160-180 °C Umluft oder 170-190 °C Ober-/Unterhitze etwa 15-25 Minuten gebacken, bis sie leicht goldfarben sind, aber nicht stark gebräunt. Im heißen Ofen etwa 20 - 25 Minuten backen. Die Kourabiedes sollten durchgebacken, jedoch noch nicht angebräunt sein.
- Die fertig gebackenen Kourabiedes etwa 10 Minuten abkühlen lassen. Herausnehmen und vollständig abkühlen lassen. Die etwas abgekühlten Kourabiedes mit Blütenwasser bestreichen und vorsichtig im Puderzucker wälzen. Jetzt musst Du viel Puderzucker in eine Schüssel (bis zur Hälfte) hinzufügen. Du legst jeden Keks hinein und vermischt ihn mit dem Puderzucker. Nachdem Du den Kourabie fertig hast legst Du ihn auf einen Teller und bestreust ihn erneut mit Puderzucker.
Tipps, Formen und Varianten
- Kourabiedes sind ziemlich dick. Ebenfalls wird an dem Puderzucker nicht gespart. Das macht es fast unmöglich einen Kourabie zu essen, ohne dass man sich mit Puderzucker bestäubt.
- Kourabiedes ähneln sehr den in Deutschland beliebten Vanillekipferln. Wie auch die Vanillekipferl haben die süßen Mandel-Gebäckstücke oft ein Halbmond ähnliches Aussehen. Eigentlich werden sind Kourabiedes aber ein dicker runder Keks. Es ist dir überlassen, welche Form die dem Gebäck geben möchtest.
- Man kann den Teig auch zwischen Frischhaltefolie gut ausrollen und ausstechen. Teig in 24 Teile zerteilen und zu Kugeln formen. Man kann den Teig auch mit Plätzchenausstechern formen.
- Einige Bäcker bieten Varianten mit Kakao oder Orange an; es gibt außerdem Rezepte mit Ouzo, Whisky oder Orangenschale für zusätzliche Aromen.
- Die Mandeln können einen Abend zuvor in Wasser gelegt werden, um die Haut leichter zu entfernen. Ich erhitze die Mandeln mit etwas Wasser 3 Minuten in der Mikrowelle. Danach lassen sie sich sehr gut enthäuten.
Backzeiten, Mengenangaben und Vorbereitung
| Phase | Dauer |
|---|---|
| Vorbereitung | 35 Minuten |
| Zubereitung (Schlagen, Kneten) | 13 Minuten (zzgl. lange Schlagzeiten je nach Rezept) |
| Abkühlzeit | ca. 4 Stunden (inkl. Ruhe & Puderzucker) |
| Backzeit | 15-25 Minuten (je nach Größe und Ofen) |
Serviervorschläge und Aufbewahrung
Erkalten lassen, dick mit Puderzucker bestreuen und vorsichtig in einer Plätzchendose verstauen. Kourabiedes werden traditionell in Dosen aufbewahrt und halten sich mehrere Tage, sofern sie trocken und gut verschlossen gelagert werden. In Griechenland genießen die Menschen die Kekse eigentlich das ganze Jahr über zusammen mit einer Tasse Kaffee, wann immer sich die Gelegenheit ergibt, vorrangig natürlich aber an allen Feiertagen.
Anekdote aus Kavala
Nachdem ich im vergangenen Griechenland Urlaub mit meinem Reiseführer die Festung der Stadt erklommen hatte, spazieren wir durch die sonnigen Altstadtstraßen Kavalas. Gegenüber des Imarets entdecke ich eine hübsche Wine Bar, ein paar Häuser weiter ein Restaurant. Am nächsten Ladenlokal bleibt mein Blick hängen. Ein großer Aufsteller preist die Ware an: Kavala Kurabie steht dort in großen Buchstaben. Auf einem Tablett stapeln sich kleine, handgemachte, puderzuckerüberzogene Gebäckstücke.
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Die Kourabiedes zählen zum traditionellen Weihnachtsgebäck in Griechenland und ähneln unseren Vanillekipferln, erklärt mein Reiseführer. In Konditoreien sind die Kourabiedes das ganze Jahr über erhältlich, nicht nur zur Weihnachtszeit. Ich steh ja nicht so auf trockene Kekse, aber das hier ist … großartig. Herrlich mürbe, mit knackigen Mandelstücken und jeder Menge Puderzucker, der heimliches Vernaschen des Gebäcks schier unmöglich macht.
Viel Freude beim Backen und Καλά Χριστούγεννα (Kala Christougenna)! Kourabiedes - Liebe auf den ersten Biss.
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