Gerald Hönig: Eine Karriere im Biathlon zwischen Erfolgen und Herausforderungen

Gerald Hönig, ein Name, der untrennbar mit dem deutschen Biathlon verbunden ist, blickt auf eine bewegte Karriere zurück. Geprägt von Erfolgen, insbesondere mit Laura Dahlmeier, aber auch von Herausforderungen und Kritik, hat Hönig die deutsche Biathlon-Szene maßgeblich beeinflusst. Dieser Artikel beleuchtet Hönigs Werdegang, seine Erfolge, die Kritik an seiner Arbeit und seinen Wechsel zum österreichischen Team.

Anfänge und Erfolge als Bundestrainer

Seit 2010 war Gerald Hönig als Bundestrainer der deutschen Biathletinnen tätig. In dieser Zeit erlebte er eine Ära des Erfolgs, die vor allem mit dem Aufstieg von Laura Dahlmeier verbunden ist. Unter Hönigs Führung avancierte Dahlmeier zur dominierenden Athletin im Biathlon-Weltcup. Sie gewann zwei olympische Goldmedaillen, sieben Weltmeistertitel und den Gesamtweltcup. Diese Erfolge machten Hönig zu einem gefeierten Trainer.

Kritik und das Ende der Amtszeit als Bundestrainer

Trotz der Erfolge blieben auch kritische Stimmen nicht aus. Nach den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang 2018, bei denen die deutsche Staffel hinter den Erwartungen zurückblieb und nur den achten Platz belegte, wurde Hönigs Aufstellung von Athletinnen wie Franziska Hildebrand öffentlich kritisiert. Es wurde spekuliert, dass Hönig nicht mehr den nötigen Rückhalt in der Mannschaft habe.

Hinzu kam, dass Hönigs Vertrag mit dem Deutschen Skiverband (DSV) nach der Olympia-Saison auslief und er selbst signalisierte, nicht den kompletten Olympia-Zyklus bis 2022 in Peking bestreiten zu wollen. Obwohl zwischenzeitlich ein Zweijahresvertrag im Gespräch war, kam es letztlich nicht dazu. Der DSV entschied sich für eine Umstrukturierung und einen personellen Wechsel, um für den anstehenden Olympiazyklus bis 2022 neue Impulse zu setzen.

Umstrukturierung im DSV und Hönigs Nachfolge

Der DSV reagierte auf die Herausforderungen und die Abgänge von Hönigs Assistenten Tobias Reiter und Andreas Stitzl mit einer umfassenden Umstrukturierung. Tobias Reiter hatte bereits seinen Rückzug aus dem Weltcupteam angekündigt, während Andreas Stitzl in Köln sein Trainer-Diplom absolvieren wollte.

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Im Zuge der Umstrukturierung wurde das Thema Schießen sowohl in der Nachwuchsförderung als auch im Spitzenbereich stärker gewichtet. Mark Kirchner, der bisher für das Männerteam verantwortlich war, übernahm eine übergreifende Rolle. Engelbert Sklorz übernahm ab dem 1. Mai Hönigs Aufgaben als übergeordneter Schießtrainer im DSV.

Wechsel nach Österreich

Nach dem Ende seiner Tätigkeit als Bundestrainer in Deutschland übernahm Gerald Hönig eine neue Aufgabe beim österreichischen Skiverband. Ab der kommenden Saison betreute er die österreichischen Biathletinnen als Trainer, der für das Schießen zuständig ist. Der österreichische Skiverband gab dies am Donnerstag bekannt.

Hönig selbst äußerte sich motiviert über seine neue Herausforderung: "Ich gehe voll motiviert eine neue Herausforderung an. Es steckt sehr viel Potenzial in der österreichischen Mannschaft."

Hönigs Expertise im Schießtraining

Ein Schwerpunkt von Hönigs Arbeit lag stets auf dem Schießtraining. Er betonte, dass dem Schießen sowohl in der Nachwuchsförderung als auch im Spitzenbereich eine immer größere Bedeutung zukommt. Hönig nutzte auch alternative Wettkampfformate wie die Single-Mixed-Staffel, um das Schießen und die mentale Stärke am Schießstand zu trainieren.

Hönigs Einschätzungen und Warnungen

Auch in schwierigen Situationen scheute sich Hönig nicht, seine Einschätzungen offen zu äußern. So warnte er im Vorfeld der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang vor zu großen Erwartungen an Laura Dahlmeier und wies auf die Stärke der Konkurrenz hin. Er betonte, dass es vermessen wäre zu glauben, dass Dahlmeier erneut fünf Goldmedaillen gewinnen würde.

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