GEPA Schokolade Vollmilch — Herstellung, Herkunft und Besonderheiten
GEPA Schokolade steht für hochwertig, ehrlich und konsequent fair gehandelt. Die Kakaobohnen stammen von Kleinbauern-Kooperativen, die für ihre Arbeit faire Preise erhalten - für Genuss mit gutem Gewissen. Alle Sorten werden aus Zutaten aus kontrolliert ökologischem Anbau hergestellt.
Geschichte und Hintergrund der GEPA
Seit 50 Jahren setzen wir immer wieder neue Impulse, um den Fairen Handel voranzubringen - für mehr Gerechtigkeit und nachhaltige Chancen für unsere Partner. Geburtsstunde der GEPA: Am 14. Mai 1975 wird der Gesellschaftsvertrag vom Kirchlichen Entwicklungsdienst (KED), Misereor und der neu gegründeten Arbeitsgemeinschaft der Dritte Weltläden unterzeichnet. Als Fair Trade-Pionier steht die GEPA seit 48 Jahren für Transparenz und Glaubwürdigkeit ihrer Arbeit.
Die GEPA ist Gründungsmitglied der heutigen World Fair Trade Organisation (WFTO) - einem weltweiten Zusammenschluss von Fair-Handels-Organisationen. Ein Jahr später wird der europäische Zusammenschluss European Fair Trade Association (EFTA) unter Beteiligung der GEPA gegründet. Die GEPA handelt als größte europäische Fair Handelsorganisation mit Genossenschaften und sozial engagierten Privatbetrieben aus Lateinamerika, Afrika, Asien und Europa.
Philosophie: Fairness, Transparenz und Nachhaltigkeit
GEPA verfolgt eine klare Unternehmensphilosophie, die auf Fairness, Transparenz und Nachhaltigkeit beruht. Die Verknüpfung von Genuss und Verantwortung macht GEPA einzigartig im Fair Trade-Sektor. Durch faire Preise und langfristige Handelsbeziehungen haben die Partner mehr Planungssicherheit.
Die GEPA fördert Projekte, die Bildung und Gesundheit in den Anbauregionen unterstützen. Diese Aspekte bilden das Fundament für die langfristige Partnerschaft mit den Produzenten und erhalten die natürlichen Ressourcen. Die Zutaten von GEPA Schokolade stammen aus biologischem Anbau. Bei der Herstellung kommt ausschließlich hochwertige, fair gehandelte Rohwaren zum Einsatz.
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Herkunft des Kakaos
Der Roh-Kakao stammt unter anderem von dem langjährigen GEPA-Partner KONAFCOOP (Kamerun). Letztes Jahr importierte die GEPA den ersten Bio-Kakao von KONAFCOOP, sodass nun das gesamte Schokoladen-Sortiment der GEPA bio-zertifiziert ist. Der Kakao von KONAFCOOP geht nun auch mit dem Bio-Kakao anderer Kooperativen in den GEPA-Kakao-Blend ein. Somit wird KONAFCOOP in allen Bio-Schokoladen mit enthalten sein.
Für das schwach entölte Kakaopulver wird zudem Kakao der neuen Partnergenossenschaften COPROCASA aus Madagaskar und BGCSL aus Uganda eingesetzt. So eröffnet die GEPA auch kleinen Genossenschaften neue Marktchancen. Vom Handelspartner FEDECOCAGUA in Guatemala beziehen wir bis heute hochwertigen Kaffee; ähnliche langjährige Beziehungen bestehen zu Kakaopartnern.
Bio-Anbau und Umstellung
Im Bio-Anbau sind gesundheitsschädigende Pestizide verboten. Nach den Naturland-Richtlinien darf Urwald nicht gerodet werden. Im Bio-Anbau werden Kakaobäume zusammen mit anderen Kulturen angepflanzt, z.B. mit Schattenbäumen zum Schutz der Kakaobäume und Nutzpflanzen für den Eigenbedarf oder den Verkauf auf dem lokalen Markt. So können die Kakaobäuer*innen zusätzliches Einkommen generieren.
Die GEPA unterstützt ihre Partner bei der Bio-Umstellung, berät sie und vermittelt Kontakte. Die GEPA hat zum Beispiel bei der Kakaokooperative CECAQ-11 auf São Tomé die erste Bio-Inspektion gezahlt. Ohne faire Preise ist solch eine Umstellung oft nicht zu schaffen. Die Kooperativen erhalten eine Bio-Prämie und oft auch eine Umstellungsprämie, denn die Übergangsphase ist kosten- und zeitintensiv, erfordert Know-how und bringt in der Regel Ernterückgänge mit sich.
Herstellung der Vollmilchschokolade
Statt Zusatzstoffen setzt GEPA auf das Wesentliche: Hochwertige Kakaobutter, echter Rohrzucker und sorgfältige Verarbeitung. Die Verarbeitung erfolgt in mehreren Schritten, die den vollen Erhalt der Aromen garantieren. GEPA setzt auf schonende Produktionsmethoden und handwerkliches Geschick. Besonders lange Conchierzeiten gehören zu den Qualitätsmerkmalen der GEPA-Schokolade.
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Die GEPA Bio-Vollmilchschokolade Praliné ist ein ganz besonders cremiger und nussiger Genuss: Hier trifft feinste Bio-Schokolade auf cremige Haselnuss-Nougat-Füllung und sorgt für einen nussintensiven Geschmack. Die Herstellung erfolgt mit echter Kakaobutter und ohne Emulgatoren. Durch das extra lange Conchieren wird die Schokolade besonders zart.
Die faire Bio-Milch stammt aus dem Berchtesgadener Land. Die GEPA Bio-Schokolade wird in Deutschland hergestellt und ist nach GEPA Fair+ zertifiziert. Produkte mit diesem Label übertreffen die Mindestanforderungen des fairen Handelns. Die Innenwickel unserer Schokoladen und Riegel sind seit 2019 sogar heim- bzw. industriell kompostierbar; die Innenwickel der Schokoladen bestehen aus Naturflex-Folie, welche bis zu 94 % aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Sie ist biologisch abbaubar und gemäß EU-Norm EN 13432 kompostierbar.
Rezepte und Rezepturänderungen
Die Klassiker „Vollmilch Pur 33%“, „Sahne Noisette“ und „Weiße Vanille“ sind jetzt in Naturland-Qualität und neuer Verpackung erhältlich. Die Schokoladen tragen an die Bio-Rezeptur angepasste Namen: Aus „Sahne Noisette“ wird „Nougat Schokolade“. Dabei wurde der Anteil an hochwertigen Nüssen erhöht und Sahnepulver durch Magermilchpulver ersetzt, weil naturbelassenes Bio-Sahnepulver einen deutlich höheren Fettgehalt hat als konventionelles. „Weiße Vanille“ heißt künftig „Bio Weisse Schokolade“, aus „Vollmilch Pur 33%“ wird „Bio Vollmilch Pur 33%“.
Besonderheiten im Geschmack und Zutaten
Die GEPA Fairena Bio Vollmilchschokolade wurde bewusst mit Bio-Mascobado-Vollrohrzucker anstelle von raffiniertem Weißzucker hergestellt. Der Mascobado sorgt für einen charakteristischen Geruch und Geschmack. Gerade der Vollrohrzuckergeschmack ist bei den Kunden der GEPA besonders beliebt: Zum Beispiel kann die Fairena Bio Vollmilch in den letzten Jahren zweistellige Absatzsteigerungen verzeichnen.
Die GEPA hat bewusst eine Milchschokolade mit starkem Kakaoanteil von 36 Prozent hergestellt, der über dem gesetzlich vorgeschriebenen Minimum für Vollmilchschokolade von 30 Prozent liegt. Der hohe Fettgehalt der Fairena Vollmilch stammt aus der hochwertigen Kakaobutter und dem Bio-Sahnepulver. Weil die GEPA Bio Fairena Vollmilchschokolade besonders cremig sein soll (was bei Verwendung von Vollrohrzucker und Verzicht auf möglicherweise gentechnisch hergestelltes Sojalezithin eine Herausforderung ist), wurde bewusst ein hoher Anteil an Kakaobutter und ein Sahnepulver mit hohem Fettanteil verwendet.
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Qualitätskontrolle, Zertifikate und Auszeichnungen
Als eines von wenigen Unternehmen in Deutschland hat sich die GEPA nach dem Garantiesystem der WFTO prüfen lassen. Die GEPA hat den German SDG-Award & UNIDO Innovation Award in der Kategorie „Unternehmen“ gewonnen und wurde beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis zu „Deutschlands nachhaltigste Marke“ gekürt. Die Bio Kontrollstelle für viele Produkte ist DE-ÖKO-013.
Die GEPA hat zum ersten Mal einen Nachhaltigkeitsbericht nach dem Deutschen Nachhaltigkeits-Kodex (DNK) publiziert. Grundlage sind zwanzig Kriterien wie Verantwortung, Innovation, Strategie oder Wesentlichkeit.
Transparenz und Produktinformation für Verbraucher
Die Herkunft der Hauptzutaten wird für den Verbraucher verständlich abgedruckt. GEPA informiert offen über Länder- und Sortenherkunft: Schon immer zeigen Länder- und Sortenhonige der GEPA ihre Herkunft auf dem Etikett. Auf der Verpackung der GEPA-Schokolade befinden sich viele Informationen; auf der Rückseite ist die Zutatenliste mit Erläuterungen der Herkunft der einzelnen Zutaten abgedruckt, sowie eine Nährwerttabelle. Ein QR-Code auf der Verpackung führt zu einem Informationsvideo auf der Homepage von GEPA, wo man Informationen über die Rohstoffe und das Konzept erhält.
Markt, Sortiment und Kundenresonanz
Die Vielfalt der GEPA Schokoladenprodukte ist beeindruckend. Von zartschmelzenden Tafeln bis hin zu innovativen Pralinen - hier findet jeder Schokoladenliebhaber etwas Passendes. Besonders spannend sind die außergewöhnlichen Sorten mit feinen Zutaten wie Matcha oder Espresso. GEPA-Produkte sind in vielen Geschäften und Online-Shops erhältlich.
Die Resonanz der Kunden zu GEPA Schokolade ist durchweg positiv. Viele loben die hohe Qualität und die Tatsache, dass sie fair gehandelt wurde. „GEPA Schokolade hat einen ganz besonderen Geschmack, den ich schon mit vielen anderen Marken verglichen habe.“ Die Transparenz der Zulieferketten schätzt die Kundschaft ebenso. Für bewusste Genießer ist GEPA die perfekte Wahl.
Kritik und Reaktion auf Testergebnisse
Wie gestern berichtet hat Stiftung Warentest 20 Milchschokoladen untersucht; die Fairena Bio Vollmilchschokolade der GEPA konnten die Tester dabei nicht empfehlen. Viele Punkte, die die Fairena Bio Vollmilch auszeichnen und ganz bewusst von der GEPA so in die Rezeptur aufgenommen werden, führten hier zur Abwertung. Die Anstrengung der GEPA, Schokolade zur Vermeidung von gentechnisch veränderten Bestandteilen ohne Sojalezithin zu produzieren, fand im Test keine besondere Erwähnung.
Bei der Bewertung der Sensorik fiel besonders stark ins Gewicht, dass die GEPA Bio Fairena Vollmilch nach Ansicht der Tester eine „Fremdnote“ aufweist: „Riecht besonders intensiv mit deutlicher Fremdnote; schmeckt wenig schokoladig und milchig, stark nach Kakao ....“ Die Fairena Bio Vollmilchschokolade lässt sich nicht mit anderen Vollmilchschokoladen vergleichen, weil sie ganz bewusst mit Vollrohrzucker hergestellt wird. Der hohe Kakaogehalt und die Verwendung von Mascobado sind Qualitätsmerkmale, die bei der sensorischen Beurteilung zu anderen Ergebnissen führen können.
Kritisiert wurde außerdem, dass in der Schokolade ein Konservierungsmittel gefunden wurde, das aus der Papierverpackung stammt. Die GEPA nimmt diese Kritik sehr ernst. Der Sachverhalt wird vom Schokoladenverarbeiter der GEPA intensiv untersucht; darüber hinaus haben die Druckerei und der Papierlieferant bereits neue Papierqualitäten entwickelt, die so schnell wie möglich zum Einsatz kommen. Allerdings handelt es sich um Spuren von 0,03 Milligramm pro Kilo; die Anforderung der Rückstands-Höchstmengenverordnung sind erfüllt. Dennoch wird die GEPA alles tun, um das Problem zu lösen.
Zusätzliche ökologische und soziale Projekte
Gemeinsam mit ATC hat die GEPA ein Klimaschutzprojekt gestartet. Die GEPA startet das faire Klimaschutzprojekt mit dem Zuckerpartner ATC auf den Philippinen, das bis 2022 gelaufen ist. 73.050 Bäume bereichern nun dort die Landwirtschaft und tragen zum Klimaschutz bei. Weitere Bäume sind bereits finanziert.
Die GEPA engagiert sich außerdem bei der Bio-Umstellung und Qualitätssicherung ihrer Handelspartner. Mit Erfolg: Zu den Richtlinien von IFOAM und Naturland zählen heute nicht nur ökologische, sondern auch soziale Kriterien. Die GEPA setzt bio-faires Palmfett von Partner Serendipalm aus Ghana in ihrem Schokoriegel-Sortiment sowie in Gebäck ein. Als einer der ersten Anbieter verwendet GEPA bereits seit vielen Jahren eine industriell kompostierbare Aromaschutzfolie für Teebeutel; seit 2014 auch für Schokoladensortiment und seit 2019 kompostierbare Innenwickel.
Tabelle: Wichtige Fakten zur GEPA Vollmilchschokolade (Auswahl)
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Rohkakao | KONAFCOOP (Kamerun), COPROCASA (Madagaskar), BGCSL (Uganda) u.a. |
| Bio-Zertifikat | DE-ÖKO-013, Naturland-Kooperation |
| Fairness-Label | GEPA Fair+, Fair Trade-Prämien für Kooperativen |
| Milch | Faire Bio-Milch (z. B. Berchtesgadener Land) |
| Zucker | Bio-Mascobado (Vollrohrzucker) oder weißer Rohrzucker je nach Sorte |
| Verpackung | Innenwickel aus Naturflex-Folie, industriell kompostierbar |
| Herstellungsort | Deutschland |
| Besonderheit | Extra lange Conchierzeiten, keine Emulgatoren bei Praliné |
Die GEPA zeigt durch das breite Sortiment, dass sie für jeden Geschmack etwas bereithält. Die Kombination aus exquisitem Geschmack und ethischem Handeln macht das Schokoladenerlebnis einzigartig. Im Geschmackstest stechen ausgewählte Produkte von GEPA besonders hervor: Die Zartbitter 85% überzeugt mit Intensität, die Chili-Schokolade mit angenehmer Schärfe und die Mandel-Schokolade mit knusprigem Biss. Weiße Schokolade zeichnet sich durch ihren hohen Milchanteil und extrem cremige Konsistenz aus.
Leckere Vollmilchschokolade genießen oder verschenken und dabei ein gutes Gefühl haben, das verspricht die Bioschokolade von GEPA. Die Herkunft der Hauptzutaten wird transparent ausgewiesen, und die Fair Trade Prämie gibt den Kleinbauern die Möglichkeit, die Qualität ihrer Ernte weiter zu verbessern - zum Beispiel durch Investitionen in eigene Trocknungsanlagen.
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