GEPA Schoko Nikolaus: Herkunft und Herstellung – Einblicke in Fairen Handel und Tradition
Der GEPA Schoko Nikolaus ist nicht nur eine leckere Süßigkeit für die Adventszeit, sondern auch ein Symbol für soziale Werte sowie fairen Handel. In dieser detaillierten Zusammenstellung erfahren Sie alles über Herkunft, Herstellung, die engagierten Menschen hinter den Zutaten und die Bedeutung des Fair Trade-Siegels.
Die Herkunft des echten Schoko-Nikolaus
Der GEPA-Schokobischof soll an den „Heiligen Nikolaus“ erinnern, geboren um 286 nach Christus, der zwischen 345 und 351 in Myra, dem heutigen Demre im Süden der Türkei, als Bischof gewirkt hat. Der historische Sankt Nikolaus hat Gerechtigkeit und Solidarität mit Armen und Benachteiligten gelebt. Diese Werte sind auch für den fairen Handel zentrale Prämissen.
Der weltliche Weihnachtsmann hingegen geht auf den niederländischen „Sinterklaas“ zurück, den die Auswandererfamilien mit in die Neue Welt nahmen. Er hat zwar im Kern dieselben Wurzeln, sein Gedenktag wurde jedoch auf Weihnachten verlegt und umgewidmet, sodass der Heiligenbezug verloren ging. So wurde aus ihm der in den USA bekannte „Santa Claus“ mit rotem Mantel und weißem Bart.
Warum ein Fairer Schoko-Nikolaus?
Der Heilige Nikolaus hat Werte wie Gerechtigkeit und Solidarität mit den Armen und Benachteiligten gelebt - und er würde sich sicher auch heute dafür einsetzen, in Süd und Nord. Diese Werte sind auch für den Fairen Handel zentral. Statt dem kommerziellen Schoko-Weihnachtsmann findest du bei der GEPA den ersten fairen Schokobischof - mit Mitra, Bischofsstab und Haltung. Fair Trade, nachhaltig und richtig lecker.
Siegel, die für fairen Handel stehen, wie „Fairtrade“ oder „Naturland fair“ können beim Nikolaus-Kauf eine Orientierung geben. Mit gutem Gewissen „fairnaschen“ lässt sich auch zum Beispiel der Bio-Nikolaus von Fair Trade-Pionier GEPA: In ihm stecken fair gehandelter Kakao und traditionell hergestellte Bio-Alpenmilch der Molkerei Berchtesgadener Land.
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Der Beitrag des Fairen Handels
- Seit 50 Jahren zeigen wir gemeinsam mit unseren Partnern, was bewusster Konsum bewirken kann.
- Den Rohkakao für ihre Schokolade bezieht die GEPA unter anderem von ihrem langjährigen Partner Cooproagro (Dominikanische Republik).
- Mit dem Kauf der Bio&Fair Nikoläuse von GEPA unterstützen Verbraucher faire Bedingungen beim Kakaoanbau auf der Südhalbkugel und faire Milchpreise hierzulande - erhältlich z.B. bei GEPA.
Mitglied der Kooperative Juanvis Antonio Burgos (32) erläutert die Bedeutung des Fairen Handels und des ökologischen Kakao-Anbaus für die Kakaobäuer*innen vor Ort: „Wir müssen uns und die Umwelt auch für zukünftige Generationen schützen. Deshalb pflanzen wir Bäume, fördern die Artenvielfalt, verschmutzen keine Bäche und Flüsse.“ Die Mehrpreise nutzen die Partnerorganisationen auch, um Straßen, Elektrizität, fließendes Wasser einzurichten und die Häuser der Familien zu verbessern. Und hierzulande profitieren die Milchbauern von höheren Preisen, wie sie die Molkerei Berchtesgadener Land seit vielen Jahren zahlt.
Herstellung des GEPA Schoko-Nikolaus: Vom Kakao zur Schokofigur
Schritt-für-Schritt: Der Weg zur Schokofigur
- Im Tankraum befinden sich sieben Tonnen GEPA-Schokolade, die bei 48 Grad eingelagert und ständig gerührt werden muss, damit sich Kakaobutter und Zucker nicht trennen.
- Die auf ca. 30 Grad heruntergekühlte Schokoladenmasse kommt in die Gießmaschine, wo sie gewichtsgenau vergossen wird - beim GEPA-Nikolaus sind es 65 Gramm.
- Was aussieht wie ein kleines Schokoladen-Planetensystem ist die Schleudermaschine: Der Schleudervorgang dauert etwa 15 Minuten, neben der Rotation der aufgesteckten Formen, vibrieren diese gleichzeitig noch, damit nach außen hin keine Luftblasen entstehen. Außerdem wird die Schokolade beim Schleudern schon leicht vorgekühlt: Hier herrscht ungefähr eine Temperatur von 18 bis 20 Grad.
- Die Schokolade fließt die Konturen der Form ab und verteilt sich gleichmäßig.
- Nachdem der Schleudervorgang beendet ist, werden die Formen von Hand geöffnet: Die Nikoläuse haben einen schönen Glanz und man kann genau die Konturen erkennen.
- Pro Stunde werden rund 3.500 GEPA-Schoko-Nikoläuse hergestellt.
- Die Wickelmaschine sorgt dafür, dass die Nikoläuse eingepackt werden und dann fertig für den Versand sind.
Die optische und symbolische Gestaltung: Nikolaus in Bischofskleidung
Der Bio-Faire-Schokobischof mit Stab und Mitra ist eine gute Alternative zum herkömmlichen Schoko-Weihnachtsmann und soll auf die mit ihm verbundenen Werte aufmerksam machen. Der neue und fair gehandelte Schokoladen-Nikolaus präsentiert sich neben seinen typischen Erkennungsmerkmalen der Mitra und dem Bischofsstab, nun auch mit Herz, das er für arme, bedürftige und benachteiligte Menschen eingesetzt hat. Die Verpackung liefert entsprechende Informationen. So wie der heilige Nikolaus sich für andere Menschen stark gemacht hat, so möchte das Bonifatiuswerk die Menschen animieren, seinem Vorbild zu folgen und Orte guter Taten zu schaffen, denn: Gutes tun kann jeder.
Die Schere zwischen Arm und Reich geht weltweit weiter auseinander. Laut Oxfam haben die fünf reichsten Männer ihr Vermögen seit 2020 verdoppelt - während fast fünf Milliarden Menschen ärmer geworden sind. Schon zu Zeiten von Nikolaus waren krasse soziale Gegensätze ein Thema. Er selbst kam aus gutem Hause, aber statt wegzuschauen, hat er gehandelt und Arme vor Ausbeutung geschützt - man erzählt sich folgende Legende: Eines Nachts kam Nikolaus am Haus einer Familie vorbei, die so arm war, dass die drei Töchter als Prostituierte ihr Geld verdienen mussten. Um die jungen Frauen aus dieser Not zu retten, warf Nikolaus drei Beutel mit Gold durch das Fenster des Hauses.
Soziale Projekte und die Wirkung des GEPA Schoko-Nikolaus
Von jedem verkauften Schokoladen-Nikolaus, einige Zehntausend sind es jährlich, unterstützt das Bonifatiuswerk sozial-karitative Projekte im Kinder- und Jugendbereich in der Diaspora. Gemeinsam mit unserem Gesellschafter Misereor haben wir 2017 mit unserer erfolgreichen Kampagne #echternikolaus auf den Bischof und die mit ihm verbundenen Werte aufmerksam gemacht. Daraus ist auch das folgende Plakatmotiv entstanden, dass der echte Schoko-Nikolaus wieder in aller Munde ist - und mit ihm die Werte, für die er steht.
| Eigenschaft | GEPA Schoko-Nikolaus | Kommerzielle Schokofiguren |
|---|---|---|
| Kakao | Fair gehandelt, Bio, soziale Mehrpreise | oft konventionell, Herkunft unbekannt |
| Milch | Bio-Alpenmilch aus der Molkerei Berchtesgadener Land | oft konventionell |
| Symbolik | Bischof Nikolaus mit Mitra und Stab | Weihnachtsmann in rotem Mantel |
| Sozialer Beitrag | Unterstützt karitative Projekte | Kein sozialer Zweck |
Verfügbarkeit und gesellschaftliche Einordnung
Sehr wohl aber in Österreich, wo die Schokoladenfiguren des Heiligen auch im Einzelhandel einen etablierten Platz haben. Für alle, die bis zum Nikolaustag keinen Schoko-Bischof im Laden gefunden haben, bietet die "Weihnachtsmannfreie Zone" zudem eine Last-Minute-Lösung: einen Bastelbogen mit Mitra, Bischofsstab und Rauchmantel zum Ausdrucken.
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Am liebsten eine richtig große Figur. Doch die Schokolade ist bei vielen Nikoläusen oft nicht fair gehandelt. Früher hat sich niemand Gedanken gemacht über den Kakao in einer Schokofigur. Und diese Figuren hatten oft wenig mit dem Nikolaus zu tun. Der war immerhin ein Bischof in der heutigen Türkei. Heute gibt es auch den Bischof Nikolaus als Schokofigur. Doch heute stellt sich eben auch die Frage nach dem Kakao in der Figur. Wie fair wurde er gehandelt? Müssen Kinder in Afrika dafür bezahlen, dass die Schokofiguren bei uns nicht noch teurer werden?
Zutaten und Transparenz
Was draufsteht ist drin: Die Rohwaren wie Kakao und Zucker, die wir fair eingekauft haben, finden sich auch physisch in unserem Fair Trade-Nikolaus wieder. Die Zutaten sind nicht nur fair gehandelt, sondern entsprechen auch hohen Bio-Standards und unterstützen ökologische Anbaumethoden.
Also Label, die bestätigen, dass der Kakao dieser Figur tatsächlich aus fairem Handel stammt. Früher war das sehr gut ablesbar am Preis.
Das Besondere an der Herstellung und Kooperationen
Das Besondere an der Herstellung der Schokoladen-Nikoläuse bei uns im Haus ist das Festhalten an traditionellen Werten und Figuren. Dabei spielt der Nikolaus eine zentrale Rolle. Seine Produktion erfolgt durch beste Zutaten und der ausnahmslosen Verwendung von fair gehandeltem Kakao. Seit vielen Jahren ist uns das ein großes Herzensanliegen. „Wir teilen die gleiche Werteskala wie das Bonifatiuswerk und setzen uns gerne für soziale Projekte und Mitmenschlichkeit ein. Schön, dass sich Wege gefunden haben und wir gemeinsam Gutes tun können.“
Der Schokoladen-Nikolaus des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken wird bei dem Schokoladenhersteller Riegelein in Cadolzburg produziert. Seit über zehn Jahren arbeitet das Hilfswerk für den Glauben mit der Firma zusammen und hat schon einige gemeinsame Produkte entwickelt.
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Die gesellschaftliche Bedeutung des Schoko-Nikolaus
Das Bonifatiuswerk in Zusammenarbeit mit dem Leipziger St.-Benno-Verlag vertreibt seit einigen Jahren einen Schoko-Nikolaus. Das Nordeuropa-Hilfswerk aus Paderborn wirbt seit 2002 mit ihrer Aktion "Weihnachtsmannfreie Zone" für das Nikolaus-Brauchtum und hat durch ihre Initiative dafür gesorgt, dass der Schoko-Bischof auf dem Vormarsch ist. "Der Nikolaus hat uns auch heute noch viel zu sagen", betont Sr. Theresita mit Blick auf den Einsatz des Heiligen für arme und benachteiligte Menschen.
Der lange weiße Bart, die ungewöhnliche Kleidung, die füllige Statur - die Schoko-Ausgaben von Nikolaus und Weihnachtsmann können auf den ersten Blick nur von Profis auseinander gehalten werden. Auch wenn Mitra, Bischofsstab und Ring den Heiligen aus Myra eindeutig kennzeichnen. Meistens ist der Weihnachtsmann alleine im Supermarktregal anzutreffen, denn bereits seit vielen Jahrzehnten ist er der unangefochtene Champion an der adventlichen Ladenkasse.
Mit dem GEPA Schoko-Nikolaus erhalten Verbraucher eine nachhaltige, faire und symbolisch wertvolle Süßigkeit, die weit mehr als nur Genuss bietet - sie steht für Gerechtigkeit, Transparenz, Tradition und Engagement für Mitmenschlichkeit.
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