Gedeckter Apfelkuchen Südtiroler Art: Klassischer Mürbeteig, saftige Apfelfülle und feine Zitrus- und Zimtnoten

Er ist ein echter Klassiker, fest im Angebot eines jeden Szene-Cafés zu finden und von innen besonders zart und saftig: der gedeckte Apfelkuchen. Verfeinert mit einem Hauch Zimt schmeckt er, als würde er frisch aus Omas Backofen kommen.

Der gedeckte Apfelkuchen besteht außen aus köstlichem Mürbeteig, gefüllt mit einer himmlischen Schicht aus eingekochten Äpfeln. Eine Zuckerglasur und geröstete Mandeln sind das i-Tüpfelchen.

Gedeckter Apfelkuchen, Südtiroler Landschaft, Äpfel und Zutaten

Zutaten und Auswahl der Äpfel

DU BENÖTIGST EINE SPRINGFORM MIT 24 CM DURCHMESSER.

Für den Kuchen solltest du bei der Auswahl der Äpfel auf eine backfeste, säuerliche Apfelsorte setzen, dann erhältst du das perfekte Ergebnis. Boskop oder Jonagold sind eine hervorragende Wahl. Zimt darf im Apfelkuchen natürlich nicht fehlen.

  • Für den Mürbeteig (klassisch): Den Mürbeteig stelle ich ganz klassisch aus Weizenmehl, kalter Butter, Zucker, Bourbon-Vanillezucker, Salz und einem Ei her. Mit ihm kleide ich nicht nur den Boden, sondern auch den Rand des Kuchens aus. Zum Schluss bildet er außerdem die charakteristische „Decke“ für den leckeren Apfelkuchen.
  • Für die Südtiroler Apfelfülle (Variante): Zutaten für die Apfelfülle: 5 Äpfel (bei mir Gala), 50 g. Zucker, etwas Zimt, Saft 1 kleinen Zitrone, 40 g. Rosinen, 25 ml. Rum, 1 Eigelb zum Bestreichen, 25 g. Mandelstifte.
  • Für Glasur und Krönung: 80 g Puderzucker, 3-4 TL Saft von 1 Bio-Zitrone, 20 g geröstete Mandelblättchen.

Anders als bei vielen anderen Kuchen sollte die Butter für den Teig frisch aus dem Kühlschrank kommen und noch kalt sein. Ich lasse den Teig nach dem Kneten kurz im Kühlschrank ruhen.

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Warum dieser Kuchen begeistert

Ich gebe zu: Der gedeckte Apfelkuchen gehört nicht zu den schnellen Kuchen, die ich jede Woche aus dem Ärmel zaubere. Er schmeckt fruchtig nach Apfel und passt mit einer Prise Zimt perfekt in die kühlere Jahreszeit. Mit einer Kugel Vanilleeis serviert, ist er ein Gedicht und perfekt für den Nachmittagskaffee. Der gedeckte Apfelkuchen lässt sich super am Tag vorher vorbereiten, da schön saftig bleibt und sich sein Geschmack noch intensiviert.

Schritt-für-Schritt-Video: Mürbeteig, Füllung, Decke und Glasur beim gedeckten Apfelkuchen

Schritt-für-Schritt: Mürbeteig für die Decke und den Boden

Für den Mürbeteig gibst du in eine große Rührschüssel 300 g Mehl, 150 g kalte Butter in kleine Stücke geschnitten, 75 g Zucker, 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker, 1 Prise Salz und das 1 Ei. Verarbeite die Teig-Zutaten zuerst zügig mit den Knethaken des Handrührgeräts oder der Küchenmaschine und anschließend mit den Händen zu einem homogenen Teig.

WICHTIGER HINWEIS: Hier bitte nicht die Nerven verlieren. Wenn du frühzeitiger auf das Handkneten übergehst, machen Mehl und Butter meist immer noch was sie wollen, sie fliegen hin und her. Du musst sie immer wieder mit den Händen "zusammenkehren" und im Teig verarbeiten bis er anzieht und langsam homogen wird. Dann bitte noch eine Weile weiterkneten, damit sich die Butter gut im Teig verteilt.

Dann formst du den Teig zu einer Kugel, wickelst ihn in Frischhaltefolie ein und legst ihn in den Kühlschrank.

Teig zu einer Rolle formen, diese in drei gleich große Stücke schneiden und zwei davon flach drücken, das dritte Teil nochmals halbieren und beide Teile zu Rollen formen. Die beiden Teigplatten auf der bemehlten Arbeitsfläche rund ausrollen und eine davon in die gefettete Springform legen. Gegebenenfalls noch zurechtschneiden.

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Die beiden Seitenteile flach ausrollen und damit den Rand ausbilden, miteinander verbinden. Zum Schluss den oberen Rand mit den Fingern etwas begradigen und ein paar Mal mit einer Gabel in den Boden stechen.

Füllungen: Südtiroler Art, klassisch eingekocht oder mit Pudding-Sud

Südtiroler Apfelfülle mit Rum und Rosinen

Die Rosinen in Rum einlegen. Die Äpfel schälen, vierteln, Kernhaus entfernen und in Spalten schneiden. Zitronensaft und Zucker darüber verteilen und mischen. Rum-Rosinen und Zimt zugeben, nochmals durchmischen.

Äpfel in die Form füllen und leicht glattdrücken. Teigdeckel von der Folie ziehen, auf die Äpfel legen und den Rand mit einer Gabel festdrücken.

Klassisch fruchtige Würfel mit Zitronenaroma

Für die Füllung schälst du die etwa 1,5 kg Äpfel, viertelst und entkernst sie, schneidest sie in ca. 1 cm grobe Würfel. HINWEIS: Es ist empfehlenswert, dass du backstabile Äpfel verwendest. Ansonsten verkochen die Äpfel im Backofen und du hast eher eine Apfelmus-Füllung.

Die 50 g Butter in einer Pfanne auf mittlerer Stufe schmelzen lassen, 75 g Zucker, 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker, ca. 2 TL der Zitronenschale und ½ TL Zimt dazugeben, verrühren und etwa 1 Minute unter Rühren erhitzen. Die Apfel-Würfel gut damit vermengen und abkühlen lassen.

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Mit Apfelsaft-Sud und Vanillepudding-Bindung

Apfelfüllung vorbereiten: Für die Füllung des gedeckten Apfelkuchens die Äpfel schälen, vierteln und entkernen. Dann die Äpfel in Würfel schneiden. In einem Topf 350 ml Apfelsaft mit Zucker, Zimt, Zitronensaft und Zitronenschale aufkochen und dann die Äpfel dazugeben. Die Äpfel kurz im zugedeckten Topf dünsten, dabei ab und zu umrühren.

Apfelfüllung fertigstellen: Dann die Äpfel absieben und den Sud auffangen. Das Vanillepudding-Pulver mit 50 ml kaltem Apfelsaft anrühren. Den aufgefangenen Sud wieder aufkochen, dann das angerührte Vanillepudding-Pulver unterrühren und nochmals kurz aufkochen.

Apfelkuchen füllen: Aus dem restlichen Teig in der gleichen Weise eine zweite Teigplatte herstellen und damit die Springformboden auslegen. Mit den abgeschnittenen Mürbeteig-Resten den Springformrand auslegen. Dann den Apfelkuchen-Boden mit Aprikosenkonfitüre bestreichen und mit Semmelbröseln bestreuen. Die Konfitüre und die Semmelbrösel verhindern, dass der Boden des gedeckten Apfelkuchens durch die Apfelkuchen-Füllung feucht wird. Die Äpfel in der Form verteilen und mit der vorbereiteten Mürbeteig-Platte abdecken.

Infografik: Apfelauswahl, Füllvarianten und Mürbeteig-Aufbau

Backen, Glasur und Mandeln

Den Backofen heizt du rechtzeitig auf 180 °C Ober- / Unterhitze (160 °C Umluft) vor. Die Springform fettest du mit wenig Butter ein.

Den gedeckten Apfelkuchen in den vorgeheizten Backofen auf der zweiten Schiene von unten (Rost) für 60 - 70 Minuten backen. HINWEIS: Falls der Rand höher ist als der Deckel auf der Apfel-Masse, einfach mit den Händen den Rand noch leicht stauchen.

Nach der Backzeit in der Form 30 Minuten ausdampfen und im Anschluss auf einem Kuchengitter ganz auskühlen lassen.

Für das Topping röstest du 20 g Mandelblättchen in einer beschichteten Pfanne ohne Fett. Für den Zuckerguss gibst du 80 g Puderzucker in eine Schüssel, fügst teelöffelweise etwa 3 - 4 TL Zitronensaft dazu und verrührst es bis eine glatte, zähflüssige Masse entsteht. Wenn es dir noch zu dick ist einfach etwas mehr Zitronensaft unterrühren. Den Zuckerguss verteilst du nach Belieben auf dem Kuchen (mit einem Backpinsel oder einfach begießen) und verteilst die gerösteten Mandelblättchen darauf, wie es dir gefällt.

Backzeiten im Überblick

Phase Temperatur Zeit
Vorheizen 180 °C O/U (160 °C Umluft) -
Backen (Variante 1) 180 °C O/U 60 - 70 Min.
Backen (Variante 2) 180 °C O/U dann 175 °C 20 Min. + 30 Min.
Abkühlen Raumtemp. 30 Min. in Form, dann vollständig

Hinweise zur Teigführung und Form

Wenn Mürbeteig zu lange geknetet wird, wird er brandig, das heißt der Teig lässt sich schlecht ausrollen und er ist nach dem Backen hart und brüchig. TIPP: Wenn du kein Backpapier mit rutschfester Unterseite hast. Kannst du die Unterseite/Arbeitsfläche etwas mit Butter einfetten, damit es beim Ausrollen nicht hin und her rutscht. Wasser funktioniert auch, aber nicht so gut.

Für den Kuchen-Deckel nimmst du dir die Backpapier-Schablone zur Hand. Den Mürbeteig auswiegen und vom Gesamtgewicht ein Drittel entnehmen. Dieses Teigstück rollst du mit einem Nudelholz auf der leicht bemehlten Backpapier-Schablone nicht ganz bis zum Rand immer von der Mitte nach Außen rund aus. In den Kühlschrank legen.

Vom übrigen Teig entnimmst du für den Rand wieder ein Drittel Teig (gerne wieder abwiegen) und formst ihn zu einer langen Rolle mit circa 2 cm Durchmesser. Beiseite legen. Den restlichen Teig verwendest du für den Boden. Für den Boden rollst du den restlichen Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche, immer von der Mitte nach Außen, rund, etwas kleiner als der Springformboden, aus, hebst ihn in die Form und drückst ihn mit den Händen gleichmäßig bis zum Rand zurecht.

Servieren und Varianten

Er schmeckt fruchtig nach Apfel und passt mit einer Prise Zimt perfekt in die kühlere Jahreszeit. Mit einer Kugel Vanilleeis serviert, ist er ein Gedicht und perfekt für den Nachmittagskaffee.

Wer mag, gibt noch Rosinen in den Gedeckten Apfelkuchen.

Ich wünsche dir einen süßen Appetit.

Serviervorschlag: Stück gedeckter Apfelkuchen mit Vanilleeis und gerösteten Mandeln

Regionaler Bezug: Herbst in Südtirol

Bald geht die Apfelernte bei uns in Südtirol zu Ende, das Gröbste ist schon abgeerntet und es kehrt langsam wieder Ruhe ein. Frische Äpfel liegen deshalb in der Fruchtschale, was liegt da näher, als den Weg in die Küche zu suchen und für die Familie einen gedeckten Apfelkuchen zu backen. Es ist wieder vorhandene Zeit für einen gemeinsamen Nachmittagskaffee und für einen "Ratscher" bei Apfelkuchen, Kaffee und herrlich relaxen.

Gedeckter Apfelkuchen ist zwar vom Geschmack her nicht anders als Apfelstrudel, aber er schaut schön aus und schmeckt megalecker. Besonders jetzt im Herbst haben wir richtig Lust auf Apfelkuchen.

Zutaten-Alternativen und Maße (kompakte Übersicht)

Komponente Zutaten Hinweise
Mürbeteig klassisch Weizenmehl, kalte Butter, Zucker, Bourbon-Vanillezucker, Salz, Ei Butter kalt; Teig kühlen
Apfelfülle Südtirol Äpfel, Zucker, Zimt, Zitrone, Rosinen, Rum Spalten mischen, Rum-Rosinen zugeben
Glasur Puderzucker, Zitronensaft, Mandelblättchen Zähflüssig anrühren, Mandeln rösten

Zusätzliche Technik: Formauskleidung und Deckel

Den Kuchen nun für 30 Minuten im vorgeheizten Backofen backen, dann die Temperatur auf 175 °C Ober-/Unterhitze herunterschalten und weitere 30 Minuten backen. Den Kuchen in der Form abkühlen lassen (am besten über Nacht), dann vorsichtig herauslösen.

Die Apfel-Würfel nimmst du mit einem Schöpflöffel aus der Pfanne, ohne etwaige Restflüssigkeit, und verteilst sie gleichmäßig auf dem Teigboden. Den Deckel holst du aus dem Kühlschrank und stürzt ihn mithilfe des Backpapiers vorsichtig auf die Apfelmasse, ziehst das Papier ab und drückst den Teigdeckel rundherum leicht an. Mit einer Gabel stichst du mehrmals ein.

Servierideen und weitere Apfelkuchen

Ich liebe allerhand Apfelkuchen, auf meinem Blog findest du daher eine Auswahl meiner liebsten Kuchen mit dem herbstlichen Obst: Apfelkuchen mit Streuseln, Apfelkuchen mit Pudding, der Apfelkuchen vom Blech oder mein versunkener Apfelkuchen. Du hast die Qual der Wahl!

Und? Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir erzählt, wie Euch das Rezept gefallen hat. Tipps und Anregungen von Euch sind hier immer willkommen!

Küchenschritte: Ausrollen, Füllen, Decke auflegen, Glasieren

Dieser Südtiroler Apfelkuchen ist ein Gedicht!

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