Fressen Marder Schokolade und ist Schokolade für Marder giftig?
Marder sind in bewohnten Gebieten wie Städten und Dörfern weit verbreitet und sorgen dort oft für Aufregung, zum Beispiel durch nächtlichen Lärm, Schäden an Autos und Gebäuden oder das Durchstöbern von Abfall. Doch wie verhält es sich eigentlich mit Schokolade - fressen Marder diese beliebte Nascherei, und ist sie für die Tiere gefährlich? Dieser umfassende Artikel beleuchtet das Thema im Detail.
Die Ernährung von Mardern: Allesfresser mit Vorlieben
Grundsätzlich gilt: Marder sind Allesfresser. Körner, Nüsse, Gemüse, Früchte und Eier stehen genauso auf ihrer Speisekarte wie Insekten, kleine Säugetiere oder Fische. In Städten durchstöbert der Steinmarder häufig Mülleimer und Komposthaufen. Gerne vergreift er sich auch an im Freien stehendem Hunde- und Katzenfutter. Mit diesem Wissen sollte die gesamte Umgebung unter die Lupe genommen werden, um potenzielle Futterquellen zu erkennen.
Marder sind Raubtiere, die sich jedoch stark an das Leben der Menschen angepasst haben. Dieses Raubtier ist eigentlich ein Fleischfresser, doch wie der Fuchs hat er sich dem Menschen in der Stadt angepasst.
Wildtiere wie Füchse und Marder machen sich gerne über Schokolade her.
Ein Marderrevier erstreckt sich über viele Hektar und kann sich teils sogar mit Revieren andersgeschlechtlicher Artgenossen überschneiden.
Lesen Sie auch: Hornissen und Honigkonsum
Fressen Marder tatsächlich Schokolade?
Auch Marder mögen Schokolade. Erwischt! Brandenburgs frechster Osterdieb wurde jetzt mit der Kamera gestellt: ein Marder. Seit zwei Monaten treibt das Tier sein Unwesen im Einfamilienhaus von Thomas G. (56) in Dallgow. "Um zu sehen, wo er rein und raus gelangt, habe ich eine hochauflösende Kamera auf dem Dach aufgestellt", berichtet der Hausbesitzer. Wo hat er das Ü-Ei her? "Von uns nicht", betont Thomas G., "wir haben keine versteckt, aber die Nachbarn."
Ab und zu machen Wildtiere Schlagzeilen, weil sie sich über Schokolade hermachen. Ein bekanntes Beispiel ist der Fuchs, der sich dem menschlichen Leben besonders gut angepasst hat. Er ist ein Allesfresser, der auch schon mal Schokolade aus den Abfallsäcken der Menschen plündert.
Marder und Fuchs sind Allesfresser und fressen auch mal Schokolade aus Abfallsäcken.
Auch Haus- und Wildtiere bekommen immer wieder etwas ab. Leider kann das gefährlich werden. Die süsse Schokolade kommt also auch bei vielen Tieren gut an, doch das Problematische daran: Die meisten Tiere vertragen die Inhaltsstoffe nicht.
Schokolade und Theobromin: Gefahr für Marder und andere Tiere
Der Inhaltsstoff Theobromin kann für viele Haustiere tödlich sein. Besonders gefährlich ist das in der Kakaobohne enthaltene Theobromin. Dieser Nährstoff hat eine vergleichbare Wirkung wie das vom Kaffee bekannte Koffein: Er regt Herz und Gefässe an, putscht auf und macht wach.
Lesen Sie auch: Honig als Nahrungsquelle
Für Menschen ist die in Schokolade enthaltene Menge Theobromin nicht gefährlich, doch bei kleineren Haustieren sieht das anders aus. Das in der Kakaobohne enthaltene Theobromin ist für Tiere giftig.
Die giftige Wirkung hängt immer von der verzehrten Menge ab. Ein Fuchs, der einen Schokoriegel aus dem Abfall stiehlt und verzehrt, kann diesen in der Regel noch verdauen. Würde er mehrere Tafeln Schoggi futtern, käme es auch bei ihm zu einer Vergiftung.
- Vor allem kleine Tiere sind besonders gefährdet
- Dunkle Schokolade enthält mehr Theobromin als Milchschokolade
- Zu viel Theobromin führt zu Vergiftungssymptomen wie Erbrechen, Durchfall, Zittern
Ein besonders extremer Fall wurde aus den USA bekannt: 45 Kilogramm Schokolade und Donuts wurden dort als Köder ausgelegt, was dazu führte, dass mehrere Bären an einer Theobrominvergiftung starben. Auch bei Wildtieren wie Mardern kann die Größe nicht vor Vergiftung schützen - große Mengen an Schokolade können tödlich sein.
Wirkung von Theobromin im Organismus der Tiere
Theobromin sorgt für eine Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin und Noradrenalin. Die Überdosis ähnelt dann der menschlichen Reaktion auf zu viel Kaffee, nur ist sie für Tiere weit gefährlicher und endet oftmals dramatisch.
| Tierart | Empfindlichkeit gegenüber Schokolade | Symptome einer Vergiftung |
|---|---|---|
| Marder | Sehr empfänglich, Gefahr schon bei kleinen Mengen | Erbrechen, Durchfall, Zittern, Aufnahme von Stresshormonen |
| Hund | Sehr empfänglich, extrem gefährlich bei kleinen Hunden | Erbrechen, Krämpfe, Tachykardie |
| Katze | Empfindlich, nimmt aber selten Schokolade zu sich | Erbrechen, Unruhe, neurologische Symptome |
| Fuchs | Empfänglich, abhängig von der Menge | Erbrechen, neurologische Symptome |
Warum fressen Marder Schokolade trotz der Gefahr?
Marder knabbern afaik nur an Zeugs rum, was neu für sie ist. Da Marder sehr neugierig sind und sich gerne alles „neuland“ in ihrer Umgebung anschauen, werden gelegentlich auch Süßigkeiten wie Schokolade probiert - vor allem, wenn diese offen herumliegen oder in Mülltonnen zu finden sind. Die süsse Schokolade kommt auch bei vielen Tieren gut an. Marder und Fuchs sind Allesfresser und fressen auch mal Schokolade aus Abfallsäcken.
Lesen Sie auch: Ist Schokolade giftig für Pferde?
In Wohngebieten finden Marder sehr schnell und ausreichend Nahrung. Aus diesem Grund lassen sich die Tiere dort gerne nieder. Mülltonnen: Das reichhaltigste Futterangebot finden Marder in unseren Abfällen.
Auch wenn Marder im Allgemeinen keine Katzen jagen und töten, können sie dennoch gefährlich für kleine Tiere werden. Für Kleintiere wie Hühner oder Kaninchen können Marder gefährlich werden. Werden möglichst viele dieser Futterquellen in der Nachbarschaft und dem eigenen Grundstück beseitigt oder gesichert, senkt dies das Risiko eines Marderbefalls bereits enorm.
Schutzmaßnahmen und Gesetzliches: Was tun bei Marderbefall?
Um Marder vom Haus zu vertreiben, empfiehlt sich der Einsatz von SUBSTRAL® Celaflor® Hunde & Katzen Stopp. Die Tiere mögen den enthaltenen Duftstoff nicht und meiden das behandelte Gebiet. Es gibt verschiedene Hausmittel, auf die der Marder mal mehr, mal weniger reagiert, wie etwa Essig oder Pfeffer.
Mit einem engmaschigen Marderzaun lassen sich mögliche Einstiege ins Gebäudeinnere versperren. Der Einsatz von Rattengift ist übrigens in Deutschland streng geregelt. Außerdem stehen Marder unter dem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes (§ 44 BNatSchG). Sie dürfen weder verletzt noch getötet werden, auch nicht indirekt durch Gift.
Marder dürfen unter bestimmten Bedingungen vergrämt werden, durch Geräusche, Licht oder das Verschließen von Zugängen - sofern keine Jungtiere nachteilig betroffen sind und den Tieren kein Leid zugefügt wird.
- Offene Mülltonnen immer verschließen
- Futterreste im Garten vermeiden
- Marderabwehrgürtel und Abwehrschilde an Regenrohren und Obstbäumen einsetzen
- Garten und Dachboden mit Ultraschallgeräten schützen
Um die Tiere von allen Grundstücken zu vertreiben und nachhaltig aus der Umgebung zu vergrämen, erfordert eine gelungene Marderabschreckung die Zusammenarbeit aller Anwohner. Die Gründung einer Nachbarschaftsinitiative ist eine gute Möglichkeit, die aktive Zusammenarbeit der Anwohner zu fördern und Schutzmaßnahmen gezielt zu koordinieren.
Unterschied Steinmarder vs. Baummarder
In Deutschland kommen vor allem zwei Marderarten vor: Der Steinmarder ist häufig in Städten und Dörfern anzutreffen und nistet sich oft auf Dachböden, in Garagen oder Gartenhäusern ein. Begegnungen zwischen Steinmardern und Katzen sind vergleichsweise häufig, verlaufen aber meist ohne ernsthafte Konflikte. Der Baummarder lebt überwiegend im Wald und meidet menschliche Siedlungen weitgehend. In Wohngebieten spielt also vor allem der Steinmarder eine Rolle.
- Steinmarder: grau-braunes Fell, weißer Kehlfleck, häufig in Wohngebieten
- Baummarder: scheuer, Waldbewohner, selten Kontakt zu menschlichen Siedlungen
Zusammenfassung: Schokolade als Risiko für Marder
Marder sind neugierige Allesfresser und können in bewohnten Gebieten durchaus Schokolade aufnehmen - besonders, wenn sie in Mülltonnen oder als offene Reste verfügbar ist. Das in Schokolade enthaltene Theobromin ist für Marder giftig und gefährlich, auch wenn gelegentlich kleine Mengen von den Tieren aufgenommen werden. Große Mengen können zu schweren Vergiftungen führen, die sogar tödlich enden können. Daher sollten Abfälle und Lebensmittelreste immer sorgfältig gesichert werden. Der Schutz von Mardern und die Vermeidung von Schäden an Haus und Auto erfordern eine koordinierte und tierfreundliche Vorgehensweise, wobei gesetzliche Regelungen unbedingt zu beachten sind.
tags: #fressen #marder #schokolade #und #ist #schokolade


