Scholler Nougat Bombe Rezept und Herkunft
Die Scholler Nougat Bombe verbindet knusprigen Keks mit schmelzendem Nougat und intensiver Haselnussglasur - eine Weihnachtsplätzchen-Sorte, die süchtig macht. Im Folgenden finden Sie eine ausführliche Rezeptbeschreibung, Tipps zur Zubereitung, Lagerung sowie die Herkunft und Geschichte von Nougat und der Liegnitzer (Scholler/Liegnitz-)Bombe, soweit aus dem vorliegenden Material ableitbar.
Was ist eine Nougat Bombe?
In den Teig wird Haselnusscreme gegeben - muss kein Nutella sein, auf die Teighäufchen wird ein Stück schnittfestes Nougat gesetzt, und das fertig gebackene Plätzchen wird noch mit Haselnuss-Glasur bestrichen - gibt es jemanden der das nicht mag??
Zutaten (für viele kleine Plätzchen, bei Autorin 238 Stück)
- Plätzchenteig mit Haselnusscreme (alternativ Nutella) - Menge nach Rezeptangabe
- 125 g Viba Classic Nougat (oder anderes schnittfestes Nougat, geschnitten)
- 125 g Zartbitterkuvertüre (optional für Variationen)
- Haselnuss-Glasur (fertig oder selbst zubereitet)
- ggf. Puderzucker, Mandeln oder Krokant zum Bestreuen
Vorbereitung und Backvorbereitungen
a) Heize den Backofen auf Umluft 160 Grad vor. Wer kein Umluft hat nimmt Ober/Unterhitze 180 Grad.
b) Belege beide Backbleche mit Backpapier.
c) Lege Dir auf die Arbeitsfläche 4 Bögen Backpapier. Darauf kommen die fertig glasierten Nougat Bomben.
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Hinweis: wenn Du das Backblech ganz leicht mit Wasser bestreichst, verrutscht das Backpapier nicht.
Teig auftragen und Einsetzen des Nougats
a) Gebe nun etwas von dem Plätzchenteig in die Teigpresse. (größter Aufsatz)
b) Spritze kleine Teighäufchen auf das Blech (36 Stück).
c) Auf jedes Teighäufchen setzt Du 1 Nougat-Stück.
Backen
a) Schiebe beide Backbleche in den Backofen und backe die Nougat Bomben ca. 15 Minuten.
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Hinweis: ab dem 2 Backgang genügt eine Backzeit von ca. 12 Minuten , da der Backofen vorgeheizt ist.
b) Verfahre so, bis der gesamte Teig aufgebraucht ist.
Glasur vorbereiten und auftragen
Gebe die Haselnuss-Glasur-Beutel in eine Schüssel.
b) Koche Wasser mit dem Wasserkocher auf und gieße es in die Schüssel, so dass die Beutel komplett bedeckt sind.
c) Die Glasur-Beutel sollten nun ca. ... (im Original fehlt die genaue Zeitangabe) im Wasserbad erwärmt werden.
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d) Nimm die Haselnuss-Glasur aus dem Wasserbad, trockne ihn ab und gieße die Glasur in eine kleine Glasschüssel.
e) Nehme jede Nougat Bombe und bestreiche sie obenauf mit der Haselnuss-Glasur.
Tipps zur Portionierung des Nougats
b) lege es auf das Schneidebrett
c) schneide es erst in Platte
d) dann in je 3 Streifen
e) und zum Schluss in kleine Stücke.
Kühlzeit, Haltbarkeit und Aufbewahrung
Die Nougat Bomben halten sich in Keksdosen verpackt gut 5 Wochen - wenn sie nicht vorher verputzt sind. Legt zwischen jede Schicht Nougat-Bomben Pergamentpapier, damit sie nicht aneinander kleben.
ca. glasieren: 30 Minuten gesamt: ca. ca. gesamt: ca. Vorbereitung ohne Backen ca. 50 Minuten Backen pro Blech 12-15 Minuten Glasur: pro Blech ca. + 10 Minuten Kühlzeit
Varianten und Serviervorschläge
- Dunkle Kuvertüre über die fertigen Bomben geben für intensiveren Schokoladengeschmack.
- Mandeln, Mandelstifte oder Krokant als Dekor nutzen.
- Kleine Nougatmousse-Gläschen: Nougat und Kuvertüre über heißem Wasserbad schmelzen und zu einer luftigen Mousse verarbeiten; als Dessert mit Mandarinen schichten (siehe Dessert-Zubereitung im Material).
Herkunft und Geschichte von Nougat und der Liegnitzer Bombe
Ob wir von Nougat, Praliné, Gianduja oder Noisette sprechen - wir meinen die verführerische dunkle Konfektmasse, die aus der Welt der Pralinen, Schokoladen und Brotaufstriche nicht wegzudenken ist. Doch wie unterscheiden sich die verschiedenen Spielarten von Nougat und woraus besteht es eigentlich?
Vorweg: Auch wenn die beiden gerne in Kombination auftreten, ist Nougat keine Schokolade. Vielmehr handelt es sich um eine sogenannte Konfektmasse aus Zucker, Fett, wahlweise Mandeln oder Haselnüssen und Kakao bzw. Kuvertüre. Auch optisch unterscheidet sich die Nougat- von der Schokoladenmasse. Sie ist von einer hellbraunen Färbung. Dank eines relativ hohen Fettgehalts mutet Nougat ganz besonders zartschmelzend an und zergeht sprichwörtlich auf der Zunge.
Dunkler Nougat und Gianduia
Dunkler Nougat hat seinen Ursprung in der aus Turin stammenden Gianduia (auch Gianduja) und ist im romanischen Sprachraum auch unter diesem Namen bekannt. Die Gianduia entstand als Folge hoher Zölle, die während der Zeit Napoleons auf Waren aus England und seinen Kolonien erhoben wurden (Kontinentalsperre 1806-1814), darunter Kakao: In Turin wurde daraufhin die Schokolade mit gerösteten und anschließend gemahlenen Haselnüssen gestreckt.
Michele Prochet soll 1852 erkannt haben, dass mit gerösteten Haselnüssen das Geschmackserlebnis um ein Vielfaches erhöht werden kann. In Turin wird Gianduia in kleinen Stücken unter der Bezeichnung „Gianduiotto“ als typische örtliche Spezialität angeboten.
Herstellung von Haselnuss-Nougat
Die Hauptzutat von dunklem Nougat sind Haselnüsse. Die Kerne werden bei 150-180 °C etwa 20 Minuten lang geröstet und anschließend abgekühlt und in einer Mühle zerrieben. Dadurch entsteht eine Rohmasse ähnlich dem Marzipan, der Lecithin zugesetzt werden kann, um sie besser zu binden.
Die Haselnussmasse wird mit Puderzucker, Kakaobutter, Kuvertüre, Vanillin und Milchpulver verknetet und gewalzt, bis sie eine homogene Masse bildet. Optional werden Pflanzenfette wie Sojafett beigefügt. Dunkler Nougat lässt sich in Geschmack und Konsistenz unterscheiden. Ein hoher Haselnussanteil (über 30 %), eine frische Röstung und die Verwendung von Haselnüssen der aktuellen Ernte und hochwertiger Sorten sind einige Qualitätsindikatoren, ebenso wie der Grad der Zerkleinerung.
Weißer Nougat und internationale Varianten
Weißer Nougat besteht aus einer schaumig aufgeschlagenen hellen Masse aus Eischnee und Honig sowie weiteren Zutaten wie Samenkernen (Mandeln, Nüssen oder Pistazien), kandierten Früchten und teilweise Gelatine. Beruhend auf griechisch-römischen und persischen Wurzeln (Gaz) haben sich insbesondere in Frankreich (Montélimar-Nougat), der Iberischen Halbinsel (Turrón und Torró) und Italien (Torrone) seit Jahrhunderten große Traditionen in der Herstellung von weißem Nougat herausgebildet.
Die Liegnitzer Bombe - Legende und Tradition
Um 1853 verliebte sich ein Bäckerlehrling unsterblich in die Tochter des Besitzers der Konditorei, in der er arbeitete. Das resolute Mädchen, das ihren Verehrer loswerden wollte, stellte ihm eine Aufgabe, die unmöglich schien. Sie versprach ihm, seine Frau zu werden, wenn er etwas erfinden würde, das Liegnitz in ganz Europa berühmt machen würde.
Der verliebte Bursche erinnerte sich an die Legenden, die ihm seine Tante aus Schreiberhau erzählt hatte. Diese Verwandte erzählte ihm, dass im Riesengebirge ein guter Berggeist namens Rübezahl lebte. Ein entschlossener Geselle machte sich auf den Weg ins Riesengebirge, um Rübezahl zu suchen. Erschöpft von der langen Wanderung, schlief er irgendwo im Wald ein. In seinem Traum besuchte ihn Rübezahl und verriet ihm das Rezept für eine ganz neue Art von Lebkuchen. Es sollte ein großer Lebkuchen sein, eine Art Babka, gefüllt mit Marzipan, Rosinen, kandierten Kirschen und Orangenschalen.
Das Rezept wurde ein absoluter Hit, der die Bäckerei von Eduard Müller in der Frauenstrasse 64 bald zur bekanntesten Adresse in Lignitz machte. In kurzer Zeit wurden die Lebkuchen im gesamten damaligen Preußen berühmt. Das Patent für das Lebkuchenrezept wurde schließlich 1884 von einem anderen Liegnitzer Konditor, Franz Mayenburg, gekauft, und der Lebkuchen wurde in industriellem Maßstab hergestellt. Hier wurden täglich 10.000 Lebkuchen gebacken, verpackt und in ganz Europa vertrieben. Die Liegnitzer Bomben wurden zum Traum-Weihnachtsgeschenk von Generationen von Kindern.
Nach 1945 flohen die bekannten Liegnitzer Konditoren oder wurden zwangsumgesiedelt, genau wie die übrigen Bewohner des ostdeutschen Grenzgebiets. Die wenigen verbliebenen Einwohner von Liegnitz backten sie noch zu Hause. Liegnitz war viele Jahre lang das Zentrum der russischen Militärpräsenz in Polen. Die Legende besagt, dass besonders viele Deutsche in der Stadt blieben, weil sie das Geheimnis des Lebkuchenbackens besaßen. Die Russen verliebten sich in den Liegnitzer Bomben. Um sicherzustellen, dass sie Zugang zu den verschiedenen Varianten und Farben hatten, erlaubten sie vielen Deutschen, in Liegnitz zu bleiben. Alles, was sie tun mussten, war zu wissen, wie man den Kuchen bäckt.
Der Kult der Liegnitzer Bomben setzte sich in Deutschland fort, wo sie noch immer als eine der köstlichsten Festtagsdelikatessen gelten. Das Zentrum seiner Herstellung ist zurzeit der deutsche Teil der geteilten Stadt Görlitz geworden. In Niederschlesien haben die Liegnitzer Bomben dank des Deutschen Sozial- und Kulturvereins Liegnitz überlebt. Das von Damian Stefaniak geführte Restaurant ist der einzige Ort in der Stadt, an dem man noch die Liegnitzer Bomben kaufen kann.
Nougat im Alltag: Verwendung und Genuss
Nougat kann pur genossen werden. Darüber hinaus werden Nougat und Nougatmasse in Füllungen und Massen für Backwaren verwendet sowie zur Herstellung von Pralinen und anderen Süßigkeiten. Da Pralinen klassischerweise oft mit Nougatfüllungen versehen waren, wird mit Schokolade überzogenes Konfekt im Deutschen als Praline bezeichnet.
Haselnussnougat ist mit Abstand die beliebteste Nougatsorte hierzulande. Bei der Herstellung nach alter Turiner Gianduja-Tradition kommt es auf die besonderen Röstaromen der Nussfrucht an, die dem Nougat seinen typischen Geschmack verleiht. Nach der Röstung werden die Kerne zerkleinert und zusammen mit Zucker, Fett, Kakaobutter und Kakaomasse in einem Mischer zur Nougatmasse verknetet.
Kurze Tabelle: Zeitaufwand (ungefähr)
| Arbeitsschritt | Zeit (ca.) |
|---|---|
| Vorbereitung ohne Backen | 50 Minuten |
| Backen pro Blech | 12-15 Minuten |
| Glasieren (gesamt) | ca. 30 Minuten |
| Kühlzeit | ca. 10 Minuten |
Praktische Empfehlungen
- Backe lieber kleinere Exemplare: Bei der Autorin wurden es 238 Stück - ideal für Keksdosen und Geschenke.
- Lege zwischen jede Schicht Pergamentpapier, damit die Bomben nicht aneinander kleben.
- Wenn Du das Backblech ganz leicht mit Wasser bestreichst, verrutscht das Backpapier nicht.
- Für beste Nougatqualität: auf frische, gut geröstete Haselnüsse und hohe Haselnussanteile achten.
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