Einfache Rezepte für französische Marmelade

Viele denken, Marmelade kochen sei kinderleicht. Man braucht nur leckeres Obst und ein wenig Fantasie, um eine gelungene Mischung zu kreieren. Dieser Artikel bietet eine Sammlung einfacher französischer Marmeladenrezepte, die sowohl traditionelle als auch innovative Geschmacksrichtungen umfassen.

Aprikosen-Lavendel-Marmelade: Ein Hauch von Provence

Diese Marmelade kombiniert die Süße von Aprikosen mit dem blumigen Aroma von Lavendel. Ein Hauch von Zitrone sorgt für eine angenehme Säure, die das Geschmackserlebnis abrundet.

Zutaten:

  • 800 g Aprikosen
  • 1 TL Lavendelblüten
  • 400 g Zucker
  • 1 kleine Bio-Zitrone
  • Ein kleines Glas Wasser

Zubereitung:

  1. Die Aprikosen halbieren, entsteinen und mit etwas Wasser in einem breiten Topf bei mittlerer Hitze unter Rühren weich garen.
  2. Zucker und den Teebeutel mit den Lavendelblüten dazugeben und unter ständigem Rühren ca. 1 Stunde einkochen lassen. Den Schaum abschöpfen, um die Konfitüre klar zu halten. Wer mag, kann die Aprikosen vor dem Kochen pürieren, um die Kochzeit zu verkürzen und eine sämigere Konsistenz zu erzielen.
  3. Wenn die Konfitüre zähflüssig ist, den Zitronensaft dazugeben und 10-15 Minuten bei milder Hitze kochen lassen.
  4. Die Aprikosen-Konfitüre in sterilisierte Twist-off-Gläser füllen, fest verschließen und auf den Deckel stellen. Nach einer Stunde die Gläser umdrehen. Die Konfitüre hält sich im Kühlschrank ca. 3 Monate.

Orangenmarmelade "Vive la France": Bitter-süße Verführung

Dieses Rezept verwendet ganze Orangen, wodurch die Marmelade ein intensives, fruchtiges Aroma erhält. Die leichte Bitterkeit der Schale harmoniert perfekt mit der Süße des Zuckers.

Zutaten:

  • 6 Bio-Orangen
  • Wasser (pro Kilo Früchte)
  • Gelierzucker 2:1 oder 1,3 kg Gelierzucker 1:1 (pro Kilo Fruchtmasse)

Zubereitung:

  1. Die Orangen gründlich waschen und Ober- und Unterseite flach abschneiden.
  2. Die restlichen Früchte durchschneiden und Kerne entfernen. Anschließend die Orangen (mit Schale) fein hacken, aber nicht pürieren.
  3. Die Orangenmasse abwiegen und je kg Fruchtmasse die 1,5fache Menge an Wasser dazugeben. Abdecken und mindestens 12 Stunden kalt stellen.
  4. Nach der Ziehzeit die Masse in einem großen Topf aufkochen und ohne Deckel 30 Minuten köcheln lassen.
  5. Die Orangenmasse ohne Zucker erneut aufkochen und mindestens 30 Minuten ohne Deckel sanft köcheln lassen.
  6. In den letzten fünf Minuten der Kochzeit den Gelierzucker zur Orangenmasse geben, aufkochen lassen und fünf Minuten köcheln lassen.

Tipps:

  • Eine Biozitrone, Mandarinen oder Grapefruit können zusätzlich verwendet werden.
  • Die Qualität der Marmelade hängt stark von der Qualität der Orangen ab. Die beste Zeit für die Zubereitung ist Dezember/Januar.
  • Achte beim Ziehen der Früchte darauf, dass die Schüssel aus einem Material besteht, das Fruchtsäure verträgt.
  • Die lange Ziehzeit ist wichtig, um die Marmelade besonders fruchtig zu machen.

Aprikosenmarmelade mit Thymian und Lavendel: Ein Duft der Provence im Glas

Diese Marmelade ist eine Hommage an die Provence. Reife Aprikosen, kombiniert mit Thymian und Lavendel, ergeben eine einzigartige Geschmackskomposition.

Zutaten:

  • 2 kg reife Aprikosen (vorzugsweise aus Frankreich)
  • 1 kg Gelierzucker 2:1
  • 2 EL getrocknete Lavendelblüten
  • 2 EL frischer Thymian

Zubereitung:

  1. Aprikosen waschen, halbieren, Kern entfernen und in kleine Stücke schneiden.
  2. Die Aprikosenstücke in einen ausreichend großen Topf geben, den Gelierzucker dazugeben und gut verrühren.
  3. Die Mischung 4 Stunden mazerieren lassen. In dieser Zeit saugt der Zucker den Fruchtsaft aus den Aprikosen.
  4. Nach der Mazerationszeit den Topfinhalt langsam erhitzen und zum Kochen bringen.
  5. 4 Minuten köcheln lassen, kurz vor Schluss die Lavendelblüten und den Thymian dazugeben und noch ca. 1 Minute mitkochen lassen.
  6. Die Masse mit der Gelierprobe testen.
  7. Die Marmelade in sterilisierte Gläser füllen, verschließen und auf den Kopf stellen, auskühlen lassen.

Variationen und Ergänzungen

Die hier vorgestellten Rezepte sind nur eine kleine Auswahl der vielfältigen Möglichkeiten, französische Marmelade selbst herzustellen. Mit etwas Fantasie und den richtigen Zutaten lassen sich immer wieder neue, aufregende Geschmackskombinationen kreieren.

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Blumenmarmelade

Auch Blumen aus dem Garten können in Marmeladen verwendet werden. Gänseblümchen, Rosenblätter oder Veilchen verleihen der Marmelade eine besondere Note.

Weitere Ideen

  • Frühstück: Marmelade auf frischem Brot, Croissants oder Brioche genießen.
  • Konfitüren, Honig & süße Brotaufstriche aus Frankreich: Inspiration in französischen Spezialitätengeschäften oder online suchen.
  • Kandierte Früchte & Blüten: Als Dekoration für Kuchen, Torten oder Desserts verwenden.

Konfitürenverordnung: Was man beim Verkauf beachten muss

Wer seine selbstgemachten Marmeladen, Fruchtaufstriche oder Gelees verkaufen möchte, muss sich an die Konfitürenverordnung halten. Diese regelt unter anderem den Zucker- und Fruchtanteil. Marmelade besteht ausschließlich aus Zitrusfrüchten, Teile ihrer Schale sowie wässrige Auszüge. Sie haben ebenfalls einen bestimmten, relativ hohen Zuckeranteil. Ist der Zuckeranteil in beiden Fällen jedoch niedricher als der Fruchtanteil, so spricht von von Fruchtaufstrich. Gelee bezeichnet eine gelartige, eher dicke Masse, die ausschließlich aus Fruchtsaft oder Fruchtsaftmischungen besteht.

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