Arten von Pralinenformen und Materialien für die Herstellung
Willkommen in der wunderbaren Welt der selbstgemachten Pralinen! In diesem Artikel beschäftigen wir uns eingehend mit der Kunst der Schokoladenherstellung mithilfe von Formen und werfen einen umfassenden Blick auf die vielfältigen Typen von Pralinenformen, ihre Materialien sowie die handwerklichen und technologischen Aspekte, die bei der Pralinenfertigung zu Hause oder professionell zum Einsatz kommen. Schokoladenformen, die in unterschiedlichsten Ausführungen erhältlich sind, zählen zu den elementaren Werkzeugen, um eigene Leckereien mühelos und kreativ herzustellen. Machen Sie sich bereit für eine süße Entdeckungsreise!
Was ist eine Praline? Grundlagen und Geschichte
Die Praline, auch Praliné genannt, gilt als die Königin der Schokoladenerzeugnisse. Das liegt einerseits an ihrer aufwendigen, handwerklichen Herstellungsweise, andererseits an den erlesenen Zutaten und besonderen Geschmackskompositionen. Laut Kakaoverordnung muss eine Praline zu mindestens 25 % aus Schokolade bestehen, sonst darf sie sich nur Konfekt nennen. Ihre Größe muss zudem mundgerecht sein.
Erst 1912 stellte Jean Neuhaus die erste Formpraline her. Dazu goss er kleine Metallförmchen dünn mit Schokolade aus, befüllte sie und verschloss sie anschließend mit einem Schokoladenplättchen. Nach Neuhausens Entdeckung entstanden schnell Maschinen zur industriellen Herstellung von Pralinen. Zur Entstehungsgeschichte der Praline gibt es verschiedene Ursprungsmythen, unter anderem die Geschichte eines deutschen Kochs am Hof des französischen Sonnenkönigs Louis XIV.
Arten von Pralinenformen
Formgebundene Pralinen
Formpralinen werden mithilfe unterschiedlichster Formen hergestellt, die mit einer dünnen Schicht Schokolade ausgegossen werden. Das genaue Arbeiten ist hier besonders wichtig, damit die fertigen Pralinen eine glatte und knackige Oberfläche erhalten. Auch Trüffel (gefüllte Hohlpralinen) sowie Schnittpralinen, aufgespritzte Pralinen und Schichtpralinen lassen sich durch Formen und Rahmen realisieren. Magnet-Gießformen sind ideal für Transferfolien und Strukturfolien geeignet, da sie keinen festen Boden haben und eine magnetisch fixierte Edelstahlbodenplatte besitzen.
Superpraktisch: Übersicht verschiedener Pralinenformtypen
| Formtyp | Größe / Inhalt | Mögliche Stückzahl | Material |
|---|---|---|---|
| Magnetform für quadratische Pralinen | 24 mm x 24 mm x 14 mm | n. a. | Polycarbonat, Edelstahlboden |
| Pralinenform für glatte Eier | 32 mm x 22 mm, 10 g | bei 2 Formen: 1 Ei | Polycarbonat |
| Mini-Riegel Facettenschliff | ca. 9,5 g / Riegel | 24 | Polycarbonat |
| Profi Pralinenform „Welle“ | n. a. | 21 | Polycarbonat |
| Schokoladenform für Tiere | 10 Motive je 2 Stück | 20 | Polycarbonat |
| Magnetform Karree | 2,5 cm x 2,5 cm x 1,5 cm | 24 | Polycarbonat, Edelstahlboden |
| Silikonform klassisch/Design | 26x26 mm, 17 mm Höhe | 15 | Silikon |
Materialien für Pralinenformen: Vor- und Nachteile
Silikonformen
Silikon-Schokoladenformen sind bei Chocolatiers besonders beliebt. Sie punkten mit Flexibilität und unkomplizierter Handhabung, da sie sich leicht biegen und die fertigen Pralinen mühelos auslösen lassen. Sie sind wiederverwendbar und umweltfreundlich, verfügen über Antihaft-Eigenschaften und sind spülmaschinenfest. Dank verschiedener Formen und Designs eignen sie sich perfekt für individuelle Kreationen. Sie sind sowohl im Ofen als auch in der Mikrowelle, sowie im Kühlschrank und Gefrierfach einsetzbar.
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Der GREENLINE-Artikel steht für Nachhaltigkeit - viele Silikonformen werden komplett ohne Umverpackung und mit papierbasierter Verpackung angeboten.
Polycarbonat- und Kunststoffformen
Polycarbonat-Formen sind stabil, langlebig und werden vielfach für professionelle Anwendungen genutzt. Sie ermöglichen detailreiche Designs und verleihen der Schokolade ein glänzendes Finish. Magnetformen aus Polycarbonat mit Edelstahl-Bodenplatte sind besonders prädestiniert für die Herstellung von Pralinen mit Transfer- oder Strukturfolien. Der Kunststoff wurde für den dauerhaften Einsatz entwickelt und ist leicht in der Handhabung.
Metallformen
Schokoladenformen aus Metall, auch wenn sie seltener verwendet werden, sind für ihre Langlebigkeit und hervorragende Wärmeleitung bekannt. Sie bieten Präzision, bringen aber ein höheres Gewicht mit und müssen gegebenenfalls sorgfältig gepflegt sowie per Hand gereinigt werden.
PET-Kunststoffformen
PET-Formen überzeugen vor allem durch ihren günstigen Preis und ihr geringes Gewicht. Sie sind ideal für Anfänger und Experimentierfreudige, da sie leicht zu handhaben sind und in vielfältigen Designs erhältlich.
Handhabung und Vorbereitung der Pralinenformen
Vor dem Gebrauch sollte jede Form mit warmem Seifenwasser gewaschen und gründlich abgetrocknet werden. Eventuelle Rückstände, Staub oder Fingerabdrücke können das Ablösen der Pralinen behindern. Besonders bei Polycarbonatformen empfiehlt es sich, diese kurz mit einer Heißluftpistole auf 26 bis 27°C zu erwärmen und - falls nötig - mit Watte zu polieren.
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Beim Ausgießen der Schokolade ist darauf zu achten, dass die Hohlkörper nicht bis zum Rand gefüllt werden, um Fehler oder unsaubere Kanten zu vermeiden. Eine gute Füllkonsistenz ist essentiell, damit die Masse leicht eingespritzt werden kann. Für ein erfolgreiches Entformen ist die Temperaturkontrolle entscheidend, sowohl bei den Formen als auch bei der Schokolade selbst.
Die Magnet-Gießform wird besonders gern verwendet, um Transferfolien in die Form zu legen und so besonders eindrucksvolle Pralinenoberflächen zu erzielen.
Schokolade für die Pralinenherstellung: Kuvertüre vs. Schokoladenmischung
Für die Pralinenherstellung kommen im Wesentlichen zwei Schokoladenarten infrage: Kuvertüre und Schokoladenmischung (Konfektionsschokolade). Kuvertüre enthält mehr Kakaobutter und eignet sich hervorragend zum Temperieren und Ausgießen. Schokoladenmischung enthält pflanzliche Fette und ist für Anfänger leichter zu verarbeiten. Eine flüssigere Schokolade mit höherem Kakaobutteranteil ermöglicht besonders dünne, knusprige Hohlkörper.
Pralinenherstellung Schritt für Schritt
- Vorbereiten der Form: Die Form muss sauber, trocken und eventuell poliert sein.
- Schokolade schmelzen und temperieren: Kleine Portionen schmelzen (z. B. im Wasserbad oder bei geringer Mikrowellenleistung), Temperatur kontrollieren und ggf. durch Zugabe weiterer Drops abkühlen.
- Form gießen und befüllen: Schokolade gleichmäßig in die Form füllen, Ränder sorgfältig abziehen.
- Befüllung ergänzen: Ganache, Nougat, Karamell oder andere Füllungen mit passender Konsistenz einspritzen.
- Abkühlen lassen: Die Pralinen in der Form bei 14 bis 16°C fest werden lassen, nicht stören.
- Entformen: Anschließend vorsichtig aus der Form lösen und bei Bedarf mit Perlmuttfarbe, Goldspray oder getrockneten Blüten dekorieren.
Individuelle Pralinenformen und Technische Innovationen
Personalisierte Pralinenformen, etwa für Initialen, Lieblingssymbole oder individuelle Botschaften, machen Schokolade zu einem einzigartigen Geschenk für Anlässe wie Geburtstage oder Jubiläen. Mit individuellen Formen wird das Pralinenherstellen selbst für Kinder zu einer unterhaltsamen und spannenden Aktivität.
Wer eigene Formen herstellen möchte, dem bieten moderne Vakuumformgeräte wie die FORMART von MY YARD praktisch grenzenlose Möglichkeiten. Dank innovativer Features wie Industriepumpe, Durchflussregelung, zwei Saugmodi und automatischer Formentriegelung gelingt das Herstellen eigener Formen schnell, einfach und effizient - unabhängig von der Erfahrung.
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Rezeptideen: Kreative Pralinen mit unterschiedlichen Formen
Zauberhafte Pralinen entstehen mit Gießformen für Spiralen, Herzen, geometrische Tafeln oder Mini-Täfelchen. Als Beispiel eignet sich das Rezept für Zartbitter-Schokolade mit Zimtnibs und goldfarbener Lebensmittelfarbe hervorragend, während elegante Schokoladentafeln aus Ruby-Schokolade, mit Butterkeksen und getrockneten Blüten dekoriert, ein echter Hingucker sind.
- Dunkle Zimt-Schokolade: Kuvertüre schmelzen, mit farbigen Zimtnibs in klassische Tafelform gießen, glatt abziehen und abkühlen lassen, anschließend vorsichtig entformen.
- Edle Spiralen: Kuvertüre temperieren, Form schwenken und ausgießen, Ganache einfüllen, verschließen, dekorieren.
- Schoko-Tiere oder Mini-Riegel: Mit Polycarbonatform für 20 - 24 Stück blitzschnell herstellbar - ideal für Geburtstage und kreative Sets.
Pflege und Reinigung von Pralinenformen
Die Reinigung erfolgt am besten nur mit lauwarmem Wasser und einem weichen Tuch. Speziell bei Polycarbonat sollte im Zweifel auf Spülmittel verzichtet werden. Vor dem nächsten Gebrauch empfehlen sich Politur mit Watte und ein letzter Kontrollblick auf Rückstände, um ein ideales Ergebnis zu garantieren.
Nachhaltigkeit bei Pralinenformen
Viele Formen werden als GREENLINE-Artikel ohne zusätzliche Verpackung ausgeliefert. Es wird nur so viel Verpackungsmaterial wie nötig und so wenig wie möglich genutzt, umweltfreundliche Alternativen wie Papier stehen zur Verfügung. So vereinen moderne Pralinenherstellung und Nachhaltigkeit höchste Qualität mit Ressourcenschonung.
Kreativität ohne Grenzen - Die Pralinenform als Schlüssel zum Genuss
Mit der Auswahl der richtigen Pralinenform und des passenden Materials lassen sich Hunderte von Form- und Geschmacksvarianten realisieren. Die Herstellung von Pralinen zu Hause mit individuellen Formen ist ein wunderbares und lohnendes Erlebnis. Jeder Schritt - von der Zubereitung der perfekten Schokoladenmasse über das Einfüllen in die Form bis hin zum Entformen - bietet Raum für Kreativität und Experimente.
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