Fester Vanillepudding Grundrezept & Zubereitung

Vanillepudding selber machen? Das ist gar nicht schwer! Mit diesem Grundrezept kannst du den cremigen Pudding als Nachspeise genießen oder auch zum Backen weiterverwenden. Vanillepudding selber machen ist gar nicht schwer! In nur wenigen Minuten und mit gerade einmal 5 Zutaten kannst du den cremigsten Vanillepudding selbst herstellen- zum pur Löffeln oder als Grundlage für viele leckere Backrezepte.

Warum selbst machen?

Ein selbstgemachter Pudding hat einfach einen viel intensiveren Geschmack und eine cremigere Textur als Fertigprodukte und ist fast genauso schnell gemacht wie einer aus der Tüte. Fertiges Puddingpulver und verzehrfertiger Pudding im Becher sind zwar bequem, enthalten aber mitunter fragwürdige Inhaltsstoffe und hinterlassen mehr oder weniger viel Verpackungsmüll. Wenn ihr euren eigenen Vanillepudding ohne Tüte herstellt, könnt ihr die Qualität der Zutaten viel besser steuern.

Zutaten für das Grundrezept (500 ml)

  • 500 ml Milch
  • 1/2 Vanilleschote (alternativ Vanillepaste oder Vanillezucker)
  • 50 g Zucker
  • 2 Eigelbe
  • 35 g Speisestärke

Vorbereitung

Die Vanilleschote auskratzen. Die Speisestärke mit 4 EL der Milch, dem Vanillemark und dem Zucker glatt rühren. Die restliche Milch mit der ausgekratzten Schote aufkochen. Vom Herd nehmen. Die Schote rausnehmen und die Speisestärke einrühren. Wieder zurück auf den Herd stellen und bei niedriger Temperatur 2 Minuten köcheln lassen. In Schälchen füllen und warm oder kalt genießen.

Vanilleschote und Zutaten für Pudding

Vanillepudding in 3 einfachen Schritten

  1. Die Speisestärke anrühren. Die Speisestärke wird mit etwas Milch, Zucker, Vanillemark und den Eigelben verrührt.
  2. Die Milch aufkochen. Am besten langsam und schonend, da sie schnell überläuft.
  3. Die Speisestärke-Mischung einrühren und kochen. Dafür nehme ich den Topf vom Herd, rühre die Speisestärke ein und lasse alles nochmal 2 Minuten köcheln.

Technik: Eigelb + Stärke (Creme à la Crème)

Der Trick in unserem Rezept ist es, beides sinnvoll zu verbinden. Die Bindung gewinnt ihr vor allem durch das Eigelb und nur wenig Stärke unterstützt die Bindung sowie vor allem die Viskosität des Puddings. Eier bringen einen gehaltvollen Eigengeschmack in das Dessert. Das Ergebnis wird mit Eiern cremiger und der Vanillepudding fühlt sich im Mund weicher an. Eigelb kombiniert mit Stärke! Wir binden den Pudding nämlich vor allem mit Eigelb.

Zur Rose abziehen - Sicherheit bei der Temperatur

Die Eigelbe werden mit der Milch (und in unserem Fall zusätzlich mit der Sahne, dem Zucker und der Stärke) in einem Topf vorsichtig erhitzt. Die Masse wird rührend so lange auf einen Wert zwischen 70 bis 85 Grad Celsius erhitzt bis sie sich merklich schwerer rühren lässt und cremiger wirkt - das Eigelb stockt und bindet. Durch das konstante Rühren wird das Ergebnis besonders cremig und weich.

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Pudding cremig rühren im Topf

Wichtige Tipps zur Konsistenz

  • Für Pudding zum Löffeln reichen 35 g Speisestärke auf 500 ml Milch gut aus.
  • Wenn du den Vanillepudding als festere Kuchenfüllung verwenden möchtest, kannst du ihn etwas dicker kochen. Du kannst dafür entweder etwas mehr Speisestärke verwenden oder die Milchmenge leicht reduzieren.
  • Ersetze etwas Milch durch Sahne. So wird er noch geschmackvoller!

Häufige Fehler und Lösungen

Warum wird Vanillepudding klumpig?

Vanillepudding wird meistens klumpig, wenn die Speisestärke direkt in die heiße Milch gegeben wird oder nicht gründlich genug angerührt wurde. Verrühre die Speisestärke deshalb zuerst mit etwas kalter Milch, Zucker, Vanille und Eigelb, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Erst dann kommt die Mischung in die heiße Milch. Wichtig ist außerdem, beim Einrühren ständig mit dem Schneebesen zu rühren. So verteilt sich die Stärke gleichmäßig und der Pudding wird schön glatt.

Warum wird Vanillepudding zu flüssig?

Wenn Vanillepudding zu flüssig bleibt, wurde er meist nicht lange genug gekocht. Die Speisestärke bindet erst richtig, wenn die Masse einmal aufgekocht ist. Lass den Pudding nach dem Einrühren der Stärkemischung deshalb bei niedriger Hitze kurz köcheln und rühre dabei durchgehend weiter.

Warum brennt Vanillepudding an?

Milch und Stärke setzen am Topfboden schnell an. Deshalb solltest du den Pudding nicht bei zu hoher Hitze kochen und die ganze Zeit rühren. Ein Topf mit dickem Boden hilft zusätzlich, weil die Hitze gleichmäßiger verteilt wird. Wenn der Pudding doch leicht angesetzt hat, nicht am Boden kratzen. Fülle ihn lieber direkt in eine neue Schüssel um, damit keine angebrannten Stückchen in den Pudding geraten.

Wie verhindert man Haut auf Vanillepudding?

Wenn du keine Puddinghaut magst, lege direkt nach dem Kochen Frischhaltefolie auf die Oberfläche des Puddings. Die Folie sollte den Pudding wirklich berühren. So kommt keine Luft an die Oberfläche und es bildet sich keine Haut. Alternativ kannst du den Pudding während des Abkühlens immer wieder umrühren. Das ist etwas aufwendiger, funktioniert aber ebenfalls.

Pudding ohne Haut - Frischhaltefolie direkt auf der Oberfläche

Varianten und Einsatzmöglichkeiten

Vanillepudding als Füllung für Kuchen und Gebäck: Selbst gemachter Vanillepudding schmeckt nicht nur pur als Dessert, sondern eignet sich auch wunderbar als Füllung für Kuchen, Obstböden, Plundergebäck oder Streuselkuchen. Wichtig ist dabei die richtige Konsistenz. Für Desserts darf der Pudding schön cremig sein. Für Kuchenfüllungen sollte er etwas fester gekocht werden, damit er beim Anschneiden nicht verläuft. Lass den Pudding vor dem Weiterverarbeiten etwas abkühlen. Auf Kuchenböden oder in Gebäck sollte er nicht mehr heiß sein, sonst kann der Teig weich werden oder der Belag verrutschen. Lauwarm lässt er sich meist am besten verstreichen.

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Dazu passt der selbst gemachte Vanillepudding: Ich mag den leckeren Vanillepudding am liebsten frisch und warm. Er schmeckt pur schon richtig gut, du kannst ihn aber auch mit einem Klecks Schlagsahne, frischen Früchten, Schokosoße oder Kirschkompott servieren. Auch Rote Grütze ist eine tolle Ergänzung dazu. Falls du ihn abkühlen lassen möchtest, kannst du Frischhaltefolie auf die Oberfläche des Puddings geben.

Rezeptkarte: Fester Vanillepudding (500 ml)

Zutat Menge
Milch 500 ml
Vanilleschote 1/2 (Mark)
Zucker 50 g
Eigelbe 2
Speisestärke 35 g

Zubereitung

  1. Die Vanilleschote auskratzen.
  2. Die Speisestärke mit 4 EL der Milch, dem Vanillemark und dem Zucker glatt rühren.
  3. Die restliche Milch mit der ausgekratzten Schote aufkochen. Vom Herd nehmen.
  4. Die Schote rausnehmen und die Speisestärke einrühren. Wieder zurück auf den Herd stellen und bei niedriger Temperatur 2 Minuten köcheln lassen.
  5. In Schälchen füllen und warm oder kalt genießen.
Zubereitung Vanillepudding Schritt für Schritt

Tipps & Tricks - Profi-Hinweise

  • Die Speisestärke gründlich anrühren, sodass keine Klümpchen mehr vorhanden sind.
  • Während du die Speisestärke-Mischung zur Milch hinzufügst, solltest du ständig rühren, damit sich alles gut verbindet.
  • Den Pudding bei niedriger Hitze aufkochen - er brennt schnell an.
  • Selbst gemachter Vanillepudding hält sich im Kühlschrank bis zu 2 Tage lang frisch.
  • Wenn du keine Vanilleschote zur Hand hast, klappt es auch mit handelsüblicher Vanillepaste oder Vanillezucker.

Erweiterungen und Alternativen

Zu Herstellung einer Fertigmischung für Vanillepudding ergänze das Grundrezept um ein bis zwei Teelöffel gemahlene Vanilleschote oder etwas Vanillemark, das dann aber erst bei der Zubereitung des Puddings zugegeben wird. Für einen Schokoladenpudding fügst du dem Grundrezept ein bis zwei Teelöffel Kakao oder etwas gehackte Schokolade hinzu. Fruchtige Puddings lassen sich ebenfalls mit diesem Rezept herstellen. Für einen authentischen Fruchtgeschmack gibst du den Abrieb der Schale von unbehandelten Zitrusfrüchten hinzu.

Wer den Pudding ohne Ei möchte, ist nun fertig und lässt ihn abkühlen. Das Eigelb kann dann weggelassen werden, würde ich aber nicht empfehlen, da es auch geschmacklich beiträgt.

Tradition & Geschmack

Eine meiner schönsten Kindheitserinnerungen ist mit dem Duft von Vanille verbunden. Wenn ich sie heute koche, ist das wie eine Reise in die Vergangenheit. Ihr Vanillepudding schmeckt wirklich göttlich und er ist so einfach zu kochen. Weil er frisch gekocht wird, kann er warm serviert werden. Ich liebe warmen Pudding und ich liebe es auch, dass man für den Pudding nur ein paar Zutaten benötigt. Kein Chichi - einfach und lecker!

Guter Pudding muss für mich maximal cremig sein, keinesfalls zu dünnflüssig und vor allem ohne den kleinsten Klumpen sein. Es muss intensiv nach Vanille schmecken. Pudding sollte ein wohliges Gefühl auslösen und ganz ohne weitere Sauce, Topping oder Ähnlichem im Rampenlicht stehen können.

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