Feigen-Ingwer-Marmelade: Ein Rezept für sonnige Genussmomente

Feigenmarmelade weckt Erinnerungen an Sommer, Sonne und Urlaub. Vor dem inneren Auge erscheinen Feigenbäume voller reifer Früchte, die man am liebsten direkt pflücken möchte. Ob hell oder dunkel, Feigen sind eine Köstlichkeit. Früher war es ein Privileg, Feigen und Feigenmarmelade nur im Urlaub am Mittelmeer genießen zu können. Heutzutage ist es einfacher denn je, Feigen oder Feigenmarmelade zu kaufen. Doch selbstgemacht schmeckt es immer noch am besten.

Marmelade selbst zu kochen ist im Prinzip einfach: Man benötigt reife Früchte und Gelierzucker. Das Raffinierte daran sind die Gewürze, mit denen man die Marmelade nach eigenem Geschmack verfeinern kann. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt, und nach Lust und Laune lassen sich verschiedene Obstsorten kombinieren. Das Ergebnis ist eine Marmelade, die es so nicht zu kaufen gibt.

Die Vorbereitung: Alles im Blick

Der spontane Entschluss, Marmelade zu kochen, wenn man reife Früchte beim Einkaufen entdeckt, setzt voraus, dass man alles Notwendige vorrätig hat. Gewürze und Zitronen sind meistens vorhanden, aber Gelierzucker gehört nicht unbedingt zur Standardausstattung. Auch die Frage, ob genügend leere Gläser mit Twist-Off-Deckel vorhanden sind, sollte man sich stellen. Am liebsten verwendet man für Marmelade Gläser mit einem Fassungsvermögen von 350-400 ml, die von gekaufter Marmelade aufbewahrt wurden. Da die benötigte Anzahl schwer abzuschätzen ist, sollte man zusätzlich ein paar kleinere Gläser bereithalten.

Im Rezept werden 1 kg Feigen angegeben. Da Feigen meistens stückweise verkauft werden, ist es hilfreich zu wissen, dass sich die Früchte in der Obst- und Gemüseabteilung abwiegen lassen. Andernfalls kann man die benötigte Menge auch schätzen. Wichtig ist, nur einwandfreie, reife Früchte zu verwenden und diese erst nach dem Kleinschneiden abzuwiegen.

Gelierzucker: Die einfache Lösung

Früher wurde zum Kochen von Marmelade normaler Zucker verwendet. Mit Gelierzucker ist der Prozess jedoch einfacher und schneller. Besonders empfehlenswert ist Gelierzucker 2:1, bei dem zwei Teile Obst auf einen Teil Zucker kommen. Dadurch wird die Marmelade nicht zu süß und enthält weniger Kalorien.

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Das Geheimnis liegt in den Gewürzen

Erst die Gewürze verleihen der Marmelade ihren individuellen Geschmack. Bis man die perfekte Gewürzmischung gefunden hat, kann man mit verschiedenen Aromen experimentieren. Vanille ist ein beliebtes Gewürz, das sich vielseitig einsetzen lässt, auch im Müsli. Bourbon-Vanilleschoten sind zwar teuer, können aber durch Vanilleextrakt in Form von Paste, Pulver oder Flüssigkeit ersetzt werden.

Hygiene für lange Haltbarkeit

Für eine lange Haltbarkeit der Marmelade ist Sauberkeit unerlässlich. Daher müssen die Gläser ausgekocht oder sehr heiß abgewaschen werden. Dies gilt auch für den Abfülltrichter und den Schöpflöffel, die bis kurz vor dem Abfüllen im heißen Wasser liegen sollten.

Die Gelierprobe: Der Test für die perfekte Konsistenz

Um zu überprüfen, ob die Marmelade fertig ist, gibt man einen Löffel heiße Marmelade auf einen kalten Teller. Wenn die Masse fest wird, ist die Marmelade fertig. Andernfalls sollte sie noch eine Minute weiterkochen.

Rezept 1: Feigen-Ingwer-Marmelade

Diese Marmelade fängt den Geschmack von Sonne und Urlaub ein und ist eine besondere Delikatesse, die man nicht überall kaufen kann.

Zutaten:

  • 1 kg Feigen
  • 500 g Gelierzucker 2:1
  • 30 g frischer Ingwer, gerieben
  • 3 TL Zimt
  • 2 unbehandelte Zitronen, Schale und Saft
  • 125 ml Wasser

Zubereitung:

  1. Die Feigen in grobe Stücke schneiden und mit dem Wasser zum Kochen bringen. Bei schwacher Hitze köcheln lassen, bis sie zerfallen und leicht matschig sind.
  2. Den Gelierzucker, den geriebenen Ingwer, Zimt sowie den Saft und die abgeriebene Schale der Zitronen dazugeben und alles ca. 7 - 10 Minuten sprudelnd kochen lassen.
  3. Eine Gelierprobe durchführen.
  4. Die fertige Marmelade in heiß ausgespülte Konfitüre-Gläser füllen und gut verschließen.

Rezept 2: Feigen-Kumquat-Ingwer-Marmelade

Dieses Rezept kombiniert die Süße der Feigen mit der leicht säuerlichen Note der Kumquats und der Schärfe des Ingwers zu einem außergewöhnlichen Geschmackserlebnis.

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Zutaten:

  • 700 g Feigen
  • 250 g Kumquats
  • 30 g frischer Ingwer
  • 1 Orange
  • 500 g Zucker
  • 1 Beutel Gelfix Extra 2:1

Zubereitung:

  1. Feigen abspülen, abtropfen lassen, entstielen und schälen. 700 g Fruchtfleisch abwiegen und in kleine Stücke schneiden. Kumquats heiß spülen, trockentupfen und die Stängelansätze entfernen. Kumquats halbieren, entkernen und 250 g Früchte abwiegen. Kumquathaälften in sehr kleine Stücke schneiden.
  2. Feigen-, Kumquats-, Ingwerstücke in einen großen Kochtopf geben. Die Zutaten unter Rühren bei starker Hitze zum Kochen bringen und 5 Minuten unter ständigem Rühren sprudelnd kochen.
  3. Kochgut evtl. pürieren.
  4. Zucker mit Gelfix mischen, unterrühren und weitere 3 Minuten kochen lassen. Heiß in vorbereitete Gläser füllen und sofort verschließen.

Rezept 3: Feigenmarmelade mit Rotwein und Gewürzen

Dieses Rezept verleiht der Feigenmarmelade durch die Zugabe von Rotwein und verschiedenen Gewürzen eine besonders winterliche Note.

Zutaten:

  • Blaue Feigen, gewürfelt
  • Gelierzucker 2:1
  • Trockener Rotwein
  • Frischer Ingwer, gerieben
  • Unbehandelte Zitronen, Zesten und Saft
  • Gewürznelken
  • Kardamom
  • Limettensaft
  • Zimt
  • Portwein## Zubereitung:
  1. Von den sonnengereiften Feigen den Stiel abschneiden. Die Feigen in Stücke schneiden. Den Ingwer reiben. Von den Zitronen Zesten abziehen und den Saft auspressen.
  2. Alle Zutaten vermischen und unter Rühren zum Kochen bringen. 4 Minuten kochen lassen.
  3. Anschließend die Konfitüre mit einer Kelle in heiß ausgespülte Gläser füllen. Konfitüre, die auf dem Glasrand gelandet ist, unbedingt abwischen, um Schimmelbildung zu vermeiden. Die Gläser verschließen, solange die Konfitüre noch heiß ist.

Allgemeine Zubereitungshinweise für Feigenmarmelade

Vorbereitung:

  1. Die Feigen waschen und abtrocknen. Die Stielansätze abschneiden.
  2. Die Feigen in ganz kleine Würfel schneiden und genau abwiegen.
  3. Den Gelierzucker (halbe Menge) abwiegen.
  4. Die Feigen in einen großen Topf geben. Der Topf sollte wegen der Spritzgefahr nur zur Hälfte gefüllt werden.
  5. Den Gelierzucker über die Feigen streuen und umrühren.
  6. Den Ingwer und die Zitrone fein reiben. Die Zitrone auspressen. Das Mark aus der Vanilleschote auskratzen.
  7. Alles mit den restlichen Gewürzen zu den Feigen geben. Umrühren und mit einem Deckel schließen. Am besten über Nacht, aber mindestens ein paar Stunden stehen lassen, bis sich genügend Saft gebildet hat.
  8. Bevor die Marmelade gekocht wird, Gläser, Deckel und den Trichter sehr heiß abspülen und im heißen Wasser liegen lassen. Erst kurz vor dem Kochen die Gläser herausnehmen. Auf einem Geschirrtuch mit der Öffnung nach unten neben dem Herd abstellen.

Marmelade kochen:

  1. Den restlichen Zucker zu der Feigenmasse geben und den Topf ohne Deckel auf den Herd stellen.
  2. Den Herd auf hoher Stufe einschalten. Unter ständigem Rühren zum Kochen bringen.
  3. Wenn die Masse sprudelnd kocht, einen Kurzzeitwecker auf 4 Minuten stellen. Vorsicht: Spritzgefahr!
  4. Wenn der Wecker klingelt, eine Gelierprobe machen. Eventuell noch 1 Minute weiter kochen lassen.
  5. Die fertige Marmelade in die noch warmen Gläser füllen. Etwa 1 cm bis zum Rand frei lassen.
  6. Gläser mit Deckel fest verschließen und sofort auf den Kopf stellen. 5 Minuten stehen lassen.

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