Excelsior Schokolade Test Erfahrungen Qualität
Schokolade schmeckt nicht nur gut, sie soll auch die Stimmung heben. Schokolade schmeckt lecker und soll sogar die Laune heben. Einer der Gründe: In Schokolade ist unter anderem Tryptophan enthalten - und durch den Abbau dieses Stoffes entsteht Serotonin, das auch als "Glückshormon" bezeichnet wird.
Doch beim Blick auf Testberichte von ÖKO-TEST, Stiftung Warentest und anderen stellt sich die Frage: Wie gut ist die Qualität von Supermarkt- und Discounter-Schokolade wirklich? Was steckt in den Tafeln, wie transparent sind Lieferketten, und welche Produkte kann man guten Gewissens kaufen? Die folgenden Abschnitte fassen Testergebnisse, Inhaltsstoffanalysen und Hinweise zur Nachhaltigkeit zusammen - mit besonderem Blick auf Excelsior Alpenvollmilch, Fairtrade Cocoa Program (Norma).
Was Tests (ÖKO-TEST, Stiftung Warentest, Konsument) untersuchen
Ökotest hat die 21 Schokoladen nach eigenen Angaben in verschiedene Labore geschickt, um diese unter anderem auf Rückstände von Schadstoffen wie Mineralölkohlenwasserstoffe zu untersuchen. Zudem sollte die mikrobiologische Untersuchung mögliche Schimmelpilze und Keime ans Licht bringen. Sensoriker testeten die Süßigkeiten auf Geschmack, Geruch und Haptik. Stiftung Warentest hat bei den 22 Tafeln - darunter 20 Milchschokoladen und zwei vegane Varianten - fünf Kriterien unter die Lupe genommen. Den größten Anteil am Gesamturteil (50 Prozent) macht das sensorische Urteil aus, bei dem fünf Prüfpersonen die Süßigkeiten verkosteten und diese in Bezug auf Aussehen, Geruch, Geschmack, Nachgeschmack und Mundgefühl bewerteten, wie das Verbrauchermagazin erklärt.
Für den Test haben wir 25 Sorten Milchschokolade eingekauft und in die Labore geschickt. Dort haben wir sie auf Mineralölbestandteile prüfen lassen, außerdem auf Acrylamid, Cadmium, Nickel und Salmonellen. Im Sensoriklabor beurteilten Experten zudem Aussehen, Geruch, Geschmack und das Mundgefühl der anonymisierten Proben. Sie schmeckten dabei sehr genau hin. Selbst kleinste Kakaopartikelchen auf der Zunge entgingen ihnen nicht. Diese "leicht sandigen" Anteile schmälern die Qualität des Schmelzes.
Ergebnisse im Überblick: Schadstoffe und Mikrobiologie
Der Test ist zwar schon älter, wer jetzt aber glaubt, dass die Hersteller inzwischen nachgebessert haben, sollte seine Hoffnungen zurückschrauben: ÖKO-TEST hatte nicht nur 2019, sondern auch schon 2017 Schokolade getestet. Das Ergebnis war ähnlich niederschmetternd. Mineralöl in Schokolade - kein neues Thema. Unser Schokoladen-Test von 2017 hatte teils erhebliche Belastungen mit Mineralölbestandteilen offengelegt. Die Kritik bezog sich dabei vor allem auf MOSH- und MOAH-Bestandteile. Diese gesättigten Kohlenwasserstoffe reichern sich im menschlichen Körper an. Das ist aus unserer Sicht unerwünscht. In zwei getesteten Milchschokoladen überschritten die MOSH-Mengen sogar einen Orientierungswert, den Lebensmittelämter mit dem Lebensmittelverband Deutschland, also der Industrie selbst, festgelegt haben.
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ÖKO-TEST beispielsweise hat zuletzt in der Heft-Ausgabe 12/2019 gleich 25 Milchschokoladen ins Labor geschickt und auf kritische Inhaltsstoffe untersucht. Das Ergebnis: Nur zwei der 25 Schokoladen erhalten eine Empfehlung von ÖKO-TEST. Der Grund sind unter anderem Mineralölbestandteile, die man in 24 Schokoladen nachweisen konnte. Das Testergebnis für Inhaltsstoffe wird als ausreichend eingestuft, das CSR-Ergebnis als befriedigend.
Gesetzliche Grenzwerte gibt es für aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) und für gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH) nicht. Beide können sich jedoch im Körper anreichern; MOAH haben zudem möglicherweise erbgutverändernde und krebserzeugende Eigenschaften, wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) mit Verweis auf toxikologische Daten mitteilt. Mineralölbestandteile können vor allem von Verpackungen in Lebensmittel übergehen. Darauf machen Ökotest und das BfR aufmerksam. Schmieröl von Maschinen oder Druckfarbenbestandteile können demnach Ursache sein.
Auch mikrobiologische Befunde spielen eine Rolle: Im Test der Stiftung Warentest wurde in einer Charge der iChoc Planty Classic Salmonellen entdeckt. Die betroffenen Fairtrade- und EU-Bio-Tafeln wurden aus dem Handel genommen. Salmonellen in Schokolade können ein Gesundheitsrisiko darstellen, da bereits wenige Keime ausreichen, um Infektionen zu verursachen. Denn eingehüllt im Fett der Schokolade erreichen die Keime den Darm lebend.
Sensorik und Geschmack: Gute Noten sind möglich
Sensorik-Exerten haben für uns alle getesteten Schokoladen beurteilt. Ergebnis der Blindverkostung: Die meisten Schokoladen überzeugten in Sachen Geruch, Geschmack und Mundgefühl. Die volle Punktzahl schaffte jedoch nur jede dritte Schokolade. Einen klaren Geschmackssieger gibt es im Test nicht. Schlechter als "befriedigend" schnitt keine Schokolade im Test sensorisch ab. Allerdings attestierten die Gutachter einigen bekannten Markentafeln nur einen schwachen Geschmack und Geruch nach Schokolade.
Stiftung Warentest geht mit der Schokolade allerdings nicht so hart ins Gericht. Von 25 getesteten Schokoladensorten schneiden 15 mit einer guten Note ab, 9 landen im Mittelfeld und nur eine Schokolade bekommt eine ausreichende Note. Am besten schneidet "Die Gute Schokolade" ab. Danach folgen "Marabou Mjölk Choklad King Size", "Merci Edel-Rahm Milk Chocolate" und "Milka Alpenmilch". Stiftung Warentest findet zwar auch Schadstoffe, stuft die Konzentration allerdings nicht so kritisch ein. Sogar die mit dem Schwermetall Nickel belastete Schokolade fällt im Test nicht komplett durch, mit der Begründung, dass die Menge pro Tafel Schokolade unbedenklich sei.
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Lieferkette, Nachhaltigkeit und Kinderarbeit
Hinzu kommt, dass Kakao unter katastrophalen Umständen angebaut wird. Öko-Test hat bei den Schokoladen-Herstellern daher nach der Lieferkette gefragt. Allerdings lehnten es gleich 22 Hersteller ab, diese offenzulegen. Viele Schokoladenhersteller können ihre komplizierten Lieferketten selbst nicht einmal einwandfrei zurückverfolgen und sicher sein, dass bei der Produktion nicht gegen Menschenrechte verstoßen oder die Umwelt illegal zerstört wurde.
Wir haben die Hersteller der Schokolade im Test gebeten, ihre Lieferketten bis zu den Kakaobauern offenzulegen. Nur drei von 25 Herstellern konnten das überhaupt - im Vergleich zu anderen Lebensmitteln wie Kaffee eine sehr schwache Quote. Die Rückverfolgbarkeit ist aber die Voraussetzung schlechthin, um etwa Menschenrechtsverletzungen und illegale Rodungen von Urwald überhaupt erkennen zu können. "Unternehmen müssen, das fordern die Vereinten Nationen und die OECD, ihre Lieferketten ganz genau auf menschenrechtliche Risiken hin untersuchen", sagt Friedel Hütz-Adams, Experte für Kakao beim Südwind-Institut.
Illegale Rodungen, Kinderarbeit bis hin zu Sklaverei: Die meisten Probleme auf Kakaofarmen sind Folge extremer Armut. Deswegen ist der Preis, den die Bauern für ihren Kakao bekommen, so wichtig. Fairtrade-Bauern bekommen zumindest etwas mehr als die anderen - den Fairtrade-Preis haben acht Hersteller von Schokolade im Test nachgewiesen. Fairtrade gelabelt haben nur sechs davon. Das UTZ-Siegel tragen weitere sechs. Überhaupt keinen zertifizierten Kakao haben zwei Hersteller für ihre Schokolade im Test bezahlt. Auch welchen Preis vier weitere Hersteller für ihren Kakao bezahlen, bleibt unklar.
In einer UTZ- oder einer Fairtrade-Schokolade steckt nicht unbedingt UTZ oder Fairtrade. Der sogenannte Mengenausgleich erlaubt es, entsprechend zertifizierten mit nicht fair-gehandeltem Kakao zu mischen. Möglich ist das nur bei Kakao, Zucker, Orangensaft und Tee. Wer also wie etwa beim Kaffee erwartet, dass drin ist, was draufsteht, wird enttäuscht. Erkennbar ist das Verfahren bei Fairtrade an den Hinweisen "Fairtrade Cocoa Program" und "mit Mengenausgleich".
Excelsior Alpenvollmilch (Norma) im Testkontext
Excelsior Alpenvollmilch, Fairtrade Cocoa Program (Norma) taucht in der Testübersicht als eine der 25 getesteten Milchschokoladen auf. Excelsior Alpenvollmilch wird in der Liste als Milchschokolade mit 32 % Kakaoanteil und 57 % Zuckergehalt angegeben, Herkunft Kakao: Westafrika, Preis pro 100 g: 0,49 Euro. Bei der Empfehlung von ÖKO-TEST lautete eine zentrale Aussage: Kaufen Sie möglichst Schokolade, die keine Mineralölbestandteile oder zumindest nur in geringen Mengen enthält. Geschmacklich können Sie beim Kauf getrost der persönlichen Vorliebe folgen.
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Da viele Discounter- und Supermarktschokoladen in Tests mit Mineralölbestandteilen belastet waren, bleibt auch bei günstigen Tafeln wie Excelsior die Frage nach Rückständen relevant. ÖKO-TEST kritisierte vor allem enthaltenes Mineralöl und schlechte Arbeitsbedingungen auf den Plantagen. Viele Hersteller wissen häufig nur wenig darüber, woher ihr Kakao genau stammt. Für Verbraucher bedeutet das: Auch bei Produkten mit Fairtrade-Hinweisen (wie dem Fairtrade Cocoa Program) ist Vorsicht geboten, denn Mengenausgleich kann die Deklaration weniger transparent machen.
Praktische Hinweise: Worauf beim Kauf achten?
- Kakaoanteil prüfen: Ein Produkt darf sich Schokolade nennen, wenn der Kakaoanteil bei mindestens 35 Prozent liegt; üblich ist bei Zartbitter mindestens 50 Prozent.
- Siegel und Zertifikate hinterfragen: Fairtrade, UTZ oder Naturland sind Hinweise auf soziale Standards, aber Mengenausgleich kann die Aussagekraft mindern.
- Inhaltsstoffe anschauen: Achten Sie auf Kakaobutter statt fremder Fette (z. B. Butterreinfett) und natürliches Vanillearoma statt künstlicher Aromen.
- Preis-Leistung vergleichen: Stiftung Warentest zeigt, dass gute Schokolade nicht teuer sein muss; Preis pro 100 g vergleichen.
- Sensorik nicht vergessen: Geschmack, Geruch und Mundgefühl sind zu 50 % entscheidend für das Gesamturteil bei manchen Tests.
Zuckerfreie und besondere Varianten: Geschmack versus Kalorien
In letzter Zeit ist uns beim Einkauf immer öfter zuckerfreie Schokolade ins Auge gesprungen. Acht Exemplare von Schokolade ohne Zuckerzusatz sind uns nicht nur ins Auge, sondern auch in den Einkaufswagen gesprungen. Diese acht Sorten haben wir genauer unter die Lupe, besser gesagt unter den Gaumen genommen. Zugegeben, unsere Skepsis war groß. Eine Schokolade ohne echten Zucker, kann das überhaupt schmecken? Doch einige Produkte überzeugten unseren Gaumen sehr wohl. Andere wiederum würden wir keinesfalls empfehlen. Die Spanne von „wow“ bis zu „bäh“ war sehr groß.
Warum ist zuckerfreie Schokolade nicht zwingend kalorienärmer? Die verwendeten Zuckerersatzstoffe sind mit Ausnahme von Erythrit nicht energiefrei. Xylit enthält 40 % weniger Kalorien als Zucker, Maltit 50 % weniger. Vielleicht fragen Sie sich, wieso ist in der Nährwerttabelle dann überhaupt noch Zucker zu finden ist. Ganz einfach, weil Milchschokoladen Milchpulver enthalten, welches von Natur aus Milchzucker enthält. Zuckeralkohole gehören in die Gruppe der sogenannten Zuckeralkohole. Diese Süßungsmittel werden immer häufiger als Zuckerersatz verwendet. Sie können jedoch bei übermäßigem Verzehr zu Blähungen oder Durchfall führen.
Nachhaltigkeit und die Schokoladen-Scorecard
Um Licht in das dunkle Geschäft mit der Schokolade zu bringen und Verbraucher:innen bei ihrer Kaufentscheidung zu unterstützen, bewertet die sogenannte Schokoladen-Scorecard jährlich die größten Schokoladenhersteller unter Gesichtspunkten der Umweltfreundlichkeit und fairen Produktion. Die Schokoladen-Scorecard findet heraus, was wirklich in der Schokolade steckt. Ihre Grundlage sind Befragungen der Hersteller und Kakaoverarbeitende. 2026 erscheint sie bereits zum siebten Mal, 49 Teilnehmer:innen waren dabei - 34 große und mittlere Unternehmen, fünf kleine Unternehmen und zehn Einzelhändler. Angefragt waren insgesamt 80 Unternehmen, 31 gaben keine Auskunft.
Die Scorecard beurteilt unter anderem Rückverfolgbarkeit und Transparenz der Lieferkette, existenzsicherndes Einkommen, Kinder- und Zwangsarbeit, Entwaldung, Pestizideinsatz und Agroforstwirtschaft sowie Klima und Gendergerechtigkeit. Bessere Schokolade ist besser für Menschen und den Planeten! Auf den Plätzen eins bis drei der mittelgroßen bis großen Hersteller landen HALBA, Tony's Chocolonely und Ritter Sport. Original Beans erreicht bei den kleinen Herstellern die höchste Bewertung.
Entwaldungsfreier Kakao ist möglich - aber noch immer die Ausnahme. Ab dem 30. Dezember 2026 darf Kakao, der in der EU verkauft wird, nur noch in Verkehr gebracht werden, wenn er nachweislich entwaldungsfrei ist. Das sieht die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) vor. Acht der befragten Unternehmen erfüllen diesen Standard bereits. Ein Großteil des Kakaos in den Lieferketten entzieht sich jedoch nach wie vor der Überwachung.
Fazit für Verbraucher: Wie mit Excelsior und vergleichbaren Tafeln umgehen?
Kaufen Sie möglichst Schokolade, die keine oder nur geringe Mineralölbestandteile enthält. Geschmacklich können Sie beim Kauf getrost der persönlichen Vorliebe folgen. Bio-Siegel auf Schokolade alleine garantiert noch keinen fairen Kakaoanbau. Soziale Mindeststandards gehören nur beim Naturland-Siegel dazu. Auch mit den Siegeln Fairtrade und UTZ unterstützen Sie den fairen Handel, aber gänzliche Beruhigung des Gewissens liefern sie nicht: Für keinen zertifizierten Kakao werden existenzsichernde Löhne gezahlt.
Gänzlich beruhigen können Sie ihr Gewissen mit Siegeln nicht: Für keinen zertifizierten Kakao werden existenzsichernde Löhne gezahlt. Schokoholics sei geraten, das schmelzende Glück in bewusst kleinen Mengen zu genießen. 2-3 bewusst schokiabstinente Tage pro Woche helfen mit, den Gaumen nicht an die tägliche Ration zu gewöhnen.
| Produkt | Kakaoanteil | Preis/100g | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Excelsior Alpenvollmilch (Norma) | 32 % | 0,49 € | Fairtrade Cocoa Program; Herkunft: Westafrika |
| Rapunzel Dunkle Vollmilch | 51 % | 2,19 € | Bio; im Test empfohlen |
| Ritter Sport Alpenmilch | 31 % | 0,65 € | im Test empfohlen; gute Rückverfolgbarkeit |
| Dm Bio Vollmilch Schokolade | 42 % | 1,05 € | im Test: hoher MOSH-Gehalt bei einigen Chargen |
Wenn Sie unsicher sind: Orientieren Sie sich an aktuellen Testberichten (ÖKO-TEST, Stiftung Warentest, Schokoladen-Scorecard) und prüfen Sie sowohl Inhaltsstoffanalysen als auch Angaben zur Lieferkette und Zertifikate. Achten Sie bei Discounter-Produkten wie Excelsior auf Testergebnisse zu Mineralölbestandteilen und auf Hinweise zur Rückverfolgbarkeit des Kakaos.
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